Tag: Minderheitsregierung

  • Nachrichten 28.10.2021

    Nachrichten 28.10.2021

    Die rumänischen Behörden haben am Donnerstag bekanntgegeben, dass binnen 24 Stunden 13.197 Fälle von mit SARS-CoV-2 infizierten Personen registriert wurden. Im gleichen Zeitraum wurden 415 Todesfälle gemeldet. In Bukarest ging die Inzidenzrate der Coronaneuinfektionen leicht zurück und erreichte 15,67 Fälle pro tausend Einwohner. Dies ist der zweite Tag, an dem dieser Indikator unter 16 liegt. Das Tempo der Impfkampagne hat in letzter Zeit stetig zugenommen. Die Behörden schätzen, dass, wenn es beibehalten wird, bis Ende des Jahres eine Durchimpfungsrate von 70 % der Personen über 12 Jahren erreicht werden könnte.



    Drei Ärzte und sechs Krankenschwestern aus Dänemark werden in den kommenden Tagen eine humanitäre Mission durchführen, um das medizinische Personal in Rumänien in der durch das neue Coronavirus verursachten Gesundheitskrise zu unterstützen. Während der gesamten Mission werden die neun Mitarbeiter der dänischen Notfallmanagement-Agentur unterstützt. Die dänische Unterstützung erfolgt in dem Kontext, in dem der rumänische Staat über das Europäische Katastrophenschutzverfahren medizinische Hilfe angefordert hat – so die Abteilung für Notsituationen. Dänische Ärzte und Krankenschwestern werden Patienten in einem Krankenhaus in Bukarest versorgen, die sich in einem ernsten Zustand befinden, und die mechanisch auf der Intensivstation beatmet werden.



    Die Gespräche in Bukarest zur Unterstützung einer PNL-UDMR-Minderheitsregierung führten am Mittwoch zu keinem Ergebnis. Der designierte Ministerpräsident, Reserve-Armeegeneral Nicolae Ciucă, will dem Parlament am Samstag das Regierungsprogramm und die Ministerriege vorlegen, die Verhandlungsparteien – PNL, USR und PSD – halten an ihren ursprünglichen Positionen fest. Die USR ist bereit, über die Wiederherstellung der Mitte-rechts Koalition zu sprechen, die sie im September verlassen hat, wenn die PNL die Verhandlungen mit der oppositionellen PSD aufgibt und einem Dialog über das Regierungsprogramm zustimmt. Die PSD schließt auch Verhandlungen mit den Liberalen nicht aus, will diese aber nur mit dem designierten Ministerpräsidenten Nicolae Ciucă führen. Die Partei fordert außerdem, dass 10 Maßnahmen, die sie für dringend hält, in das Regierungsprogramm aufgenommen werden. Die politische Lage in Rumänien verschlechterte sich, nachdem die USR das von PNL-Chef Florin Cîțu geführte Kabinett verlassen und für einen von der PSD initiierten Misstrauensantrag gegen ihn gestimmt hatte. Der Liberale Nicolae Ciucă ist der zweite Premierminister, der zur Bildung einer neuen Regierung ernannt wurde, nachdem der Versuch des EU-Abgeordneten Dacian Cioloș gescheitert war, ein Minderheitskabinett nur aus Vertretern der USR zu bilden.



    Die europäischen Finanzminister haben am Donnerstag im Rat für Wirtschaft und Finanzen der Union die Empfehlung der Exekutive der Gemeinschaft zum Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan Rumäniens zusammen mit denen Estlands und Finnlands gebilligt. Es war das letzte Verfahren, bevor Rumänien auf die zugewiesenen Mittel zugreifen konnte, und die ersten Gelder werden bis Ende des Jahres eingehen. Es sind zunächst 3,6 Milliarden Euro in Form einer Vorfinanzierung. Der Gesamtbetrag, der Rumänien über den Plan zugewiesen wird, beträgt über 29 Milliarden Euro. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Valdis Dombrovskis erklärte, dass die Zuweisung dieser Mittel durch das Fehlen einer Regierung mit Vollmachten in Bukarest nicht beeinträchtigt werde.



    Trotz massiver Preiserhöhungen werden die rumänischen Bürger bis Dezember 2020 nicht mehr für ihre Energierechnungen zahlen. Dies gab Interims-Energieminister Virgil Popescu bekannt, nachdem die Abgeordnetenkammer am Mittwoch die Dringlichkeitsverordnung der Regierung zur Entschädigung von Strom- und Gasrechnungen verabschiedet hatte. Mit dem Gesetz wird eine Unterstützungsregelung für Haushaltskunden, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Rathäuser oder NROs eingeführt. Auch die KMU werden von den Ermäßigungen profitieren, da sie nur den Energiepreis ohne Verteilungs- und Transportkosten zahlen müssen. Die Maßnahmen sollen vom 1. November bis zum 31. März nächsten Jahres gelten.



    Die Europäische Kommission wird der Republik Moldau eine finanzielle Unterstützung von 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die aktuelle Energiekrise zu bewältigen. Das gab die Vorsitzende der Europäischen Exekutive Ursula von der Leyen, nach einem Treffen mit der Ministerpräsidentin der Regierung in Chisinau Natalia Gavriliţă bekannt. Das Treffen ging der Sitzung des Assoziationsrates Europäische Union – Republik Moldau voraus, die in Brüssel stattfinden soll. Die Republik Moldau hat kürzlich die EU-Länder um Hilfe gebeten, nachdem der russische Gigant Gazprom seine Gaslieferungen reduziert hatte. Chisinau ist nicht bereit, neue Vertragsbedingungen mit Gazprom zu akzeptieren, die deutlich höhere Preise beinhalten würden, und will Gas über Rumänien liefern.



    Die NATO-Übung Noble Blueprint 21 beweist den Zusammenhalt der Verbündeten, erklärte am Donnerstag im Hafen von Constanţa der Chef des Verteidigungsstabs, Generalleutnant Daniel Petrescu, zum Abschluss der in Rumänien durchgeführten Übung. Noble Blueprint 21“ umfasste Boden- und Luftmissionen in Rumänien, Besuche bei wesentlichen Einheiten der alliierten Verteidigungskräfte in unserem Land und Diskussionen, die darauf abzielten, die nationalen Aktionen mit denen des alliierten Rahmens zu synchronisieren. Nach Angaben des Ministeriums für Nationale Verteidigung organisierte das NATO Joint Allied Forces Command in Neapel, Italien, zwischen dem 26. Und dem 28. Oktober die Übung ‘Noble Blueprint 21’ als Teil der Kräftigung der kollektiven Verteidigungsmaßnahmen der NATO-Mitglieder. An der Übung nahmen Führer einiger alliierter Militärstrukturen sowie einiger Militärstrukturen aus Rumänien und Bulgarien teil.



    Der internationale Flughafen Avram Iancu in Cluj-Napoca (Nordwestrumänien) wurde vom Airports Council International Europe zum besten Flughafen des Kontinents in der Kategorie der Flughäfen mit weniger als 5 Millionen Passagieren ernannt. Der Preis wurde für die Maßnahmen verliehen, die zur Bewältigung der Pandemie ergriffen wurden, einschließlich der Umschulung der Belegschaft zur Anpassung an die neuen hygienischen Bedingungen. Der rumänische Flughafen wurde auch für seine rasche Erholung des Passagieraufkommens und seine Bemühungen um neue Strecken und Fluggesellschaften gelobt. Nach Angaben der Leitung des internationalen Flughafens Cluj-Napoca übertraf das Verkehrsaufkommen den europäischen Durchschnitt und erreichte im August und September fast die Werte des gleichen Zeitraums 2019.

  • Nachrichten 27.10.2021

    Nachrichten 27.10.2021

    Die epidemiologische Situation in Rumänien ist nach wie vor ernst: 508 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden wurden am Mittwoch von der Strategischen Gruppe für Kommunikation gemeldet. Am Mittwoch wurden fast 15 Tausend neue Fälle von Coronavirus-Infektionen gemeldet. Vor diesem Hintergrund entscheiden sich immer mehr Rumänen dafür, sich impfen zu lassen, und die Gesamtzahl der Personen, die das vollständige Programm erhalten haben, übersteigt 6 Millionen. Der Koordinator der nationalen Impfkampagne Valeriu Gheorghiță sagte, wenn das derzeitige Tempo beibehalten wird, könnte bis Ende dieses Jahres eine Impfquote von über 70 % der Bevölkerung über 12 Jahren erreicht werden.



    Die rumänischen Senatoren haben am Mittwoch den Gesetzentwurf abgelehnt, der die Pflicht zur Vorlage des Impfpasses bei der Arbeit vorsieht. PSD und AUR, eine ultranationalistische Partei, die sich gegen Impfungen einsetzt, haben dagegen gestimmt. Der Entwurf sah vor, dass das COVID-Zertifikat für staatliche und private Bedienstete erforderlich ist. Dem Dokument zufolge werden die Dienstbeziehungen, auf deren Grundlage das Personal der öffentlichen und privaten Einheiten, das kein digitales COVID-Zertifikat vorlegt, seine Tätigkeit ausübt, von Rechts wegen ohne Zahlung der Gehaltsansprüche für einen Zeitraum von 30 Tagen ausgesetzt. Nach 30 Tagen können die Arbeitsverhältnisse aufgelöst werden. Außerdem würden die Kosten für COVID-19-Tests vom Personal getragen. Das Projekt geht an die Abgeordnetenkammer, die die Beschlusskammer ist.



    Romgaz und ExxonMobil haben sich darauf geeinigt, dass das rumänische Unternehmen den Anteil des US-Giganten am Neptun Deep-Projekt zur Erdgasförderung im Schwarzen Meer übernehmen wird. Die Transaktion soll im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden. ExxonMobil und OMV Petrom sind derzeit gleichberechtigte Partner bei dem Tiefseeprojekt im Schwarzen Meer, wo bis zu 84 Milliarden Kubikmeter Erdgas vermutet werden.



    Der ernannte Premierminister, der Liberale Nicolae Ciuca, sagte, er werde
    die Gespräche mit USR, einem ehemaligen Koalitionspartner, und PSD fortsetzen.
    Er erinnerte daran, dass seine Aufgabe im Moment die Unterstützung eines Minderheitenkabinetts
    PNL – UDMR sei, betonte jedoch, dass eine mögliche Flexibilität des Mandats in
    der Partei diskutiert werde. Nicolae Ciucă kündigte an, dass am Samstag das
    Regierungsprogramm und die nominelle Liste der Minister vorgelegt werden. Das
    derzeitige Interimskabinett unter Führung des PNL-Chefs Florin Citu wurde mit
    einem Misstrauensantrag entlassen.



    Der rumänische Präsident Klaus Iohannis ist heute auf Einladung seines Amtskollegen Abdel Fattah El-Sisi zu einem Staatsbesuch in Ägypten. Nach Angaben der Präsidialverwaltung in Bukarest sollen bei den Gesprächen die Möglichkeiten für eine Intensivierung und Vertiefung des politischen und diplomatischen Dialogs, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen sowie die Ausweitung und Diversifizierung der rumänisch-ägyptischen Wirtschaftskooperation geprüft werden, unter anderem durch die Förderung von Handel und Investitionen sowie in neuen Sektoren, die für beide Länder von Interesse sind. Die Gespräche werden auch aktuelle internationale politische Themen umfassen, wobei der Schwerpunkt auf den politischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen in der Region des Nahen Ostens und den Vermittlungsbemühungen in Fragen von Interesse liegt. Der Besuch findet im Rahmen des sehr guten bilateralen Dialogs der letzten Jahre sowie im Zusammenhang mit dem 115-jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Ägypten im Jahr 2021 statt.



    In Rumänien haben die Mitglieder des Ausschusses für Industrie und Dienstleistungen einstimmig einen befürwortenden Bericht über das Gesetz zur Verabschiedung der Dringlichkeitsverordnung der Regierung über Unterstützungsmaßnahmen für die vom explosionsartigen Anstieg der Strom- und Erdgaspreise betroffenen Verbraucher angenommen. Für Haushaltskunden gelten ebenfalls Obergrenzen und Entschädigungen, und für schutzbedürftige Verbraucher besteht die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs von bis zu sechs Monaten. Neben den privaten Verbrauchern werden auch bestimmte Einrichtungen wie Krankenhäuser, religiöse Einrichtungen und Nichtregisrungsorganisationen von der Deckelung der Energie- und Gaspreise profitieren. Die Abgeordneten billigten auch eine Unterstützungsregelung für KMUs, die nur den Energiepreis, nicht aber Verteilungs- oder Transportkosten zahlen müssen. Das Gesetz, das am 1. November in Kraft treten soll, wurde von den Verteiler- und Versorgungsunternehmen heftig kritisiert, da es ihrer Meinung nach den freien Markt stören und ihre Investitionspläne beeinträchtigen wird. Der Energieminister sagte jedoch, dass die Rechnungen nicht auf Kosten der Versorger gesenkt würden.

  • Nachrichten 12.02.2015

    Nachrichten 12.02.2015

    Chişinău: Das negative Ergebnis der Parlamentsabstimmung am Donnerstag habe gezeigt, dass eine Minderheitsregierung nicht die beste Lösung für Republik Moldau sei — hat der designierte liberaldemokratische Ministerpräsident Iurie Leancă, amtierender Kabinettschef, erklärt. Spätestens in drei Tagen sollten die Beratungen zur Bildung einer Parlamentsmehrheit mit Beteiligung der Liberalen aufgenommen werden, fügte der moldauische Premierminister hinzu. Die von Leancă vorgeschlagene Regierungskoalition hat am Donnerstag die Vertrauensfrage im Parlament nicht überstanden. Nur 42 Abgeordneten haben für die Koalitionsregierung von Iurie Leancă gestimmt, 51 Stimmen wären zur Bildung einer Koalition nötig gewesen.



    Die 42 Stimmen kamen von der Minderheitskoalition gebildet aus der liberaldemokratischen und der demokratischen Partei. Die Liberalen und die Kommunisten haben sich geweigert, die neue Regierung zu unterstützen. Verfassungsgemä‎ß sollte der moldauische Staatschef unter solchen Umständen einen anderen Kandidaten für das Premierministeramt ernennen. Sollte dieser ebenfalls die Vertrauensfrage im Parlament nicht überstehen, müsse dann der Staatschef das Parlament auflösen und vorgezogene Wahlen ankündigen.



    Brüssel: Rumäniens Staatschef Klaus Iohannis beteiligt sich in Brüssel am informellen Gipfel der Staats-und Regierungschefs der Europäischen Union. Oben auf der Tagesordnung stehen die Themen: der Schuldenstreit der EU mit Griechenland und der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Der griechische Premierminister Alexis Tsipras von der linken Syriza-Partei hatte am Sonntag im Parlament seine Abkehr vom Sparkurs bekräftigt. Athen will das Hilfsprogramm der europäischen Kreditgeber Griechenlands, das Ende Februar ausläuft, nicht verlängern. Am Donnerstag kam der rumänische Staatschef Klaus Iohannis mit dem Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei, Joseph Daul zu Gesprächen zusammen. Dabei kamen die aktuelle geopolitische Situation vor dem Hintergrung der Friedensverhandlungen in Minsk zur Sprache. Angesprochen wurde zudem das Thema rumänische Innenpolitik in den ersten Monaten seit Amtseinführung des Präsidenten Klaus Iohannis.



    Washington: Der rumänische Ministerpräsident Victor Ponta ist am Mittwoch in Washington mit dem US-Verteidigungsminister Chuck Hagel zu Gesprächen zusammengekommen, hei‎ßt es in einer offiziellen Mitteilung der Bukarester Regierung. Dabei dankte Hagel dem rumänischen Ministerpräsidenten für das Engagement Rumäniens in Afghanistan und die Teilnahme Rumäniens an NATO-Missionen. Ebenfalls am Mittwoch einigten sich der rumänische Premierminister und die US-Handelsministerin Penny Pritzker darauf, dass eine Delegation des US-Handelsministeriums Monat Mai einen Rumänienbesuch unternehmen soll. Vor seiner Abreise erklärte Victor Ponta, er wolle beim US-Besuch um Investitionen in Rumänien in möglichst vielen Bereichen werben. Den jüngsten Angaben der rumänischen Nationalbank zufolge, seien im Jahr 2013 die amerikanischen Investitionen in Rumänien um 800 Millionen Euro gesunken. Die USA belegen den 13. Platz in einer Rangliste ausländischer Investoren in Rumänien.