Tag: Entwaldung

  • Nachrichten 02.11.2021

    Nachrichten 02.11.2021

    Rumänien hat am Dienstag einen neuen Rekord von Todesfällen bei mit COVID-19 infizierten Patienten registriert, der binnen 24 Stunden gemeldet wurde – 586, zu denen fünf ältere Fälle hinzukommen. Im gleichen Zeitraum wurden 11.073 Neuinfektionen gemeldet. Nach Angaben der Gruppe für Strategische Kommunikation wurden in Rumänien seit Ausbruch der Pandemie 1.666.097 Fälle von mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen bestätigt. 1.429.157 Patienten wurden für geheilt erklärt. Insgesamt starben in Rumänien 48.664 Menschen, bei denen COVID-19 diagnostiziert wurde. Auch im benachbarten Bulgarien wurde am Dienstag ein neuer Schwarzrekord aufgestellt. Bei einer Bevölkerung, die fast dreimal kleiner ist als die Rumäniens, gab es innerhalb von 24 Stunden 310 Todesfälle. Laut dem Korrespondenten von Radio Romania in Sofia waren 94 % der Toten nicht gegen COVID-19 geimpft. Bulgarien und Rumänien haben seit Sommer die niedrigste Durchimpfungsrate gegen das neue Coronavirus unter allen 27 EU-Mitgliedstaaten – nach einer Berechnung internationaler Nachrichtenagenturen auf Basis von Daten nationaler Behörden.



    Mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt haben sich am Dienstag verpflichtet, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen, um die globale Erwärmung einzudämmen. Auf der sogenannten COP26 im schottischen Glasgow, dem UN-Gipfel zur Bekämpfung des Klimawandels, haben die Staats- und Regierungschefs versprochen, Wälder zu schützen, die als Lunge des Planeten gelten, weil sie einen Großteil der Milliarden Tonnen neutralisieren von Treibhausgasen, die durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre freigesetzt werden. Ebenfalls am Dienstag haben sich 80 der teilnehmenden Staaten verpflichtet, die Methanemissionen, eines der Treibhausgase, im nächsten Jahrzehnt um 30 % zu reduzieren. Der auf dem Gipfel von Glasgow anwesende Präsident Klaus Iohannis sagte, Rumänien habe seine Treibhausgasemissionen zwischen 1989 und 2019 um 64 % reduziert. 40 % des in Rumänien produzierten Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen – sagte das Staatsoberhaupt .



    In Bukarest hat der designierte Ministerpräsident, der liberale Nicolae Ciuca, ein General der Reserve, am Dienstag sein Mandat abgegeben, nachdem er bei dem Versuch gescheitert war, die parlamentarische Unterstützung für eine Minderheitsregierung aus PNL und UDMR zu erhalten. Die liberale Führung beschließt, ebenfalls am Dienstag, ein neues Verhandlungsmandat, das die Bildung einer Mehrheit ermöglichen würde. Der Vorsitzende der PNL, Interimspremierminister Florin Cîţu, erklärte gestern, dass die Partei mit allen demokratischen Kräften im Parlament verhandeln werde. Außerdem entscheiden die Liberalen am Dienstag, wer für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert wird. Die USR, der frühere Partner von PNL und UDMR, kündigte ihre Bereitschaft an, die Rechtskoalition, die sie im September aufgrund des Konflikts mit Ministerpräsident Florin Citu verlassen hatte, wiederherzustellen. Andererseits gibt es in der PSD Stimmen, die sagen, dass die Partei an die Macht kommen sollte. Die von Florin Citu geführte Minderheitsregierung aus PNL und UDMR wurde durch einen Misstrauensantrag abgesetzt. Nicolae Ciuca ist nach dem USR-Vorsitzenden Dacian Ciolos, der das Vertrauen der Legislative nicht gewinnen konnte, die zweite Nominierung des Präsidenten für das Amt des Ministerpräsidenten. Andererseits hat der Sozialdemokrat Sorin Grindeanu am Dienstag den Interimsvorsitz der Abgeordnetenkammer übernommen und den Liberalen Florin Roman abgelöst. Der frühere Vorsitzende der Liberalen, Ludovic Orban, war nach der Niederlage bei der Wahl zum Parteivorsitzenden zurückgetreten, und das Ständige Präsidium hatte vor zwei Wochen beschlossen, dass Florin Roman die Interimsleitung der Institution übernehmen sollte. Später trat Ludovic Orban auch aus der PNL-Fraktion zurück.



    Fast 1.000 rumänische und ausländische Soldaten mit etwa 100 technischen Land-, Luft- und Seekräften nehmen bis zum 12. November gemeinsam an Stützpunkten in Rumänien an der Übung Junction Strike 21 teil. Den Anfang machte die 164. Seestreitkräfte-Division in Mangalia (Südosten), wo rumänische und portugiesische Soldaten auf der Grundlage eines fiktiven Szenarios im Zusammenhang mit dem hybriden Krieg trainierten. An der Übung nehmen auch Soldaten von Spezialeinheiten aus Georgien, Griechenland, Großbritannien, der Republik Moldau, Polen und den USA teil. Am Montag fand auf dem 57. Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogălniceanu (Südosten) eine Demonstrationsübung der verstärkten Luftpolizei des rumänischen und kanadischen Militärs statt. Die von der NATO geführte verstärkte Luftpolizei ist eine kollektive Verteidigungsmission in Friedenszeiten, die die Integrität des Luftraums des Bündnisses schützt, indem sie Flugzeuge abfängt, die aus verschiedenen Gründen unerlaubt in das nationale Hoheitsgebiet eindringen.

  • Illegale Entwaldung gefährdet nationale Sicherheit

    Illegale Entwaldung gefährdet nationale Sicherheit

    Rumäniens Staatschef Klaus Iohannis hat das Gesetz, durch das die illegale Entwaldung einer Fläche von über einem Hektar als Bedrohung zur nationalen Sicherheit eingestuft wird, unterzeichnet. Laut dem Gesetz, stellen jedwelche Tätigkeiten, die gegen die Wirtschafts-Interessen Rumäniens verstoßen und als Folge die Zerstörung der Bodenschätze, der Wälder, der Wildtiere, des Fischbestandes und der Gewässer haben, eine solche Bedrohung dar. Die illegale Entwaldung, die Reduzierung ohne legale Genehmigung des Baumbestandes um mehr als 50 % als im Forstgesetz vorgesehen werden als Verletzung der nationalen Sicherheit angesehen.




    Das Projekt wurde von liberalen Parlaments-Mitgliedern eingeleitet und im Dezember letzten Jahres vom Parlament gebilligt. Derzeit verliert Rumänien jede Stunde 3 Hektar Wald. Laut dem jüngsten Bericht von Greenpeace, das aufgrund der vom Staat zur Verfügung gestellten Daten die illegalen Entwaldungen im Zeitraum 2013-2014 monitorisiert hat, würde Rumänien 3 Hektar Wald pro Stunde verlieren. Laut der Studie, seien in der genannten Periode mindestens 45 Tausend Fälle illegaler Entwaldung verzeichnet worden. Das entspricht mehr als 60 Fällen pro Tag, doppelt so viel wie 2009-2011.




    Die rumänischen Behörden haben landesweit eine Menge von über 1 Million Kubikmeter Holz, das illegal gefällt wurde, identifiziert. In den Periode 2009-2011 waren nur 450 Tausend Kubikmeter identifiziert worden. Die illegale Entwaldung in Rumänien in der Zeitspanne 2013-2014 habe dem rumänischen Staat einen Schaden von etwa 52 Millionen Euro verursacht. Allein im Landkreis Arges wurden 12,8 % der Fälle verzeichnet. In diesem Landkreis wurden auch in der Periode 2009-2011 die meisten Fälle verzeichnet. Insgesamt stellten aber die westlichen und nordwestlichen Landkreise die wichtigste Quelle von illegalem Holz dar. Knapp 80 % des Schadens in der Periode 2013-2014 wurde in den Landkreisen Cluj, Alba und Maramures verursacht.




    78 % des illegal gefällten Holzes in der Periode 2013-2014 stammte aus den drei erwähnten Landkreisen. Laut Greenpeace würden die genannten Daten nicht ein komplettes Bild des Ausmaßes der illegalen Entwaldung liefern. Die Berichte der zuständigen Behörden dokumentieren nur einen Teil der Entwaldung in Rumänien.