Tag: Januar

  • QSL 1 / 2015: Movile-Höhle nahe Mangalia

    QSL 1 / 2015: Movile-Höhle nahe Mangalia

    Die sich in der Nähe der Hafenstadt Mangalia am Schwarzen Meer befindende Höhle Movile wurde 1986 entdeckt, als geologische Untersuchungen des Areals hinsichtlich der Errichtung eines Wärmekraftwerks durchgeführt wurden. Die Höhle hat eine Länge von 300 Metern und ist für das breite Publikum nicht zugänglich. Allein Wissenschaftler haben Zugang über einen künstlichen Schacht, an dessen Ende sich die 1-2 Meter hohen, teilweise unter Wasser stehenden Galerien der Höhle befinden.



    Was die wissenschaftliche Welt von Anfang an erstaunt hat, ist das einzigartige Ökosystem der Höhle, das völlig isoliert von der Au‎ßenwelt ist. Die unterirdische Welt der Höhle ist reich an Schwefelwasserstoff, Sauerstoff ist kaum vorhanden, hingegen wurde eine hohe Konzentration von Kohlendioxid (3,5%) und Methan (1-2%) gemessen. Die Erforschung durch rumänische Speläologen Anfang der 1990er Jahre hat zur Entdeckung bis dahin unbekannter Arten von Schnecken, Würmern, Spinnen, Blutegeln und Skorpionen geführt, die in diesem Habitat leben, das für andere Tiere tödlich wäre. Auch das Wasser in der Höhle hat eine andere chemische Zusammensetzung als jenes der Brunnen in der Nähe. Das schwefelhaltige Wasser kommt aus den Tiefen der Erde durch geschlossene Karstkanäle empor und misst 21 Grad Celsius. Die wirbellosen Tiere, die hier leben, weisen eine Depigmentierung (einen Verlust des Hautfarbstoffs) auf und haben auch kein Sehvermögen. Sie ernähren sich von Bakterien und Pilzen, die ihrerseits ihre Lebenskraft aus den warmen Schwefelquellen schöpfen.



    Die Entdeckung dieses Ökosystems, das auf Chemosynthese, und nicht auf Photosynthese basiert, hat die Aufmerksamkeit der Forscher von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA erwirkt. Die US-Wissenschaftler verglichen die Lebensbedingungen in dieser Höhle mit jenen auf dem Planeten Mars. Die Movile-Höhle inspirierte auch den Regisseur Bruce Hunt, der seinen Horror-Film The Cave“ (2005) teils in Rumänien und mit rumänischen Schauspielern in einigen Nebenrollen drehte. Die Höhlen-Szenen wurden allerdings an einer anderen Location in Mexiko gefilmt.

  • Nachrichten 31.12.2013

    Nachrichten 31.12.2013

    BUKAREST: Trotz aller wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten, und trotz aller innenpolitischen Herausforderungen im Jahre 2013, haben die Rumänen als Gemeinschaft zusammengehalten. Dies erklärte der rumänische Staatspräsident Traian Basescu in seiner Neujahrsbotschaft. Zum Neujahr wünschte Basescu allen Rumänen, einschlie‎ßlich denen, die im Ausland leben, alles Gute, viel Gesundheit, Glück und die Erfüllung aller Wünsche. Wie auch in den vergangenen Jahren wurden am 31. Dezember die Rumänen in Bukarest und in mehreren Gro‎ßstädten Rumäniens zu gro‎ßen Silvesterpartys unter freiem Himmel geladen. Das vielfältige Angebot an Konzerten und bunten Shows mit rumänischen Neujahrsbräuchen, sowie das gro‎ße Silvesterfeuerwerk ziehen jedes Jahr Tausende Rumänen zum Outdoor-Feiern.



    BUKAREST: Auf dem europäischen Arbeitsmarkt werden ab 1. Januar 2014 alle Einschränkungen für Rumänen und Bulgaren fallen. Neun EU-Länder hatten die Arbeitnehmerfreizügigkeit der rumänischen und bulgarischen Staatsbürger nach dem EU-Beitritt 2007 eingeschränkt. Diese sind Österreich, Deutschland, Holland, Luxemburg, Malta, Frankreich, Gro‎ßbritannien, Irland und Spanien. Die EU-Einrichtungen haben mehrmals hervorgehoben, dass die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit ein Grundrecht sei.



    BUKAREST: Die rumänische Regierung hat eine Eilverordnung erlassen, die das Bildungsgesetz ändert, um den reibungslosen Ablauf im Bildungswesen wieder zu gewährleisten. Eine der Änderungen sieht vor, die nach dem PISA-Modell einzuführenden interdisziplinären Prüfungen auf das Jahr 2019 zu verschieben. Man könne kein neues Prüfungskonzept anwenden, ohne den vorbereitenden Unterricht darauf abzustimmen. Die interdisziplinäre Unterrichtsmethode wurde im Schuljahr 2013/2014 erstmals eingeführt. Für die Aufnahme an die Universität gelten ab 2014 nur noch die Abiturnoten, ohne Berücksichtigung der in den vorangegangenen Schuljahren erworbenen Noten. Die Universitäten können weitere Zulassungskriterien einführen.