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  • Ukrainische Flüchtlingskinder in Rumänien: auf Hilfe von Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen

    Ukrainische Flüchtlingskinder in Rumänien: auf Hilfe von Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen

     

     

    Laut einer von „Save the Children“ Rumänien durchgeführten Umfrage gaben mehr als ein Drittel der ukrainischen Flüchtlingskinder in Rumänien (38 %) an, dass sie seit dem Verlassen ihres Herkunftslandes weniger glücklich sind. 57 % der befragten Kinder sagten, sie seien entweder sehr unglücklich oder etwas weniger glücklich. 23 % von ihnen gehen in Rumänien nicht zur Schule, obwohl die Möglichkeit besteht, Online-Unterricht zu erhalten. 87 % gaben an, dass sie die physische Anwesenheit in der Schule bevorzugen, und 60 % sagten, dass sie beim Besuchen einer Schule Freunde in ihrem Gastland finden könnten. Drei Viertel der befragten Kinder gaben an, dass sie keinen Zugang zu Dienstleistungen haben, die sie gerne in Anspruch nehmen würden, z.B. Orte, an denen sie ihren Hobbys nachgehen, Freunde treffen oder ihre Freizeit verbringen könnten. Hier kommen NGO wie „Save the Children“ Rumänien ins Spiel, die Krisensituationen zu bewältigen helfen. Wir haben Gabriela Alexandrescu, die geschäftsführende Leiterin der Organisation, gefragt, welche Dienste diese Einrichtungen anbieten können, die besonders in Krisenzeiten von entscheidender Bedeutung sind:

    Nichtregierungsorganisationen können eine entscheidende Rolle beim Schutz von Flüchtlingskindern spielen, insbesondere im Zusammenhang mit einem großen Zustrom von Menschen, wie es z.B. bei Flüchtlingen aus der Ukraine der Fall war. Erstens können sie schnell Ressourcen mobilisieren und sofort eingreifen, um humanitäre Hilfe zu leisten. Die Organisationen können auch auf verschiedene Weise Hilfe und Unterstützung anbieten, z.B. durch die Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung, Zugang zu Sozialleistungen und Bildung. Sie können auch psychologische Beratungsdienste anbieten, um den Kindern zu helfen, die kriegsbedingten Traumata zu überwinden. Neben der unmittelbaren Hilfe als Reaktion auf eine Krisensituation können Nichtregierungsorganisationen Integrationsprogramme anbieten und sichere, integrative Räume für Flüchtlinge in Gemeinden schaffen. Flüchtlinge benötigen häufig insbesondere Informationen, Anleitung und Beratung, um Zugang zu ihren Rechten und verfügbaren Leistungen zu erhalten, z.B. beim Zugang zum Bildungssystem, zu Gesundheitsdiensten, zur Beschäftigung von Eltern und auch zu psychologischen Beratungsstellen.

    Gleichzeitig können die NGO durch die angebotenen Aus- und Weiterbildungskurse für Fachleute ihre Erfahrungen weitergeben und so die Qualität der angebotenen Dienstleistungen verbessern und ihre Effizienz steigern, was zum Beispiel den Kindern zugute kommt. Nichtregierungsorganisationen können Lobbyarbeit leisten und Fürsprache halten. Sie können wesentlich dazu beitragen, das Leben und den Schutz von Flüchtlingskindern zu verbessern. Mit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat »«Save the Children« Rumänien zum Beispiel schnell einen umfassenden humanitären Einsatz eingeleitet. Wir haben bereits 340 000 geflüchtete Menschen erreicht, darunter 170 000 Kinder, und waren an zehn Grenzübergängen, fünf Asylzentren, drei mobilen Flüchtlingslagern und drei Transitzonen tätig. An diesen Orten richteten wir sichere Räume für Kinder ein, deckten den unmittelbaren Bedarf, leisteten emotionale Unterstützung und stellten Kindern und Erwachsenen wichtige Informationen zur Verfügung. Um den mittel- und langfristigen Integrationsprozess zu unterstützen, richteten wir acht Beratungszentren ein, in denen wir Beratung, Informationen, Fallmanagement, psychosoziale Unterstützung, Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie materielle und finanzielle Unterstützung anbieten. NGO können also eine Menge tun.“

     

    Eine der am meisten gefährdeten Kategorien von Flüchtlingskindern sind die elternlosen oder allein geflüchteten Kinder, auf die die Organisation „Save the Children“ gestoßen ist:

    Selbstverständlich haben wir auch alleinstehende Kinder aufgegriffen und ihnen geholfen, und in der Tat handelt es sich um eine der am meisten gefährdeten Kategorien von Kindern in Not. Es ist sehr schwierig, ein geflüchtetes Kind zu sein und nicht die Anwesenheit und den Schutz der Eltern zu haben. Es gibt jedoch spezielle Verfahren für solche Fälle, und Rumänien verfügt über Verfahren zum sofortigen Schutz dieser Kinder. Unserer Erfahrung nach (und wir arbeiten seit 1994 in diesem Bereich) ist die Zahl der Flüchtlingskinder ohne beide Elternteile gering, aber es gibt eine beträchtliche Anzahl von Flüchtlingskindern, die aus Familien mit nur einem Elternteil stammen. Diese Fluchterfahrung ist für sie sehr emotional und für uns besorgniserregend, denn diese Kinder befinden sich in einer äußerst prekären und belastenden Situation und sind einem großen Risiko ausgesetzt. In dieser Situation, in der Kinder ohne ein Elternteil oder beide Elternteile leben, ist es die Priorität von »Save the Children«, den Kindern Unterstützung und Schutz zu bieten, ihre Sicherheit zu gewährleisten und sie mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, damit sie ihre Schwierigkeiten bewältigen können. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir schnell und effektiv handeln, um die geeignetsten Lösungen für jedes einzelne Kind zu finden und mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Kinder angemessen betreut und geschützt werden. Ihnen muss eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um ihre Rechte und die Sicherheit dieser Kinder zu gewährleisten“.

     

    Auch in Rumänien werden populistische Stimmen immer lauter, die behaupten, man sorge sich zu viel um Flüchtlingskinder, während man die heimischen Kinder angeblich vernachlässigen würde. Gabriela Alexandrescu von „Save the Children“ Rumänien hat auf solche Äußerungen eine klare Antwort parat:

    Wir verstehen und respektieren die geäußerten Bedenken, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in unserer Gesellschaft. Es ist wichtig zu betonen, dass es unser Auftrag ist, allen Kindern zu helfen, die gefährdet sind, unabhängig von ihrem Hintergrund. Seit unserer Gründung im Jahr 1990 haben wir uns verpflichtet, allen Kindern, einschließlich Flüchtlingen, im Einklang mit unseren humanitären Werten und internationalen Standards Hilfe und Unterstützung zu bieten. Es ist wichtig, dass wir uns auf Lösungen konzentrieren, die das Wohlergehen aller Kinder, unabhängig von ihren Lebensumständen, gewährleisten, und dass wir zusammenarbeiten, um ein sichereres und integrativeres Umfeld für alle Mitglieder unserer Gemeinschaft zu schaffen. Gleichzeitig halten wir es für wichtig, ständig zu kommunizieren und klare Informationen zu liefern, damit die Gesellschaft als Ganzes versteht, wie die Programme funktionieren, und dass ein Programm oder Projekt mit einer bestimmten Zielgruppe oder einer benachteiligten Gruppe im Allgemeinen nicht auf Kosten anderer benachteiligter Gruppen durchgeführt wird.

    So haben wir uns auch an der Unterstützung von geflüchteten Erwachsenen und Kindern aus der Ukraine beteiligt, denn wer könnte verletzlicher sein als Kinder, die vor Krieg, Bomben und Tod fliehen! Also engagierten wir uns, um ihnen zu helfen, und entwickelten Programme, ohne jedoch unsere reguläre Arbeit in Rumänien auszusetzen. Wir arbeiten nach wie vor darauf hin, die Kindersterblichkeit zu senken, Gesundheitsdienste für Mütter und Kinder anzubieten, unseren Kindern in armen Gemeinden Zugang zu Bildung zu verschaffen, sie vor Gewalt zu schützen und Kinder ohne elterliche Unterstützung zu schützen. Ich denke, die Menschen müssen verstehen, dass das Schrecklichste für Kinder ein Krieg ist. Das Schrecklichste, was einem widerfahren kann, ist es, keinen Rückzugsort, kein Zuhause, keine Familie mehr zu haben. Daher müssen die Bürger hierzulande verstehen, dass diese Menschen unsere ständige Unterstützung brauchen, weil sie als Geflüchtete in einer verletzlichen Situation sind.“

  • Nachrichten 23.04.2023

    Nachrichten 23.04.2023

    Santiago de Chile: Die internationale Gemeinschaft hat die Pflicht, die Ukraine zu unterstützen, haben der rumänische Präsident Klaus Iohannis und sein chilenischer Amtskollege Gabriel Boric in Santiago de Chile erklärt. Wie der Korrespondent von Radio Rumänien berichtete, verurteilte Präsident Boric den Krieg und druckte die Solidarität seines Landes mit der Ukraine aus. Iohannis kündigte an, dass der erste Lehrstuhl für Rumänisch in Lateinamerika noch in diesem Jahr an der Universidad de Chile eröffnet werden soll. Während des Besuchs wurde ein Memorandum über die Zusammenarbeit in Notsituationen, wie Erdbeben und Waldbränden, unterzeichnet. Zuvor war Präsident Iohannis in Brasilien, und von Chile aus wird er als nächstes nach Argentinien reisen.



    Bukarest: Die rumänischen Behörden prüfen einen Plan zur Kürzung der öffentlichen Ausgaben, der nächste Woche von der Regierung in einer Dringlichkeitsverordnung gebilligt werden soll, nachdem die Ma‎ßnahmen auf einer Sitzung der Regierungskoalition genehmigt wurden. Sowohl der liberale Premierminister Nicolae Ciucă als auch der sozialdemokratische Finanzminister Adrian Câciu versprachen, dass es weder zu Gehalts- und Investitionskürzungen noch zur Einführung zusätzlicher Steuern und Gebühren kommen werde. In der letzten Regierungssitzung vor einigen Tagen rief Premierminister Ciucă die gro‎ßen Steuerzahler auf, ihren Verpflichtungen gegenüber dem Haushalt nachzukommen, und forderte die Finanzbehörden auf, die Steuererhebung sicherzustellen.



    Bukarest: Fast 266.000 rumänische und ausländische Staatsbürger sind am Samstag nach Rumänien ein- und ausgereist, teilte die Grenzpolizei mit. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung waren von den über 112.000 Personen, die nach Rumänien einreisten, 8.784 ukrainische Staatsangehörige. Seit dem 10. Februar 2022, zwei Wochen vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, sind mehr als 4 Millionen ukrainische Staatsbürger nach Rumänien eingereist. Die meisten von ihnen sind auf dem Weg nach Westeuropa durch das Land gereist, aber mehr als 100.000 haben sich entschieden, hier zu bleiben. Die rumänische Regierung hat beschlossen, dass Privatpersonen, die ukrainische Flüchtlinge aufnehmen, nur noch bis Ende dieses Monats die Kosten für Unterkunft und Verpflegung erstattet werden. Ab dem 1. Mai erhalten die Menschen, die aus der Ukraine nach Rumänien kommen, direkt einen Festbetrag, der die unmittelbaren Kosten für Unterkunft und Verpflegung für vier Monate abdeckt. Das Geld wird aus den Mitteln der Notstandsinspektionen gezahlt. Nach diesen vier Monaten werden bis Ende des Jahres nur noch die Kosten für die Unterkunft übernommen, und die Flüchtlinge werden aufgefordert, sich bei rumänischen Arbeitsagenturen anzumelden, um die gleichen Rechte und Leistungen wie rumänische Staatsangehörige in Anspruch nehmen zu können.



    Sport: Denis Florin Mihai hat bei den Europameisterschaften in Zagreb (Kroatien) die Bronzemedaille im griechisch-römischen Ringen (55 kg) gewonnen, nachdem er den bulgarischen Ringer Stefan Hristov Grigorov besiegt hatte. Vor dem letzten Wettkampftag hatte Rumänien insgesamt 5 Medaillen gewonnen, darunter 2 Goldmedaillen für Andreea Beatrice Ana in der Klasse bis 55 kg und Alexandra Nicoleta Anghel in der Klasse bis 72 kg, sowie 3 Bronzemedaillen für Cătălina Axente in der Klasse bis 76 kg, Kriszta Tunde Incze in der Klasse bis 65 kg und Denis Florin Mihai.


  • Nachrichten 25.02.2023

    Nachrichten 25.02.2023

    Präsident Klaus Iohannis hat in Bukarest den EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, empfangen. Vor diesem Hintergrund erklärte der rumänische Präsident, dass er die Ausweitung des EU-Katastrophenschutzverfahrens unterstütze, und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Ukraine und die Republik Moldau in Zukunft anschlie‎ßen werden. Nach Angaben der Präsidialverwaltung würdigte Iohannis die hervorragende Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission im Bereich des Katastrophenschutzes und hob in diesem Zusammenhang die Einrichtung des ersten Vorrats an RescEU-Arzneimitteln in Rumänien während der COVID-19-Pandemie sowie das humanitäre Zentrum in Suceava (Nordosten) zur Unterstützung der Ukraine im Jahr 2022 hervor. Der Präsident betonte, dass das gemeinsame Vorgehen der EU-Mitgliedstaaten im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens ein deutlicher Beweis für die Solidarität und die Fähigkeit der Union sei, den europäischen Bürgern und internationalen Partnern konkrete Hilfe zu leisten. Iohannis sprach sich auch dafür aus, auf EU-Ebene dringend eine spezifische Kapazität für den Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels einzurichten, die die Widerstandsfähigkeit der Union in diesem Bereich erhöhen würde, wobei er die Tatsache berücksichtigte, dass mehrere Mitgliedstaaten in den letzten Jahren von Katastrophen betroffen waren.




    Die rumänische Diplomatie verurteilt die unbegründeten Anschuldigungen in der Pressemitteilung des russischen Au‎ßenministeriums vom 24. Februar 2023 bezüglich der pro-russischen abtrünnigen Region Transnistrien im Osten der Republik Moldau sowie die bedrohliche und provokative Rhetorik. Laut einer Pressemitteilung des Au‎ßenministeriums in Bukarest stellt die absichtliche Verbreitung von Informationen, die nicht mit der Realität vor Ort übereinstimmen, eine äu‎ßerst gefährliche Vorgehensweise im aktuellen Sicherheitskontext dar, in dem die Russische Föderation ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine intensiviert. Dieser Versuch, künstlich Spannungen und Destabilisierung in der Region und in Bezug auf die Republik Moldau zu erzeugen, ist inakzeptabel. Das rumänische Au‎ßenministerium ruft dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, auf eine aggressive, eskalierende und provokative Rhetorik zu verzichten und alle Äu‎ßerungen und Handlungen zu unterlassen, die die Stabilität der Region und der Republik Moldau beeinträchtigen könnten. Transnistrien geriet nach einem bewaffneten Konflikt mit Hunderten von Toten de facto aus der Kontrolle der Zentralbehörden und wurde 1992, nicht einmal ein Jahr nach der Ausrufung der Unabhängigkeit durch Chisinau, durch die Intervention Moskaus auf der Seite der abtrünnigen Rebellen beendet. Auf dem OSZE-Gipfel in Istanbul 1999 verpflichtete sich der damalige russische Präsident Boris Jelzin zum Abzug der Truppen aus Transnistrien. Man geht davon aus, dass sich dort noch etwa 1 500 Soldaten und wichtige russische Waffenlager befinden.




    Die Grenzpolizeiinspektion meldete, dass am Freitag 80.500 Personen nach Rumänien eingereist sind, davon 7.041 Ukrainer. Seit dem 10. Februar 2022 haben 3.619.747 ukrainische Staatsbürger die Grenzen Rumäniens überschritten. Die meisten von ihnen sind weitergereist, in westeuropäische Länder, aber etwa 112 Tausend haben sich entschieden, in Rumänien zu bleiben.




    Radio Rumänien Kultur und die Orchester und Chöre von Radio Rumänien haben für Samstagabend in der Radiohalle das Konzert “Leben im Koffer” organisiert, das ein Jahr nach dem russischen Einmarsch in der benachbarten Ukraine stattfindet. Der Violonist Alexandru Tomescu, der Cellist Răzvan Suma, die Pianistin Sînziana Mircea und die junge Flötistin aus der Ukraine Mariia Velia, Studentin an der Nationalen Musikhochschule in Bukarest, sind die Protagonisten der Veranstaltung. Das Konzert wird von Radio Romania Culture, Radio Romania Musical und den regionalen und lokalen Sendern von Radio Romania übertragen. Vor der Veranstaltung konnte das Publikum im Foyer des Sendesaals die Ausstellung “Leben im Koffer” sehen, die ukrainischen Flüchtlingen gewidmet ist und zusammen mit der Stiftung Kunst und Künstler im Dialog organisiert wurde.




    Die rumänische Herrenmannschaft hat am Freitag bei den Fecht-Europameisterschaften der Kadetten und Junioren in Tallinn (Estland) Silber gewonnen, nachdem sie im Florettfechten mit 45:30 gegen Italien unterlegen war. Rumänien hat an den vier Wettkampftagen vier Medaillen gewonnen: eine goldene, drei silberne und eine bronzene. Die rumänische Delegation besteht aus 42 Athleten, die in allen Disziplinen der Meisterschaft antreten.

  • Nachrichten 13.10.2022

    Nachrichten 13.10.2022

    Der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu begrüßte die Verabschiedung einer Resolution in der UN-Generalversammlung, in der die illegale Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland verurteilt wird. 143 UN-Mitglieder stimmten für die Resolution, darunter auch Rumänien. Unterdessen hat Russland heute neue Angriffe auf die Ukraine gestartet. Drohnenangriffe zielten auf kritische Infrastrukturen in Kiew, während die Stadt Mykolaiv nach Angaben der Behörden unter Beschuss genommen wurde. In den letzten Wochen war die Ukraine Ziel von Luftangriffen, die von iranischen Shahed-136-Drohnen durchgeführt wurden. Teheran bestreitet, solche Drohnen an Russland geliefert zu haben, und Moskau lehnte eine Stellungnahme ab. Als Reaktion auf die Explosion auf der Brücke von Kertsch, für die Moskau den ukrainischen Geheimdienst verantwortlich macht, hat der Kreml auch seine Angriffe auf zivile Ziele intensiviert. Der Beschuss, der von einer Reihe westlicher Länder als Kriegsverbrechen bezeichnet wird, geht trotz erheblicher Verluste der russischen Armee weiter. Die Bombardierung konzentrierte sich vor allem auf Wohngebiete und zivile Infrastrukturziele, wobei 30 % der Energieinfrastruktur des Landes beschädigt wurden. In Brüssel sagten über 50 Länder der Ukraine neue Militärhilfe zu, darunter auch Luftabwehrsysteme.



    Die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge, die aus Westeuropa nach Rumänien kommen, steigt, berichtet die Internationale Organisation für Migration. Niedrigere Lebenshaltungskosten und die Nähe zur Ukraine sind einige der Gründe dafür, heißt es in dem Bericht weiter. Nach Angaben der rumänischen Grenzpolizei reisten am Mittwoch rund 70.000 Menschen nach Rumänien ein, darunter 9.000 ukrainische Staatsangehörige, was einem Anstieg von 15 % im Vergleich zum Vortag entspricht. Seit dem 10. Februar sind über 2,5 Millionen Ukrainer nach Rumänien eingereist.



    Dubravka Šuica, EU-Vizepräsidentin für Demokratie und Demografie, hält sich derzeit zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Rumänien auf. Heute wird die EU-Beamtin mit Premierminister Nicolae Ciucă Gespräche über die Folgemaßnahmen zur Konferenz über die Zukunft Europas, den Gipfel für Demokratie, die Mobilität von Fachkräften und Arbeitskräften, den demografischen Wandel, die Rechte der Kinder und die Gleichstellung der Geschlechter führen. Laut einer Pressemitteilung des Büros der Europäischen Kommission in Bukarest wird Dubravka Šuica auch Daniela Gîtman, Staatssekretärin im rumänischen Außenministerium, Gabriela Firea, Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung, Nicușor Dan, Generalbürgermeister von Bukarest, sowie Mitglieder der gemischten Parlamentsausschüsse für europäische Angelegenheiten treffen. Der EU-Beamte wird auch den Ominis-Komplex für integrierte Sozialdienste besuchen, der sich an besonders schutzbedürftige Gruppen, darunter ukrainische Flüchtlinge, richtet.



    Deutschland und 14 weitere NATO-Mitgliedstaaten, darunter Rumänien, haben am Donnerstag in Brüssel eine gemeinsame Initiative zur Beschaffung von Flugabwehrsystemen gestartet, da der Krieg in der Ukraine Schwachstellen in diesem Bereich offenbart hat. Die deutsche Initiative trägt den Namen European Sky Shield. Die 15 NATO-Unterzeichnerstaaten wollen zunächst Mittelstrecken-Abwehrsysteme wie das Patriot-System beschaffen, das von den Vereinigten Staaten hergestellt und bereits von vielen NATO-Staaten, darunter auch Rumänien, betrieben wird. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch das israelisch-amerikanische System Arrow 3, das Interkontinentalraketen und sogar Satelliten abschießen kann, erworben werden. Die deutsche Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Krieg in der Ukraine gezeigt hat, dass selbst NATO-Länder mehr Waffen benötigen, um ihren Luftraum zu sichern. Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland und Rumänien auch das Vereinigte Königreich, Belgien und die Niederlande, Norwegen, Finnland und die baltischen Staaten, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn und Bulgarien.



    Grundsätzlich seien die Niederlande nicht gegen den Schengen-Beitritt Rumäniens, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Mittwoch bei einem Besuch in Brașov, Zentralrumänien. Der niederländische Beamte wies jedoch darauf hin, dass jede Diskussion über diese Angelegenheit davon abhängen werde, ob Rumänien alle Beitrittskriterien erfülle. Präsident Klaus Iohannis zeigte sich zuversichtlich, dass Rumänien dem reisefreien Raum beitreten wird, während Premierminister Nicolae Ciucă seinerseits erklärte, dass der Schengen-Beitritt zahlreiche Vorteile für die rumänische Wirtschaft mit sich bringen wird.



    Die Republik Moldau kann Strom aus Rumänien importieren. Die Lieferung wird am Freitag beginnen, kündigte der Energieminister in Bukarest, Virgil Popescu, an. Er sagte, es seien 100 MW. Die moldawische Präsidentin Maia Sandu dankte Rumänien, nachdem die Ukraine Anfang der Woche aufgrund russischer Raketenangriffe, die die Energieinfrastruktur des Landes beschädigten, gezwungen war, die Stromversorgung einzustellen. Andererseits wird Rumänien mehr als 25 Millionen Euro an die Republik Moldau überweisen, um mit der Umsetzung von Projekten in strategischen Bereichen wie dem Bildungswesen und der Verbesserung der öffentlichen Versorgungsdienste zu beginnen. Das Geld ist Teil der nicht rückzahlbaren Finanzhilfe in Höhe von 100 Millionen Euro, die in dem bilateralen Abkommen über technische und finanzielle Hilfe vorgesehen ist.

  • Nachrichten 07.06.2022

    Nachrichten 07.06.2022

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wird am Freitag, den 10. Juni, am B9-Gipfel der Ostflankenstaaten des Bündnisses in Bukarest teilnehmen. Gastgeber des Treffens sind der rumänische Präsident Klaus Iohannis und sein polnischer Amtskollege Andrzej Duda. Stoltenberg wird bilaterale Gespräche mit den beiden organisierenden Staatsoberhäuptern und der ungarischen Staatspräsidentin Katalin Novák führen. Das B9-Treffen findet zwei Wochen vor dem NATO-Gipfel in Madrid statt, auf dem das neue strategische Konzept des Bündnisses verabschiedet werden soll. Der rumänische Verteidigungsminister Vasile Dîncu nahm am Montagabend an der Videokonferenz der Verteidigungsminister der B9 teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere die Bemühungen um eine Stärkung der Abschreckungs- und Verteidigungsposition der NATO an der Ostflanke, die Verabschiedung des neuen strategischen Konzepts des Bündnisses und die sich entwickelnde regionale Sicherheitslage.



    Rumänien wird voraussichtlich bis Ende des Jahres 10 Milliarden Euro vom Nationalen Plan für Wiederaufbau und Resilienz erhalten, kündigte der Minister für europäische Investitionen und Projekte, Marcel Bolos, nach der Sitzung des Begleitausschusses des Nationalen Konjunkturprogramms an. Der erste Zahlungsantrag wurde am 31. Mai bei der Europäischen Kommission eingereicht, und die rumänischen Behörden bereiten sich darauf vor, im Oktober den zweiten Zahlungsantrag über 3 Milliarden Euro einzureichen, so der Minister. Die Umsetzung des 30-Milliarden-Euro-Programms ist eine koordinierte und kohärente Anstrengung mit klar definierten Meilensteinen, Fristen und Verantwortlichen für jeden Bereich. Wir haben bewiesen, dass es uns gelungen ist, diesen europäischen Finanzierungsmechanismus in einem kurzen und keineswegs einfachen Zeitraum für Rumänien zu operationalisieren und den ersten Zahlungsantrag zu stellen. Die erhaltene Vorfinanzierung in Höhe von 3,7 Mrd. EUR, die zu dem bereits an die Europäische Kommission übermittelten ersten Zahlungsantrag hinzukommt, zeigt uns deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um unsere Ziele zu erreichen, erklärte Premierminister Nicolae Ciuca. Am Dienstag wurden die ersten 7 Verträge in Rumänien unterzeichnet, die im Rahmen des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Resilienz finanziert wurden. Sie werden zwischen den lokalen Behörden und dem Ministerium für Entwicklung, öffentliche Arbeiten und Verwaltung unterzeichnet und dienen der integrierten Sanierung von Gebäuden.



    Rumänien und die Republik Moldau (ehemalige Sowjetunion, mehrheitlich romanischsprachig) werden zum ersten Mal eine gemeinsame Parlamentssitzung abhalten. Dies kündigte der Präsident des moldauischen Parlaments Igor Grosu nach einem Treffen in Chisinau mit Marcel Ciolacu, dem Vorsitzenden der Abgeordnetenkammer in Bukarest, an. Igor Grosu zeigte sich erfreut, dass die erste gemeinsame Sitzung der Parlamente beider Länder in Chisinau stattfinden wird, da dies ein klares Signal der Unterstützung für die derzeitige Regierung sei. Marcel Ciolacu betonte, dass Rumänien immer an der Seite der Republik Moldau gestanden habe, und bekräftigte die Zusage Bukarests, die Integration der Republik Moldau in die Europäische Union zu unterstützen.



    Das russische Militär greift die Frontlinie im Donbas weiterhin intensiv an, während Russland zunehmend besorgt über die Aussicht ist, die Ukraine mit westlichen Langstreckenwaffen auszustatten. Der ukrainische Präsident Wolodimir Zelenskyj hat gefordert, dass die versprochenen westlichen Waffen so schnell wie möglich an sein Land geliefert werden. Er erklärte, dass die Situation für die Ukraine sehr schwierig werden wird, wenn die russischen Streitkräfte die Frontlinie im Donbas durchbrechen. Laut Zelenskyj sind die Russen zahlenmäßig unterlegen, doch gelingt es den ukrainischen Kämpfern bisher, ihre Angriffe abzuwehren. In den Straßen von Sewerodonezk, der letzten größeren Stadt in der Provinz Lugansk, die noch unter ukrainischer Kontrolle steht, finden heftige Kämpfe statt. Die russischen Streitkräfte greifen auch die Stadt Sloviansk in der Provinz Donezk und Charkow im Norden an. Der Korrespondent von Radio Rumänien in der Ukraine stellt fest, dass das russische Militär auf seine Lieblingstaktik zurückgreift, die es sowohl in der Ukraine als auch in anderen Kriegen, die es geführt hat, angewandt hat: intensive Bombardierungen mit dem Ziel, die Stellungen des Gegners zu zerstören, gefolgt von massiven Angriffen. Sowohl die Russen als auch die Ukrainer behaupten, ihren Gegnern große Verluste zugefügt zu haben.



    Der britische Premierminister Boris Johnson hat das Misstrauensvotum seiner eigenen konservativen Partei im Londoner Parlament überstanden. Der Sieg von Boris Johnson war nicht ganz eindeutig: 211 Abgeordnete stimmten für ihn, 148 dagegen. Reuters stellt fest, dass Johnsons Ergebnis schwächer ausfiel als das seiner Vorgängerin Theresa May, die ihrerseits ein Misstrauensvotum überstanden hatte. Auch wenn Boris Johnson vorerst gewonnen hat, ist seine Position nun viel fragiler, wie viele Kommentatoren feststellen. Die derzeitige Krise an der Spitze der britischen Regierung wurde ausgelöst, als sich herausstellte, dass in der Residenz des Premierministers während der Pandemie eine Reihe illegaler Partys stattgefunden hatten. Auch Boris Johnson wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, womit er der erste Regierungschef Londons ist, der auf diese Weise bestraft wurde.



    Am Montag rund 82.000 Personen nach Rumänien eingereist, davon etwa 7.500 ukrainische Staatsbürger, was einem Anstieg von 8,3 % gegenüber dem Vortag entspricht- so das Generalinspektorat der Grenzpolizei. 4.000 ukrainische Staatsbürger reisten an der Grenze zur Ukraine ein (plus 13,6 %) und 881 an der Grenze zur Republik Moldau (minus 4,4 %). Seit Beginn der Krise (24. Februar) sind seit Montag mehr als 1,1 Millionen ukrainische Bürger auf nationaler Ebene nach Rumänien eingereist.

  • Nachrichten 06.06.2022

    Nachrichten 06.06.2022

    Der Präsident der Abgeordnetenkammer in Bukarest, Marcel Ciolacu, traf am Montag in Chisinau mit der Präsidentin und der Premierministerin der Republik Moldau (mehrheitlich rumänischsprachig), Maia Sandu bzw. Natalia Gavrilița, zusammen. Wir haben Präsidentin Maia Sandu gegenüber das Engagement Rumäniens bekräftigt, den Integrationsprozess der Republik Moldau zu unterstützen und dem Land, Mitglied der Europäischen Union zu werden, Moldawien in die EU und zur raschen Erlangung des Status eines Kandidatenlandes zu helfen. Rumänien steht mehr denn je an der Seite von Rep. Moldawien in der derzeitigen angespannten Sicherheitslage, schrieb Ciolacu auf Twitter. Marcel Ciolacu erklärte außerdem, dass Rumänien die Ausweitung der EU-Finanzhilfe für Chisinau kräftig unterstütze. Zuvor war der Bukarester Beamte mit dem moldawischen Parlamentspräsidenten Igor Grosu zusammengetroffen, der die bilateralen Beziehungen als ausgezeichnet bezeichnete, wobei Rumänien der beste Wirtschaftspartner und engste Freund in Bezug auf die Unterstützung des EU-Beitritts sei. Die beiden Würdenträger erklärten weiterhin, dass sie Schritte zur Rationalisierung des Güterverkehrs an der bilateralen Grenze eingeleitet hätten, an der Tausende von Lastwagen erwartet werden. Grosu kündigte an, dass eine gemeinsame Sitzung der beiden Parlamente in Chisinau stattfinden wird.



    Nach Angaben der rumänischen Grenzpolizeiinspektion sind am Sonntag rund 7.000 ukrainische Staatsangehörige nach Rumänien eingereist, 17 % weniger als am Vortag. Seit Beginn des Konflikts im Nachbarland haben über 1,1 Millionen ukrainische Staatsangehörige die Grenze nach Rumänien überquert. Davon haben sich 90.000 entschieden zu bleiben, aber nur 2.000 haben in Rumänien Arbeit gefunden. Die rumänische Regierung möchte diesen Flüchtlingen helfen, sich zu integrieren, die Sprache zu lernen, einen Arbeitsplatz zu finden und ihren Kindern Zugang zu Bildung zu verschaffen. Ein nationaler Plan für die soziale Eingliederung dieser Flüchtlinge könnte diese Woche verabschiedet werden.



    Das rumänische Ausbildungsschiff Mircea sticht heute in Constanta, dem wichtigsten Schwarzmeerhafen Rumäniens, zu seiner zweiten internationalen Ausbildungsreise in See. An der Reise, mit der das 150-jährige Bestehen der rumänischen Segelausbildung gefeiert werden soll, nehmen rumänische Kadetten der Marineakademie Mircea cel Batran und ihre ausländischen Kollegen aus Großbritannien, Polen, Bulgarien und den Vereinigten Staaten teil. Während der zweimonatigen Reise wird das Schiff voraussichtlich in fünf Häfen im Mittelmeer anlegen – Augusta, Genua, Vallencia, Valletta und Alexandria.



    SPORT Die ehemalige rumänische Turnerin Catalina Ponor wurde als zwölfte rumänische Athletin in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen, wie der rumänische Turnverband am Montag in Oklahoma City mitteilte. Ponor reiht sich damit in die Reihe derer ein, die zur Entwicklung dieser Sportart beigetragen haben, wie die Ukrainerin Tatiana Gutu, der Deutsche Fabian Hambüchen und die Amerikanerin Chelsie Memmel. Ponor hat fünf olympische Medaillen gewonnen, darunter drei goldene, die sie 2004 in Athen errang. Außerdem hat sie fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften und acht bei Europameisterschaften gewonnen.



    Die rumänische Fußballnationalmannschaft trifft am Dienstag in ihrem zweiten Auswärtsspiel der Nations League auf Bosnien-Herzegowina. In ihrem ersten Auswärtsspiel am Samstagabend kassierten die Rumänen eine 0:2-Niederlage gegen Montenegro, das am Dienstag auf Finnland treffen wird. Rumänien ist mit null Punkten Letzter in seiner Gruppe.

  • US-First Lady Jill Biden besucht Osteuropa

    US-First Lady Jill Biden besucht Osteuropa





    Ziel der Visite sei es gewesen, den leidgeprüften ukrainischen Flüchtlingen Mut einzuflö‎ßen und ihnen die volle Unterstützung Washingtons für ihr Land zuzusichern, das sich mit einem russischen Invasionskrieg konfrontiert.



    Der erste Stopp der First Lady war auf dem US-Luftwaffenstützpunkt im südostrumänischen Mihail Kogălniceanu, wo sie mit dort stationierten Nato-Soldaten zusammentraf und in der Kantine bei der Verteilung des Essens half, wie Medienbilder zeigten. Für Belustigung sorgte der Augenblick, als Jill Biden eine Flasche Ketchup einer berühmten US-Marke überreichte, die übrigens auf eine deutsche Einwandererfamilie aus dem 19. Jh. zurückgeht.



    Danach ging es weiter nach Bukarest, wo die First Lady an einem Briefing der US-Botschaft teilnahm, das über die humanitären Einsätze der UN-Institutionen, der örtlichen Flüchtlingshelfer und der rumänischen Regierung informierte. Jill Biden, die in den USA nach wie vor auch als Lehrerin tätig ist, besuchte zudem eine Bukarester Schule, die ukrainische Kinder aufgenommen hat. Dort wurde sie von Carmen Johannis, der Ehegattin des rumänischen Präsidenten Klaus Johannis, empfangen, die ebenfalls Lehrerin ist. Im Gespräch mit ukrainischen Müttern und ihren Kindern erfuhr sie die Leidensgeschichten der Geflüchteten, die angesichts des Angriffskriegs Russlands Schutz in Rumänien fanden. Wir stehen euch bei“, sagte die First Lady und zeigte sich beeindruckt von der Solidaritätswelle der rumänischen Flüchtlingshelfer, die die Geflüchteten in ihre Herzen aufgenommen haben und ihnen Schutz, Unterkunft und Versorgung gewähren“. Diese Solidarität sei nur der Anfang, sagte Jill Biden und ermahnte die USA und ihre Verbündeten, sich noch stärker für die Ukraine einzusetzen. Anschlie‎ßend informierte die rumänische Regierungsberaterin Mădălina Turza über die Strategie Rumäniens zur Bewältigung der humanitären Krise, die durch die Flüchtlingswelle aus der Ukraine entstanden ist.



    Rumänien ist nun ein neues Zuhause für hunderttausende Kinder, Frauen und Betagte, die vor Krieg und Zerstörung geflüchtet sind“, hie‎ß es dazu in einer Botschaft des rumänischen Premierministers Nicolae Ciucă. Die Hilfsbereitschaft Rumäniens sei ein Ausdruck der Solidarität und der Weisheit einer Nation, die für Mitmenschen aus dem Nachbarland die Tür zu Frieden und Freiheit offen hält, so die Mitteilung vom Amt des rumänischen Premierministers.



    Von Bukarest aus ging es am Sonntag weiter in die Ostslowakei, wo Jill Biden ebenfalls mit US-Militärs sowie Flüchtlingen aus der Ukraine zusammentraf. Die US-First Lady kam mit geflüchteten Familien, Flüchtlingshelfern und den Kommunalbehörden in der slowakischen Stadt Košice zusammen, die als wichtiger Transitpunkt für Flüchtende aus der Ukraine gilt und ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge beherbergt. Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine haben über 400.000 Flüchtlinge aus der Ukraine die Grenze zur Slowakei überschritten.



    Zum Schluss kam es auch zu einem — wohl aus Sicherheitsgründen — unangekündigten Abstecher in die Ukraine, und zwar ins unmittelbare Grenzgebiet zur Slowakei. Dort traf Jill Biden in einer Schule mit der ukrainischen First Lady Olena Selenska zusammen. Auch dort hob die US-First Lady hervor, dass ihre Visite insbesondere am Muttertag, der weltweit in vielen Ländern begangen wurde, der internationalen Solidarität mit der leidgeprüften Bevölkerung der Ukraine galt. Seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine am 24. Februar haben über 5,8 Mio. Menschen — vornehmlich Frauen und Kinder — das Land fluchtartig verlassen.

  • Stippvisite in Kiew: Rumänien sichert Ukraine volle Unterstützung zu

    Stippvisite in Kiew: Rumänien sichert Ukraine volle Unterstützung zu





    Premierminister Nicolae Ciucă (PNL), der Vorsitzende der rumänischen Abgeordnetenkammer Marcel Ciolacu (PSD) und Au‎ßenminister Bogdan Aurescu, ein parteiloser Berufsdiplomat, reisten am Dienstag nach Kiew, um dem Nachbarland ihre volle Unterstützung gegen die russische Aggression zuzusichern. Rumänien und die Ukraine haben eine rund 600 km lange gemeinsame Grenze. Beim Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und weiteren Spitzenpolitikern der Ukraine stellte die rumänische Delegation alle Ma‎ßnahmen vor, mit denen Bukarest dem leidgeprüften Nachbarland helfen will. Dazu gehört die bedingungslose Aufnahme von Flüchtlingen — bereits über 820.000 Flüchtende sind über die Grenze nach Rumänien gekommen. Nebst Auffanglagern nahe der Grenze bemühe sich Rumänien um die schnelle Integration der Geflüchteten, falls sie in Rumänien bleiben wollen — dazu gehören der kostenlose Zugang zu ärztlicher Versorgung, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zum rumänischen Arbeitsmarkt.



    Die Ukraine leidet infolge der Seeblockade durch die russische Kriegsmarine im Schwarzen Meer auch wirtschaftlich — die traditionellen Exporte von Getreide und tierischen Produkten aus der Ukraine sind praktisch unterbunden. Hier springt Rumänien ein und liberalisiert zeitweilig den Stra‎ßenverkehr für ukrainische Lieferanten und Speditionsfirmen; au‎ßerdem dürfen ukrainische Waren nun über die rumänischen Häfen im Grenzbereich an der Donau und am Schwarzen Meer abgewickelt werden. Rumänien sei au‎ßerdem an dem Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg interessiert, versicherten die rumänischen Spitzenpolitiker bei ihrem Aufenthalt in Kiew.



    Das rumänische Politiker-Trio besuchte auch die Ortschaften Borodjanka und Irpin nördlich der ukrainischen Hauptstadt, wo sie sich einen Eindruck über die mutma‎ßlichen Kriegsverbrechen der russischen Truppen machen konnten. Premierminister Ciucă verurteilte erneut die Gräueltaten und plädierte für internationale Ermittlungen, um die volle Wahrheit ans Licht zu bringen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.



    Ihr Besuch ist ein wichtiges und deutliches Signal für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland“, sagte Präsident Selenskyj nach seinem Treffen mit den rumänischen Politikern. Eine wichtige Komponente der künftig zu vertiefenden Beziehungen zwischen beiden Ländern werde der Schutz und die freie Entfaltungsmöglichkeit der jeweiligen nationalen Minderheiten sein, fügte Selenskyj noch hinzu.



    In Rumänien leben in mehreren Landkreisen insgesamt rund 60.000 Menschen ukrainischer Volkszugehörigkeit, während die rumänischsprachige Gemeinschaft in der Ukraine etwa 400.000 Seelen zählt. Die meisten Rumänen in der Ukraine sind in den Regionen Nordbukowina, Südbessarabien und Herza ansässig, ehemals rumänische Staatsgebiete, die von der Sowjetunion 1940 annektiert worden waren und seit 1991 ein Teil des Nachfolgestaates Ukraine sind.

  • Nachrichten 22.04.2022

    Nachrichten 22.04.2022

    Der rumänische Premierminister Nicolae Ciucă traf am Freitag in Bukarest mit dem ukrainischen Außenminister Dmitro Kuleba zusammen. Die beiden erörterten die Sicherheitslage in der Region nach der russischen Militäraggression. Der Premierminister stellte die Bemühungen der Behörden vor, die gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Freiwilligen und internationalen humanitären Organisationen mehr als 800.000 ukrainischen Flüchtlinge unterstützen, die seit Ausbruch des Krieges nach Rumänien gekommen sind. Dmitro Kuleba gab einen umfassenden Überblick über die militärische Lage vor Ort und dankte der Regierung in Bukarest und den rumänischen Bürgern für ihre Unterstützung und Solidarität seit dem Ausbruch des Krieges. Bei einem offiziellen Besuch in Bukarest sprach Dmitro Kuleba auch mit seinem rumänischen Amtskollegen Bogdan Aurescu. Rumänien unterstütze die europäische Perspektive der Ukraine nachdrücklich und sei bereit, sich am Wiederaufbau zu beteiligen: Der Krieg ist der Moment der Wahrheit, in dem man das wahre Gesicht eines Menschen sieht, und Rumänien hat sein wahres Gesicht gezeigt, ein freundliches Gesicht. Es hat nicht nur geredet, sondern auch gehandelt. Das werden wir nie vergessen, sagte der Kiewer Beamte. Er beglückwünschte die rumänische Regierung, die seit Beginn dieser Aggression eine sehr kluge Politik verfolgt, und dankte ihr für die Aufnahme von Flüchtlingen aus seinem Land. Kulebas Besuch in Bukarest folgt auf seinen Besuch in Bulgarien, das der Ukraine militärische Hilfe verweigert hat.



    Für orthodoxe Christen (die Mehrheit in Rumänien) und griechische Katholiken ist es der Karfreitag. Es ist der Tag, an dem Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, die tragischste aller menschlichen Erfahrungen machte: den Tod. Er wurde zwischen zwei Räubern gekreuzigt und der Gotteslästerung und Rebellion gegen die römische Autorität beschuldigt. Nach den Texten der Evangelien bebte die Erde, als Jesus am Kreuz seinen Geist aufgab, und der Himmel verfinsterte sich. Nachdem er vom Kreuz genommen worden war, wurde Jesus in das Grab gelegt, das Josef von Arimathäa, ein reicher Mann jener Zeit, zur Verfügung gestellt hatte. Das Begräbnis Jesu wird heutzutage durch das Aufstellen des Heiligen Epitaphs in der Mitte der Kirchen und das Tragen um die heiligen Stätten symbolisiert. Diese Prozession findet am Freitag Abend statt. Dann wird die Verkündigung des Herrn, das Begräbnislied Jesu, gesungen werden. Am Sonntag feiern die Orthodoxen und die griechisch-katholischen Christen die Auferstehung Jesu. Mehr als 9.000 Polizeibeamte werden vom 22. bis 25. April täglich landesweit im Einsatz sein, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit in belebten Gebieten und in der Nähe von Gotteshäusern aufrechtzuerhalten.



    Nach zwei Absagen aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde am Freitag in Paris die Internationale Buchmesse eröffnet. Die Veranstaltung kehrt als Festival mit einem neuen Konzept zurück. Die Organisatoren erwarten rund 100 000 Besucher. Ehrengast der diesjährlichen internationalen Buchmesse ist Indien. In den nächsten drei Tagen sind zahlreiche Treffen mit Schriftstellern und Buchvorstellungen geplant. Rumänien ist mit einem eigenen Stand vertreten, der vom Rumänischen Kulturinstitut in Paris, mit Radio Romania Actualități als Medienpartner, organisiert wurde.



    In einer Videobotschaft erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj, dass Russland einen Vorschlag für einen Waffenstillstand über die orthodoxe Osterzeit an diesem Wochenende abgelehnt habe, fügte aber hinzu, dass er weiterhin auf Frieden hoffe. Der Gottesdienst beginnt am Samstagabend und dauert bis Sonntagmorgen. Wolodymyr Zelenskyj widersprach auch den Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin, die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol sei am Donnerstag von der russischen Armee erobert worden. Die Stadt wurde kurz nach Beginn der russischen Invasion von russischen Truppen eingekreist, bombardiert und fast vollständig zerstört. Etwa 120.000 Zivilisten konnten Mariupol nicht verlassen. Andereseits hat US-Präsident Joe Biden zusätzliche Waffen im Wert von 800 Millionen Dollar für die Ukraine zugesagt und erklärt, er werde vom Kongress mehr Geld zur Unterstützung des ukrainischen Militärs fordern. Vor Ort haben die russischen Streitkräfte nach Angaben eines ukrainischen Beamten 42 Dörfer im Osten von Donezk besetzt und rücken auf Kramatorsk vor, das weiterhin mit Raketen beschossen wird. Der Bürgermeister von Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, berichtet, dass die Stadt unter schwerem Beschuss steht. Moskau setzt seine Offensive im Donbass-Gebiet, das aus Donezk und Lugansk besteht, fort und versucht, seine Kontrolle auf die östlichen Regionen auszuweiten



    Die Grenzpolizei gab am Freitag bekannt, dass am Donnerstag mehr als 84.000 Personen über die Grenzübergänge nach Rumänien eingereist sind, darunter 7.608 ukrainische Staatsbürger (1,2 % weniger als am Vortag). An der Grenze zur Ukraine reisten 3.845 ukrainische Staatsbürger nach Rumänien ein (minus 15,2%) und an der Grenze zur Republik Moldau 1.334 ukrainische Staatsbürger (plus 1,5%). Die Zahl der in den Zuständigkeitsbereichen tätigen Teams wurde erhöht. Gleichzeitig ist das System mit den anderen zuständigen Institutionen integriert, um Daten und Informationen auf operationelle Weise auszutauschen und gemeinsam die notwendigen Maßnahmen für die Verwaltung der Fälle zu ergreifen.

    Die Moldaurepublik hat erneut bestätigt,
    dass ihr europäisches Engagement fest ist, sagte der rumänische
    Premierminister Nicolae Ciucă am Freitag, nachdem die Regierung in Chisinau den
    ersten Teil des EU-Beitrittsfragebogens beantwortet hatte. Die Moldaurepublik
    hat den ersten EU-Beitrittsfragebogen ausgefüllt und am Freitag im Rahmen einer
    Zeremonie in Anwesenheit der gesamten Führung des Landes an den EU-Botschafter
    in Chisinau, Janis Mazeiks, geschickt. Die moldauische Präsidentin Maia Sandu
    sagte, die europäische Integration sei das Projekt des Landes und das Licht am
    Ende des Tunnels. Janis Mazeiks verwies auf die Schnelligkeit, mit der der
    Fragebogen ausgefüllt wurde, und betonte, dass dies ein erster Schritt auf dem langen
    Weg zur EU-Mitgliedschaft sei. Die Moldaurepublik unterzeichnete ihren Antrag
    auf EU-Mitgliedschaft am 3. März, nachdem die Ukraine und Georgien ähnliche
    Schritte unternommen hatten.


    In Frankreich ist der Wahlkampf zu Ende gegangen. Vor der für Sonntag angesetzten zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen haben die beiden Kandidaten, der amtierende Präsident Emmanuel Macron und die Leiterin der Rechtsextremen Marine le Pen, ihre letzten Treffen mit den Wählern abgehalten. Dem Korrespondenten von Radio Rumänien zufolge war Marine Le Pen in den Norden des Landes, wo sie die treuesten Anhänger hat und wo sie in der ersten Runde die meisten Stimmen erhielt, da sie nicht riskieren wollte, auf mögliche feindliche Wähler zu treffen. Stattdessen besuchte Emmanuel Macron ein Gebiet in der Nähe von Paris, in dem die so genannten schwierigen Viertel mit einer armen Bevölkerung, die hauptsächlich aus afrikanischen Einwanderern besteht, bewohnt sind. Diese haben in der ersten Runde mit großer Mehrheit für den Vorsitzenden der linksradikalen Partei Frankreich unbesetzt, Jean-Luc Melenchon, gestimmt, der den Präsidenten nicht nur mit Applaus begrüßte, sondern ihn auch direkt mit den Problemen, denen sie gegenüberstehen, konfrontierte. Der Amtsinhaber gewinnt weiter an Boden. Der Abstand zwischen ihm und seiner Gegenkandidatin Marine Le Pen ist auf 15 Prozentpunkte angewachsen. Laut einer von der Tageszeitung Le Parisien in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage werden am Sonntag 57,5 % der Franzosen für Macron stimmen und nur 42,5 % für Marine Le Pen.

  • Nachrichten 08.04.2022

    Nachrichten 08.04.2022

    Die ehemalige Tourismusministerin Elena Udrea wird heute im Rahmen des Verfahrens zu ihrer Auslieferung nach Rumänien einem Gericht in Bulgarien vorgeführt. Sie wurde am Donnerstagabend in der Nähe der griechischen Grenze festgenommen, nachdem die Behörden in Bukarest eine Fahndung nach ihr herausgegeben hatten. Elena Udrea hatte das Land am Donnerstagmorgen verlassen, kurz bevor sie vom Gericht wegen Bestechung und Amtsmissbrauchs im Fall der Bute Gala zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde. Die Grenzpolizei erklärte, die ehemalige Ministerin habe das Land rechtmäßig verlassen, da vor ihrer Abreise kein Ausreiseverbot ausgesprochen worden sei. Wir werden nach den Nachrichten auf das Thema zurückkommen.



    Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und der EU-Kommissar für Aussen-und Sicherheitspolitik Josep Borrell sind zu Gesprächen mit Präsident Wolodimir Zelenskyj in Kiew. Sie verurteilten den schrecklichen und wahllosen Angriff der russischen Armee auf Zivilisten im Bahnhof von Kramatorsk aufs Schärfste. Die europäischen Würdenträger kündigten außerdem neue Militärhilfe in Höhe von 500 Millionen Euro für die Ukraine an. Sie kündigten auch die Rückkehr der EU-Mission nach Kiew an. Der slowakische Premierminister Eduard Heger ist ebenfalls in Kiew. Zwei russische Raketen schlugen in einem Bahnhof in Kramatorsk in der Ostukraine ein und töteten mindestens 30 Menschen und verletzten etwa 100. Der Bahnhof, in dem sich Tausende von Menschen aufhielten, wurde zur Evakuierung aus den von den russischen Streitkräften beschossenen Gebieten genutzt. Gleichzeitig sagt Präsident Wolodimir Zelenskyj, dass die Zerstörungen in Borodianka (eine Stadt nordwestlich von Kiew, die kürzlich von den Ukrainern zurückerobert wurde) viel schrecklicher sei als das Massaker in Bucha. Moskau bestreitet, dass seine Streitkräfte Zivilisten getötet haben.



    Die Regierung in Bukarest hat einen Beschluss gefasst, der festlegt, wie die rumänischen Bürger, die ukrainische Flüchtlinge aufnehmen, in den Genuss von Ermäßigungen kommen können. Die Gastgeber müssen bei den örtlichen Behörden einen Antrag ausfüllen, in dem sie die Anzahl der von ihnen aufgenommenen Personen, ihre Vor- und Nachnamen sowie den Zeitraum angeben, für den sie den Flüchtlingen Unterkunft bieten. Die Rumänen, die ukrainische Flüchtlinge aufnehmen, können bis zu 14 Euro pro Person und Tag erhalten. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind 650 Tausend ukrainische Staatsangehörige nach Rumänien gekommen.



    Rumänien verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum von 5,9 % im Vergleich zu 2020 – so die neuesten Zahlen, die vom Nationalen Institut für Statistik INS veröffentlicht wurden. Die Daten zeigen, dass der Beitrag der Investitionen zum Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr von 0,9 % auf 0,6 % gesunken ist. Die Daten des INS zeigen auch einen Rückgang von 0,1 % im letzten Quartal 2021 gegenüber dem vorangegangenen Quartal.



    Die staatsbürgerliche, soziale und wirtschaftliche Emanzipation der Roma in Rumänien ist ein gemeinsames Ziel von großer Bedeutung, so Präsident Klaus Iohannis in einer am Freitag anlässlich des Internationalen Roma-Tages versandten Botschaft. Das Staatsoberhaupt begrüßte auch die Bemühungen dieser Gemeinschaft, ihre Vergangenheit und ihre Bräuche bekannt zu machen, sich Gehör zu verschaffen und ihren Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft zu würdigen. Eine ähnliche Botschaft wurde auch von Premierminister Nicolae Ciucă übermittelt. Der Regierungschef betonte, dass die Roma in unserem Land einen kulturellen und wirtschaftlichen Wert für die Umgebung, in der sie gelebt haben, geschaffen haben. Der Internationale Roma-Tag ist eine Gelegenheit, über das Fortbestehen von rassistischen und diskriminierenden Einstellungen, Stereotypen, Hassreden und der Aufstachelung zu feindseligen Handlungen oder ethnisch motivierter Gewalt nachzudenken, von denen die Roma-Gemeinschaft unverhältnismäßig stark betroffen ist, so das Außenministerium. Rumänien hat wichtige Schritte unternommen, um alle Formen der Diskriminierung von Roma zu verurteilen und zu beseitigen, unter anderem durch die Verabschiedung umfassender Rechtsvorschriften in diesem Bereich, betonte das Außenministerium.



    Über 1.700 neue Covid-Neuinfektionen wurden heute in Rumänien gemeldet, eine geringere Zahl als am Vortag. Die Behörden haben außerdem 9 Todesfälle gemeldet, und über 2.000 Menschen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. 227 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Grippeinfektionen, so die Ärzte, und einige der Fälle mussten im Krankenhaus behandelt werden.



  • Nachrichten 30.03.2022

    Nachrichten 30.03.2022

    Der Präsident der Ukraine, Wolodimir Zelenskyj, wird im rumänischen Parlament sprechen – kündigte am Mittwoch der Leiter des Senats, Florin Cîțu, an. Als Präsident des rumänischen Senats werde ich dafür sorgen, dass dies nächste Woche geschieht. Die Ukraine hat meine volle Unterstützung, sagte Florin Cîțu. In der kommenden Woche wird der ukrainische Präsident vor dem irischen und dem griechischen Parlament sprechen. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar hat Wolodimir Zelenskyj Videointerventionen in den Parlamenten mehrerer Länder, darunter das Vereinigte Königreich, Kanada, die USA, Deutschland, Italien, Australien, Israel, Polen und das Europäische Parlament, durchgeführt. Er sprach auch auf dem außerordentlichen NATO-Gipfel in der vergangenen Woche, an dem auch US-Präsident Joe Biden teilnahm.



    Die im Rahmen der humanitären Kampagne für die in Rumänien ankommenden ukrainischen Flüchtlinge, die von der rumänischen Botschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam mit dem Romanian United Fund ins Leben gerufen wurde, gesammelten Gelder haben die vorgesehene Schwelle von 200.000 Dollar erreicht – teilt die rumänische Botschaft mit. Laut Botschafter Andrei Muraru ist der Erfolg der humanitären Kampagne ein Beispiel für Solidarität in einer schwierigen und tragischen Zeit für ukrainische Bürger, die vor dem Krieg fliehen. Die Mittel werden für den Kauf von Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln sowie für die Bereitstellung von Unterkünften, Heizungen und notwendiger Ausrüstung sowie für psychologische, pädagogische und asylpolitische Unterstützung der ukrainischen Flüchtlinge verwendet. Mehr als 10 Millionen Ukrainer, darunter mehr als die Hälfte der Kinder des Landes, sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit Beginn des Krieges in der Ukraine aus ihrer Heimat geflohen. Von der Gesamtzahl der Flüchtlinge sind 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge innerhalb der Ukraine und 3,9 Millionen sind ins Ausland gegangen. Davon haben fast 580.000 Ukrainer die Grenze nach Rumänien überquert.



    Rumänien wird Maßnahmen zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit ergreifen, unter anderem durch eine Erhöhung der Ausgaben für den Verteidigungshaushalt von 2,2 % auf 2,5 % des BIP, so Präsident Klaus Iohannis in einer Botschaft zum 18. Jahrestag des NATO-Beitritts Rumäniens. Der Staatschef betonte auch, dass Rumänien weiterhin die Partnerschaft zwischen der NATO und der EU fördern wird. Klaus Iohannis sagte auch, dass Rumänien ein starker Verbündeter, ein Garant für Sicherheit am Schwarzen Meer und ein starker Befürworter der Stärkung der transatlantischen Beziehungen bleiben wird, der sich den Grundwerten des Nordatlantischen Bündnisses verpflichtet fühlt. Mehr dazu nach den Nachrichten.



    Die Regierung in Bukarest hat am Mittwoch die Nationale Strategie zur Armutsbekämpfung verabschiedet, mit der die Armut bis 2027 um 7 Prozent reduziert werden soll. Dies ist ein notwendiger rechtlicher Rahmen für die Verwendung von zweckgebundenen europäischen Mitteln. Außerdem sind Mittel für die Einrichtung von hundert Sozialzentren ohne Unterkunft für ältere Menschen vorgesehen, die zu Hause verpflegt werden können. Die rumänische Regierung hat außerdem beschlossen, dass die Zahl der Schulanfänger in diesem Jahr um maximal 20 Prozent steigen wird, um Flüchtlingsschüler und Schüler aus der Ukraine aufnehmen zu können. Andererseits kündigte Bildungsminister Sorin Campeanu an, dass die derzeitigen Schulsemester durch fünf Lernmodule ersetzt werden, die sich mit fünf Ferien abwechseln. Das Schuljahr würde zwei Wochen früher am 5. September beginnen und am 16. Juni enden.



    Rumänen mit kleinen Einkommen könnten mit Gutscheinen unterstützt werden, um den Preisanstieg zu bewältigen. Die mitregierende PSD schlägt vor, Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderungen und einkommensschwachen Rentnern alle zwei Monate Gutscheine für Grundnahrungsmittel zu geben. Auch mit Gutscheinen würde Schülern aus armen Familien geholfen, Schulmaterial, Kleidung und Lebensmittel zu kaufen. Die PNL (Partner in der Exekutive) stimmt zu. Der größte Teil dieser Hilfe käme aus europäischen Mitteln, die bisher noch nicht ausgegeben wurden – erklärte Finanzminister Adrian Câciu. Seiner Meinung nach könnten mindestens 70 % der Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der steigenden Preise und der Folgen des Krieges in der Ukraine mit europäischem Geld finanziert werden.



    Mehr als 4.200 neue Fälle von COVID-19 wurden am Dienstag in Rumänien bestätigt, teilten die Behörden mit. Außerdem wurden fünfundvierzig Todesfälle gemeldet, einer davon vor dem Referenzintervall. Derzeit befinden sich etwas mehr als 2 700 mit dem Coronavirus infizierte Patienten in Krankenhäusern, von denen fast 400 auf der Intensivstation behandelt werden. Gesundheitsminister Alexandru Rafila erklärte, dass sich die Tätigkeit in den COVID-19-Krankenhäusern bis zum 30. September allmählich wieder normalisieren werde. Andererseits wird die nationale Impfkampagne in den Hausarztpraxen fortgesetzt. Bislang wurden mehr als 8 Millionen Menschen nach dem vollständigen Impfplan geimpft.

  • Nachrichten 20.03.2022

    Nachrichten 20.03.2022

    Die rumänische Regierung arbeitet an einem nationalen Plan, um den ukrainischen Flüchtlingen, die es nach Rumänien geschafft haben, Hilfe anzubieten. Die Behörden wollen den Flüchtlingen, die beschlossen haben, in Rumänien zu bleiben, Unterstützung bieten und ihnen Arbeitsplätze, medizinische Versorgung und Schulbildung für ihre Kinder anbieten. Es wurden sechs Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit dem Thema befassen sollen. Die Europäische Kommission wird ein Team nach Bukarest entsenden, das die Ausgaben der Regierung für die ukrainischen Flüchtlinge und die Möglichkeiten ihrer Unterbringung mit EU-Mitteln bewerten soll. Rund 80 000 ukrainische Flüchtlinge haben beschlossen, in Rumänien zu bleiben, und 4 000 von ihnen haben Asyl beantragt. Mehr als dreitausend Ukrainern ist es seit Beginn des Krieges am 24. Februar gelungen, eine legale Beschäftigung in Rumänien zu finden. Mehr als eine halbe Million ukrainische Flüchtlinge sind bisher in Rumänien angekommen, darunter etwa 30 000 Kinder. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge wird auf 3,3 Millionen geschätzt.



    In den letzten 24 Stunden wurden in Rumänien 2241 neue Covid-19-Infektionen und 16 Todesopfer gemeldet. Die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, nähert sich 3000, von denen 464 auf der Intensivstation behandelt werden. Rumänien hat in der Woche seit der Aufhebung der Beschränkungen am 9. März 48 Tausend akute Atemwegsinfektionen registriert. Derzeit gibt es in Rumänien keine Präventionsvorschriften.



    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij hat am Sonntag erklärt, er habe mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron Gespräche über die Zusammenarbeit und Möglichkeiten einer friedlichen Lösung des Konflikts, die Befreiung der ukrainischen Gebiete und die Rettung von Menschenleben geführt. Bei den Kämpfen um die Stadt Charkiw im Nordosten des Landes sind mindestens 260 Zivilisten getötet worden, seit die russischen Truppen vor fast einem Monat ihren Angriff auf die Ukraine begonnen haben. Die Stadt steht unter ständigem Mörserbeschuss, und mehrere Wohngebäude wurden getroffen. Die Hafenstadt Mariupol sei zu fast 98 % zerstört, teilten die örtlichen Behörden mit und beschuldigten Russland, Tausende von Einwohnern gewaltsam in isolierte Gebiete in Russland gebracht zu haben. Im Gegenzug hat Moskau Kiew beschuldigt, einen Angriff auf bestimmte Einrichtungen zu planen, in denen westliche Diplomaten in Lviv untergebracht sind. Kiew plant chemische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung in den Regionen Sumy und Mikolayv”, sagt Russland, hat aber keine Beweise dafür vorgelegt. Viele westliche Länder hatten bereits vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar ihre Diplomaten von Kiew nach Lemberg verlegt. Am Samstag riefen Japans Premierminister Fumio Kishida und sein indischer Amtskollege Narendra Modi zur sofortigen Beendigung der Gewalt in der Ukraine auf. Die USA haben bestätigt, dass Russland die Hyperschallraketen vom Typ Kinzhal bei seinen Angriffen auf die Ukraine eingesetzt hat. Seit Beginn des Konflikts wurden in der Ukraine mindestens 847 Zivilisten getötet und 1399 verwundet, so das Büro des UN-Menschenrechtskommissars.



    Mehr denn je muss die gro‎ße Familie der Frankophonie ihre Solidarität unter Beweis stellen, um die schweren Herausforderungen im frankophonen Raum zu bewältigen, wie die schreckliche Aggression Russlands gegen die Ukraine, die dadurch entstandene tragische humanitäre Situation, das Sicherheitsgefälle und die Bedrohung durch den Terrorismus in einigen Regionen Afrikas, so der rumänische Premierminister Nicolae Ciuca heute in einer Botschaft anlässlich des Tages der Frankophonie. Die Frankophonie sei eine Wertegemeinschaft, aber aufgrund des Krieges in der Ukraine seien diese gemeinsamen Werte durch den Krieg, den Russland in der Ukraine führe, bedroht, so der rumänische Au‎ßenminister Bogdan Aurescu weiter. Rumänien ist seit 1993 Mitglied der Internationalen Organisation der Frankophonie. Das Rumänische Bauernmuseum zeigt heute französische Filmproduktionen, und die Nationaloper in Bukarest inszeniert unter der Leitung von Ciprian Teodorescu das Stück Giselle von Adolphe Charles Adam. Im Nationaltheater von Bukarest wird “Lebewohl, Herr Haffman” von Jean-Phillipe Daguerre gespielt. Musikliebhaber können ein Konzert mit französischer Barockmusik und alter rumänischer Musik im Kunstmuseum von Rumänien genie‎ßen.

  • Nachrichten 19.03.2022

    Nachrichten 19.03.2022

    Die Strom- und Gaspreise werden ab April für ein Jahr gedeckelt. Dies sieht eine neue Notverordnung vor, die die Regierung in Bukarest am Freitag verabschiedet hat. Haushaltskunden, die nicht mehr als 100 Kilowatt pro Monat verbrauchen, zahlen dann 0,68 Lei pro Kilowatt, einschlie‎ßlich Mehrwertsteuer. Bei einem Verbrauch unter 300 Kilowatt beträgt die Gebühr höchstens 0,80 Lei pro Kilowatt. Nach dem neuen Gesetz werden Nicht-Haushaltsverbraucher mit bis zu einem Leu pro Kilowatt belastet, sagt der rumänische Ministerpräsident Nicolae Ciuca und fügt hinzu, dass die Gaspreise für Haushaltskunden bei 0,31 Lei und für Nicht-Haushaltskunden bei höchstens 0,37 Lei pro Kilowatt liegen werden. Die Ma‎ßnahmen sollen sowohl den Bürgern als auch den Unternehmen Stabilität bieten und stehen gleichzeitig im Einklang mit den Regeln des freien Marktes. Sie werden vom 1. April dieses Jahres bis zum 31. März 2023 gelten. Unternehmen, die sich nicht an die genannten Vorschriften halten, werden mit Geldstrafen belegt, und die Auswirkungen der neuen Ma‎ßnahmen werden bis Ende des Jahres auf 2,9 Milliarden Euro geschätzt.



    11 000 ukrainische Flüchtlinge sind am Freitag nach Rumänien eingereist, um dem Krieg in diesem Land zu entgehen. Die Gesamtzahl der ukrainischen Flüchtlinge, die es in den letzten drei Wochen seit Beginn des Konflikts nach Rumänien geschafft haben, hat fast eine halbe Million erreicht. Allerdings haben nur sehr wenige von ihnen einen Asylantrag gestellt, und nur etwa 80 000 haben sich entschieden, in Rumänien zu bleiben. Offiziellen Angaben zufolge sind 32 Tausend von ihnen minderjährig und die Unterbringungsmöglichkeiten sind zu 70 % belegt. Die Behörden und die Zivilgesellschaft bemühen sich um eine angemessene Unterbringung, Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung für ihre Kinder. Viele Unternehmen haben Arbeitsangebote für die Flüchtlinge unterbreitet. Die Europäische Kommission hat beschlossen, Rumänien Sondermittel zur Verfügung zu stellen, um das Land in die Lage zu versetzen, die gro‎ße Zahl von Flüchtlingen zu bewältigen.




    Am Freitag wurden in Rumänien 3.160 neue Covid-19-Infektionen gemeldet. Au‎ßerdem wurden 44 Todesfälle gemeldet, und die Zahl der Krankenhausaufenthalte liegt bei 3.120, davon 465 auf Intensivstationen. Die Zahl der Infektionen ist gestiegen, seit Rumänien am 9. März alle Präventionsma‎ßnahmen aufgegeben hat.




    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij hat am Samstag an Moskau appelliert, die Gespräche über Frieden und Sicherheit in der Region wieder aufzunehmen, da die Folgen für Russland andernfalls über mehrere Generationen hinweg zu spüren sein werden, berichtet die französische Presse. Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die benachbarte Ukraine am 24. Februar haben mehrere Runden von Friedensgesprächen stattgefunden. In einem weiteren Schritt kündigte Zelensky an, dass die Ukrainer, die wegen des Krieges umgesiedelt wurden, Unterstützung erhalten werden. Er erklärte, die Minister der ukrainischen Regierung arbeiteten an einem Programm zur Unterstützung derjenigen, die ihre Häuser verlassen oder vor dem Krieg fliehen mussten. Die russische Armee setzt ihre Operationen in den Regionen von Luhansk im Osten der Ukraine fort, wo viele Menschen getötet und Häuser zerstört wurden. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, haben russische Kampfflugzeuge am Freitag 69 militärische Ziele in der Ukraine zerstört, darunter drei S-300-Flugabwehranlagen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hat Russland seit Beginn der Invasion mehr als 1.080 Raketen gegen die Ukraine abgefeuert. 3,2 Millionen Ukrainer haben das Land verlassen, zwei Drittel von ihnen sind nach Polen gekommen, das nur eine Zwischenstation in ihrem Exil ist.

  • Nachrichten 18.03.2022

    Nachrichten 18.03.2022

    Die Regierung in Bukarest hat eine neue Unterstützungsregelung für Energieverbraucher verabschiedet. Die Dringlichkeitsverordnung sieht vor, die Strom- und Erdgastarife für ein Jahr zu deckeln. Das Rechnungsclearing wird jedoch nicht mehr angewandt. Die Obergrenzen für Strom und Erdgas werden bis zum 31. März 2023 gelten, was den Bürgern und der Wirtschaft Preisstabilität bieten und gleichzeitig den freien Markt respektieren wird – so Premierminister Nicolae Ciucă. So werden Privatpersonen, die bis zu hundert Kilowattstunden Strom im Monat verbrauchen, 0,68 RON pro Kilowattstunde zahlen, und für einen monatlichen Verbrauch zwischen 100 und 300 Kilowattstunden werden 0,80 RON pro Kilowattstunde gezahlt, wobei der Preis für Erdgas in der Zeit 0,31 RON pro Kilowattstunde betragen wird. Nicht-Haushaltskunden zahlen einen Leu pro Kilowattstunde für Strom und 0,37 RON pro Kilowattstunde für Erdgas. Unternehmen, die sich nicht an diese Tarife halten, müssen mit Geldstrafen rechnen. Die Auswirkungen der Unterstützungsma‎ßnahmen für Haushalts- und Nicht-Haushaltskunden werden bis Ende dieses Jahres auf 14,5 Milliarden Lei (etwa 2,9 Milliarden Euro) geschätzt.




    Die Zahl der Covid-19-Infektionen nimmt in Rumänien zu: In den letzten 24 Stunden wurden über viertausend neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Krankenhauspatienten ist jedoch auf nur 3.200 gesunken, von denen fast 500 auf Intensivstationen liegen. Seit dem 9. März gibt es in Rumänien keine COVID-19-Beschränkungen mehr, und es werden derzeit keine Präventionsma‎ßnahmen ergriffen. Auch in anderen europäischen Ländern wurden nach der Aufhebung der Beschränkungen Infektionen gemeldet, obwohl die Zahl der schweren Fälle oder der damit verbundenen Todesfälle nicht gestiegen ist. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich jedoch besorgt über die steigende Zahl von Infektionen aufgrund der jüngsten Lockerungsma‎ßnahmen und der weit verbreiteten Vorstellung geäu‎ßert, die Omicron-Variante sei weniger schwerwiegend.




    Die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge, die in den letzten drei Wochen seit Beginn des Konflikts nach Rumänien gelangt sind, hat eine halbe Million erreicht. Fast 80 000 haben sich entschieden, in Rumänien zu bleiben. Offiziellen Angaben zufolge sind 32 Tausend von ihnen minderjährig, und die Unterbringungsmöglichkeiten sind zu 70 % belegt. Die Behörden und die Zivilgesellschaft bemühen sich um eine angemessene Unterbringung, Verpflegung, medizinische Versorgung und Bildung für die Kinder. Viele Unternehmen haben Arbeitsangebote für die Flüchtlinge unterbreitet. Die Europäische Kommission hat beschlossen, Rumänien Sondermittel zur Verfügung zu stellen, um das Land in die Lage zu versetzen, die gro‎ße Zahl von Flüchtlingen zu bewältigen.




    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij hat einige Wochen nach einem anhaltenden russischen Angriff erklärt, dass die Ukraine immer noch die Kontrolle über wichtige Gebiete des Landes habe, die die russischen Streitkräfte zu erobern versuchen. Russische Raketen schlugen in einem Gebiet in der Nähe des Flughafens von Lemberg in der Westukraine ein, wo eine Flugzeugfabrik zerstört wurde. Die örtlichen Behörden erklärten, der Flughafen selbst sei nicht angegriffen worden, wie Reuters und AFP berichteten. Mindestens 30 Menschen wurden getötet. Bislang war die Stadt unweit der polnischen Grenze von den Kämpfen verschont geblieben. Vertreter des US-Verteidigungsministeriums haben davor gewarnt, dass das russische Militär seine Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine intensiviert. Der stellvertretende Generalsekretär der NATO, der Rumäne Mircea Geoana, erklärte hingegen, dass Russland 75 % seiner gesamten Streitkräfte in der Ukraine blockiert habe und auch unter diesem Gesichtspunkt keine Gefahr für die Sicherheit der verbündeten Länder zu erwarten sei. Trotz der Aufnahme eines diplomatischen Dialogs deutet alles darauf hin, dass Russland die Angriffe auf drei strategische Richtungen rund um Kiew fortsetzen wird, und der Konflikt wird weitergehen, was die Zahl der Opfer erhöht. Tatsächlich rechtfertigte Präsident Wladimir Putin am Freitag den Einmarsch in die Ukraine und versprach Zehntausenden seiner Anhänger, die sich auf einer Kundgebung im Moskauer Lujniki-Stadion versammelt hatten und die Nationalflagge schwenkten, dass er seine Ziele erreichen werde.

  • Rumänien setzt die Unterstützung für ukrainische Kriegsflüchtlinge fort

    Rumänien setzt die Unterstützung für ukrainische Kriegsflüchtlinge fort

    In den drei Wochen seit dem Ausbruch des Krieges in der benachbarten Ukraine hat Rumänien mehr als eine halbe Million ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, und der Exodus geht weiter. Etwa 80.000 von ihnen sind auf dem Staatsgebiet geblieben, darunter 32.000 Minderjährige.



    Die Kontrollen an den Grenzübergängen verlaufen reibungslos, und die rumänischen Behörden verweigern nicht einmal ukrainischen Männern den Zugang, die vom Kriegsrecht betroffen sind, das infolge des Einmarsches der russischen Armee im Land verhängt wurde, erklärte Innenminister Lucian Bode: Für uns hat die humanitäre Hilfe für diejenigen, die vor dem Krieg geflohen sind, absolute Priorität. Natürlich wissen die Strukturen des Innenministeriums, wie viele Männer, wie viele Frauen, wie viele Kinder. Unter den Bedingungen, unter denen sich die Flüchtlinge mit gültigen Reisedokumenten an der Grenze präsentieren, kann die Grenzpolizei die Einreise in das rumänische Gebiet nicht untersagen, auch wenn es sich um Männer über 18 Jahre handelt, die dem Kriegsrecht unterliegen. Sie wissen sehr wohl, dass es Ausnahmen gibt, nämlich diejenigen, die drei minderjährige Kinder haben, diejenigen, die medizinische Dokumente vorlegen, aber diese Überprüfung liegt zu 100% in der Verantwortung des ukrainischen Staates. Wir sind dafür verantwortlich, dass kein ungeprüfter Bürger nach Rumänien einreist.“



    Eine gro‎ße Zahl von Flüchtlingen passiert weiterhin die Grenzübergänge und erhält nach ihrer Ankunft in Rumänien alle notwendigen Hilfen – Essen, Unterkunft, medizinische Versorgung, Transport, Zugang zu Bildung für Kinder oder Beschäftigungsmöglichkeiten für diejenigen, die dies wünschen. Den ukrainischen Flüchtlingen wurde eine Telefonleitung zur Verfügung gestellt, um ihnen die Kommunikation mit dem medizinischen Personal in ihrer Sprache zu erleichtern.



    Die Vereinigung Tag des Guten“ hat dies in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das telemedizinische Dienste anbietet, ermöglicht. Und zur effizienteren Bewältigung der Flüchtlingsströme wird die Eisenbahnstrecke Zorleni – Fălciu – Grenze zur Republik Moldau wieder eröffnet, kündigte Verkehrsminister Sorin Grindeanu an. Die seit 2015 geschlossene Strecke überquert den Fluss Prut und bietet eine direkte Verbindung zum Bahnhof Cantemir, einem Grenzbahnhof der Republik Moldau. Wir setzen unsere konkreten Bemühungen zur Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine fort, die über die Grenze zur Republik Moldau nach Rumänien kommen“, so Sorin Grindeanu. Der Minister wies auch darauf hin, dass ständig alle notwendigen Ma‎ßnahmen ergriffen werden, um Transitkorridore zu schaffen, die eine effiziente Verbindung mit anderen wichtigen Städten in Rumänien, aber auch mit den Grenzübergängen zu den Nachbarländern gewährleisten.