Tag: MamaPan

  • EU fördert soziale Unternehmen in Rumänien

    EU fördert soziale Unternehmen in Rumänien

    Sozialunternehmen werden seit mehreren Jahren in der EU unterstützt. Diese Art von Unternehmen möchten soziale Probleme mit unternehmerischen Konzepten lösen. Auch in Rumänien haben sich Sozialunternehmen entwickelt und seit Mitte letzten Jahres gibt es auch ein Gesetz der sozialen Marktwirtschaft. Viele dieser Projekte werden am Anfang mittels EU-Fonds finanziert. Damit ihre Ideen dem breiten Publikum bekannt werden, hat die Vertretung der EU-Kommission in Bukarest ihnen dieses Jahr die Werbekampagne Yes, we care“ gewidmet. Die Kampagne findet alle 3 Jahre statt. 2016 unternahmen mehrere EU-Botschafter mit EU-Geldern finanzierte soziale Projekte. Monica Loloiu von der Vertretung der EU-Kommission in Bukarest über das Thema der diesjährigen Werbekampagne Yes, we care“:



    Rumänien beginnt nachzuholen. Die Tatsache, dass es ein Gesetz der sozialen Marktwirtschaft gibt, das vor kurzem vom Parlament gebilligt wurde, ist ein wichtiger Schritt. Es gibt schon Organisationen und Unternehmen, die Projekte implementieren, die der sozialen Marktwirtschaft zuzuordnen sind. Das bedeutet, dass in Rumänien manche informierte Menschen wissen, dass sie durch Projekte etwas bewegen können. Was bedeutet überhaupt ‚soziale Marktwirtschaft‘? Der Entwurf eines Projekts, das soziale Ungleichheiten ebnet oder benachteiligte Personen in den Arbeitsmarkt integriert.“




    Das geschah dank des Projekts MamaPan“, einer Bäckerei, in der das Brot nach allen traditionellen Rezepten zubereitet wird, ohne Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder Industrie-Hefe. Das Sozialunternehmen wurde durch EU-Fonds finanziert und wurde eröffnet, um insbesondere alleinerziehenden Müttern zu helfen. Irina Sorescu, Managerin dieses kleinen Geschäfts, erläutert:



    Das Projekt fing im November 2014 an, als wir die Finanzierung bekommen haben. Die Idee entwickelte sich Im Rahmen der Stiftung »Partnerschaft für Gleichheit«. Das ist die Stiftung, die die Bäckerei »MamaPan« eröffnet hat und die den verwundbaren Frauen gewidmet ist. Nachdem wir Kontakt zu diesen Frauen aufnahmen, haben wir erkannt, dass ihr grö‎ßtes Bedürfnis ein stabiler Arbeitsplatz ist. Unter den verwundbaren Gruppen haben wir die alleinerziehenden Mütter als am meisten gefährdet erkannt. Für mehrere Arten von Arbeitsgebern stellen sie nicht erwünschte Angestellte dar. Grund dafür ist ihre Verantwortung in der Familie und dass sie nicht jederzeit verfügbar sind.“




    Auch wenn der Brotmarkt in Bukarest gro‎ß und der Wettbewerb hart ist, hatte das soziale Unternehmen MamaPan“ Erfolg. Den Kunden gefiel nicht nur das Brot, sondern auch die Idee, den sechs alleinerziehenden Müttern, die dort angestellt sind, zu helfen. Irina Sorescu berichtet weiter:



    Wir sind eine Organisation mit viel Erfahrung in der Verwaltung der Projekte mit EU-Finanzierung und hatten keine Probleme, das Projekt zu erstellen, insbesondere da wir eine klare Idee hatten. Es gab Probleme in der Abwicklung des Projekts, insbesondere Verzögerungen bei den Zahlungen und andere bürokratische Förderungen. Andererseits hätten wir wahrscheinlich nicht die Möglichkeit gehabt, das Projekt ohne diese anfängliche Hilfe zu starten. Schwer war es nach dem Ablauf des Projekts, in dem Moment, in dem wir wie ein jedwedes andere Geschäft zurechtkommen mussten, ohne jedwede externe Hilfe. Umso mehr, da wir unseren Angestellten viel mehr als ein normales Geschäft anbieten. Es ist ziemlich schwer, in Bukarest Vertrieb zu machen, da gibt es viel Wettbewerb. Generell ist es sehr schwierig, auf dem Markt zu überleben und ein nachhaltiges soziales Unternehmen aufzubauen.“




    Als nachhaltig erwies sich auch ein anderes soziales Unternehmen, das auf die Wiederbelebung von Traditionen beruht: ClayPlay. Alles startete in diesem Fall mit der Leidenschaft der Projekt-Initiatorin, Gabriela Hobeanu, für Keramik:



    Es ist ein mit EU-Fonds finanziertes Projekt. Ich habe eine Finanzierung von 25.000 Euro bekommen und das hat mir sehr viel beim Kauf aller notwendigen Ausstattungen geholfen. Von Anfang an hatte ich zwei Vollzeit-Angestellte. Eine der Projekt-Auflagen war, dass mindestens ein Angestellter über 30 Jahre alt sein muss. Ansonsten arbeiten wir mit Studenten zusammen, mit nichtqualifizierten Personen, die aber geschickt und leidenschaftlich sind. ClayPlay ist eine Kombination zwischen Keramik-Produktion und der Organisierung von Workshops für Ton-Modellierung. Es ist ein schönes Handwerk. Ich bemerke, dass immer mehr Personen, die zu den Workshops kommen, froh sind, so etwas in Bukarest zu finden. Es ist etwas Schönes, es entspannt, es ist wie eine Therapie. Wie im Falle aller kreativen Branchen ist es ein unglaubliches Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.“




    Im Rahmen der Werbekampagne Yes, we care“ wurden die rumänischen Sozialunternehmen, die EU-Finanzierung bekommen haben, den EU-Botschaftern in Bukarest als Erfolgsgeschichten vorgestellt.



    Deutsch von Alex Grigorescu

  • The EU Supports Romania’s Social Enterprises

    The EU Supports Romania’s Social Enterprises

    Social
    enterprises are a segment of the economy that mainly focuses on how to provide
    help for a community, with a view to making it stronger. Such enterprises seek to
    promote a relevant activity rather than make a profit. For a few years now, the
    EU has encouraged social enterprises in Romania. In order to adapt their
    activity to the European legislation, but also in order to cater for a series
    of real social needs, social enterprises have gradually begun to develop in
    Romania, all the more so as, since mid-2015, Romania has a Law on Social
    Economy.

    In their early stages, many of these projects are financed through
    European funds. And since their ideas are worth looking at, the Representation
    of the European Commission in Bucharest has this year dedicated the ‘Yes, we
    care’ campaign to social enterprises. As part of this campaign, running for
    three years now, in 2016 ambassadors of EU member states have paid visits to such
    EU-financed social projects. Monica Loloiu is a member of the Representation of
    the European Commission in Bucharest. She will now be speaking about why such a
    theme has been chosen for the ‘Yes, we care’ campaign.


    Romania is no longer lagging behind. The fact that there is a Law on
    Social Economy, which has been recently passed by the two Chambers of
    Parliament, is an important step forward. There are organizations and companies
    that have already implemented projects
    targeting social economy, meaning that in Romania, people who are in the know
    are also aware they can change things through such projects. But what exactly
    does social economy mean? It means you think out a project in order to sort out
    social inequalities or in order to integrate the underprivileged into the labor
    market, thus giving them access to better jobs.


    And
    that is exactly what happened, thanks to a project themed MamaPan, a
    bakery where bread is prepared following all traditional rules: no additives,
    no preservatives and no industrial yeast. This social enterprise, a beneficiary
    of European funding, was mainly set up with a view to helping single mothers.
    With details on that, here is the manager of this small business Irina Sorescu:


    The project was initiated in November 2014, when we got
    the EU money, and the idea occurred within the Partnership for Equality
    Foundation, the foundation that set up the MamaPan bakery, which is a
    social enterprise, more precisely an association for women in vulnerable groups.
    After we’d had contact with some of these women, we realized that what they
    needed the most was a steady job. Of those vulnerable groups, single mothers
    were faced with the biggest risks. For several categories of employers, they
    are not desirable employees, for reasons pertaining to their family
    responsibilities and the fact they cannot be made redundant any time.


    Although
    the bakery products market is big, especially in Bucharest, and competition
    tough, the MamaPan social enterprise stood the test of time. Clients were drawn
    into it not only by the artisan bread, but also by the idea of helping the six
    single mothers working in the bakery. So the business has survived with flying
    colors. It’s been a year since the deadline for European financing expired and
    which the Partnership for Equality Center had no problem obtaining, as Irina
    Sorescu told us:


    As we were a rather experienced organization as regards
    the management of EU-funded projects, we had no problem writing the project,
    all the more so as the idea we had for that was clear. The problems we had
    while running the project were mainly related to the delays in the disbursement
    of funds and all sorts of other bureaucratic requirements. However, we may have
    not had the chance to start up the business without the initial financial aid
    that we got. It was much more difficult for us when the project saw its closing
    stage, the moment we had to be on our own, just like any other business, with
    no support from the outside, given that what we offered our women employees
    meant a great deal more than what an ordinary business could offer. It’s pretty
    difficult to create a distribution market, particularly in Bucharest, due to
    the competition in this field. By and large it’s very difficult to keep a business
    on the market and make a social business sustainable.


    ClayPlay is another social enterprise, based on craftsmanship and
    the revival of some lasting traditions. The business stemmed from the passion
    for ceramics of the initiator of this project, Gabriela Hobeanu:


    This is an EU-funded project. I got 25,000 Euros, which helped me purchase all the equipment I
    needed, which was pretty expensive. As regard the social economy part, from the
    very beginning I had two full-time
    employees. One of the project’s requirements was that at least one of them
    should be under 30. For the rest of it, we very much rely on students, with no
    official qualifications, but who are very passionate and skilled. ClayPlay
    is a combination of decorative and functional ceramics, which also involves
    staging workshops for adults and children alike. We have chosen this because
    it’s a very beautiful craft, which runs the risk of being forgotten.


    Appetite
    comes with eating, they say, so it was enough for people to learn about the
    existence of these workshops to have their interest rekindled. Here is Gabriela
    Hobeanu again:


    I have sensed an increased amount of joy in the people
    who come to our workshop, and they are happy that they can find something like
    this in Bucharest. It’s beautiful, refreshing…it’s therapy.


    As
    part of the ‘Yes, we care’ campaign, EU-funded social enterprises in Romania
    have been introduced to EU ambassadors in Bucharest as success stories.