Tag: Romani Criss

  • Nachrichten 12.07.2014

    Nachrichten 12.07.2014

    Bukarest: Das Auswärtige Amt Rumäniens hat einen Krisenstab eingerichtet, der den rumänischen Staatsbürgern im Gaza-Streifen konsularische Hilfe gewähren soll. Es sei nicht ausgeschlossen, dass demnächt das Bukarester Aussenministerium die rumänischen Staatsbürger im Gaza-Streifen auffordert, die Region umgehend zu verlassen. Das Bukarester Aussenministerium hat zudem eine kostenlose Telefonnummer eingerichtet, unter der Angehörige rumänischer Staatbürger die sich derzeit in der vom bewaffneten Konflikt betroffenen Region befinden, für Informationen anrufen können. Es wird zudem von nicht notwendigen Reisen in Israel und die palästinensischen Autonimiegebiete abgeraten, so das Bukarester Aussenministerium.






    Zagreb: Aussenminister Titus Corlăţean beteiligt in Dubrovnik an der internationalen Tagung Kroatien Forum, zum Thema: die europäische Integration der Westbalkanstaaten. An der Tagung nehmen europäische Würdenträger, EU-Aussenminister sowie Aussenminister der Staaten teil, die im Mittelpunkt der EU-Erweiterungspolitik stehen, zusammen mit Gästen aus China, Japan, Neuseeland und aus den USA.





    Bukarest: Eine Nichtregierungsorganisation die sich für die Rechte der Roma-Minderheit in Rumänien einsetzt hat beim Nationalen Rat für Bekämpfung der Diskriminierung (CNCD) eine Beschwerde gegen Staatschef Traian Băsescu eingereicht. Die Nichtregierungsorganisation wirft dem Präsidenten rassistische Angriffe auf Roma vor. Der Organisation ”Romani Criss” zufolge habe der rumänische Staatschef neulich erklärt, die Roma-Clans würden sowohl den Schutz der politischen Klasse, als auch der befugten öffentlichen Institutionen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung genie‎ßen. Die Nichtregierungsorganisation betonte ferner, es sei nicht das erste Mal wenn sie eine Beschwerde beim Nationalen Rat für Bekämpfung der Diskriminierung gegen den rumänischen Staatschef vorbringe.






    Sport: Das Fu‎ßballteam Astra Giurgiu hat den Supercup Rumäniens gewonnen. Freitag Abend setzte sich Astra beim Elfmeterschie‎ßen 5 zu 3 gegen den amtierenden Meister Steaua Bukarest durch. Das Spiel in der Bukarester Nationalarena fand kurz vor Beginn der internen Meisterschaft statt, der für Ende Juli geplant wird.

  • Roma-Teenager rumänischer Staatsangehörigkeit in Frankreich beinahe zu Tode geprügelt

    Roma-Teenager rumänischer Staatsangehörigkeit in Frankreich beinahe zu Tode geprügelt

    “Das Foto, das Frankreich schockiert” — unter diesem Titel veröffentlicht die britische Zeitung The Telegraph Fotos, deren Authentizität nicht bestätigt wurde. Das Foto präsentiert einen Roma-Teenager rumänischer Staatsangehörigkeit, der am Wochenende im Norden von Paris lebensgefährlich misshandelt wurde. Der Junge liegt mit blutüberströmtem und geschwollenem Gesicht reglos in einem Warenkorb.



    Der sechzehnjährige Darius lebt zusammen mit seiner Familie und mit anderen Roma in einem verlassenen Haus im Pariser Vorort Pierrefitte-sur-Seine. Laut Polizeiquellen haben mehrere Personen den Teenager in einen Keller gebracht, wo sie auf ihn einprügelten. Der Grund: Er habe gestohlen. Darius wurde am Freitagabend bewusstlos aufgefunden und wegen schwerer Kopfverletzungen in ein Pariser Krankenhaus gebracht. Die Ärzte reagierten bislang zurückhaltend, was die Überlebenschancen des Jugendlichen anbelangt.



    Diese barbarische Tat sorgte für Empörung in Frankreich. Der französische Staatspräsident François Hollande sprach über eine arge Tat, die gegen alle Prinzipien der Republik verstö‎ße. “Was passiert ist, ist inakzeptabel. Wer dafür verantwortlich ist, muss schnell gefunden werden und sich für die Tat vor Gericht antworten” — sagte der franzöische Premier Manuel Valls, Ex-Innenminister im sozialistischen Kabinett. Organisationen für die Wahrung der Menschenrechte und Verbände für Minderheitenrechte verurteilten in Stellungnahmen die Diskriminierung der Roma-Gemeinschaft.



    Die Staatsanwälte sprechen nicht von einem rassistischen Angriff, sondern behaupten, es gehe um einen privaten Racheakt. Was am Wochenende geschah, ist dennoch ein Beweis für die zunehmende Gewalt gegen Roma, die in Frankreich leben. Die Organisation Romeurope meint, dieser Fall sei die Folge der ineffizienten Politiken und des ungesunden Klimas, das von den Medien, Politikern und anderen Vertretern des französischen Staates jahrelang propagiert worden sei. “Was mit dem jungen Darius passiert ist, war voraussehbar” – schreibt die Ärzteorganisation Médecins du monde. Es gibt eine parallele Justiz. Wenn sich nichts ändert, wird es weitere Vorfälle dieser Art geben, bei denen es um Leben und Tod der Betroffenen geht, hie‎ß es weiter.



    Für die rumänischen Behörden stellen diese extremen Gewalttaten das Ergebnis der fremdenfeindlichen und rassistischen Äu‎ßerungen dar, die in den Reden der europäischen Politiker oft vorkommen. Der Roma-Verband Romani Criss erklärte in Bukarest, die Verurteilung der Gewalttat durch den französischen Staatschef Hollande reiche nicht und fügte hinzu, die Lösung sei eine radikale Veränderung im Sinne der Integration und nicht der Ausweisung der Roma, die in Frankreich leben wollen.