Tag: Energieregulierungsbehörde

  • Nachrichten 19.10.2022

    Nachrichten 19.10.2022

    Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung der rumänischen Regierung befindet sich eine Dringlichkeitsverordnung zur Verlängerung des Mandats der Leiter der Nationalen Energieregulierungsbehörde um weitere sechs Monate. Die Exekutive vertrat die Auffassung, dass das normale Funktionieren der Behörde angesichts der beispiellosen Energiekrise, zu der noch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine im Hinblick auf die Energieversorgung, hinzukommen, von wesentlicher Bedeutung ist. Auf der heutigen Sitzung werden die Minister auch über die Genehmigung der Haushalte für Einnahmen und Ausgaben für staatliche Unternehmen und Betriebe beraten. Die Entscheidung, Schülern, die in der Nationalen Bewertung und in den Abiturprüfungen die höchste Note erreicht haben, finanzielle Anreize zu gewähren, wird ebenfalls geprüft.



    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat am Mittwoch im Europäischen Parlament das neue Maßnahmenpaket der Brüsseler Exekutive zur wirtschaftlichen und sozialen Unterstützung Europas im Zusammenhang mit der Energiekrise vorgestellt. Das Paket zielt darauf ab, die Schwachen zu schützen und die von den steigenden Energiepreisen betroffenen Unternehmen zu unterstützen. Es werden 40 Milliarden Euro bereitgestellt, um Haushalte und Unternehmen zu unterstützen, die unter hohen Energierechnungen leiden. Das Paket enthält auch einen Rahmen für die gemeinsame Beschaffung, bei der die Mitgliedsländer gemeinsam 15 % des Gases kaufen, das zur Befüllung der Speicher im Winter 2023–2024 benötigt wird. Die Europäische Kommission schlägt außerdem einen flexiblen und gezielten Einsatz des Kohäsionsfonds vor, um die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise auf Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu begrenzen. Die Maßnahmen werden diese Woche von den Staats- und Regierungschefs der EU und später von den Energieministern erörtert. Wenn die 27 Mitgliedstaaten grünes Licht geben, werden die EU-Dienststellen die technischen Einzelheiten ausarbeiten.



    Laut einer Entscheidung der Europäischen Kommission vom Dienstag könnten 2,2 Mrd. EUR ungenutzter EU-Mittel aus dem rumänischen Programmplanungszeitraum 2014-2020 für Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der Energie- und Wirtschaftskrise verwendet werden. Es gibt drei Arten von Beihilfen, die gewährt werden können: Unterstützung für bedürftige Haushalte, nicht rückzahlbare Darlehen für KMU und Maßnahmen zur Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen. Ministerpräsident Nicolae Ciucă sagte, die Regierung werde die genauen Maßnahmen festlegen, die in diesem Rahmen mit europäischen Geldern unterstützt werden sollen. Unterdessen bemüht sich Rumänien um eine Diversifizierung seiner Energieversorgungsquellen. Ein am Mittwoch in Bukarest unterzeichnetes Memorandum zwischen den nationalen Unternehmen Romgaz (Rumänien) und SOCAR (Aserbaidschan) sieht die Analyse eines möglichen Projekts für den Transport von verflüssigtem Erdgas vom Osten zum Westen des Schwarzen Meeres vor.



    Die Abgeordnetenkammer in Bukarest lehnte am Mittwoch einen einfachen Antrag gegen den Innenminister, den Liberalen Lucian Bode, ab, der von 55 Abgeordneten der USR und der Partei Forta Dreptei, einer liberalen Dissidenzpartei unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten Ludovic Orban, eingereicht worden war. Es gab nur 88 Ja-Stimmen und 162 Nein-Stimmen. Sechs Abgeordnete haben nicht abgestimmt. In dem Antrag mit dem Titel Sicherheit und Vertrauen oder Ausschweifung und Diebstahl?“ musste sich Bode für das Desaster verantworten, das er angerichtet hat“. Die Unterzeichner forderten den Rücktritt des Innenministers, weil er es versäumt hat, die Institution zu reformieren. Ferner warf man ihm vor, die Anschaffung neuer, überteuerter Polizeifahrzeuge organisiert und seine Doktorarbeit plagiiert zu haben. Während der Debatte am Montag lehnte der Innenminister die Anschuldigungen ab und bezeichnete den Text des Antrags als unzutreffend. Die Ausschreibung für die Fahrzeuge sei transparent und in Übereinstimmung mit den geltenden Rechtsvorschriften erfolgt, und seine Doktorarbeit habe alle Kontrollfilter durchlaufen. Bode versicherte, dass das Innenministerium ein verlässlicher Partner für alle Bürgerinnen und Bürger bleibe.



    Die ersten beiden Konvois gepanzerter Kampffahrzeuge der französischen Armee sind am Dienstag im Rahmen einer Operation zur Verstärkung der Verteidigung der Ostflanke des Nordatlantikbündnisses nach Rumänien aufgebrochen. Die Konvois werden in mehreren Wellen vom Militärstützpunkt Mourmelon-le-Grand in Ostfrankreich aus nach Rumänien gelangen. Die genaue Anzahl der Fahrzeuge und die genaue Reiseroute wurden von den französischen Behörden vertraulich behandelt. In den kommenden Tagen werden Leclerc-Panzer auf dem Militärstützpunkt Cincu in der Landesmitte eintreffen, um die von Frankreich geführte Mission zu verstärken. Diese wurde als Reaktion auf den im Februar 2022 begonnenen russischen Angriffskrieg in der benachbarten Ukraine gestartet. Parallel dazu werden Sonderzüge mit Munition, Lebensmitteln und Wartungsmaterial in Rumänien eintreffen.



    In der südlichen Landeshälfte Rumäniens wird das Wetter warm bleiben. In den meisten anderen Teilen des Landes war heute es kälter als am Tag zuvor. Die Wettervorhersage ist unbeständig; im Süden ist es hauptsächlich klar. Vorübergehende Bewölkung und leichter Regen werden vereinzelt im Osten und im Norden, Westen und der Mitte erwartet. Die Windgeschwindigkeit wird leicht bis mäßig sein, in den Bergen, im Nordosten und äußersten Südwesten jedoch stärker. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 14 und 24 Grad Celsius.

  • Energie, zwischen Angebot und Nachfrage

    Energie, zwischen Angebot und Nachfrage

    Die Krise auf dem Energiemarkt wird durch ein Ungleichgewicht zwischen der Nachfrage und dem billigen Angebot verursacht, wobei letzteres kleiner ist – behauptet der Vizepräsident der Nationalen Energieregulierungsbehörde (ANRE) aus Bukarest, Zoltan Nagy-Bege. Seiner Meinung nach gibt es zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen: Entweder wird das Angebot aus billigen Quellen aufgestockt, was zu einem Preisrückgang führt, oder die Nachfrage wird gesenkt, was Energieeffizienzma‎ßnahmen und die Beseitigung von Verschwendung sowohl in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen als auch in den Haushalten der Menschen voraussetzt.



    In der Zwischenzeit haben sich einige Rumänen aufgrund der steigenden Gas- und Strompreise dazu entschlossen, Holz zu kaufen, um ihre Häuser im Winter zu heizen. Aber auch der Holzpreis ist gestiegen und liegt bei über 500 Lei (etwa 100 Euro) pro Kubikmeter. Die Behörden beabsichtigen, den Preis zu deckeln, wie sie es bei Erdgas und Strom getan haben, aber auch die Ausfuhr bestimmter Holzarten und daraus hergestellter Produkte zu verbieten. Wie Umweltminister Tánczos Barna ankündigte, wird die Regierung in Bukarest in der nächsten Woche eine entsprechende Entscheidung treffen. Die Kappungsma‎ßnahme wird von den Forstwirten nicht akzeptiert. Die Gewerkschafter in diesem Bereich argumentieren, dass die wirksamste Lösung darin bestünde, denjenigen, die sich für das Heizen mit Holz entscheiden, Gutscheine zu gewähren: In vielen Fällen liegt der Holzverbrauch in den Waldgebieten unter dem Schwellenwert von 500 Lei pro Kubikmeter, so dass die Bevölkerung bei einer Deckelung kaum Vorteile hätte. Im Parlament werden auch Diskussionen über die jüngste Notverordnung der Exekutive geführt.



    Der von der Regierung per Verordnung festgelegte Höchstpreis für Strom wird nicht auf der Grundlage des aktuellen Monatsverbrauchs festgelegt, sondern auf der Grundlage des durchschnittlichen Monatspreises des vergangenen Jahres. Da sich niemand öffentlich geäu‎ßert hat, um ihnen zu erklären, wie die Berechnungen vorgenommen werden, mussten einige Rumänen sehr hohe Rechnungen bezahlen, ohne zu verstehen, warum. Da die Entschädigungsregelung der Regierung nun auf den Arbeitstischen der Parlamentarier liegt, könnte sie – so hofft man – im Sinne der Bürger geändert werden.



    Die regierende PSD-PNL-UDMR-Koalition hat den Kreis der von der Strompreisbegrenzung Begünstigten ebenfalls erweitert, aber die Landwirte nicht mit einbezogen. Daraufhin unterzeichneten sie einen offenen Brief, in dem sie ebenfalls einen niedrigeren Strompreis fordern, der beispielsweise der Lebensmittelindustrie zugute kommt. Die Landwirte warnen, dass andernfalls Preiserhöhungen unvermeidlich seien und der heimische Markt vollständig von den von au‎ßen auferlegten Preisen abhängen werde. Es besteht auch die Gefahr, dass einige Länder im Falle einer Lebensmittelkrise die Ausfuhr von Produkten nicht mehr zulassen.

  • Nachrichten 26.02.2019

    Nachrichten 26.02.2019

    Bukarest: Das Richterforum in Rumänien und die Gruppierung Bewegung zur Verteidigung des Status der Staatsanwälte“ sind der Auffassung, dass der Vorschlag des Justizministers Tudorel Toader ein Memorandum zu verabschieden, um dem Rat der Richter und Staatsanwälte (CSM) eine angemessene Frist für die Abgabe von Stellungnahmen zu geben, nicht ausreichend sei. Richter und Staatsanwälte weisen darauf hin, dass die Beschwerden des Berufsverbands der Justizvertreter (CSM) ebenfalls das Bestehen der Sonderabteilung für die Ermittlung von Straftaten der Richter und Staatsanwälte betreffen. Wir erinnern daran, dass Justizminister Tudorel Toader am Montag nach dem Treffen von Staatsanwälten und Richtern mit Ministerpräsidentin Viorica Dancila angekündigt hat, dass ein Mechanismus für den Dialog eingerichtet wird, damit die vorgeschlagenen Projekte der Regierung mindestens fünf Tage im Voraus beim CSM ankommen, um analysiert zu werden. Er sagte auch, dass die Regierung einen Artikel in der jüngsten Dringlichkeitsanordnung aufheben würde, der es Richtern erlauben sollte, Leiter von Staatsanwaltschaften zu werden, und die Stellungnahme zu Ernennungen von Oberstaatsanwälten von der Obersten Staatsanwaltschaft in das Plenum des CSM verlagern sollte. Am Montag forderte Präsident Klaus Iohannis die Regierung auf, die betreffende Dringlichkeitsverordnung aufzuheben. Wir erinnern daran, dass die Richter und Staatsanwälte in der Hauptstadt Bukarest und in mehreren Städten Rumäniens am Freitag gegen die Änderungen der Justizgesetze protestiert haben. Gleichzeitig haben mehrerer Staatsanwaltschaften diese Woche ihre Tätigkeit aus Protest ausgesetzt. Und DIICOT, die Staatsanwaltschaft, die terroristische Straftaten und organisierte Kriminalität, untersucht, hat zum ersten Mal beschlossen, ihre Aktivität bis zum 8. März auszusetzen. Gelöst werden nur die dringenden Fälle. Tausende Rumänen protestiertten am Sonntagabend in Bukarest und in den großen Städten Rumäniens gegen die besagte Dringlichkeitsverordnung. Premierministerin Viorica Dancila versicherte, dass die Regierung bereit ist, alle Institutionen auf diesem Gebiet zu unterstützen, um eine faire Justiz für alle Bürger zu gewährleisten.



    Brüssel: Die ehemalige DNA-Chefin Laura Codruţa Köveşi ist am Dienstag im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) und Haushaltskontrolle (CONT) des Europäischen Parlaments in Brüssel angehört worden. Kovesi kandidiert für das erste Amt des Europäischen Generalstaatsanwalts für Verstöße gegen den EU-Haushalt. Der Europäische Generalstaatsanwalt wird die Europäische Staatsanwaltschaft leiten, die voraussichtlich bis Ende 2020 funktionsfähig sein wird. Die zwei anderen ausgewählten Bewerber sind Jean-Francois Bohnert aus Frankreich und Andres Ritter aus Deutschland. Der neue Europäische Generalstaatsanwalt muss vom Parlament und vom Rat im Konsens ernannt werden. Die Europäische Staatsanwaltschaft wird eine unabhängige Abteilung sein, die für die Ermittlung, Verfolgung und Ahndung von Straftaten gegen den EU-Haushalt wie Betrug, Korruption oder grenzüberschreitender Mehrwertsteuerbetrug von über 10 Millionen Euro zuständig ist. Zukünftig könnte die Liste der Straftaten um terroristische Aktivitäten einzuschließen, erweitert werden..



    Chisinau: Der Präsident der prorussischen moldauischen Sozialistischen Partei Igor Dodon hat davor gewarnt, vorgezogene Parlamentswahlen zu fordern, falls die Parteien nach den unschlüssigen Sonntagswahlen in der Republik Moldau keine Regierungskoalition bilden. Seine Partei rangierte mit 35 von 101 Mitgliedern an erster Stelle. Mit 30 folgte die regierende Demokratische Partei PD der Regierung und mit 26 die proeuropäischen Opposition. Beobachter der OSZE berichteten über Fälle vom Kaufen von Stimmen, Missbrauch von Verwaltungsressourcen und Behinderungen des Wahlprozesses in der Diaspora; die OSZE-Beobachter vertraten jedoch die Auffassung, dass bei Wahlen in der Regel die Grundrechte respektiert wurden.



    Bukarest: Der rumänische Präsident Klaus Iohannis wird am Donnerstag in Kosice (Slowakei) an dem Gipfeltreffen Bukarest 9 (B9) teilnehmen, informiert die Präsidialverwaltung. Die Staatsoberhäupter von Bulgarien, der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und der Slowakei sowie der NATO-Generalsekretär Jen Stoltenberg werden ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen. Das Treffen wird sich auf wichtige Themen der NATO-Agenda konzentrieren und sich auf die Sicherheitslage in der Nachbarschaft des Bündnisses, einschließlich der Schwarzmeerregion, konzentrieren, nämlich die Bekämpfung hybrider Bedrohungen und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im gegenwärtigen internationalen Kontext. Die Stärkung der Präsenz der Alliierten, die Unterstützung der östlichen Partnerländer und des westlichen Balkans werden ebenfalls wichtige Punkte der Gespräche sein. Am Ende des Treffens wird eine gemeinsame Erklärung angenommen, in der die gemeinsamen Bewertungen und Ziele der Teilnehmerstaaten in diesem Format hervorgehoben werden, einschließlich der Vorbereitung des nächsten alliierten Gipfels, der für Ende dieses Jahres geplant ist. Das B9-Format wurde auf Initiative der Präsidenten Rumäniens und Polens eingeführt. Der erste Gipfel fand im November 2015 in Bukarest und der zweite im Juni 2018 in Warschau statt.



    Bukarest: Die nationale Energieregulierungsbehörde in Rumänien (ANRE) hat beschlossen, die derzeit geltenden regulierten Stromtarife für Haushaltskunden nach dem 1. März beizubehalten. Nach Anwendung der Bestimmungen der Dringlichkeitsvererordnung Nr. 114 würden sich nur die Verteilungstarife im Durchschnitt um 2,5% erhöhen. Energieminister Anton Anton erklärte, ANRE sei vor der Verabschiedung der Verordnung im vergangenen Jahr konsultiert worden, um die Bevölkerung nicht von Preiserhöhungen zu beeinflussen.