Tag: Impfstrategie

  • Die Woche 30.11. – 4.12.2020 im Überblick

    Die Woche 30.11. – 4.12.2020 im Überblick

    Rumänien begeht Nationalfeiertag unter pandemischen Bedingungen



    Der 1. Dezember – Der rumänische Nationalfeiertag wurde in diesem Jahr im Land und in den Gemeinschaften der Rumänen im Ausland durch eingeschränkte Kundgebungen, ohne Militärparaden und andere Veranstaltungen mit der Öffentlichkeit wegen der Coronavirus-Pandemie begangen. In Bukarest, auf dem Triumphbogen-Platz, wo einst die traditionelle Parade stattfand, an der Tausende von Soldaten teilnahmen und Tausende von Menschen zuschauten, wurde nun eine kleine militärische Zeremonie mit etwa 150 Soldaten zum Gedenken an die rumänischen Helden organisiert, die zur Bildung von Gro‎ßrumänien beitrugen. Ärzte, medizinisches Personal und ausländische Botschafter waren ebenso eingeladen wie Präsident Klaus Iohannis, Premierminister Ludovic Orban und der Interimspräsident des Senats, Robert Cazanciuc.



    “Liebe Rumänen, heute, wie in den wichtigen Momenten, die wir am Nationalfeiertag ehren, ist die Beteiligung eines jeden von uns erforderlich. In ganz Rumänien habe ich überwältigende Geschichten über Menschen gesehen, die sich für andere einsetzen, über Menschen, die sich freiwillig engagieren, über Menschen, die ständig für Krankenhäuser in Schwierigkeiten spenden. Dies ist die Union der Rumänen im Jahr 2020!”, sagte das Staatsoberhaupt.



    In diesem Jahr feierte das Au‎ßenministerium den rumänischen Nationalfeiertag mit einem Projekt der digitalen Diplomatie, unter anderem über diplomatische Vertretungen und Konsulate. Es geht um einen Begegnungsraum und einen virtuellen Dialog, der den Freunden und Partnern Rumäniens, den rumänischen Gemeinschaften und den Bürgern im Ausland gewidmet ist, und zwar in einem einzigartigen Format, das an die Herausforderungen der globalen Gesundheitssituation angepasst ist. Die Feier des rumänischen Nationalfeiertags wurde vom Rumänischen Kulturinstitut mit einer Reihe von Online-Veranstaltungen zur Förderung der rumänischen Kultur und Zivilisation begangen.



    Rumänien hat die Impfstrategie COVID-19 gebilligt



    Die Impfstrategie gegen COVID-19 wurde am Donnerstag vom Obersten Rat der Nationalen Verteidigung in einer Sitzung im Videokonferenzsystem unter dem Vorsitz von Präsident Klaus Iohannis genehmigt. Die zuvor von der Regierung gebilligte Strategie legt den gesamten Impfprozess und die Impfkette gegen SARS-CoV-2 fest, von allgemeinen Grundsätzen bis zur Organisation der Impfung oder der Impfstofflagerung. Das Staatsoberhaupt erklärte, dass die Impfung von Gesundheitspersonal und gefährdeten Personen Priorität haben wird, und fügte hinzu, dass es ein elektronisches Register geben wird, in dem die Impfungen erfasst werden. In der ersten Tranche sollen medizinisches Personal und Risikopersonen geimpft werden. Das Staatsoberhaupt betonte, dass die Impfung freiwillig, sicher, wirksam und geplant sei und dass die Impfstoffe dem höchsten europäischen Standard entsprächen. Das Staatsoberhaupt wies auch darauf hin, dass es sehr gut möglich ist, dass Rumänien Anfang nächsten Jahres in den Genuss der ersten Impfstofftranche von etwa einer Million Dosen kommt. Andererseits sagte der rumänische Premierminister Ludovic Orban, dass fast jeden Tag die Zahl derer, die von COVID 19 geheilt werden, höher geworden sei als die Zahl der Infizierten. Diese Information wurde auch durch den jüngsten Bericht des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit bestätigt, aus dem hervorgeht, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit des neuen Coronavirus in Rumänien in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um fast 10% zurückgegangen ist.



    Parlamentswahlen in Rumänien



    Mehr als 18 Millionen Wähler werden bei den Wahlen am Sonntag in den mehr als 18.000 Wahllokalen erwartet, die in Rumänien organisiert sind, um ihre Vertreter in der neuen Legislative zu wählen. Senatoren und Abgeordnete werden nach dem Prinzip der Verhältniswahl in einem Urnengang gewählt. Die Abstimmung im Land findet an einem Tag statt – am Sonntag, von 7.00 bis 21.00 Uhr. Rumänen mit Wohnsitz im Ausland haben 2 Tage Zeit, um ihre Stimme auszuüben – Samstag und Sonntag. Die Zahl der Rumänen mit Wohnsitz im Ausland, die bei dieser Wahl wahlberechtigt erscheinen, beträgt 740.367. Davon entschieden sich über 39.000 für die Briefwahl und fast 4.000 für die Wahl in einem Wahllokal. Wie bei den Kommunalwahlen fand der Wahlkampf für die Parlamentswahlen unter strengen Bedingungen statt, die durch den Alarmzustand auf dem rumänischen Territorium bedingt waren, der im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie erklärt wurde. Zum ersten Mal finden die Wahlen in mehreren unter Quarantäne stehenden Ortschaften statt, und Premierminister Ludovic Orban sagte, dass die Menschen in den Quarantänezonen ohne eine Erklärung auf eigene Verantwortung zur Wahl gehen können. Es werden 136 Senatoren und 329 Abgeordnete gewählt, wobei die Diaspora durch 4 Abgeordnete und zwei Senatoren vertreten sein wird. Das Au‎ßenministerium hat 748 Wahllokale im Ausland eröffnet, die alle die Entfernungs- und Hygienebedingungen respektieren, um eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu verhindern. Es hat auch eine interaktive Karte der Wahllokale im Ausland und ein Callcenter für die rumänischen Wähler im Ausland eingerichtet. Wähler, die am Sonntag zur Wahl ihrer Vertreter in der neuen Legislaturperiode an die Urnen gehen, müssen besondere Schutzma‎ßnahmen beachten, die von den Behörden im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie festgelegt wurden.



    Europäische Fonds für Rumänien zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit



    Rumänien kann ab dem 1. Dezember im Rahmen des SURE-Programms zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf drei Milliarden Euro von der Europäischen Union zugreifen. Insgesamt erhält Bukarest vier Milliarden Euro in zwei Teilbeträgen, die die Chefin der europäischen Exekutive, Ursula von der Leyen, für Radio Romania festgelegt hat. Der Präsident der Europäischen Kommission erklärte, dass dieses Geld gesunde rumänische Unternehmen ermutigt, ihre Mitarbeiter nicht zu entlassen, sondern sie im Unternehmen zu halten, auch wenn es nicht genug Arbeit gibt. Sie erklärte, dass durch SURE die Gehälter subventioniert werden, und am Ende der Krise, wenn sich der Markt erholt und es bereits qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen gibt, dann kann das Unternehmen Aufträge annehmen.

  • Corona: In Rumänien wird es keinen weiteren landesweiten Lockdown geben

    Corona: In Rumänien wird es keinen weiteren landesweiten Lockdown geben

    Neuen Monate nach dem das nationale Gesundheitsamt die erste Corona-Infektion registrierten, haben die Zahlen der zweiten Welle der Krankheit in Rumänien die Plateau-Phase erreicht. Verschärfte Corona-Beschränkungen, wie Maskenpflicht in geschlossenen und freien Räumen, Sperrstunden während der Nacht und Fernunterricht haben sich als wirksame Ma‎ßnahmen erwiesen. Vereinzelt wurden auch ganze Ortschaften unter Quarantäne gestellt, dort wo Infektionszahlen in die Höhe schnellten.



    Die Bevölkerung ist geteilter Meinung über diese Beschränkungen: Während einige diese begrü‎ßen und vereinzelt sogar einen weiteren Lockdown fordern, werfen andere den Behörden vor, die Ma‎ßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor der Corona-Pandemie für eigene Zwecke zu missbrauchen und sagen, das bisher kein landesweiter Lockdown verhängt wurde, weil Anfang Dezember Parlamentswahlen anstehen. Diesen erwiderte am Mittwoch Klaus Iohannis. Er sagte ausdrücklich, er wolle keinen landesweiten Lockdown nach den Parlamentswahlen an 6. Dezember verhängen. Die Behörden werden, wie bisher, in Corona-Hotspots die erforderlichen Ma‎ßnahmen ergreifen.



    Der Präsident sagte zum Abschluss einer Sitzung über die Corona-Ma‎ßnahmen, dass die landesweite Tendenz der Corona-Infektionszahlen eindeutig sinkend ist. Die Daten des nationalen Gesundheitsamtes belegen die Wirksamkeit, die von den Behörden zur Bekämpfung der Pandemie beschlossenen Ma‎ßnahmen, sagte der Präsident und fügte hinzu, dass die Bevölkerung die Beschränkungen respektiert hat, was Anlass zum Optimismus gibt. Noch können wir aber nicht über Lockerungen sprechen, betonte das Staatsoberhaupt. Er rief die Bevölkerung auf, die Corona-Ma‎ßnahmen weiterhin einzuhalten und Weihnachten und Neujahr nur mit den Menschen zu feiern, die im selben Haushalt wohnen. Iohannis kündigte des Weiteren an, dass die rumänische Impfstrategie auf der Regierungssitzung am Freitag genehmigt wird und höchstwahrscheinlich auf der Sitzung des Obersten Landesverteidigungsrates, am kommenden Mittwoch verabschiedet wird. Klaus Iohannis sprach sich für die Corona-Schutzimpfung aus und erinnerte, dass alle Mitgliedstaaten gleichzeitig auf Impfstoffe gegen COVID-19 werden zugreifen können, und zwar abhängig von ihrer Bevölkerungsgrö‎ße.



    Er hoffe, dass mit der Veröffentlichung der Daten über die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen, auch die Zahl der Skeptiker sinken werde, fügte dieser hinzu. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Avangarde, würden sich, wenn der Impfstoff zur Verfügung stünde, lediglich 30 % der Rumänen sofort gegen Corona impfen lassen.

  • Nachrichten 24.11.2020

    Nachrichten 24.11.2020

    Covid-19 – Rumäniens Impfstrategie gegen das Coronavirus ist fertig und wird in den kommenden Tagen auf der Sitzung des Obersten Landesverteidigungsrates genehmigt werden, kündigte Präsident Klaus Iohannis gestern an. Das Staatsoberhaupt sagte auch, dass der Aktionsplan nach einem Treffen mit Fachleuten aus dem medizinischen Bereich ausgearbeitet wurde und, dass alle Informationen über die Impfung über eine offizielle Website kommuniziert werden. Gemäß den neusten offiziellen Angaben wurden in den letzten 24 Stunden über 7.750 neue Coronavirus-Ansteckungen diagnostiziert. 196 Patienten verstarben, 1.204 werden intensivmedizinisch behandelt. Seit Beginn der Pandemie wurden in Rumänien mindestens 430 Tausend Corona-Infizierungen bestätigt. Ca. 2/3 davon sind genesen.

    Covid-19 in der Welt – Die
    Weltgesundheitsorganisation hat die Ankündigung eines dritten
    Anti-Covid-19-Impfstoffs begrüßt, der von der Universität Oxford in
    Zusammenarbeit mit AstraZeneca entwickelt wurde. Britische Forscher sagen, dass
    ihr Impfstoff in mindestens 70% der Fälle wirksam sei, abhängig vom
    Dosierungsplan jedoch sogar in 90%. In Zusammenarbeit mit BioNTech und Moderna
    gaben Pfizer zuvor bekannt, dass die von ihnen entwickelten Impfstoffe eine
    Effizienz von über 90 bzw. 95% aufweisen. Am Mittwoch wird die Europäische
    Kommission mit dem amerikanischen Pharmaunternehmen Moderna eine Vereinbarung
    über bis zu 160 Millionen Dosen des von ihr entwickelten Impfstoffkandidaten
    unterzeichnen, teilte Ursula von der Leyen, mit. Bis heute hat die
    Covid-19-Pandemie weltweit mehr als 59 Millionen Ansteckungsfälle und mehr als
    1,4 Millionen Todesfälle verursacht. In Frankreich, wo Ende Oktober eine
    allgemeine Isolation verhängt wurde, berichten die Behörden seit fast zwei
    Wochen von einer positiven Entwicklung der Gesundheitskrise. In London kündigte
    der britische Premierminister Boris Johnson an, dass sobald die nationale
    Quarantäne am 3. Dezember endet, ein dreistufiges Beschränkungssystem in
    England wieder eingeführt wird. Zu Weihnachten wird es jedoch eine begrenzte
    Zeit der Entspannung geben.

    Konferenz – Der rumänische
    Außenminister Bogdan Aurescu nahm am Dienstag an der Afghanistan 2020-Konferenz
    teil, die vom 23. bis 24. November von Finnland, den Vereinten Nationen und der
    afghanischen Regierung gemeinsam organisiert wurde. Die Konferenz fand in einem
    entscheidenden politischen Kontext für die Zukunft des Landes statt. Am 12.
    September 2020 in starteten in Doha die innerafghanischen Verhandlungen, um
    eine umfassende politische Einigung und einen dauerhaften Frieden zu erreichen.
    Minister Bogdan Aurescu hob die wichtige Rolle Rumäniens als Beitrag zu den
    Bemühungen zur Stabilisierung Afghanistans hervor, unter anderem durch die
    konsequente Teilnahme an der Mission Resolute Support der NATO. Er erwähnte die
    bilaterale Unterstützung Rumäniens für Afghanistan mit einem besonderen Schwerpunkt
    auf Bildung, unter anderem durch Stipendien für afghanische Bürger. Der
    rumänische Würdenträger kündigte an, dass Bukarest UNICEF einen freiwilligen
    Beitrag von 50.000 Euro im Zusammenhang mit der Durchführung von Projekten im
    Bereich Bildung und Jugend in Afghanistan gewähren werde.

    Finanzen – Die Regierung in Bukarest verabschiedete gestern einen Nachtrags-Haushaltsentwurf. Er ist der Dritte in diesem Jahr. Dieser sieht mehr Geld für die Bereiche Gesundheit und Landwirtschaft vor. Laut Premierminister Ludovic Orban war die Änderung notwendig, um die durch die Corona-Krise verursachten Ausgaben zu bewältigen, insbesondere um Kurzarbeit und andere flexible Arbeitsformen zu bezahlen, die Erhöhung der Renten zu decken und die kommunalen Haushalte anzupassen. Auch wird die Finanzierung von Investitionen im neuen Haushalt berücksichtigt, sagte Finanzminister Florin Cîţu. Gegenwärtig rechnet die Exekutive mit einem Defizit von 9,1 % des BIP und einem Wirtschaftsrückgang von 4,2 % bis 2020.



    Korruption – Die rumänische Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft hat eine strafrechtliche Untersuchung in der in der Landesmitte gelegenen Stadt Sibiu (Dts. Hermannstadt) eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Korruption untersucht die Vergabe eines Auftrags für den Bau von zwei temporären Hallen für Corona-Patienten unter Aufsicht des Bezirkskrankenhauses Sibiu. Der Landkreisrat hatte zu diesem Zweck während des Ausnahmezustands im vergangenen Frühling etwa 1,2 Millionen Euro gezahlt. Die beiden Gebäude mit einer Kapazität von 35 voll ausgestatteten Betten wurden im Oktober eingeweiht. Die Leitung des Kreiskrankenhauses und die Abteilung für öffentliche Gesundheit in Sibiu wurden zeitweilig von Militärärzten übernommen. Der Landkreis Sibiu weist derzeit die höchste Coronavirus-Ansteckungsrate pro 1.000 Einwohner in Rumänien auf. Aus diesem Grunde stehen mehrere Ortschaften des Landkreises, darunter auch die Landkreishauptstadt Sibiu, unter Quarantäne.



    Handball – Die rumänische Handballmannschaft der Frauen bereitet sich auf die Europameisterschaft, die vom 3. bis 20. Dezember in Dänemark stattfinden wird vor. Rumänien gehört neben Norwegen, Deutschland und Polen zur Gruppe D und wird alle Spiele in Kolding austragen. Nach dem sich Norwegen zurückgezogen hat, ist Dänemark allein für die Organisation der Meisterschaft zuständig. Am 16. November, nur 17 Tage vor Beginn des Turniers, kündigten die Behörden in Oslo ihren Rückzug als Mitveranstalter aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie an.



    Wetter – In Zentral-, Nord- und Westrumänien ist es heute kalt. Der Himmel ist größtenteils bedeckt, die Temperaturen liegen unter den jahreszeitlichen Durchschnittswerten. Aus der Landesmitte wird über lokal anhaltenden Nebel berichtet. In den übrigen Landesgegenden ist der Himmel wechselhaft. Der Wind weht leicht bis mäßig, verstärkt im Gebirge im Osten, Nordosten und Südosten des Landes. Die Temperaturen am Mittag lagen zwischen 2° und 12°, in der Hauptstadt Bukarest wurden 8° gemessen.