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  • Le Musée National du Village « Dimitrie Gusti » de Bucarest

    Le Musée National du Village « Dimitrie Gusti » de Bucarest


    Nous nous arrêtons aujourd’hui dans un endroit spécial de la ville de Bucarest.
    Cela fait 87 ans, que cet endroit poursuit sans cesse son objectif de célébrer l’importance
    du monde rural dans la culture roumaine. Il s’agit, bien évidemment, du Musée
    National du Village « Dimitrie Gusti » de Bucarest. Situé au nord de
    la ville, au bord du lac Herastrau, le musée crée une ambiance particulière et
    il donne aux visiteurs l’impression d’avoir quitté la ville.




    La maison la plus ancienne du Musée
    du Village de Bucarest date du XVIIe siècle, et la plus récente – du
    XXe. Les maisons provenant des régions de colline et de montagne se
    distinguent de celles de la plaine notamment par leurs fondations élevées.
    Ainsi, la plupart des maisons de plaine présentent des fondations basses et les
    maisons récupérées des régions souvent envahies par les ennemis sont à moitié
    enterrées dans le sol.




    Paula Popoiu, directrice du Musée National du Village, nous a donné de
    bonnes raisons pour visiter ce magnifique musée : «e Le Musée du Village est vraiment verdoyant. A
    cette période de l’année il est aussi plein de fleurs, ce qui le rend l’endroit
    idéal pour une promenade en plein air. Cependant, le Musée du Village n’est pas
    un simple parc, c’est un musée à part entière ! Il comporte 382 monuments, des
    constructions vernaculaires et d’architecture traditionnelle, des maisons, des
    installations, des fontaines ; bref, il y a tout ce que l’on retrouve dans
    un village, voire même plus. Tous ces monuments fonctionnent comme de vraies cartes
    d’identité, car à compter de 1936 ils ont été récupérés de différents villages
    de Roumanie. Ainsi, chaque maison présente-t-elle en même temps l’histoire de
    la famille à laquelle elle avait appartenue et le mode de vie d’une certaine région
    : par exemple, nous avons des maisons de Transylvanie, de la plaine ou des
    montagnes et même des bergeries. Si vous voulez connaître la Roumanie
    traditionnelle et les bases sur lesquelles repose notre culture moderne, alors le
    Musée du Village est un véritable exemple d’Histoire non écrite
    . »




    A part les belles promenades, Paula
    Popoiu a bien insisté sur le côté historique du musée. Elle nous a indiqué combien
    de temps il faudrait allouer pour une visite : « On me
    demande souvent quelle est la durée idéale pour une visite. Je dirais environ 4
    à 5 heures, car c’est à peu près le temps qu’a passé le roi Charles lorsqu’il
    est venu visiter notre musée. Cependant, vous pouvez organiser votre visite en
    prenant différents itinéraires, certains plus courts, d’autres réservés aux
    délégations officielles qui sont souvent pressées. Tout dépend de ce que vous
    souhaitez faire. Il y a toujours des mères avec leurs enfants qui passent une
    demi-journée, voire même une journée entière dans notre musée, car celui-ci
    dispose d’une aire de jeux et d’un restaurant qui propose également des menus
    pour enfants. Si vous souhaitez donc découvrir la Roumanie en quelques heures,
    il est préférable de prévoir au moins 4 heures. »






    Au Musée National du Village « Dimitri Gusti » de Bucarest, les fêtes
    traditionnelles sont célébrées à travers des événements qui réunissent des
    ensembles folkloriques des 4 coins du pays. En même temps, « Le dialogue
    des civilisations » est un projet qui vous permettra de découvrir d’autres
    cultures dans les ruelles des villages du musée. Ainsi, la 17eme
    édition du « Festival thaïlandais » aura lieu cette année le long de
    l’Allée des minorités.




    Dans l’espoir de vous avoir convaincus à visiter le
    Musée du village une fois arrivés à Bucarest, on vous dit à bientôt pour une
    nouvelle destination ! (Trad. Rada Stanica)





  • Bukarester Dorfmuseum wird 84

    Bukarester Dorfmuseum wird 84

    84 Jahre nach der Ersteröffnung des Dorfmuseums Dimitrie Gusti“ in Bukarest sieht der kleine Traumort frischer und junger denn je aus. Das Museum feiert durch verschiedene Veranstaltungen gleichzeitig das Jubiläum Dimitrie Gusti“ sowie die Soziologische Schule in Bukarest“, um 140 Jahre seit der Geburt des renommierten Soziologen Dimitrie Gusti zu markieren — der unter anderem auch Mitglied der Rumänischen Akademie und für einige Jahre (1944–1946) sogar der Vorsitzende der genannten Institution war.



    2020 wurde zum Jubiläumsjahr des Kulturmenschen Dimitrie Gusti ausgewählt. Mehr Informationen dazu lieferte uns Paula Popoiu, die Leiterin des Dorfmuseums:



    Anfang des Jahres wurde in der Rumänischen Akademie eine feierliche Sitzung zu Ehren von Dimitrie Gusti ausgetragen. Zu dem Anlass wurde das Jahr 2020 zum Jubiläumsjahr des Kulturmenschen Dimitrie Gusti und der Soziologischen Schule ernannt. Ich freue mich, dass Dimitrie Gusti eine derartig hohe Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn er war ein erhabener Kulturmensch, ein gro‎ßer Professor und Minister. Und er hinterlie‎ß uns diesen wertvollen Schatz — das Dorfmuseum. Ich werde jetzt nicht die ganze Geschichte der Soziologischen Schule erzählen. Doch ich möchte ihre Bedeutung hervorheben. Denn es war die einzige Institution, die nach dem Verbot der Soziologischen Schule in Bukarest überlebte, nachdem Dimitrie Gusti von der Kulturbühne verbannt wurde. Das Dorfmuseum ist das Ergebnis der Bemühungen der Soziologischen Schule. Und es ist sehr wichtig, ihm die entsprechende Bedeutung zuzuteilen. Wie schon wohl bekannt, hat die Soziologische Schule in Bukarest Forschungsarbeit durchgeführt, nicht um das Dorfmuseum auf die Beine zu bringen, sondern um die Lebensqualität der Landwirte und Bauern auf dem Lande zu verbessern. Dieser war der Zweck der soziologischen Forschungsarbeit. Das Dorfmuseum ist der Beweis für die Anstrengungen, die in dieser Hinsicht gemacht wurden.“




    Das Museum ist seit 1936 für das breite Publikum offen. Die ständige Ausstellung erstreckt sich auf einer Fläche von 14 Hektar und umfasst 380 Denkmäler, 60.000 Gegenstände, die Teil des Kulturerbes sind, sowie 250.000 Archivdokumente, Schriftstücke, die auf das Dorfleben Bezug nehmen. Die ständigen und temporären Ausstellungen ziehen etwa 500.000 Besucher jedes Jahr an. Unter normalen Umständen ist das Dorfmuseum die beliebteste und meist besuchte kulturelle Sehenswürdigkeit in Bukarest.



    Zu Ferienzeiten organisierte das Dorfmuseum in der Regel zahlreiche Kinder-Workshops. Daher erkundigten wir uns bei Paula Popoiu über die diesjährigen Pläne. Denn das Museum öffnete seine Tore wieder, nachdem es wegen des Notstands während 2 Monate geschlossen war. Dabei müssen Bedingungen der räumlichen Trennung und der Kontaktvermeidung eingehalten werden. Wie das wohl sein wird, erzählte und die Leiterin des Museums:



    Das Projekt »Sommerferien auf dem Lande« soll im Monat August ausgetragen werden. Wir wollen noch ein bisschen abwarten, um zu schauen, wie sich die Lage noch entwickelt, also werden wir erst später entscheiden, wie es dieses Jahr laufen wird. Wir denken auf jeden Fall, die Anzahl der teilnehmenden Kinder einzuschränken. Doch wir wollen wie in den Vorjahren vorgehen — wir bringen die Kinder hierher, sie haben Zugang zu den Bauernhöfen. Und dort, im Hof, wollen wir einige Workshops organisieren. Die Kinder sollen zumindest diese Möglichkeit in den Ferien bekommen, etwas zu unternehmen. Derzeit finden die meisten Aktivitäten mit Kindern — eigentlich mit dem Publikum allgemein — online statt. Doch wir werden uns an den neuen Gegebenheiten anpassen und die Entwicklungen verfolgen. Die Kinder sollen auf jeden Fall nicht vernachlässigt werden. Online gibt es schon ein »Märchenhäuschen«, das wir ihnen anbieten. Mehrere Schauspieler haben sich freiwillig eingebracht und Märchen vorgelesen. Und auch meine Mitarbeiter und ich haben daran teilgenommen. Die Online-Tätigkeiten sollen auch weiterhin stattfinden. Und wir warten ab und schauen, wie sich alles noch entwickelt.“




    Das Museum organisierte jedes Jahr mehrere Veranstaltungen und Festivals, an denen sich Kunsthandwerker beteiligten, die den Gästen einen Einblick in das Dorfleben gewährten. Das Dorfmuseum möchte allerdings Schritt halten mit den modernen technologischen Entwicklungen, hat sich also an die Zeiten anpassen müssen. Zum einen hat das Museum das Archiv digitalisiert. Und jetzt setzt es auf ein neues digitales Projekt — Lebende menschliche Schätze“. Mehr dazu erzählte uns Paula Popoiu:



    Unsere Anerkennung geht in erster Linie an Frau Camelia Moise. Sie ist Journalistin und sie hat die Filme gemacht. Wir sind dem Projekt beigetreten und wollen weiterhin zusammenarbeiten. Wir wollen nämlich die Kunsthandwerker und Volkssänger ins Rampenlicht bringen. Sie sind äu‎ßerst wichtig für uns, denn sie sind derzeit der Inbegriff der traditionellen Kultur.“




    Irina Cajal, Unterstaatsekretärin im Kulturministerium, erinnerte sich an ihre Anfangszeit im Museum und formulierte eine Anregung:



    Ich erinnere mich, wie es hier vor 60 Jahren war, als ich zum ersten Mal das Museum betrat. Zu meiner Linken war Herr Focşa, zu meiner Rechten die Herren Stahl und Tancred Bănăţeanu — drei stiftende Väter des Museums. Ich habe Anthropologie studiert, war die Studentin von Levi Strauss. Doch ich habe viele Jahre mein Leben buchstäblich im Museum verbracht. Ich liebe es, habe ihm einen gro‎ßen Teil meines Lebens gewidmet. Im Kulturministerium bin ich für die Minderheiten zuständig. Wir veranstalten Festivals für die Minderheiten, lassen ihre Traditionen nicht in Vergessenheit geraten. Und ich bin die Tochter eines Virologen, des Professors Cajal. Er hat sein ganzes Leben dem Studium von Viren gewidmet, bei uns zu Hause sprach man immer über irgendein Virus. Ich kann Ihnen versichern, dieses Virus wird verschwinden. Und wir werden unser Leben wieder normal führen können, wir werden es genie‎ßen! Ich verspreche es Ihnen!“




    Im Dorfmuseum wurden Blumen gepflanzt. Das Dorfleben ist im gleichen Tempo fortgesetzt worden. Also bleibt uns nichts übrig, als Sie einzuladen, die grüne Oase, die Ruhe und die traditionellen Schätze im Dorfmuseum zu genie‎ßen.