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  • Radio Free Europe: „Rumänische Aktualität“ als Gegenspieler zur kommunistischen Propaganda

    Radio Free Europe: „Rumänische Aktualität“ als Gegenspieler zur kommunistischen Propaganda

    Während des Kalten Kriegs war Radio Freies Europa ein wichtiges Instrument, um Rundfunkhörer im Herrschaftsbereich der Sowjetunion mit Informationen aus dem Westen zu versorgen. Im Rumänien der 1970er und 1980er Jahre war der Sender Radio Freies Europa eine der wenigen glaubhaften Verbindungen zur freien westlichen Welt, eine Unterstützung für Millionen freiheitsliebende Rumänen, die unter dem Druck des kommunistischen Regimes litten. Noël Bernard, Vlad Georgescu, Mircea Carp, Neculai Constantin Munteanu, Raluca Petrulian, Doina Alexandru sind nur einige Journalisten, mit denen Millionen rumänische Hörer sich eng verbunden fühlten, weil diese Rundfunkredakteure im Namen aller Rumänen die Wahrheit verbreiteten.



    Seit den 1950er Jahren steht der Sender Radio Freies Europa zusammen mit Voice of America, BBC, Radio France und Deutsche Welle für freie Presse auf Rumänisch. Vor allem der Sender Freies Europa Europa übte die härteste Kritik an dem von Nicolae Ceauşescu geführten kommunistischen Regime. Der neue Trend zu einem aggressiveren Radio Freies Europa, der die kommunistische Diktatur heftig kritisierte, war nach 1977 zwei hochkarätigen Journalisten zu verdanken. Das waren Noëll Bernard, der Direktor der rumänischen Redaktion, und Mircea Carp, der die Sendungen erneuerte und mit Energie auflud. Mircea Carp kam vom Radiosender Voice of America und war derjenige, der es schaffte, den Sender Radio Freies Europa nach amerikanischem Vorbild neu zu gestalten, mit kürzeren Rubriken, zwischen 4 und 6 Minuten, die mehrere verschiedenen Themen behandelten. Die Programme mit starkem Impakt wurden zum Markenzeichen des Senders Radio Freies Europa. Die wichtigsten Programme waren Das politische Programm“, das täglich zwischen 18.10 Uhr und 19.00 Uhr ausgestrahlt wurde, und insbesondere Rumänische Aktualität“ und Aus der kommunistischen Welt“, täglich zwischen 19.10 Uhr und 20.00 Uhr.



    1977 durfte der rumänische Journalist Neculai Constantin Munteanu in die Bundesrepublik Deutschland auswandern, nachdem er sich mit der Dissidenten-Bewegung des rumänischen Schriftstellers Paul Goma zur Anklage von Menschenrechtsverletzungen durch das Bukarester Regime solidarisch gezeigt hatte. In Rumänien war Neculai Constantin Munteanu Filmkritiker beim Kinomagazin Cinema“ gewesen; in Deutschland schloss er sich 1980 dem Team von Radio Freies Europa an und arbeitete in der Redaktion von Rumänische Aktualität“. 1999 sprach Neculai Constantin Munteanu darüber in einem Interview mit dem Zentrum für Mündliche Geschichte des Rumänischen Rundfunks:



    Ich war im Büro von Emil Georgescu, dem Redakteur von »Rumänische Aktualität«, der zwei Monate lang irgendwo in den Vereinigten Staaten einen Englischkurs besuchte. Für diese Position war ich 1980 dorthin gekommen. Man zeigte mir einen gro‎ßen Tisch, auf dem mehrere Stapel rumänischer Zeitungen lagen, fast die gesamte Tagespresse und einen Teil der wöchentlichen Zeitschriften aus Rumänien. Ich fing an, sie zu lesen. Ich hatte die rumänische Parteizeitung »Scânteia« bereits in Frankfurt gelesen — sooft ich sie kaufen konnte, denn ich konnte die »Scânteia« nicht jeden Tag kaufen. Mir durstete nach Pressemeldungen, drei Tage lang las ich die rumänischen Zeitungen und nach drei Tagen verfasste ich einen ersten Kommentar, basierend auf dem, was ich gelesen hatte. Das geschah also am 23. und 24. Mai 1980, und seitdem habe ich nie aufgehört, bei »Rumänische Aktualität« zu arbeiten. Es ging so weiter bis Ende 1994, als ich freiwillig gegangen bin.“




    N. C. Munteanus Presseerfahrung sollte ihm in seinem neuen Job von gro‎ßem Nutzen sein. Der Erfolg des Projekts Rumänische Aktualität“ war auch der guten Zusammenarbeit in der Redaktion zu verdanken, wo die Neueinsteiger höchst willkommen und gut integriert waren. Neculai Constantin Munteanu:



    Später, nach den ersten zwei Probemonaten, kam der Chefredakteur Emil Georgescu aus den USA zurück. Er war ein sehr guter Rundfunkjournalist, obwohl er nie Journalismus studiert hatte. Er hatte Jura studiert und praktiziert, er war Rechtsanwalt, ein exzellenter Redner, eine gewaltige Präsenz am Mikrofon und er war auch sehr gut informiert. Er kannte viele Menschen, er kannte auch alle Unterströmungen und Mechanismen des Kommunismus, vor allem die überall verbreitete Korruption im kommunistischen System. Er war ein starker Rundfunkredakteur und Sprecher und bei Radio Freies Europa hatte er seine Fähigkeiten auf Perfektion gebracht. Wenn er »Guten Abend!« sagte, hatte man den Eindruck, der Kommunismus sei auch für einen nicht guten Abend verantwortlich. Emil Georgescu war ein au‎ßergewöhnliches Talent und verfügte über sehr gute Informationsquellen. Ich habe mich mit ihm ziemlich gut verstanden. Er nahm seine Position als Leiter, Moderator und Gestalter der Sendung wieder ein. Ich wurde dann Kommentator, Reporter, was man gerade brauchte, und von Montag bis einschlie‎ßlich Donnerstag musste ich täglich einen Beitrag von etwa 8 Minuten verfassen, das waren etwa 4 getippte Seiten. Am Freitag hatten wir die Kultursendung aus Paris, die aber von Emil Georgescu präsentiert wurde.“




    Der enorme Erfolg der Sendung Rumänische Aktualität“ kam vor allem von den exakten Informationen, die ausgestrahlt wurden. Neculai Constantin Munteanu enthüllte die Geheimnisse der Arbeit in der Redaktion von Rumänische Aktualität“



    Wir alle von der Sendung »Rumänische Aktualität«, aber auch die Kollegen von den anderen Sendungen, begannen den Tag, indem wir alle Nachrichten lasen, die in der Nacht oder in den letzten 24 Stunden von den gro‎ßen Nachrichtenagenturen gekommen waren. Die Nachrichten erhielten wir von einem zentralen Dienst und wir lasen auch Artikeln in den wichtigsten deutschen europäischen und amerikanischen Zeitungen. Für »Rumänische Aktualität« kam der Gro‎ßteil der Informationen aus erster Hand von Radio Bukarest, und ich wusste so ziemlich alles, was in den Nachrichtenbulletins von Radio Rumänien gesagt wurde. Hinzu kamen die Nachrichtenbulletins der rumänischen Nachrichtenagentur Agerpres in Rumänisch und Englisch. Der Zuhörer wird sich fragen, inwieweit wir die Nachrichten aus Rumänien für unsere Sendungen verwenden konnten, da es sich um Propagandamaterial handelte. Das war wirklich der Fall, aber die Grundlage der Informationen war auch da: Ceauşescus Arbeitsbesuche oder Auslandsbesuche, die Persönlichkeiten, die er empfangen hatte, seine Reden, alles war da. Unsere tägliche Routinearbeit war, die Informationen aus Rumänien zu ‚entschlacken‘, zwischen den Zeilen zu lesen und die echte Information zu finden, die die echte Dimension der Tatsachen gab.. Wenn zum Beispiel darauf bestanden wurde, dass die Ernte erfolgen sollte, wusste ich, dass noch nicht geerntet worden war, das war nicht sehr schwierig. Oder dass bei der Ernte die Studenten nicht getan hatten, was sie tun mussten, weil die Bauern keine Rolle mehr spielten. Beim Lesen dieser Informationen und auf der Grundlage der Ereignisse in der Nacht machten wir einen Entwurf des Programms. Die Sendung dauerte 30 Minuten lang, sie enthielt etwa 3 Kommentare von jeweils 8 Minuten und die restliche Zeit blieb für andere aktuelle Nachrichten und Informationen, die eingefügt werden konnten.“




    Die Sendung Rumänische Aktualität“ ist ein Meilenstein für die Zuhörer des Senders Radio Freies Europa. Sie war der Triumph der Wahrheit über Ungerechtigkeit und Verlogenheit.

  • Légendes du journalisme roumain: Noël Bernard

    Légendes du journalisme roumain: Noël Bernard

    Peu de personnalités du journalisme roumain de la période comprise entre 1945 et 1989 ont joui d’un aussi grand prestige que Noël Bernard. Tous ceux qui l’ont connu se souviennent de lui non seulement comme directeur du département de langue roumaine de Radio Free Europe (Europe libre), mais aussi comme d’un défenseur tenace des droits humains et un exemple de probité professionnelle.

    Noël Bernard est né à Bucarest, en 1925, d’un père juif et d’une mère autrichienne. En 1940 il quitte la Roumanie avec sa famille, pour s’établir en Palestine. Après la guerre, il allait émigrer au Royaume Uni et s’installer en République Fédérale d’Allemagne où il est nommé directeur du département roumain de Radio Free Europe. Dans le monde du journalisme radio, il est considéré comme un modèle, grâce à son équilibre, à son calme, à sa ténacité et à sa rigueur dans la façon de traiter les réalités de la Roumanie communiste, ce qu’il a fait jusqu’en 1981, lorsqu’il s’est éteint à l’âge de 56 ans. Sa mort a été un coup dur pour ses collègues, ses amis et ses auditeurs.

    L’essayiste Virgil Ierunca a écrit, à ce moment-là, une nécrologie mémorable qu’il a lue au micro de Radio Free Europe- un enregistrement que le Centre d’Histoire Orale de la Radiodiffusion roumaine a gardé dans ses archives et que l’on cite : « Dans la biographie de Noël Bernard se laisse deviner la simplicité lumineuse d’une destinée. Il est né et il est mort dans les studios de Radio Free Europe. C’est-à-dire en Roumanie, car dans l’espace imaginaire du studio avait été installée la Roumanie réelle où Noël Bernard, cet agnostique modéré, est entré comme dans une religion. Une religion étrange, avec des milliers de fidèles invisibles qui, depuis le pays verrouillé par l’histoire et la malchance, attendaient toujours ses paroles comme une sorte de salut. Pourtant, le paradoxe, c’est que Noël Bernard n’a jamais prêché. Et pourtant, le pays attendait ses paroles avec une fébrilité qui transcendait la tonalité froide de la communication. On peut parler d’un mystère de la vocation. La vocation de Noël Bernard a été d’opposer au mensonge, en tant que bruit, la vérité, en tant que murmure essentiel. Murmurer essentiellement la vérité, c’est choisir les mots les plus simples et les disposer de façon à ce que chacun d’eux seconde le battement du cœur de l’auditeur. Il ne s’agit pas d’entortiller la vérité, mais d’investir le mot d’une dimension secrète qui confère à la vérité elle-même un poids, une nécessité impérative, un digne enracinement. Tout cela sans emphase, sans orgueil. »

    Si Noël Bernard a pu faire du journalisme de qualité c’est parce qu’il a eu de la passion pour ce métier. Une passion qui signifiait non seulement le désir d’être un bon journaliste, mais aussi de mettre à la première place les principes avec lesquels chacun se familiarise pendant son enfance : la quête de la vérité, le respect, l’humanité. Virgil Ierunca écrivait: Ceux qui ont écouté Noël Bernard – et y en a-t-il qui ne l’ont pas fait ? – n’oublieront jamais sa voix. Une voix dans laquelle se fondaient subitement l’affirmation tranchante et sans équivoque, la rigueur de l’idée, le respect des faits. Souvent, l’ironie féconde et le point d’exclamation y étaient présents, pourtant, ces figures de rhétorique détournée ne s’éloignaient jamais de la dignité élégante du dire. Noël Bernard n’a pas été tout simplement un bon journaliste, il a été plus que ça. Certains n’ont peut-être pas été réceptifs à sa passion de regarder la réalité. A ces personnes-là, nous répondrons par les mots du dépassionné Paul Valéry : « La vérité ne s’obtient que passionnément. »

    Durant les années de la dictature communiste, de plus en plus noire à mesure qu’approchait sa fin, Radio Free Europe a été non seulement un moyen vital d’information, mais aussi un véritable remède social. Et tout cela, grâce à Noël Bernard, selon Virgil Ierunca : « Nous dirons aussi que le secret de Noël Bernard n’était pas d’enrober de passion les idées et les faits – sinon, il serait tombé dans l’idéologie – mais d’interroger les vérités passionnément. Noël Bernard n’a pas été un idéologue, mais une conscience qui a incarné la soif de justice et de liberté des Roumains de partout. Grâce à lui, Radio Free Europe est devenue une tribune des droits de l’homme à laquelle chacun adressait sa pétition, pour qu’elle soit entendue là-haut, dans cet endroit où ni les saisines, ni les plaintes n’arrivaient jamais. C’est vers Radio Free Europe et son directeur qu’a été envoyée la pétition historique des mineurs en grève dans la Vallée du Jiu. Et puis, qui est-ce qui pourrait oublier que, durant les journées qui ont suivi le tremblement de terre de 1977, les Roumains ont supporté plus facilement la souffrance et le désastre grâce à Noël Bernard, qui a fait de Radio Free Europe un studio ouvert des appels et de l’aide ?

    A la mort de Noël Bernard, son ami, Virgil Ierunca a montré, par des paroles pleines d’émotion et d’espoir, combien il est important de laisser quelque chose derrière soi, en quittant la terre. « Si l’intelligence n’est, comme on dit, rien d’autre qu’une mémoire organisée, Noël Bernard a dépensé cette intelligence dans une gaspillage inimaginable de lucidité, d’effort, de compréhension et d’action. Il était le premier à se rendre à son atelier de travail et le dernier à le quitter. Tout ce qui pouvait intéresser la Roumanie était écouté, pesé, interprété, pour être ensuite envoyé sur les ondes vers le pays sans antennes, le pays systématiquement désinformé. Le micro est devenu pour Noël Bernard l’instrument vivant de son intelligence et de la mémoire de tous. Le mystère de la mort tente à présent de transformer cette chère présence en une absence terrifiante. Les absences doivent pourtant rester non motivées à l’avant-dernière heure, celle de la séparation de notre ami prodigue. Ici Radio Free Europe, sans Noël Bernard, comme si les larmes pouvaient laver le deuil – le vôtre, le nôtre – le deuil tempétueux des ondes. »

    Après la mort de Noël Bernard, Radio Free Europe n’a plus été la même, pourtant, ceux qui l’ont suivi ont continué le travail commencé. Et le temps leur a donné raison. (Trad. Dominique)

  • Noel Bernard – a Legend of Romanian Journalism

    Noel Bernard – a Legend of Romanian Journalism

    Noel Bernard was born in 1925 in Bucharest. His father was Jewish and his mother was a Austrian Catholic. In 1940 he left Romania with his family to settle in Palestine. After the war, he emigrated to Britain, and then moved to the Federal Republic of Germany, where he went on to become head of the Romanian service with Radio Free Europe. He is seen as an exemplary journalist thanks to his balanced, rigorous, and persevering approach to the realities of communist Romania, up until 1981, the day he passed away at 56.



    His death came as a shock to his colleagues, friends, and listeners. Essayist Virgil Ierunca wrote a memorable eulogy, which he read on the air at Radio Free Europe, a recording that Radio Romanias Center for Oral History keeps in its archives



    Virgil Ierunca: “Noel Bernards biography has the luminous simplicity of a destiny. He was born and died in the studios of Radio Free Europe. Because the imaginary space of the studio comprised the real Romania in which Noel Bernard, this tempered agnostic, went into as into a religion. A strange religion with millions of invisible faithful, who were waiting for his words as if for redemption, in a country locked in by history and misfortune. The paradox is that Noel Bernard never preached. However, his country waited for his words with an eagerness that was beyond the cold tonality of communication. There is a mystery of vocation. Noel Bernards vocation was that of opposing lies as noise with truth as an essential whisper. To whisper essential truths means taking the simplest of words and arranging them such that each of them matches the listeners heart beat. This does not mean baffling the truth, but investing the word with that secret dimension that grants truth itself weight, a vocational necessity, a worthy rooting. All this without vanity.”



    Noel Bernard knew how to do quality journalism out of love of his profession, which meant not only the wish to be as good as he could, but to put first the principles that everyone learns in childhood: the search for the truth, respect, humanism.


    Virgil Ierunca: “Whoever listened to Noel Bernard — and I dont think there is anyone who hasnt — could not forget his voice. A voice whose transparency blended determined speech, a vigor of ideas, respect for facts. However, it wasnt missing fruitful irony, or a sense of wonderment, but these rhetorical tools never strayed from the elegant dignity of speech. Noel Bernard was more than a good journalist. There may have been some who were not receptive to this passion for looking at reality. These we can answer with the words of the dispassionate Paul Valery: Truth can only be obtained by passion.”



    In the years of the communist dictatorship, which got bleaker and bleaker as it was nearing its end, Radio Free Europe was not only a vital means of information, but outright social medicine, in great part due to Noel Bernard.


    Virgil Ierunca: “We may also say that Noel Bernards secret was that of not passionately cladding ideas and facts, which would have meant falling into ideology, but of interrogating truths passionately. Noel Bernard was not an ideologue, but a conscience that embodied the thirst for justice and truth on the part of Romanians everywhere. Thanks to him, Radio Free Europe became a soapbox for human rights where people brought their grievances to be heard high above, where no complaint is heard. The historical grievances of the miners in Jiu Valley reached Radio Free Europe and its director too. No one can forget that during the earthquake Romanians endured suffering and disaster easier thanks to Noel Bernard, who turned Radio Free Europe into an open studio for calls for help.”



    Upon Noel Bernards death, the emotional and hopeful words uttered by his friend Virgil Ierunca showed what his departure left behind for each of us: “If, as they say, intelligence is only organized memory, Noel Bernard spent his intelligence through an unimaginable squandering of lucidity, effort, understanding, and action. He was the first to arrive at his workshop, and the last to leave. All that could be of interest for Romania was heard, weighed, interpreted, in order to be launched on the air in the country without antennas, in the systematically misinformed country. For Noel Bernard, the microphone became a living tool of his intelligence, and of everyones memory. The secret of death strives to turn now this precious presence into a frightful absence. Absence must remain without reason in this 11th hour, the hour of parting ways with our squandering friend. This is Radio Free Europe, without Noel Bernard, as if tears could wash away the mourning, yours and ours, the mourning of the radio waves.”



    Radio Free Europe was never the same after Noel Bernards death, but he continued to inspire those he left behind to continue what he started. Time proved them right.

  • Noël Bernard – eine Legende unter den rumänischen Journalisten von Radio Free Europe

    Noël Bernard – eine Legende unter den rumänischen Journalisten von Radio Free Europe

    Noël Bernard wurde 1925 in Bukarest geboren. Sein Vater war jüdischer und seine Mutter österreichischer Abstammung. 1940 wanderte er gemeinsam mit seiner Familie nach Palästina aus und lie‎ß sich dort nieder. Nach dem Krieg zog er über Gro‎ßbritannien in die BRD um, wo er der Leiter des rumänischen Dienstes von Radio Freies Europa wurde. Bernard gilt als Anhaltspunkt im Radiojournalismus, dank seiner ausgewogenen, ruhigen, gründlichen und hartnäckigen Berichterstattung über die Entwicklungen im kommunistischen Rumänien bis 1981. In diesem Jahr starb er im Alter von nur 56 Jahren.



    Bernards Tod war ein harter Rückschlag für seine Kollegen, Freunde und Hörer. Der Essayist Virgil Ierunca widmete dem Verstorbenen damals einen denkwürdigen Nachruf, den er im Studio von Radio Freies Europa vorlas, die Aufzeichnung befindet sich heute auch im Archiv des Zentrums für Mündliche Geschichte des Rumänischen Rundfunks. Im folgenden einige Auszüge:



    Noël Bernards Biographie hat etwas von der lichtähnlichen Einfachheit eines Schicksals. Er wurde geboren und starb in den Studios von Radio Freies Europa. Das hei‎ßt: in Rumänien. Denn im imaginären Raum des Studios wurde das reelle Rumänien installiert, das Noël Bernard, dieser gemä‎ßigte Agnostiker, wie eine Religion betrat. Eine seltsame Religion mit Millionen von unsichtbaren Gläubigen, die im von der Geschichte abgeschirmten und im Unglück eingeschlossenen Land immer auf seine Worte warteten, wie auf eine Art Erlösung. Es gibt ein Geheimnis der Berufung. Noël Bernards Berufung war es, der Lüge als Lärm die Wahrheit als das wesentliche Flüstern entgegenzusetzen. Über die wesentliche Wahrheit zu flüstern, hei‎ßt, die einfachsten Worte zu nehmen und sie so zu platzieren, dass jedes von ihnen den Herzschlag des Zuhörers begleitet. Das bedeutet nicht, die Wahrheit zu verhüllen, sondern das Wort mit jener geheimnisvollen Dimension auszustatten, die der Wahrheit selbst ein Gewicht verleiht, eine mahnende Notwendigkeit, eine würdige Verwurzelung. Alles ohne Nachdruck, ohne Anma‎ßung.“




    Noël Bernard wusste, wie man gute Presse macht, weil er den Beruf liebte. Das bedeutete nicht nur den Wunsch, möglichst professionell zu sein, sondern die Prinzipien vorrangig zu behandeln, die jeder Mensch aus der Kindheit kennt: die Suche nach der Wahrheit, der Respekt, die Menschlichkeit.



    Wer jemals Noël Bernard gehört hat — gibt es überhaupt jemanden, der ihn nicht gehört hat? –, wird seine Stimme nie vergessen können. Eine Stimme, in deren Transparenz plötzlich die klare Stimme, die Kraft der Idee, der Respekt für die Taten zusammenschmolzen. Manchmal fehlten weder die fruchtbare Ironie noch die Zeichen des Staunens, aber diese rhetorischen Figuren über Umwege wichen nie von der eleganten Würde des Gesagten ab. Noël Bernard war mehr als ein guter Journalist. Es mag Menschen gegeben haben, die mit diesem leidenschaftlichen Blick auf die Realität nicht viel anzufangen wussten. Diesen Menschen werden wir mit den Worten des Schriftstellers Paul Valery begegnen: »Die Wahrheit kann nur leidenschaftlich erfasst werden.«“




    Radio Freies Europa war in den Jahren der kommunistischen Diktatur, die mit dem nahenden Ende immer düsterer wurde, nicht nur ein lebenswichtiges Informationsmittel, sondern auch eine echte Sozialmedizin. Alles dank demselben Noël Bernard.



    Ferner sei gesagt, dass das Geheimnis von Noël Bernard nicht aus der leidenschaftlichen Verschleierung von Ideen und Taten bestand, denn so wäre er einer Ideologie verfallen, sondern darin, die Wahrheit mit Leidenschaft in Frage zu stellen. Noël Bernard war kein Ideologe, sondern ein Gewissen, das den Durst nach Gerechtigkeit und Freiheit der Rumänen überall verkörperte. Dank ihm ist »Free Europe« zu einer Tribüne der Menschenrechte geworden, zu der jeder mit seinen Anliegen kommt, um dort oben gehört zu werden, wo keine Beschwerden und Bestätigungen ankommen. An Radio Free Europe und seinen Intendanten richteten auch die streikenden Bergleute aus dem Schiltal ihre historischen Forderungen. Wird au‎ßerdem jemand je vergessen können, dass die Rumänen nach dem Erdbeben von 1977 ihre Schmerzen und ihr Elend dank Noël Bernard leichter ertragen konnten, der Radio Freies Europa in ein offenes Studio für Anrufe und Hilferufe verwandelt hat?“




    Nach dem Tod von Noël Bernard zeigten die Worte seines Freundes Virgil Ierunca, kraft der Emotionen und Hoffnung, was sein Nachlass für jeden von uns bedeutet.



    Wenn Intelligenz nichts anderes ist als ein organisiertes Gedächtnis, dann hat Noël Bernard diese Intelligenz durch eine unvorstellbare Verschwendung von Nüchternheit, Anstrengung, Verständnis und Handeln verbraucht. Er kam immer als Erster in seiner Werkstatt an und war der Letzte, der sie verlie‎ß. Alles, was Rumänien hätte interessieren können, wurde angehört, untersucht, interpretiert, um später im Land ohne Antennen, in dem systematisch falsch informierten Land, veröffentlicht zu werden. Das Mikrofon wurde für Noel Bernard zum lebendigen Instrument seiner Intelligenz und der kollektiven Erinnerung. Das Geheimnis des Todes strebt jetzt danach, diese kostbare Präsenz in eine erschütternde Abwesenheit zu verwandeln. Zu dieser letzten Stunde, der Zeit der Trennung von unserem verschwenderischen Freund, müssen die Fehlzeiten jedoch unentschuldigt bleiben. Hier spricht Freies Europa ohne Noël Bernard, als ob die Tränen die Trauer wegspülen könnten, die Ihre und die unsere, die luftige Trauer der Wellen.“




    Radio Free Europe war nach Noël Bernards Tod nicht mehr derselbe Sender, aber diejenigen, die ihm folgten, setzten das fort, was er begonnen hatte. Und die Zeit gab ihnen Recht.

  • Legende ale jurnalismului românesc – Noel Bernard

    Legende ale jurnalismului românesc – Noel Bernard

    Puţine nume ale jurnalismului românesc din perioada 1945-1989 au avut un prestigiu atât de mare ca acela al lui Noel Bernard. Toţi cei care l-au cunoscut şi-l amintesc nu numai ca director al postului de radio Europa liberă, dar şi ca pe un exemplu de consecvenţă în promovarea şi apărarea drepturilor omului şi probitate profesională.



    Noel Bernard s-a născut la Bucureşti în 1925 din tată evreu şi mamă catolică austriacă. În 1940 a plecat din România împreună cu familia pentru a se stabili în Palestina. După război, a emigrat în Marea Britanie şi s-a mutat în RFG unde a ajuns directorul serviciului român de la Radio Europa liberă. Este considerat un reper în jurnalismul de radio pentru echilibrul, calmul, rigoarea şi perseverenţa cu care a tratat realităţile din România comunistă până în 1981, anul în care a murit, la vârsta de 56 de ani.



    Moartea sa a fost o adevărată lovitură pentru colegii, prietenii şi ascultătorii săi. Eseistul Virgil Ierunca a scris atunci un necrolog memorabil pe care l-a citit la microfonul Europei libere, înregistrare pe care Centrul de Istorie Orală din Radiodifuziunea Română o păstrează în arhiva sa. ”Biografia lui Noel Bernard are ceva din simplitatea de lumină a unui destin. S-a născut şi a murit în studiourile Europei libere. Adică în România. Pentru că în spaţiul imaginar al studioului a fost instalată România reală în care Noel Bernard, acest agnostic cumpătat, a intrat ca într-o religie. O religie ciudată, cu milioanele de credincioşi invizibili, care, din ţara ferecată de istorie şi de nenoroc, îi aşteptau mereu spusa ca un fel de izbăvire. Paradoxul este însă că Noel Bernard n-a propovăduit niciodată. Şi totuşi, ţara îi aştepta cuvintele cu o înfrigurare ce depăşeşte tonalitatea rece a comunicării. Există un mister al vocaţiei. Vocaţia lui Noel Bernard a fost aceea de a opune minciunii ca zgomot adevărul ca şoaptă esenţială. A şopti esenţial adevărul înseamnă a lua cuvintele cele mai simple şi a le aşeza în aşa fel încât fiecare dintre ele să secondeze bătaia de inimă a ascultătorului. Asta nu înseamnă a îmbrobodi adevărul ci a învesti cuvântul cu acea dimensiune secretă ce dă adevărului însuşi o greutate, o necesitate vocativă, o vrednică înrădăcinare. Totul fără emfază, fără semeţie.”



    Noel Bernard a ştiut să facă presă de calitate pentru că a avut dragoste de meserie care a însemnat nu doar dorinţa de a fi cât mai bun, ci de a pune pe primul loc principiile cu care orice om se familiarizează din copilărie: căutarea adevărului, respectul, umanismul. ”Cine l-a ascultat pe Noel Bernard — există cineva care să nu-l fi ascultat? –, nu îi va putea uita vocea. O voce în transparenţa căreia se contopeau subit rostirea răspicată, vigoarea ideii, respectul pentru fapte. Uneori, nu lipseau nici ironia roditoare nici semnul mirării, dar niciodată aceste figuri de retorică ocolită nu se abăteau de la demnitatea elegantă a spusului. Noel Bernard a fost mai mult decât un bun ziarist. Se vor fi găsit poate unii care să nu fie receptivi la această pasiune de privi realitatea. Acestora le vom răspunde cu spusele depasionatului Paul Valery: “adevărul nu se poate obţine decât pasional”.



    Europa liberă a fost în anii dictaturii comuniste, care devenea din ce în ce mai neagră pe măsură ce i se apropia sfârşitul, nu numai un mijloc vital de informare, ci şi un adevărat medicament social. Toate acestea mulţumită aceluiaşi Noel Bernard. “Vom mai spune că secretul lui Noel Bernard nu consta în a învălui pasional ideile şi faptele, astfel ar fi căzut în ideologie, ci în a interoga adevărurile cu pasiune. Noel Bernard n-a fost un ideolog, ci o conştiinţă care a întruchipat setea de dreptate şi libertate a românilor de pretutindeni. Graţie lui, Europa liberă a devenit o tribună a drepturilor omului la care fiecare vine cu jalba lui pentru a fi auzită sus, acolo unde nu ajung nici întâmpinările şi plângerile. Spre Europa liberă şi spre directorul ei a pornit şi jalba istorică a minerilor în grevă pe Valea Jiului. Va uita cineva apoi că în vremea cutremurului românii şi-au îndurat mai uşor suferinţa şi dezastrul graţie lui Noel Bernard, care a transformat Europa liberă într-un studio deschis al apelurilor şi ajutorului?”



    La moartea lui Noel Bernard, cuvintele prietenului său Virgil Ierunca au arătat, prin emoţie şi speranţă, ce înseamnă pentru fiecare dintre noi ce lasă în urma sa. “Dacă inteligenţa nu este, cum se spune, decât o memorie organizată, Noel Bernard şi-a consumat această inteligenţă printr-o risipă inimaginabilă de luciditate, efort, înţelegere şi acţiune. Sosea primul în atelierul lui de lucru şi era cel din urmă care îl părăsea. Tot ceea ce putea interesa România era ascultat, drămuit, interpretat pentru a fi lansat apoi pe unde în ţara fără antene, în ţara sistematic dezinformată. Microfonul a devenit pentru Noel Bernard instrumentul viu al inteligenţei lui şi al memoriei tuturor. Taina morţii se străduieşte să transforme acum această prezenţă scumpă într-o cutremurătoare absenţă. Absenţele însă trebuie să rămână nemotivate în ceasul al 11-lea, ceasul despărţirii de prietenul nostru risipitor. Aici e Europa liberă, fără Noel Bernard, ca şi cum lacrimile ar putea spăla doliul, al dumneavoastră şi al nostru, doliul vântuit al undelor.”



    Radio Europa liberă n-a mai fost la fel după moartea lui Noel Bernard, dar cei care i-au urmat au continuat ceea ce a început el. Iar timpul le-a dat dreptate.

  • Radio Freies Europa und seine Rolle im Kalten Krieg

    Radio Freies Europa und seine Rolle im Kalten Krieg

    Radio Freies Europa wurde vom US-Nationalkomitee für ein freies Europa gegründet. 1950 begann die Station von ihrem Hauptsitz in München aus zu senden. Während des Kalten Kriegs war Radio Freies Europa ein wichtiges Instrument, um Rundfunkhörer im Herrschaftsbereich der Sowjetunion mit Informationen aus dem Westen zu versorgen. Der Sender wurde seit seiner Gründung in den frühen 1950er Jahren von der Sowjetunion als Bedrohung angesehen, da er unkontrolliert westliches Gedankengut in den Ostblock transportierte. Starke sowjetische Störsender sollten die Empfangsqualität verschlechtern, dies wurde durch stetige Steigerung der Sendeleistung von Radio Freies Europa kompensiert. Durch die Geschichte des Senders zieht sich eine Kette von Ereignissen im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Nachrichtenredaktionen. Besonders in den 1980er Jahren gab es zahlreiche Versuche, Angestellte des Senders zu entführen. Bei einem Bombenattentat auf das Sendergebäude in München, das der rumänische Geheimdienst Securitate in fremdem Auftrag ausführte, wurde trotz der Verwendung von 15 Kilogramm Nitropenta-Sprengstoff niemand getötet.



    Im Rumänien der 1970er und 1980er Jahre war der Sender Radio Freies Europa eine der wenigen glaubhaften Verbindungen zur freien westlichen Welt, eine Unterstützung für Millionen freiheitsliebende Rumänen, die unter dem Druck des kommunistischen Regimes litten. Für die jüngeren Generationen, die an der antikommunistischen Revolution von 1989 aktiv teilnahmen, war Radio Freies Europa eine Schule im besten Sinne des Wortes: eine Schule der Freiheit, der Politik, der Zivilcourage, der Kultur. Ein Beweis für die Popularität des Senders war, dass die Namen der Mitarbeiter von Radio Freies Europa bekannter waren als die Namen der rumänischen Journalisten im kommunistischen Rumänien. Noel Bernard, Vlad Georgescu, Mircea Carp, Neculai Constantin Munteanu, Raluca Petrulian, Doina Alexandru sind nur einige Journalisten, mit denen Millionen rumänische Hörer sich eng verbunden fühlten, weil diese Rundfunkredakteure im Namen aller Rumänen die Wahrheit verbreiteten.



    Sendungen wie Programul politic“ (Das politische Programm“), gestaltet von Mircea Carp und gesendet täglich um 18.10 Uhr, aber insbesondere Actualitatea românească“ (Rumänische Aktualität“) und Din lumea comunistă“ (Aus der kommunistischen Welt“), die von 19.10-20.00 Uhr ausgestrahlt wurden, waren viel populärer als die ähnlichen Produktionen im kommunistischen Rumänien, das von Zensur und Angst geprägt war.



    Mircea Carp ist einer der Redakteure, die von Anfang an dabei waren. Nach seiner Flucht aus dem kommunistischen Rumänien wurde er 1951 Mitarbeiter des Senders Radio Freies Europa. Einige Jahre später wechselte er zum Sender Vocea Americii (Stimme Amerikas), und 1978 kehrte er zum Sender Freies Europa zurück, wo er die beliebte Au‎ßenpolitiksendung Programul politic“ (Das politische Programm“) erfand und jahrelang gestaltete. 1997 sprach Mircea Carp in einem Interview mit dem Rumänischen Rundfunk über seinen Beitrag zur Steigerung der Einschaltsquote und der Popularität von Radio Freies Europa:



    Bis zu meiner Ankunft in der Redaktion von Radio Freies Europa waren die Sendungen etwas flach, weniger dynamisch. Verzeihen Sie mir den Mangel an Bescheidenheit, aber ich habe eine amerikanische Dynamik mitgebracht, die Berichte wurden kürzer, ich machte Beiträge mit Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, einschlie‎ßlich mit Exilrumänen. Mit der Zeit wurde Radio Freies Europa etwas aggressiver, vielleicht weil man ahnte, dass der Eiserne Vorhang bald fallen würde. Auch die rumänische Abteilung verstärkte ihre Offensive, sie machte mehr Sendungen über die unertragbare Lage in Rumänien. Die Redakteure bemühten sich, alles zu enthüllen, was die kommunistischen Machthaber zu verstecken versuchten. Die Tatsache, dass ein auslänischer Rundfunksender solche Details über die Begebenheiten in der rumänischen Politik, Verteidigung, Wirtschaft, Kultur in der ganzen Welt bekanntmachten, begeisterte viele unserer Hörer, die ihre Stimme nicht erheben konnten. Die Rumänen durften ihre Gedanken nicht laut aussprechen, aber sie erkannten ihre Gefühle und ihre Ansichten in den Sendungen von Radio Freies Europa wieder. Es gab immer häufiger starke, aggressive Sendungen über rumänische Themen.“




    Radio Freies Europa genoss volle Freiheit vom amerikanischen Management, und seine Journalisten verwendeten nur akkurate Informationsquellen, was die Glaubwürdigkeit und die Popularität des Senders erhöhte. Zu seinen Quellen gehörten die ausländische Presse, Rumänen, die in den Westen geflüchtet waren, rumänische Persönlichkeiten, die an Kongressen oder Konferenzen im Ausland teilnahmen, Briefe, die illegal aus Rumänien geschickt wurden, und das Dokumentations- und Forschungszentrum von Radio Freies Europa. Mircea Carp mit mehr Details über die Sendungen Actualitatea românească“ (Rumänische Aktualität“) und Din lumea comunistă“ (Aus der kommunistischen Welt“), die die Einschaltquote von Radio Freies Europa stark erhöht haben:



    »Actualitatea românească« (»Rumänische Aktualität«), die anfangs von Emil Georgescu und später von Neculai Constantin Munteanu gestaltet wurde, war ein Schlüsselelement unserer Sendungen. Dann kam Doina Alexandru mit ihrem Programm »Din lumea comunistă« (»Aus der kommunistischen Welt«), in dem sie die Lage in den kommunistischen Ländern Osteuropas und sogar in der Sowjetunion oder Kuba präsentierte. Zweck des Programms war, den rumänischen Hörern klarzumachen, dass Rumänien kein isolierter Fall sei, sondern zu einem Komplex von Druck und Verfolgungen gehörte, die in allen kommunistischen Ländern, unter allen kommunistischen Regimes gleich waren. In den 1980er Jahren spitzte sich die gesamte Dynamik der Sendungen von Radio Freies Europa zu, und das ermunterte die Rumänen bei ihren Freiheitsbestrebungen. Ein erster Ausbruch war der Aufstand in Brașov/Kronstadt im November 1987 und das Ganze kulminierte mit den Ereignissen vom Dezember 1989, die zum Fall des Kommunismus in Rumänien führten.“