Tag: Bürgerinitiative

  • Die Woche 13.07.–17.07.2020 im Überblick

    Die Woche 13.07.–17.07.2020 im Überblick

    Warnzustand wird in Rumänien verlängert



    Angesichts der steigenden Zahl von COVID-19-Fällen in Rumänien verlängerte das Land den Warnzustand ab dem 17. Juli um weitere drei‎ßig Tage. Die Behörden erklärten, dass eine Lockerung nicht in Frage komme, dass sie aber auch keine weiteren Einschränkungen einführen würden. Nach wie vor gelten Ma‎ßnahmen wie die Maskenpflicht und die soziale Distanz in geschlossenen öffentlichen Räumen, in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz. Auch Kundgebungen und Demonstrationen unter freiem Himmel sind verboten. Innerhalb von Ortschaften ist es verboten, sich in Gruppen von mehr als 6 Personen, die nicht zur selben Familie gehören, zu bewegen. Bei privaten Veranstaltungen in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als 20 Personen am selben Ort aufhalten, im Freien dürfen es nicht mehr als 50 sein. Restaurants bleiben geschlossen, es sei denn, sie verfügen über Sitzplätze im Freien. Geschäfte in Einkaufszentren bleiben geöffnet, aber Kinos und Spielplätze sind weiterhin geschlossen. Die Messe in der Kirche ist erlaubt, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Gläubigen Masken tragen und den empfohlenen Abstand einhalten. Gleichzeitig werden für alle Flüge immer noch Flugverbot erteilt, und einige Grenzübergänge sind geschlossen. Im Vorfeld der Teilnahme am Gipfel des Europäischen Rates in Brüssel, auf dem ein Haushalt für die nächsten sieben Jahre für die EU und ein Haushalt zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft verabschiedet werden soll, sagte Präsident Klaus Iohannis, Bukarest werde weiterhin Ma‎ßnahmen ergreifen, die zu einer wirtschaftlichen Erholung führen sollen. Am Donnerstag wurden mehrere Gesetzesvorlagen zur wirtschaftlichen Erholung von der Exekutive gebilligt. Darunter sind Mittel für die Digitalisierung und die Ausbildung von Arbeitnehmern, die Unternehmen aller Grö‎ßenordnungen zugute kommen sollen. Junge Menschen würden Unterstützung für Existenzgründungen erhalten, und 200 Milliarden Euro würden für die Gründung von Unternehmen im ländlichen Raum bereitgestellt. Ein weiterer Gesetzentwurf sieht Geld für die Unterstützung neuer, von Studenten gegründeter Unternehmen vor.



    Die Pandemie-Situation und Einschränkungen für Rumänen im Ausland



    Mit Hunderten von COVID-19-Fällen, die täglich bestätigt werden, befindet sich Rumänien in der bisher schlimmsten Situation seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Fälle begann zu steigen, als vor einigen Wochen eine teilweise Entspannung einsetzte, eine Situation, die dadurch verschlimmert wurde, dass viele Menschen die Sicherheitsvorschriften nicht vollständig einhielten. Darüber hinaus entschied das Verfassungsgericht, dass Hausisolation, Quarantäne und Krankenhausaufenthalte wie bisher nur per Ministerialerlass verhängt werden können, selbst wenn die betroffenen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Kurz nach dem Urteil haben sich viele der Menschen mit bestätigter Infektion durch Unterzeichnung einer eidesstattlichen Erklärung über die persönliche Verantwortung aus der Pflege entlassen. Um die Situation in den Griff zu bekommen, brachte die Exekutive einen Gesetzentwurf ein, der im Eilverfahren durch das Abgeordnetenhaus gepeitscht wurde, den Senat aber mit vielen Änderungen kaum passierte. Das daraus resultierende Gesetz über Quarantäne und Isolation ist nach Ansicht der Fraktionen im Oberhaus ein Kompromiss, bietet aber den notwendigen Rahmen für das Gesundheitssystem. Aufgrund der epidemiologischen Situation ihres Landes sind Rumänen im Ausland mit verschiedenen Arten von Einschränkungen konfrontiert. In einigen Ländern müssen sie an den Grenzübergängen ein negatives Testergebnis vorlegen, um zirkulieren zu können, während andere Länder eine Selbstisolation oder Quarantäne verhängen, um den Rumänen den Aufenthalt im Land zu ermöglichen. Die von den einzelnen Staaten auferlegten Bedingungen können auf der Website des rumänischen Au‎ßenministeriums unter der Rubrik Reisebedingungen eingesehen werden, die speziell für die Pandemie eingerichtet wurde. Die von diesen Staaten auferlegten Restriktionen gelten nicht nur für Rumänien, sondern auch für andere Länder mit hohem Epidemie-Risiko, mit regelmä‎ßigen Aktualisierungen.



    Die Bürgerinitiative gegen öffentliche Ämter für vorbestrafte Personen



    Die Abgeordnetenkammer in Bukarest verabschiedete in dieser Woche mit breitem Konsens ein auf Bürgerinitiative basierendes Notstandsgesetz zur Änderung der Verfassung, um Personen mit Vorstrafen von öffentlichen Ämtern zu verbannen. Dieses Gesetz würde Personen, die wegen Verbrechen ersten Grades vorbestraft sind und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, von Ämtern in der Kommunalverwaltung, von gewählten Positionen im Parlament und von der Präsidentschaft ausschlie‎ßen, sofern sie nicht entlastet werden. Der Gesetzentwurf wird im Senat erörtert, aber laut Verfassung muss er, um ein Gesetz zu werden, innerhalb von 30 Tagen nach Verabschiedung im Senat durch ein Referendum gebilligt werden.



    Entscheidung der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft zum Dossier der Diasporaproteste



    Fast zwei Jahre nach den weit verbreiteten Protesten der rumänischen Diaspora gegen die damals regierende sozialdemokratische Regierung haben Staatsanwälte der Abteilung für organisierte Kriminalität ein Teilurteil über die während der Proteste vom 10. August 2018 verübten Gewalttaten erlassen. Ihrer Entscheidung zufolge stützen die Beweise nicht die Annahme, dass es sich bei den Protesten um einen Staatsstreichversuch handelte, wie die rumänische Gendarmerie behauptete. Gleichzeitig sagten sie, sie hätten keine Beweise dafür gefunden, dass es ihrerseits fortgeschrittene Pläne zur gewaltsamen Unterdrückung der Kundgebungen gab, wie einige Protestierende behaupteten. Die rumänische Generalstaatsanwältin Gabriela Scutea sagte, sie verstehe die starken Emotionen rund um dieses Thema, die eine so starke Reaktion der Öffentlichkeit ausgelöst hätten, und fügte hinzu, dass alle vorliegenden Beweise genau geprüft würden. Nach dem Eingreifen der Sicherheitskräfte während der Kundgebung vom 10. August 2018 reichten 700 Personen bei der Militärstaatsanwaltschaft Beschwerde ein, weil sie Tränengas ausgesetzt waren, und über 100 reichten Beschwerden mit forensischen Dokumenten ein, die auf Körperverletzung nach dem Eingreifen von Gendarmen hindeuteten. Die Staatsanwälte stellten fest, dass es Situationen gegeben hat, in denen Sicherheitskräfte ungerechtfertigte Gewalt gegen Demonstranten angewandt haben, und übertrugen die Zuständigkeit an die militärische Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft.

  • Erfolg für die Bürgerinitiative „Keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern”

    Erfolg für die Bürgerinitiative „Keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern”

    Die Abgeordnetenkammer des Bukarester Parlaments hat am Dienstag im Eilverfahren und mit einem breiten politischen Konsens den Gesetzesvorschlag betreffend die Bürgerinitiative zur Verfassungsrevision Keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern angenommen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Bürger, die wegen vorsätzlich begangener Straftaten zu einer Haftstrafe verurteilt werden, nicht mehr in kommunale öffentliche Verwaltungsorgane, ins Parlament und ins Amt des Präsidenten Rumäniens gewählt werden dürfen, bis eine Situation eintritt, die die Folgen der Verurteilung beseitigt.



    Der Vorsitzende der mitte-rechts orientierten Union Rettet Rumänien USR, Dan Barna, sprach über einen historischen Moment und erinnerte daran, dass seine Partei darauf bestanden habe, dass diese Initiative so bald wie möglich im Parlament diskutiert werde. Dadurch werde in Rumänien ein wenig moralische Gerechtigkeit verwirklicht, so Dan Barna:



    Heute wird ein sehr einfacher Satz zu Wirklichkeit. Es wird nicht mehr möglich, als Strafverurteilter in eine öffentliche Einrichtung einen Posten zu belegen und zu behaupten, dass man die moralische Rechtfertigung hat, eine öffentliche Institution zu leiten.



    Barna sagte auch, dass die Rumänen, die diese Initiative unterschrieben haben (über eine Million Unterzeichnende), endlich ernst genommen werden, und dass die Annahme der Bürgerinitiative Keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern“ die Missachtung der Bürger im öffentlichen Leben beseitigen wird.



    Die regierende National-Liberale Partei PNL erklärte, sie unterstütze den Gesetzentwurf in der Hoffnung, dass er eine Bürgerinitiative bleibt und nicht politisch ausgenutzt wird. Der Vorsitzende der PNL-Abgeordneten, Florin Român:



    Als Unterzeichner dieser Initiative, als ein Mann, der geholfen hat, Unterschriften zu sammeln, hätte ich mir gewünscht, dass diese Initiative nicht politisch ausgenutzt worden wäre, denn die Rumänen, die unterschrieben haben, ihre Namen in Tabellen ohne Parteilogo und ohne Parteidoktrin eingetragen haben. Es wurde klipp und klar nur eins gesagt: dass die Bürger keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern wollen.



    Alfred Simonis, Chef der Abgeordneten von der Sozialdemokratischen Partei PSD (von der Opposition, dominierend im Parlament), sprach über politischen Konsens und Verantwortung bei wichtigen Entscheidungen. Seiner Meinung nach könne diese Initiative das Vertrauen der Bürger in die politische Klasse zurückgewinnen:



    Im Moment erleben wir diesen Bruch, der sich in dem geringen Vertrauenskapital in die Politiker widerspiegelt. Die Sozialdemokratische Partei hat als erste politische Kraft Rumäniens die Pflicht, die Speerspitze bei der Veränderung des Verhältnisses zwischen Bürgern und Politikern zu sein.



    Die Partei Volksbewegung PMP (mitte-rechts) betonte ihrerseits, dass es sich um ein Projekt ohne jegliche politische Couleur handelt. Es sei wichtig, dass dieses Prinzip so bald wie möglich Gesetz wird, und angewendet werden kann.



    Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat debattiert werden. Laut Verfassung muss er, um Gesetz zu werden, durch ein Referendum validiert werden, das innerhalb von 30 Tagen nach der Annahme in der oberen Kammer des Parlaments organisiert wird. Die Union Rettet Rumänien USR ist der Ansicht, dass es eine sehr gute Option wäre, das Referendum über die Bürgerinitiative Keine Kriminellen in öffentlichen Ämtern am selben Tag wie die für den 27. September geplanten Kommunalwahlen abzuhalten, um die gesundheitliche Situation im Land hinsichtlich der COVID-19-Pandemie zu berücksichtigen.

  • „Ein Garten mit Menschen“: Bürgerinitiative für Gartenpflege in historischem Cişmigiu-Park

    „Ein Garten mit Menschen“: Bürgerinitiative für Gartenpflege in historischem Cişmigiu-Park

    Wenn Sie lernen wollen, wie man kleine Bäume richtig trimmt und wie man im Frühjahr Gärten pflegt, ist es eine gute Alternative, sich den Initiatoren des Projekts Ein Garten mit Menschen“ anzuschlie‎ßen. Alles, was Sie mitbringen müssen, ist Ihre gute Laune und Gartenkleidung. Sie werden mit Tee, Kaffee und der richtigen Ausrüstung empfangen. Alex Opriţa, Mitbegründer der Gruppe für Bürgerinitiativen Cişmigiu, lieferte uns mehr Einzelheiten zum Vorhaben.



    Wir kamen auf diesen Gedanken, als wir die erste Veranstaltung der Gruppe für Bürgerinitiativen Cişmigiu organisierten. Wir führten nämlich eine Umfrage darüber durch, was die Menschen im Cişmigiu-Park am meisten schätzen und was sie am meisten stört. Und wir waren überrascht, als wir herausfanden, dass die Menschen zwar aus vielen Lebensbereichen kamen und unterschiedlichen Altersgruppen angehörten, aber fast die gleichen Vorlieben und Sorgen hatten. Den meisten gefiel es nicht, dass der Raum nicht gut gepflegt und nicht sehr sauber war. Darüber hinaus sind wir nicht besonders froh, wenn im Park Musikfestivals stattfinden. Wir mögen den Lärm nicht, wir mögen es nicht, wenn der Park schmutzig ist, es stört uns der von den Krähen hinterlassene Dreck. Und wir beschlossen, ein Projekt zu entwickeln, um einen Teil dieser Probleme zu lösen.“




    Eine Lösung für die oben genannten Probleme nahm Gestalt an, nachdem Fördermittel für mehrere Komponenten des Projekts Ein Garten mit Menschen“ bereitgestellt wurden. Mit mehr Einzelheiten dazu Alex Opriţa:



    Dies ist ein Projekt, mit dem wir die Menschen zur Erhaltung des Ökosystems in der Umgebung des Parks Cişmigiu animieren wollen. Wir wollen nämlich nicht nur den Cişmigiu-Garten an und für sich, sondern auch die angrenzenden Alleen und die Grünanlagen in den Kleinstra‎ßen zwischen den benachbarten Mehrfamilienhäusern pflegen. Der Park ist ein historisches Denkmal, ein Naturschutzgebiet und da dürfen wir nicht eingreifen. Was wir stattdessen tun können, ist, die Bürger in die Gartenarbeit rund um ihr Wohnhaus einzubeziehen, ihnen zu helfen, diese Grundstücke zu verschönern und sie besser aussehen zu lassen. Die zweite Komponente konzentriert sich auf die Erhaltung der Tierwelt des Parks. In dieser Hinsicht werden wir von Paul Ţigu, einem Ornithologen, unterstützt. Er hilft uns, die Vögel im Park zu beobachten. Um die Mehrfamilienhäuser herum haben wir bereits drei Vogelfutteranlagen aufgebaut. Und wir haben weitere fünf künstliche Nester in den Gärten rund um den Cişmigiu-Park installiert, um die schlechten Nistbedingungen in diesem Lebensraum auszugleichen. Die dritte Komponente betrifft die Lärmbelastung. Wir arbeiten mit den Behörden zusammen, um den Lärmpegel in diesem Raum zu senken. Wir hoffen, dass sich der Cişmigiu-Park zu einem Ort des Friedens und der Ruhe im Herzen von Bukarest entwickeln wird. Auf jeden Fall, sollte der Park — als historisches Denkmal — viel mehr Achtung bekommen als derzeit. Denn schlie‎ßlich haben wir es mit dem historisch ersten öffentlichen Park in Bukarest zu tun. Viertens legen wir gro‎ßen Wert auf die städtische Bienenhaltung. Diesbezüglich veranstalten wir Bienenzuchtwerkstätte in der Nachbarschaft, wir haben zwei Bienenstöcke mitgebracht und auf einem Dach in der Nähe des Parks platziert, wir besuchen sie gelegentlich, und wir kümmern uns um sie. Eigentlich wollten wir den Menschen in der Nachbarschaft die Möglichkeit bieten, ihre Freizeit konstruktiv zu verbringen, in der Umgebung, in der sie leben.“




    Ein Projekt der angewandten Bildung, das uns im Frühjahr in den Park einlädt. Eine Einladung an alle, die bereit sind, zu erfahren, was Landschaftsarchitektur bedeutet, welche Pflanzen am besten zu den städtischen Gärten passen. Dazu kommen noch die Tipps und Tricks für alle Gärtner, ob klein oder gro‎ß, so Alex Opriţa. Unser Gesprächspartner betonte das gro‎ße Interesse der Bürger für das Projekt:



    Zuerst wollten wir die Workshops für die Menschen in der Nachbarschaft durchführen. Allmählich stellten wir fest, dass eine Gemeinschaft nicht lediglich durch die Umgebung, in die sie lebt, sondern viel mehr durch die Interessen, die sie teilt, definiert wird. So nehmen an unseren Workshops Menschen teil, die Gartenarbeit betreiben wollen und sich von dieser Art von Aktivität als Freizeitbeschäftigung angezogen fühlen und sich demnach freiwillig einbringen.“




    Die Menschen täten gut daran, ihre Teilnahme an Workshops schon lange im Voraus anzukündigen, damit die Organisatoren ihre Ressourcen nutzen können. Alex Opriţa teilte uns mit, welche Möglichkeiten es diesbezüglich gibt:



    In der Regel kommen viele Leute zur Gartenarbeit, was uns sehr hilft, da wir viel zu erledigen haben. Wir haben mehr als 20 Teilnehmer an den Gartenwerkstätten. Wir hatten sogar bis zu 40 Teilnehmer. Was die Workshops über Ornithologie betrifft, da sind die Menschen auf die Vögel gespannt, sie wollen sie beobachten, mehr darüber erfahren. An diesen Workshops beteiligen sich in der Regel 15–20 Teilnehmer. Für die Bienenzucht gibt es zwei verschiedene Arten von Workshops: Mit kleineren Gruppen besuchen wir den Raum, wo Bienen gehalten werden. Dafür ziehen alle Teilnehmer eine entsprechende Schutzausrüstung an. An diesen Workshops nehmen Menschen teil, die bereits ihr Interesse an der Bienenzucht bekundet haben und in der Lage sind, den besonderen Umständen gerecht zu werden. Und ab und zu veranstalten wir offene Workshops, in denen Menschen mitmachen, die Bienen allgemein beobachten oder die Art und Weise erleben können, in der in der Stadt Imkerei betrieben wird.“




    Es ist Frühling und die Reinigungs- und Anbausaison ist in vollem Gange. Also erwartet die Gruppe für Bürgerinitiativen Cişmigiu alle, die ein Interesse für den Cişmigiu-Park haben, an den hier durchgeführten Aktivitäten teilzunehmen. Die Reinigungstätigkeiten und die Gartenarbeit werden meistens am Wochenende durchgeführt.

  • Bürgerinitiative „Keine Kriminellen im öffentlichen Amt“ ist  verfassungsgemäß

    Bürgerinitiative „Keine Kriminellen im öffentlichen Amt“ ist verfassungsgemäß

    Das Verfassungsgericht Rumäniens entschied am Dienstag, dass eine von der oppositionellen Partei Rettet Rumänien ins Leben gerufene Bürgerinitiative mit dem Titel Keine Kriminellen im öffentlichen Amt“ verfassungsmä‎ßig ist und dem parlamentarischen Verfahren zur Billigung folgen kann. Die Initiative, die nun ihren parlamentarischen Lauf aufnehmen kann, schlagt folgende Änderung des Art. 37 der Verfassung, der das Recht auf freie Wahl regelt vor: Bürger, die wegen Straftaten, die in krimineller Absicht begangen wurden, rechtskräftig bestraft werden, werden erst dann in die örtliche öffentliche Verwaltung, die Abgeordnetenkammer, den Senat und dem Amt des Präsidenten Rumäniens gewählt, wenn die Folgen ihrer Verurteilung beseitigt sind.“




    Am 12. Februar teilte die Union Rettet Rumänien mit, dass die Unterschriften für diese Initiative mit einer Verspätung von fast 100 Tagen beim Verfassungsgericht eingegangen seien, und nach dem Gesetz habe das Verfassungsgericht 60 Tage Zeit, um über die Verfassungsmä‎ßigkeit des vorgeschlagenen Textes zu entscheiden. Mehr als eine Million Unterschriften wurden gesammelt, über 930.000 davon wurden dem Parlament vorgelegt und rund 825.000 validiert.




    Die Union Rettet Rumänien und die Nationale Liberale Partei begrü‎ßten die Entscheidung des Verfassungsgerichts und sagten, dass sie darauf bestehen werden, dass das Gesetz vom jetzigen Parlament gebilligt wird. Der Vorsitzende der Union Rettet Rumänien, Dan Barna, hofft, dass der Entwurf von allen politischen Parteien unterstützt wird: Meine Kollegen und ich werden auf alle Mittel zurückgreifen, die uns die Gesetzgebung zur Verfügung stellt, um dieses Ständige Präsidium zu verpflichten, die Bürgerinitiative auf die parlamentarische Tagesordnung zu setzen, um ein Referendum zu organisieren, bei dem rumänische Bürger über eine ganz einfache Frage abstimmen werden: Ob verurteilte Straftäter keine öffentlichen Ämter mehr innehaben dürfen.“




    Andererseits versucht die regierende Sozialdemokratische Partei Verwirrung zu stiften. Sie sagt, dass der Text nicht prazisiert, ob es sich um alle öffentlichen Ämter oder nur um die Ämter handelt, für die Wahlen stattfinden. Der Vizepräsident der Abgeordnetenkammer, Eugen Nicolicea, wies darauf hin, dass die Unterschriften gesammelt wurden, um verurteilte Straftäter von allen öffentlichen Ämtern auszuschlie‎ßen, während der Text des vom Verfassungsgericht gebilligten Dokuments nur gewählte Ämter erwähnt, nämlich Abgeordnete, Gemeinderäte und Stadträte sowie den Präsidenten des Landes:Vielleicht wollten die Unterzeichner wirklich keine strafrechtlich Verurteilten in einem öffentlichen Amt, und ich verstehe nicht, warum die Union Rettet Rumänien diesen Unterschied gemacht und nur gewählte Ämter erwähnt hat.“




    Nach der Bestätigung durch das Verfassungsgericht muss der Vorschlag nun in den parlamentarischen Ausschüssen diskutiert und von den beiden Kammern mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen werden. Als Nächstes folgt ein Referendum, dessen Gültigkeit von einer bestimmten Mindestbeteiligung und einer Stimmenmehrheit abhängt.

  • Nachrichten 10.05.2017

    Nachrichten 10.05.2017

    Die Abgeordnetenkammer des Bukarester Parlaments hat am Mittwoch die Bürgerinitiative zum Revidieren der Verfassung mit der Neudefinierung des Begriffs Familie“ angenommen. Laut besagter Bürgerinitiative gründet die Familie auf der Schliessung der Heirat zwischen einem Mann und einer Frau, auf der Gleichstellung der Familienmitglieder und auf der Verpflichtung der Eltern, ihre Kinder gro‎ßzuziehen, zu erziehen und ihnen die Ausbildung zu sichern. Über dieses Projekt wird demnächst der Senat debattieren und abstimmen. Mehr dazu nach den Nachrichten.



    Die Angestellen der Umweltinspektion in Rumänien haben am Mittwoch einen unbefristeten Generalstreik begonnen. Die protestierenden Angestellten sind unzufrieden mit der Ungerechtigkeit in der Lohnpolitik im Umweltbereich, da ihre Gehälter beim Niveau des Jahres 2009 geblieben sind. Während des Streiks werden die Umweltkommisare in ihren Büros bleiben, aber keine Aktivitäten mit dem Publikum und auch keine Kontrollen durchführen. Der Generalstreik wurde erklärt, nachdem am 26. April die Angestellten der Umweltinspektion landesweit die Arbeit zwei Stunden lang unterbrochen hatten, um ihre Unzufriedenheit betreffend die Lohnpolitik auszudrücken. Die Gewerkschaftler sagten, die Regierenden hätten nach der Protestaktion von April kein Zeichen gegeben, die Ungerechtigkeiten des Systems korrigerien zu wollen. Daher wird der Streik erst dann eingestellt, wenn die Angestellten de Umweltinspektion von den Regierenden eine Reaktion zu ihren Forderungen erhalten werden, betonten die Gewerkschaftsvertreter.



    Am 10 Mai wird in Rumänien der Tag des Königshauses gefeiert. Der 10. Mai hat eine dreifache Bedeutung in der rumänischen Geschichte. Am 10. Mai 1866 hat Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen vor dem Parlament in Bukarest seinen Eid abgelegt. Er wurde damit Fürst von Rumänien. Am 10. Mai 1877 wurde die Staatsunabängigkeit verkündet und Rumänien wurde zum Königreich. Vier Jahre später, am 10. Mai 1881 wurde Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen zum König von Rumänien gekrönt. Bis 1947 war der 10. Mai Nationalfeiertag Rumäniens. 1947 wurde König Michael I. Von den Kommunisten gezwungen, abzudanken und ins Exil zu gehen. Nach der antikommunistischen Revolution von 1989 konnte der ehemalige rumänische König Michael I. Nach Rumänioen zurückkehren. Der über 90 Jahre alt, schwer kranke König Michael zog sich vor einem Jahr vom öffentlichen Leben zurück. Die erste seiner fünf Töchter, Margareta, wurde zur Verwahrerin der rumänischen Krone erklärt.



    Der rumänische Präsident Klaus Iohannis wird am Donnerstag EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker empfangen. Laut der Präsidialverwaltung werden die Gespräche vorrangige Themen der Agenda der kommenden Treffen des Europäischen Rates, sowie den Überlegungsprozess hinsichtlich der Zukunft der EU, nach dem Austritt Gro‎ßbritanniens aus der Union behandeln. Gleichzeitig sollen auch Aspekte angesprochen werden, die mit den politischen Pritoritäten der zukünftigen EU-Ratspräsidentschaft in Zusammenhang stehen, die Rumänien im ersten Halbjahr 2019 innehaben wird. Jean-Claude Juncker hat auch ein treffen mit Premierminister Sorin Grindeanu geplant und wird eine Ansprache vor dem vereinten Plenum des Parlaments, anlä‎ßlich des 10.-jährigen Jubiliäums des EU-Beitritts Rumäniens halten.



    Der rumänische Au‎ßenminister,Teodor Melescanu, hat am Mittwoch ein Telefonat mit dem US-Staatssekretär, Rex Tillerson, im Kontext des Dialogs mit der neuen US-Verwaltung geführt, steht in einem Communique des Bukarester Au‎ßenministeriums. Die zwei Würdenträger bekräftigten die Bedeutung der vor 20 Jahren abgeschlossenen strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und den USA, und auch die Bedeutung der Entwicklung und Fortsetzung aller darin enthaltenen Kooperationsbereiche. Melescanu erklärte sich äu‎ßerst zufrieden mit dem exzellenten Niveau der bilateralen Kooperation in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung und betonte die Bedeutung der USA- und NATO-Präsenz in Rumänien und in der Region. Ferner würdigte der rumänische Au‎ßenminister die Bemühungen der Regierungen in Bukarest und in Washington und der Vertreter des Geschäftsumfeldes zur Erweiterung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.



    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung schätzt das Wachstum der rumänischen Wirtschaft auf 4% in 2017. Noch im November rechnete die Bank mit nur 3,7%. Der Konsum werde auch 2017 und 2018 die Wirtschaft ankurbeln, wozu auch höhere Mindestlöhne und Gehälter im öffentlichen Dienst beitragen werden, so die Prognose der EBRD. Auch der Internationale Währungsfonds hatte seine Schätzung über das Wirtschaftswachstum in Rumänien von 3,8% auf 4,2% verbessert.

  • Neues Arbeitsgesetzbuch trat am 25. Januar in Kraft

    Neues Arbeitsgesetzbuch trat am 25. Januar in Kraft

    Laut dem Dokument zählen die Abwesendheiten und der unbezahlte Urlaub nicht mehr für das Dienstalter. Eine Ausnahme ist der unbezahlte Wartestand aus Studiengründen. Der Kranken-, der Mutterschaftsurlaub oder der Urlaub für die Pflege des kranken Kindes bewirken nicht mehr die Kürzung des ordentlichen Urlaubs. Codrin Scutaru, Staatssekretär im rumänischen Arbeitsministerium, erklärte:




    Wenn jemand zwei Monate lang im Krankenurlaub war, verlor er drei Tage von den 21 Tagen des Erholungsurlaubs. Jetzt wird es nicht mehr so sein. Man erfreut sich des vollständigen ordentlichen Urlaubs. ”




    Wenn der Angestellte aus schwerwiegenden Gründen den ordentlichen Urlaub nicht durchführen konnte, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ihm die gebliebenen Urlaubstage innerhalb der folgenden 18 Monaten zu gewähren. Der Arbeitnehmer wird also seine freien Tage nicht mehr verlieren. Bedeutend ist, dass der Lohn eines Mitarbeiters mit befristetem Arbeitsvertrag nicht kleiner als der Lohn eines Dauerangestellten sein kann.



    Es kann sein, dass das neue Arbeitsgesetzbuch durch eine Bürgerinitiative, die gro‎ße Chancen hat Gesetz zu werden, wieder verändert wird. Die Initiative hat vergangene Tage die Genehmigung des Verfassungsgerichts bekommen.




    Dumitru Costin, Leiter des Nationalen Gewerkschaftsblocks, hat für Radio Rumänien erklärt, die Vorschläge wollen Fehler verbessern und den Jugendlichen helfen, sich Arbeitsplätze zu finden:




    “Wir haben ein neues Arbeitsgesetz herausgearbeitet, das das Gleichgewicht und den Respekt in die Beziehungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern bringen soll. Unsere Initiative regelt den Zugang zum Arbeitsmarkt, indem sie mehrere Missbräuche, die jetzt im Gesetzbuch enthalten sind, eliminiert. Diese gehen besonders die junge Generation an. Die Bürgerinitiative regelt die Beziehungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer und führt zur Transparenz auf dem rumänischen Arbeitsmarkt.”




    Laut Gesetz muss eine Bürgerinitiative von 100.000 Wahlberechtigten aus wenigstens einem Viertel der Landeskreise und Bukarest unterzeichnet werden. Das Projekt des Nationalen Gewerkschaftsblocks hat 150.000 Unterschriften gesammelt und wurde vom Vorsitzenden des rumänischen Verfassungsgerichts Augustin Zegrean begrü‎ßt. Das Volk war fähig, sich zu organisieren, Unterschriften zu sammeln und eine Initiative von gro‎ßem Interesse zu fördern.

  • Bürgerinitiativen: Das Kino »Favorit« im Bukarester Stadtviertel Drumul Taberei

    Bürgerinitiativen: Das Kino »Favorit« im Bukarester Stadtviertel Drumul Taberei

    Das Wohnviertel Drumul Taberei ist in den sechziger Jahren am Rande der rumänischen Hauptstadt Bukarest erbaut worden. Jahrzehnte später entwickelte es sich zu einem der schönsten Wohnviertel. Zwischen den Wohnblocks mit vier, acht oder zehn Stockwerken sind Schulen, Kindergärten, Kinos, Konditoreien, Kaufhäuser, Fotoateliers errichtet worden. Irgendwo in der Mitte war eine kleine Einkaufsmeile, eine kleine Esplanade, wo sich die Jugendlichen treffen konnten. Das Stadtviertel hatte also ein eigenes Zentrum, die Freizeit der Menschen drehte sich um das kleine Kino und das Kaufhaus. Das Kino Favorit“ ist seit 17 Jahren geschlossen. Das Kaufhaus und die Läden rundherum sind heute völlig umgebaut worden, sehr zur Unzufriedenheit der Anwohner. Dagegen gründeten einige eine Initiative. Marilena Trică erläutert ihre Anliegen:



    Die sogenannte Favorit-Initiative ist eine Gruppe, die aus Freunden, Nachbarn und andere Bürgern mit einem gemeinsamen Ziel, und zwar das Kino Favorit wiederzubeleben, gebildet ist. Die Initiative wurde im Mai 2010 mithilfe des Ressourcen-Zentrums für Öffentliche Teilnahme (CERE) gegründet. 2010 haben die Vertreter des Zentrums an die Türen von 120 Wohnungen geklopft, haben die Bürger zu einem Gespräch eingeladen. Diese sollten ihre Probleme bekanntmachen und ihre Meinungen äu‎ßern. Sie haben auf die Initiative der Bewohner geantwortet. Bei den Gesprächen wurden die Teilnehmer gebeten, auf einem Zettel zu schreiben, was sie sich in der Umgebung wünschen. Nach der Zusammenfassung und Auswertung der Gespräche kam heraus, dass die Menschen das Kino Favorit wieder haben wollten. Das Kino soll wieder funktionieren. Die Gruppe hat über 300 Mitglieder.“




    Was die Mitglieder der Initiativgruppe wünschen, ist nicht nur die einfache Wiedereröffnung des Kinos, sondern die Einrichtung eines richtigen Kulturzentrums, wo Theateraufführungen, Konzerte, Vorlesungen organisiert werden können. Die Jugendlichen und die Rentner sollen hier ihre Freizeit verbringen können. Der Soziologe Mircea Kivu spricht über das Herz einer Gemeinschaft:



    Die Wohnviertel brauchen nicht nur Wasserleitungen, Wärme, Gas usw. Das Stadtviertel Drumul Taberei hat alles, was es braucht: Kinosäle in Malls, Kaufhäuser, Gewerberäume. Die Wohnviertel brauchen aber auch symbolische Bezugspunkte. Die Bewohner des Stadtviertels wollen nicht nur einfache Konsumenten sein, sie wünschen sich ein gemeinschaftliches Leben. Es geht um die Entwicklung der Wohnviertel zu Gemeinschaften und nicht zu einfachen Ballungsräumen.“




    Heute versuchen kleine Gruppen aus verschiedenen Vierteln und Städten, wie eine Gemeinschaft zu handeln. In Drumul Taberei gibt es auch andere Initiativgruppen wie Callatis Drumul Taberei“ und die Initiative Tudor Vladimirescu“. In einem anderen Bukarester Stadtviertel ist die Lacul Tei“ — Gruppe gegründet worden. Wenn die Menschen Mitglieder einer Gruppe sind, dann fühlen sie sich als Teil einer Gemeinschaft. Der Gemeinschaftsgeist beginnt zu wirken. Der Soziologe Mircea Kivu kennt auch weitere ähnliche Initiativen in anderen Städten:



    In Iaşi z.B. widersetzt sich eine Gruppe der Abholzung der Lindenbäume im Stadtzentrum. Eine andere Initiativgruppe ist in Oradea (Gro‎ßwardein) tätig. Sie wünscht die Wiederbelebung einer Fu‎ßgängerzone und ihre Umwandlung in eine Gewerbezone. Die Menschen beginnen sich selbst zu organisieren. Ohne derartige Initiativen werden die Behörden weiterhin willkürlich handeln.“




    Marilena Trică schildert weiter, wie die Behörden auf das Anliegen der Favorit-Initiative reagiert haben:



    Wir haben mehrere Petitionen geschrieben und an den Sitzungen des Lokalrates teilgenommen, wir haben Pressemitteilungen verfasst und wir haben uns auch gestritten. Es war aber nicht alles umsonst. 2011 haben wir Gelder bekommen und die Machbarkeitsstudie durchgeführt. 2012 haben wir Geld vom Lokalhaushalt bekommen und das technische Projekt herausgearbeitet. 2013 wurden uns 2,6 Millionen Euro zugesprochen. Leider konnten wir das Projekt nicht weiter umsetzen, weil das Kulturministerium das Gebäude besitzt. Wir wollen, dass das ehemalige Kino Favorit vom 6. Bukarester Stadtbezirk übernommen wird. Deshalb schreiben wir weiter Petitionen.“




    Zurzeit ist das Projekt im bürokratischen Dickicht stecken geblieben. Das Kulturministerium, Eigentümer des Kinos, hat kein Geld, um sich um die Sanierung zu kümmern; der 6. Bukarester Stadtbezirk darf das Gebäude nicht verwalten, weil es ihm nicht gehört. So lange wollen Marilena Trică und ihre Kollegen aus der Initiativgruppe Favorit“ mit Bittschriften an die Behörden weitermachen:



    Ich will Ihnen ein Beispiel geben. Folgendes hat ein Mitglied unserer Gruppe an das Kulturministerium geschrieben: ‚Sehr geehrte Herren, ich bin ein US-Bürger und wohne seit 20 Jahren in Drumul Taberei. Ich liebe dieses Stadtviertel. Hier gibt es aber eine traurige Ruine, das Kino Favorit. Ich verstehe das Problem nicht hundertprozentig, glaube aber, das Ministerium könnte der Initiativgruppe helfen.‘ Ein weiteres Gesuch haben wir beim Bürgermeister des Stadtviertels eingereicht: ‚Keine weiteren Stiefmütterchen-Parzellen, keine neuen Bordsteine im 6. Bezirk! Wir brauchen Investitionen und den guten Willen, um das Kino »Favorit« für Bildung und Erziehung wieder funktionsfähig zu machen.‘“




    Als Beweis, dass derartige Initiativen Erfolg haben, haben die Mitglieder der Initiativgruppe Favorit am 26. September die Behörden überzeugt, anlässlich der Tage des Stadtviertels das ehemalige Kino vorübergehend zu öffnen. Im Foyer wurden zwei Kurzfilme projiziert. Der gro‎ße Besucherandrang machte den Mitgliedern der Initiativgruppe Mut.

  • Parteienfusion: PNL und PDL schließen sich vor Präsidentschaftswahlen zusammen

    Parteienfusion: PNL und PDL schließen sich vor Präsidentschaftswahlen zusammen

    Die National-Liberale und die Liberal-Demokratische Partei haben ihren Zusammenschluss vereinbart und wollen somit eine neue politische Formation bilden. Diese wird unter dem historischen Namen National-Liberale Partei (PNL) einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen November 2014 vorschlagen. Der Name des Kandidaten soll in der ersten Augustwoche bekannt gegeben werden. Der Vorsitzende der Liberal-Demokraten, Vasile Blaga, sagte dazu: Die national-liberale Partei ist das Ergebniss des Zusammenschlusses zwischen der Liberal-Demokratischen PDL und der National-Liberalen Partei PNL. Die neue Partei wird die rechtsstaatlichen Grundsätze, die Werte unserer Kollegen aus der Europäischen Volkspartei — Würde, Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität — einhalten.“



    Der Vorsitzende der National-Liberalen Partei (PNL), Klaus Iohannis, erklärte seinerseits, die neue politische Formation werde einen wesentlichen Beitrag zur Vereinigung der politischen Rechte Rumäniens bringen. Klaus Iohannis: Diese Partei entsteht jetzt, um eine positive Änderung in Rumänien zu bringen. Wir wünschen uns selbstverständlich einen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen, aber auch bei den Parlamentswahlen, die im Jahr 2016 stattfinden werden. Wir wollen Rumänien auf einen deutlich besseren Weg für die kommenden zehn Jahre führen.



    Die National-Liberale Partei ist eine der wichtigsten politischen Parteien Rumäniens und wurde 1875 unter diesem Namen gegründet. Im Februar 2014 lehnte der sozial-demokratische Ministerpräsident Victor Ponta (PSD) die Ernennung von Klaus Iohannis im Amt des Vize-Premierministers ab. Infolgedessen sind die national-liberalen Minister aus der Regierung ausgetreten. Diese schlossen sich der Opposition an. Die Liberal-Demokratische Partei (PDL) ist eine rechtsorientierte politische Formation, die 2007 durch den Zusammenschluss der Demokratischen Partei (PD) und der Demokratisch-Liberalen Partei (PLD), einem abtrünnigen Flügel der PNL, entstanden ist. Die Liberal-Demokraten (PDL) waren von 2008 bis 2012 an der Regierung beteiligt. 2012 traten sie in die Opposition.



    Der mitregierende Demokratische Ungarnverband (UDMR) hat am Donnerstag seinen Kandidaten für die Präsidentschaftwahlen bekanntgegeben. Es handelt sich um den Vorsitzenden der Formation, Hunor Kelemen, der auch 2009 bei den Präsidentschaftswahlen angetreten war. Neulich kündigte Hunor an, er werde ab 1. August aus der Regierung austreten, weil der rumänische Staat an der Seite der Europäsichen Kommission beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gegen eine Bürgerinitiative über die Förderung der ethnischen und linguistischen Minderheiten plädierte, deren Mitautor der Vorsitzende des Demokratischen Ungarnverbands in Rumänien ist.



    Laut dem Vorschlag der Partei sollen die Ämter, die Hunor Kelemen derzeit in der Bukarester Exekutive inne hat, von der Senatorin Rozália Biró übernommen werden. Sollte der Vorschlag vom Ministerpräsidenten akzeptiert werden, wird Rozália Biró zur ersten Vize-Premierministerin Rumäniens. Der Demokratische Ungarnverband in Rumänien wurde gegründet, um die Interessen der ungarischen Minderheit in Rumänien zu vertreten. Seit 1996 hat die Partei immer einen eigenen Kandidaten zu Präsidentschaftswahlen gehabt.

  • Nachrichten 11.07.2014

    Nachrichten 11.07.2014

    BUKAREST: Das rumänische Aussenministerium hat einen Krisenstab eingerichtet, der den rumänischen Staatsbürgern im Gaza-Streifen konsularische Hilfe gewähren soll. Mitglieder des Krisenstabs, Vertreter des Auswärtigen Amtes und befugte Behörden monitorisieren ständig die Situation und stehen im Kontakt mit den Lokalbehörden und den diplomatischen Vertretungen Rumäniens in der Region. Weiter wurde in Rumänien eine kostenlose Hotline für die Personen, die im Gazastreifen Verwandte haben, aktiviert.. Es wird von nicht notwendigen Reisen in Israel und die palästinensischen Autonimiegebiete abgeraten. US-Präsident Obama hat die Bereitschaft der USA geäu‎ßert, den Waffenstillstand im eskalierten Konflikt zwischen Israel und Hamas zu vermitteln. Israels Aussenminister Benjamin Netanjahu erklärte, die Operation gehe voran wie geplant. Zuvor hatte Netanjahu bekräftigt, eine Feuerpause stehe nicht auf der Tagesordnung und er verhandle derzeit auch mit niemandem. Die Opferzahl stieg mittlerweile nach Eskalation des Konfliktes auf mehr als 100.




    ZAGREB: Aussenminister Titus Corlăţean beteiligt sich am Freitag und Samstag in Dubrovnik an der internationalen Tagung Kroatien Forum, zum Thema: die europäische Integration der Westbalkanstaaten. Laut ener offiziellen Mitteilung des Bukarester Auswärtigen Amtes soll Aussenminister Corlăţean dabei eine Rede über die Zukunft der Erweiterungspolitik der Europäischen Union halten. An der Tagung beteligen sich europäische Würdenträger, EU-Aussenminister sowie Aussenminister der Staaten die im Mittelpunkt der europäischen Erweiterungspolitik stehen, zusammen mit Gästen aus China, Japan, Neuseeland und aus den USA.




    BUKAREST: Die Führung des mitregierenden Demokratischen Ungarnverbands in Rumänien hat am Freitag beschlo‎ßen weiter Teil der Regierung zu bleiben. Der Vorsitzende des Ungarnverbands, Kelemen Hunor, kündigte jedoch an, er werde in den folgenden Tagen auf seine Ämter als Vize-Ministerpräsident und Kulturminister verzichten. Die Spannungen zwischen dem Ungarnverband und seinen Regierungspartnern wurden von der Stellungnahme des sozialdemokratischen Aussenministers Titus Corlăţean ausgelöst, der den Standpunkt der Europäischen Kommission über den Schutz der nationalen Minderheiten eingenommen hatte. Die Europäische Kommission hatte diesbezüglich eine Bürgerinitiative europäischer Minderheiten abgelehnt. Die Partei hatte sich der Regierung Monat März angeschlossen und hat derzeit die Kultur-und Umweltministerien inne. Seit 1996 regierte der Ungarnverband in fast allen Exekutiven Rumäniens, sowohl zusammen mit rechts-als auch mit linksorientierten Parteien mit. Die ungarische Minderheit die insbesondere im Zentrum und Westen Rumäniens lebt, zählt derzeit 1,5 Millionen Menschen

  • Nachrichten 10.07.2014

    Nachrichten 10.07.2014

    Bukarest: Das Auswärtige Amt Rumäniens hat einen Krisenstab eingerichtet, der den rumänischen Staatsbürgern im Gaza-Streifen konsularische Hilfe gewähren soll. Mitglieder des Krisenstabs, Verterter des Auswärtigen Amtes und befugte Behörden monitorisieren ständig die Situation und stehen im Kontakt mit den Lokalbehörden und den diplomatischen Vertretungen Rumäniens in der Region. Es wird zudem von nicht notwendigen Reisen in Israel und die palästinensischen Autonimiegebiete abgeraten. Die Ma‎ßnahme erfolgt im Kontext der jüngsten Verschärfung des bewaffneten Konfliktes zwischen Israel und palästinensischen Terrororganisationen.






    Bukarest: Die Führung des mitregierenden Demokratischen Ungarnverbands in Rumänien (UDMR) soll am Freitag beschlie‎ßen, ob die Partei aus der Regierungskoalition austritt. Die Spannungen zwischen dem Ungarnverband und seinen Regierungspartnern wurden von der Stellungnahme des sozialdemokratischen Aussenministers Titus Corlăţean ausgelöst, der den Standpunkt der Europäischen Kommission über den Schutz der nationalen Minderheiten eingenommen hatte. Die Europäische Kommission hatte diesbezüglich eine Bürgerinitiative europäischer Minderheiten abgelehnt. Die Partei hatte sich der Regierung Monat März angeschlossen und hat derzeit die Kultur-und Umweltministerien inne. Seit 1996 regierte der Ungarnverband in fast allen Exekutiven Rumäniens, sowohl zusammen mit rechts-als auch mit linksorientierten Parteien mit. Die ungarische Minderheit die insbesondere im Zentrum und Westen Rumäniens lebt, zählt derzeit 1,5 Millionen Menschen.






    Bukarest: Rumäniens Staatschef Traian Băsescu hat erklärt, er werde das Gesetz zur Herabsetzung der Sozialbeiträge für Arbeitgeber um 5 % nicht unterzeichnen. Das Gesetz, das vor kurzem vom Parlament gebilligt wurde, soll ab dem 1. Oktober in Kraft treten. Die Massnahme könnte die makroökonomischen Indikatoren und die Beziehung zu den internationalen Kreditgebern stören, sagte Präsident Băsescu. Die Reduzierung der Sozialbeiträge für Arbeitgeber wurde von der Geschäftswelt begrüsst. Der Fiskalrat, der in diesem Bereich eine beratende Funktion hat, lehnte die Massnahme ab.






    Chişinău: Die rumänischsprachigen Schulen in der prorussischen separatistischen Region Transnistrien, im Osten der Republik Moldau könnten geschlossen werden, sollten die Chişinău Behörden und die Führer der separatistischen Bewegung vor Beginn des Schuljahres keine Einigkeit erzielen. Zu dieser Feststellung kam die hohe Kommissarin für nationale Mimderheiten der OSZE Astrid Thors, die einen Besuch in der Region unternommen hat, um die Situation zu monitorisieren. Das Recht der Kinder, Ausbildung in ihrer Muttersprache zu erhalten müsse völlig eingehalten werden und sie sollen nicht zu Opfern des politischen Konfliktes werden, so Astrid Thors. Transnistrien hatte 1992 eine de facto Unabhängigkeit infolge eines bewaffneten Konfliktes erreicht, der hunderte Todesopfer forderte. Die Kämpfe endeten durch den Einsatz der russischen Armee an der Seite der Separatisten.





    Bukarest: Der US-Konzern Chevron hat angekündigt, die Bohrarbeiten im ostrumänischen Pungeşti eingestellt zu haben. Am Vortag hatten sich Greenpeace Umweltaktivisten an den Zaum um die Bohrsonden in Pungeşti gekettet. Umweltaktivisten und Dorfbewohner protestieren seit Beginn der Arbeiten zur Schiefergasförderung durch das umstrittene Fracking-Verfahren. Hinter dem Beschlu‎ß des US-Riesen stehe angeblich dennoch die Information, dass es eigentlich in der Region kein Schiefergas gebe, berichten die rumänischen Medien. Experten zufolge, soll der Konzern anschlie‎ßend die entnommenen Proben untersuchen. Das Endergebniss soll entscheiden, ob die Schiefergasgewinnung fortgesetzt wird.






    Bukarest: In den letzten 25 Jahren hat Rumänien grosse Fortschritte gemacht, das Land müsse dennoch die Bemühungen in puncto Korruptionsbekämpfung, Transparenz der Staatsunternehmen und Parteifinanzierungen fortsetzen, so ein Bericht des Zentrums für Analyse der Europäischen Politiken in Washington. Der Bericht stellt heraus, dass Rumänien einen Wendepunkt nach 1989 erreicht habe. Mit Hilfe energischer und dauerhaften Politiken könnte die Wirtschaftsentwicklung und der Lebensstandard der Bürger erheblich verbessert werden. Die europäischen und amerikanischen Experten, die den Bericht erstellt haben, sind in Projekten in Rumänien engagiert. Sie gaben zudem Empfehlungen im Bereich des Rechtsstaates, der guten Regierungsführung und der politischen Reform.






    Bukarest: Gegen den Geschäftsmann Dan Voiculescu wird weiter unter gerichtlichen Überprüfung ermittelt. Das Urteil wurde vom Bukarester Landgericht getroffen, kann aber weiter angefochten werden. Seit Freitag wird gegen den Geschäftsmann wegen Erpressung ermittelt, er steht unter gerichtlicher Aufsicht. Die Staatsanwälte beschuldigen ihn drei weitere Geschäftsleute erpresst zu haben, Werbeverträge mit seinem Medienkonzern zu unterzeichnen. Voiculescu lehnte die Beschuldigungen ab und erklärte er würde die drei Geschäftsleute nicht kennen. Dan Voiculescu wurde in einem anderen Fall schon im Jahr 2008, wegen der illegalen Privatisierung des Instituts für Lebensmittel-Forschung, verklagt. Der Schaden beläuft sich in diesem Fall auf 60 Millionen Euro.