Tag: Südosteuropa

  • Heftiger Wintereinbruch in Südosteuropa

    Heftiger Wintereinbruch in Südosteuropa





    Ein bisher ungewöhnlich milder Herbst, der es den Menschen im Süden Rumäniens Anfang November noch erlaubte, im Hemd aus dem Haus zu gehen, hat sich nun in einen verfrühten Winter mit vielen Unannehmlichkeiten verwandelt.



    Das schlechte Wetter hat Rumänien und die umliegenden Länder gleicherma‎ßen getroffen und ein Chaos im Stra‎ßen- und Bahnverkehr verursacht. In der bulgarischen Hauptstadt Sofia sind wegen starker Windböen in mehreren Stadtteilen Bäume umgestürzt, und im Stadtzentrum bildete sich eine dicke Schneedecke. Für die gesamte Balkanhalbinsel, von Südbosnien bis Nordmazedonien, gilt ebenfalls eine Unwetterwarnung vor sinkenden Temperaturen und starkem Schneefall. Heftiger Wind wurde auch in Griechenland verzeichnet, obwohl die Temperaturen tagsüber über Null blieben. Starke Schneefälle gab es auch in Ungarn, wo es in einigen Regionen zu erheblichen Schneemassen kam. Auch dort bleiben die Temperaturen niedrig, und starker Wind verstärkt die Kälte noch.



    Eine Kaltluftfront aus dem Norden, die von den Meteorologen schon früh vorhergesagt wurde, sorgt für anhaltenden Schneefall. Schwierige Wetterbedingungen auch in der Ukraine, mit starkem Schnee und Schneeregen im Norden, einschlie‎ßlich der Hauptstadt Kiew, und Regen, Schneeregen und starkem Wind im Süden, besonders in den Regionen Odessa und Mykolajiw (Nikolajew). Winterliche Bedingungen herrschen auch auf den Stra‎ßen in der Republik Moldau, wo die Behörden aufgrund der Niederschläge eine ordnungsgemä‎ße Ausrüstung von Fahrzeugen empfehlen. An der Schwarzmeerküste wurden am Wochenende Windböen mit einer Stärke von 25–30 Metern pro Sekunde und Wellen von bis zu fünf Metern Höhe verzeichnet, die einige Uferbereiche überschwemmten.



    Am Sonntag wurde in den südöstlichen Landkreisen Rumäniens die Alarmstufe Rot wegen Schnee und Schneestürmen verhängt. Dutzende Nationalstra‎ßen waren für alle Arten von Fahrzeugen gesperrt. Auch die sogenannte Autostrada Soarelui“ (Sonnenautobahn), die Bukarest mit der Schwarzmeerküste verbindet, war zeitweise gesperrt. Auf den Landstra‎ßen im Südosten des Landes waren viele Menschen in ihren Autos eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Wo die Schneestürme ein Vorankommen der Rettungsfahrzeuge verhinderten, setzten die Retter ihren Einsatz zu Fu‎ß fort, um die festsitzenden Autos zu erreichen.



    In den betroffenen Landkreisen ist der Schulunterricht am heutigen Montag vielerorts ausgefallen. In allen Ortschaften, die vom extremen Wetter betroffen sind und in denen der Unterricht nicht reibungslos ablaufen kann, wurde der Unterricht ausgesetzt. Die Leitung der einzelnen Schulen wird in jedem Fall darüber entscheiden, wie der Lernstoff nachgeholt wird. Das Nationale Wetteramt kündigte indessen an, dass das Wetter in den kommenden Tagen weniger unbeständig wird, es bleibe allerdings weiterhin winterlich mit sehr niedrigen Temperaturen.

  • Nachrichten vom 21.08.2023

    Nachrichten vom 21.08.2023


    – Der rumänische Premierminister Marcel Ciolacu ist heute in Athen. Er trifft sich mit den Regierungschefs der Länder Südosteuropas und des Westbalkans. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte die Initiative für das Treffen. Die Teilnehmer des Athener-Dialogs werden sich auf die Entwicklung der regionalen Zusammenarbeit in Südosteuropa sowie auf die Herausforderungen konzentrieren, die sich aus den Entwicklungen im Ukraine-Krieg ergeben. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und der Präsident des Europäischen Rates nehmen an dem Treffen teil.




    – Die Ukraine hofft, dass sich weitere Länder neben Dänemark und die Niederlande für die Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an Kiew entscheiden werden. Der ukrainischen Präsident Volodymyr Selenskyj erklärte dies auf einem Luftwaffenstützpunkt in Dänemark, wo er die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen traf. Dänemark und die Niederlande werden 61 F-16-Flugzeuge in die Ukraine schicken. Es wurde vereinbart, dass die Flugzeuge in enger Zusammenarbeit mit den USA und anderen Partnern an die ukrainische Luftwaffe übergeben werden, sofern die Bedingungen für eine solche Übergabe erfüllt sind. Zu diesen Bedingungen gehören unter anderem die erfolgreiche Auswahl und Ausbildung von ukrainischem F-16-Personal sowie die erforderlichen Genehmigungen, Infrastruktur und Logistik. In verschiedenen NATO-Staaten, darunter Rumänien, findet die Ausbildung ukrainischer Piloten statt.




    Im Nordosten Griechenlands wüten aufgrund hoher Temperaturen, starker Winde und wochenlanger Trockenheit gro‎ße Wald- und Buschbrände. Die Brände griffen am Sonntag auf Dörfer nahe der Hafenstadt Alexandroupolis über und zerstörten Häuser und Ackerland, so die örtlichen Behörden. Auch die spanische Insel Teneriffa wird vom schlimmsten Brand in der Geschichte heimgesucht. In einem Umkreis von 70 Kilometern haben Brände bisher 8 400 Hektar verwüstet, das sind mehr als 4 % der Gesamtfläche der Insel. Kanada mobilisierte Soldaten, um die sich schnell ausbreitenden Waldbrände in British Columbia zu bekämpfen. Die Provinz, in der seit Freitag der Notstand herrscht, ist mit trockenen und windigen Bedingungen konfrontiert. Die kanadischen Behörden ordneten die Evakuierung von Zehntausenden von Menschen an.




    – Das George-Enescu-Festival, Rumäniens grö‎ßtes Festival für klassische Musik und eines der wichtigsten seiner Art in Europa, kommt 2023 nach Timișoara, der Kulturhauptstadt Europas. Das Ensemble Intercontemporain, das Fine Arts Quartet , die Camerata Bern, die Manchester Camerata und das Rumänische Kammerorchester werden vom 3. bis 20. September au‎ßergewöhnliche Konzerte geben. Die erste Ausgabe des Festivals wurde 1958 organisiert.




    – In sieben Landkreisen in Südrumänien und der Hauptstadt Bukarest gilt für Montag eine Hitzewarnung. Es besteht ein starkes thermisches Unbehagen. Es wurden Höchsttemperaturen von 38 bis 39 Grad Celsius gemessen. Auch in den restlichen Teilen des Landes herrscht Hitze und starkes thermisches Unbehagen. Die Höchsttemperaturen lagen am Montag zwischen 33 und 37 Grad. Die Hitzewelle wird in den meisten Teilen des Landes die ganze Woche über andauern, warnen die Meteorologen.

  • Kapitalmärkte: Aufstrebender Sekundärmarkt Rumänien erlangt mehr Sichtbarkeit

    Kapitalmärkte: Aufstrebender Sekundärmarkt Rumänien erlangt mehr Sichtbarkeit

    Der Termin für die Umsetzung war der September 2020. Die Entscheidung wurde nach drei Jahren der Überwachung getroffen. Dies sei ein Fortschritt für alle Unternehmen in Rumänien, so Radu Hanga, Chef der Bukarester Börse, der darauf hinweisen wollte, dass es hier nicht nur um den Kapitalmarkt gehe, sondern um Rumänien als aufstrebendes Land insgesamt:



    Dies ist ein historischer Moment für uns als Land. Im Grunde wird damit unser Ranking weltweit angehoben. Indem wir es in die Rangliste der Schwellenländer geschafft haben, haben wir Zugang zu einem höheren Rang globaler Investoren, die viel wichtigere Finanzierungen verwalten und nach Investitionsmöglichkeiten suchen. Wir brauchen weiterhin starke rumänische Unternehmen, die an der heimischen Börse notiert sind. Wir haben bereits gro‎ße Marken an der Börse notiert und wir möchten, dass mehr rumänische Unternehmen die Börse als Finanzierungsplattform nutzen, und wir brauchen mehr Investoren.“



    Die Konsolidierung dieses neuen Status kann nur durch eine Erhöhung der Zahl rumänischer Unternehmen auf dem Markt erreicht werden, was bedeutet, dass rumänische Unternehmen an Wert und Stärke gewinnen und die rumänische Wirtschaft stärken werden. Zunächst werden drei der 370 in Bukarest notierten rumänischen Unternehmen als Akteure der aufstrebenden Märkte indexiert. Nuclearelectrica mit mehrheitlich staatlicher Beteiligung, und Banca Transilvania, das am meisten gehandelte Unternehmen an der Börse, sind zwei der wirtschaftliche Akteure, die für die Berechnung der Indices der aufstrebenden Märkte herangezogen wurden, während Teraplast Bistriţa in der Kategorie der Mikrounternehmen als relevant zählt. Dies sei ein gro‎ßer Fortschritt für die gesamte rumänische Geschäftswelt, so Radu Hanga:



    Dies ist ein gro‎ßer Sprung, nicht nur für uns, die Bukarester Börse, sondern für das gesamte rumänische Ökosystem. Wir können sagen, dass eine Autobahn für uns geöffnet wurde, eine finanzielle Autobahn, die uns Zugang zu weltweit zirkulierendem Kapital verschafft, Kapital, das rumänischen Unternehmen, die unsere Börse nutzen, zur Verfügung stehen wird.“




    Dieser neue Status bietet neue Möglichkeiten für Investitionen, und Experten sagen, dass dies in der gesamten rumänischen Wirtschaft zu spüren sein wird. Wirtschaftsanalyst Aurelian Dochia sagt, dass die Auswirkungen dieses Aufwärtstrends sowohl unmittelbar als auch langfristig, und zwar in dreifacher Hinsicht, spürbar sein werden:



    Die direktesten und sichtbarsten Auswirkungen werden die Unternehmen selbst haben, sie werden höchstwahrscheinlich für ausländische Investoren sichtbarer sein, ihr Aktienkurs wird steigen und sie werden mehr Liquidität haben können. Ein zweiter Effekt wird, so glaube ich, allgemein auf die Börse selbst einwirken, weil dadurch die Aufmerksamkeit der Investoren auf den rumänischen Kapitalmarkt gelenkt wird. Eine dritte Ebene, glaube ich, sind die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft Rumäniens, die in der Welt immer deutlicher sichtbar wird.“




    Die Beförderung Rumäniens zum Status des aufstrebenden Marktes kann als Äquivalent zum EU-Beitritt gesehen werden, sagt Finanzminister Florin Cîţu, eine plötzliche Öffnung gegenüber einem viel breiteren Markt. In die FTSE-Russell-Liste aufgenommen zu werden, bedeutet, dass der rumänische Markt nur noch einen Schritt von Investitionen in Milliardenhöhe entfernt ist. Investoren suchen ständig Märkte, um Geld zu platzieren, es sind Milliarden im Umlauf, und Rumänien ist jetzt viel näher dran. Der Kapitalmarkt sollte ein Motor der Wirtschaft sein, der auch Versicherungsgesellschaften und Rentenfonds Ressourcen bietet. Nicu Marcu, Leiter der Finanzaufsichtsbehörde, sagte, dass der Finanzmarkt seine Rolle auf regionaler Ebene ausbauen sollte:



    Die Bukarester Börse sollte zu einer regionalen Drehscheibe für die anderen südosteuropäischen Länder werden. Wenn sie dieses Ziel erreicht, könnte sie mit voller Kapazität an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben, aber das erfordert mehr Liquidität, was wiederum bedeutet, bessere Vermögenswerte und mehr Sicherheit für die Marktteilnehmer anzubieten.“




    Dies eröffne der Börse weitreichende neue Perspektiven und eine grö‎ßere Sichtbarkeit, so der Finanzexperte.

  • Nachrichten 10.09.2016

    Nachrichten 10.09.2016

    Frankreichs Präsident François Hollande wird am Montag zu einem zweitägigen Besuch in Rumänien erwartet. Der Staatschef wird eine Delegation von Ministern, Unternehmern und Parlamentsabgeordneten leiten. Auf dem Programm steht allen voran eine Unterredung mit dem rumänischen Kollegen, Klaus Iohannis. Dabei soll es unter anderem um die Zukunft der EU gehen, ein vorbereitendes Gespräch vor dem informellen EU-Gipfel in Bratislava kommenden Freitag. Anschließend soll Hollande gemeinsam mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Dacian Cioloş die Hubschrauber-Fabrik von Airbus in Ghimbav bei Kronstadt einweihen. Die Gesamtinvestition in den Standort beläuft sich auf etwa 40 Millionen Euro, das erste zivile Hubschraubermodell soll 2017 geliefert werden. Im Jahr 2018 sollen auch die ersten Militärhubschrauber gefertigt werden. Rumäniens Präsident Iohannis hatte nach dem Gewinn der Wahlen 2014 seinen ersten Auslandsbesuch im Februar 2015 in Frankreich absolviert.



    Das Außenministerium in Bukarest hat die im Ausland lebenden Rumänen aufgerufen, sich in das Wahlregister einzutragen. Die Frist für die Anmeldung läuft kommenden Mittwoch ab. Davon betroffen sind rumänische Staatsbürger mit festem oder vorübergehenden Wohnsitz im Ausland. Bei der Anmeldung für das Wahlregister müssen sich die Wahlberechtigten für die Briefwahl oder die Stimmabgabe in einem Wahllokal entscheiden. Die Parlamentswahl findet in Rumänien dieses Jahr am 11. Dezember statt. Der Wahlkampf läuft im Zeitraum 11.November-10.Dezember.



    Die Europäische Kommission und die Energieminister aus 12 EU-Ländern haben in Budapest ein regionales Kooperationsabkommen für den Βau eines Pipelinenetzes in Südosteuropa unterzeichnet. Das sogenannte BRUA-Projekt soll Südosteuropas Gasversorgung diversifizieren. BRUA steht für Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich – das Projekt soll Mitteleuropa künftig mit Erdgas aus dem kaspischen Raum und dem Schwarzen Meer beliefern, berichtete Euronews. Laut der Vereinbarung in Budapest sollen 180 Millionen Euro von der Europäischen Kommission in den rumänischen Teil des Netzes investiert werden. Der rumänische Netzbetreiber Tranzgaz wird 220 Millionen beisteuern.

  • Rumänien setzt sich für Kooperation in Südosteuropa ein

    Rumänien setzt sich für Kooperation in Südosteuropa ein


    Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta hat sich am Dinestag in der albanischen Hauptstadt Tirana, gemeinsam mit weiteren Staats- und Regierungschefs, an dem Gipfel des Kooperationsprozesses in Südosteuropa beteiligt. Das Treffen fand vor dem Hintergrund der Sicherheitsherausforderungen in Europa und im Nahost statt. Hauptthemen waren die regionalen Entwicklungen und die europäische Perspektive der Westbalkanstaaten. Bei seinen Eingriffen sagte der rumänische Regierungschef, dass Rumänien gegenüber der Förderung von Vorhaben, besonders im Energiebereich, in der Infrastruktur und in der Cyber-Sicherheit offen sei. Der Frieden, der Dialog und die Stabilität sind wesentlich und alle Staaten der Region müssen deren Bedeutung einsehen und diese erhalten.


    Victor Ponta: “Wir müssen und ich fordere alle Freunde in der Region auf einzusehen, dass der Frieden, der Dialog und die Stabilität wesentlich sind. Leider werden Europa und andere Regionen mit bedeutenden Konflikten konfrontiert. Ich beziehe mich natürlich auf den Osten der Ukraine und auf weitere Herausforderungen im Nahen Osten. Daher müssen wir stabil bleiben, in Frieden und Zusammenhalt, um die Interessen unserer Bürger zu fördern.”


    Man hat auch die wirtschaftliche Dimension angesprochen. Victor Ponta betonte im Rahmen des Treffens die Bedeutung der Entwicklung und der Förderung gemeinsamer regionaler Vorhaben. Seiner Meinung nach, müsse Rumänien eine beträchtliche Rolle in diesem Prozess spielen. Und das kann es auch, denn die hiesige politische Situation ist stabil, es verzeichnet ein solides Wirtschaftswachstum und kooperiert bereits mit den Staaten der Region.


    Victor Ponta: “Rumänien fördert gemeinsame Projekte mit der Türkei, die der grö‎ßte Handelspartner ist, aber auch mit allen Ländern der Region, besonders im Bereich Energie, Infrastruktur und der neuen Herausforderungen, wie Cyber-Sicherheit. Rumänien investiert viel Geld und Energie um ein sehr wichtiges Zentrum für Cyber-Sicherheit zu werden. In diesem Sinne haben wir eine besondere Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten. Wir wollen mit allen Staaten zusammen arbeiten.”


    In Tirana drückte Victor Ponta erneut die Unterstützung Rumäniens für die Fortsetzung der EU-Erweiterung anhand der Beitrittskriterien aus. Er war der Meinung, dass es sowohl im Interesse der Union liegt, als auch der Länder in der Südostregion, die Verhandlungen zu beschleunigen. Der Beitritt zum Gemeinschaftsraum sollten nicht als Begünstigung von Seiten der EU betrachtet werden. Es wäre gut, sagte Ponta, dass man denselben Ansatz auch hinsichtlich der Politik der offenen Türen in der Nord-Atlantischen Allianz beibehält.


    Victor Ponta: “Die Sicherheit bleibt auch zu dieser Zeit ein wichtiges Ziel. Rumänien fördert die Sicherheit und die Stabilität unserer Region. Au‎ßerdem befürwortet es enge, strategische Partnerschaften mit der Türkei, Bulgarien, den Schwarzmeerländern. Wir streben eine Erweiterung der Sicherheit für all unsere Freunde und Nachbarn an.”


    Der Kooperationsprozess in Südosteuropa ist das wichtigste politische Gremium der Region. Mitglieder sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, die Republik Moldau, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowenien, die Türkei, sowie Kosovo.


  • Wirtschaftliche regionale Perspektiven

    Wirtschaftliche regionale Perspektiven

    Bukarest hat am Montag und Dienstag das EU-Gipfefltreffen für Südosteuropa Auf dem Weg zu mehr Stabilität und Wachstum”, das von der berühmten britischen Zeitschrift “The Economist” organisiert wurde, beherbergt. Fach- und Geschäftsleute sowie Würdenträger aus Rumänien, Albanien, Griechenland, Italien, der Rep. Moldawien und Kroatien haben die politischen, wirtschaftlichen und Geschäftsperspektiven für diese Region analysiert. Angagangen wurden Themen wie das wirtschaftliche und das Geschäftsklima im Südosteuropa, die Perspektiven des Bankarsystems in der Region, sowie die Investitionsmöglichkeiten, die die Staaten in Bereichen wie Energie, Infrastruktur, Telekommunikation und Technologie der Information bieten.




    Die Vertreter von “The Economist” erklärten, die Anstiegsperspektiven bleiben positiv. Der Ankurbelungsprozess könne aber schwierig sein, weil die strukturellen Reformen noch nicht finalisiert wurden. Einen negativen Einfluss auf die gro‎ßen Wirtschaften, wie jene Deutschlands zum Beispiel, habe auch die ukrainische Krise. Die Politik der Amerikanischen Zentralbank beweise, dass die Zeit des billigen US-Dollars vorbei ist.




    Rumäniens Premier Victor Ponta hat erklärt, die Organisierung der Konferenz “The Economist“ in Bukarest bestätige die Tatsache, dass Rumänien das stabilste Land mit einem sehr gro‎ßen Entwicklungspotential in einer komplizierten Region, die sich mit zahlreichen Provokationen konfrontiert, sei. Er fügte hinzu, Rumänien könnte durch seine Strategie in den nächsten Jahren die energetische Unabhängigkeit erzielen und könnte sogar ein Exporteur werden. Ponta meint, Bukarest könne durch die gesammelte Erfahrung, die Länder aus dem Westbalkan, die die europäische Integration erzielen wollen, unterstützen.




    Der Expremierminister Italiens, Enrico Letta und der EX-Premier Griechenlands George Papandreu haben die bedeutende Rolle Rumäniens in Südosteuropa hervorgehoben. Der Exregierungschef in Rom behauptet, die EU brauche “ein Rumänien, das nicht nur in sein Inneres blicken soll, sondern ein Rumänien das nach Europa schaut und das den Willen, die Rolle eines Leiters zu spielen, beweist.” Leader zu sein — erklärte Letta — bedeutet Ehre und Verantwortung, deshalb glaube ich, dass die Verantwortung und die neue Rolle Rumäniens in Europa einige der bedeutendsten Punkte seien”. Der griechische Expremier schätzte, Rumänien könnte eine Kommunikationsbrücke zwischen Europa und seinen Ostnachbaren sein. Durch die Integration der Balkanstaaten werde die EU-Ausweitung riesige positive Folgen auf die bilateralen und regionalen Beziehungen haben, fügte Papandreu hinzu. Rumänien stelle ein erfolgreiches Beispiel im Balkan und in der EU dar.

  • Geopolitik in Südosteuropa: Welche Folgen hat die Ukraine-Krise für Rumänien?

    Geopolitik in Südosteuropa: Welche Folgen hat die Ukraine-Krise für Rumänien?

    Selbst wenn es jüngst in der Ukraine-Krise eine Geste der Entspannung aus Moskau gab und russische Soldaten aus dem Grenzgebiet zur Ukraine zurückgezogen wurden, dauern die Kämpfe in der Ostukraine an. Rumänien sei von Russland gegenüber freundlich gesinnten Staaten umgeben und stehe infolgedessen vor zahlreichen Herausforderungen, meinen Politikbeobachter.



    Die Wirtschaft Russlands wird von der Rezession bedroht und vor dem Hintergrund der Sanktionen, die der Westen angesichts der Ukraine-Krise gegen Moskau verhängte, hat der Rubel negative Rekordwerte erreicht. Die Sanktionen sind illegal und werden vom Westen genutzt, um seine Wut rauszulassen. Wir haben einen anderen Weg eingeschlagen“, sagte diesbezüglich Russlands Au‎ßenminister Sergej Lawrow, der anschlie‎ßend für die Wiederaufnahme des politischen Dialogs plädierte. Die USA verkündeten jüngst, es sei nicht ausgeschlossen, dass die Sanktionen gegen Moskau aufgehoben werden, sollte Moskau die am 5. September in Minsk vereinbarte Waffenruhe zwischen den ukrainischen Behörden und den prorussischen Separatisten einhalten. Was sollten die USA und die EU für die Ukraine tun? Der Vorsitzende des Eurasien-Zentrums im Atlantischen Rat und US-Botschafter in Kiew im Zeitraum 2003-2006, John Herbst, äu‎ßerte sich im Rumänischen Rundfunk:



    Wir müssen in erster Linie strikte Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten und, sollte Russland die Ukraine-Krise weiter anheizen, dann müssen die bereits verhängten Sanktionen in Kraft bleiben. Zweitens müssen die USA die Kontrolle übernehmen und der Westen müsste der Ukraine wesentliche militärische Ressourcen zur Verfügung stellen. Drittens ist es meiner Ansicht nach höchste Zeit für eine entschlossene Antwort der NATO gegenüber der russischen Aggression in der Ukraine und den Drohungen aus Moskau, mit denen die baltischen Staaten konfrontiert werden.“




    Zum Auftakt des ersten Besuches im Westen in den letzten vier Monaten des russischen Staatschefs Wladimir Putin anlässlich des Asien-Europa Gipfels in Mailand gab es eine Geste der Entspannung aus Moskau: Der Kremlchef hat den russischen Soldaten befohlen, sich aus dem Grenzgebiet zur Ukraine zurückzuziehen. US-Au‎ßenminister John Kerry bestätigte den Rückzug, dennoch dauern die Kämpfe in der Ostukraine an. Die Gefechte um den Flughafen Donezk müssen enden. Zudem müssten ausländische Truppen dort abziehen und alle Geiseln müssen freigelassen werden“, sagte der US-Au‎ßenminister Kerry, der anschlie‎ßend forderte, dass die Souveränität der Ukraine entlang der Grenze zu Russland wieder hergestellt wird“. Diese seien die wichtigsten Bedingungen, die Russland erfüllen müsse, damit die Sanktionen aufgehoben werden, fügte Kerry hinzu.



    In Kiew bekräftigte zudem die für Europa zuständige Staatssekretärin im US-Au‎ßenministerium, Victoria Nuland, es sei schwer vorstellbar, dass die NATO-Staaten die Ukraine als neues Mitglied akzeptieren. Nuland fügte hinzu, dieses Land genie‎ße bereits alle Vorteile einer NATO-Mitgliedschaft“ und die Tore der Allianz stehen jedem Land offen, das den erforderlichen Kriterien nachkommt“. Rumänien sei seinerseits eine euroatlantische Insel, umgeben von Russland gegenüber freundlich gesinnten Staaten, erklären Politikexperten für den südosteuropäischen und ex-sowjetischen Raum. Ob Rumänien gegenüber dem direkten Druck des Kremls vulnerabel sei, dazu äu‎ßerte seine Meinung der Journalist Edward Lucas vom Magazin The Economist“:



    Rumänien ist vulnerabel, weil es von Staaten wie Bulgarien und Ungarn umgeben ist, die verschiedene Abkommen mit Russland unterzeichnet haben. Die Ukraine hat auch ein Abkommen mit Moskau unterzeichnet. Der ukrainische Staatschef Poroschenko und Russlands Präsident Putin haben auch eine vertrauliche Vereinbarung, die Republik Moldau steht auch zum Teil unter russischem Einfluss. Serbien ist ein prorussisches Land“.



    John Herbst betont auch die Vulnerabilität Rumäniens: Ich bin der Meinung, dass jedes osteuropäische NATO-Mitglied, insbesondere Staaten, wo russisch-stämmige Bürger leben, eine gewisse Vulnerabilität gegenüber dem Kreml zeigen. Putin hat eine äu‎ßerst aggressive Politik geführt und der Westen müsste sich dessen bewusst werden.“ Je schwächer die Ukraine und das Leben der Menschen schwieriger wird, desto besser wird die russische Propaganda funktionieren“, sagte auch der Journalist Edward Lucas:



    Russland will die Glaubwürdigkeit des Westens in der Ukraine vernichten. Jetzt versprechen die Kiewer Behörden Sachen, die nicht eingehalten werden können. Sollte Kiew demnächst den internationalen Finanzinstitutionen seine Schulden nicht zurückzahlen, dann wird der IWF die Demütigung erleben, ein Land finanziert zu haben, das sein Vertrauen nicht verdiente. Sollte die Ukraine in diesem Winter Gas bekommen, das nach Westen flie‎ßen sollte, dann wird der Westen ebenfalls in Verlegenheit geraten.“




    John Herbst verweist seinerseits darauf, dass Russland in den letzten sechs Monaten die baltischen Staaten vor ernsthaften Herausforderungen gestellt habe: Moskau habe einen estnischen Geheimdienstoffizier nach Russland entführt, litauische Schiffe festgehalten und bestehe darauf, gegen heutige litauische Bürger, die Anfang der neunziger den Militärdienst in der sowjetischen Armee verweigert hatten, Strafverfahren einzuleiten. Somit will Moskau den Beweis liefern, dass die Sicherheit der baltischen Staaten als NATO-Länder nicht garantiert sei.

  • Nachrichten 15.02.2014

    Nachrichten 15.02.2014

    Bukarest – Nur die regierende sozialliberale Union USL kann in der Periode 2014-2016 politische Stabilität anbieten. Das hat Rumäniens Ministerpräsident erklärt. Dieser wünscht sich, dass die guten Wirtschaftsergebnisse von 2013 weitergeführt werden. Die regierende Sozial-Liberale Union versucht derzeit ihre interne Krise zu überwinden. Der Vorschlag von Ministerpräsident Victor Ponta, einen vierten Vizeministerpräsidenten von der konservativen Partei einzusetzen, stosst auf den Widerstand der Liberalen. Ministerpräsident Ponta ist mit der Ernennung des Liberalen Klaus Johannis zum Innenminister und Vizeministerpräsidenten einverstanden. Auch mit den Vorschlägen für das Gesundheitsministerium, Finanzministerium und Wirtschaftsministerium war Ponta einverstanden. Trotz der Streitigkeiten erklärten die Anführer der Allianz, die die Parlamentswahlen von 2012 kategorisch gewonnen hat, sie würden sich eine Auflösung der Union nicht wünschen.




    Washington – Der IWF hat bestätigt, dass sich die Wirtschaften der Staaten in Zentral- und Südosteuropa erholen. Der Prozess sei aber zerbrechlich, warnte das internationale Finanzinstitut. Laut dem am Freitag veröffentlichten Bericht, werde das 2014 ein schweres Wirtschaftsjahr für die Länder der Region sein. Die externen Finanzierungsbedingungen werden sich verschärfen und werden auch das Wirtschaftswachstum beeinflussen. Die Ratgeberin der europäischen Abteilung des IWFs, Ana Ilina, erklärte, der rumänische Bankensektor konfrontiere sich weiter mit einigen Schwächen, darunter mit einem hohen Niveau der Problemkredite. Die Finanzierung ausländischer Banken sei im 3. Quartal geschrumpft, jedoch nicht so viel, wie in anderen Staaten der Region, wie Slowenien, Lettland, Ungarn und Kroatien.

  • Vorsitzender der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung auf Rumänienbesuch

    Vorsitzender der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung auf Rumänienbesuch

    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ist ein starker und vertrauensvoller Partner Rumäniens. Das Land zeigt,nach extrem Schwierigen Jahren, klare Anzeichen der wirtschaftlichen Wiederankurbelung. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hält zu ihrem Engagement die Bemühungen Rumäniens, zukünftig wieder ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu verzeichnen, zu unterstützen. Das hat der Vorsitzende des Finanzinstituts Suma Chakrabarti in Bukarest erklärt. Zusammen mit der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank, wickelt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ein zweijähriges 30-Milliarden schweres Investitionsprogramm ab. Ziel des Programms ist die Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung in Zentral-und Südosteuropa.



    Der Beitrag der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Höhe von 4 Milliarden Euro soll grossteils in Südosteneuropa, inklusive Rumänien, investiert werden. Die Bank hat schon 2012 in diesem Teil Europas 600 Millionen Euro investiert. Insgesamt 6 Milliarden Euro hat das Finanzinstitut bis jetzt Rumänien gewährt. Im Moment betrifft das wichtigste Projekt der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Rumänien die Umstrukturierung der rumänischen Bahngesellschaft CFR. Ministerpräsident Victor Ponta:



    Ich glaube die einzige wahre Umstrukturierungs-und Modernisierungs-Chance der Bahngesellschaft ist eng mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zu arbeiten. Wir müssen den Kredit, den wir bekommen haben und insbesondere die Fachkenntnisse zur Umstrukturierung eines solchen grossen Unternehmens benutzen. Es ist ein Engagement der Regierung, die ich leite, dieses für Rumänien wesetliche Projekt in Zusammenarbeit mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zu Ende zu bringen.“



    Suma Chakrabarti erklärte, das von ihm geleitete Finanzinstitut werde dieses jahr 500 Millionen Euro in Rumänien investieren und erläuterte:



    Es gibt Gründe für unser Vertrauen. Die Regierung hat sehr gute Massnahmen getroffen um ihr Budget unter Kontrolle zu halten. Ferner hat die Regierung ernsthafte Reformprogramme, die sie einleiten möchte. Als Teil dieses Reformprogramms ist es sehr wichtig, dass Rumäniens mehrere direkte Investitionen anzieht. Wir werden an einer solchen Möglichkeit, Investitionen anzuziehen beitragen. Im Durchschnitt wird es sich um 2,5 Euro für jeden Euro, den wir investieren, handeln.“



    Die Regierung in Bukarest verlässt sich weiterhin auf die Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung für die Mitfinanzierung der Projekte, die durch den Kohäsions-und Strukturfond abgewickelt werden. Zudem spiel die Bank eine wichtige Rolle bei der Umstrukturierung und Privatisierung der staatlichen Unternehmen, bei der Unterstützung der lokalen Behörden für die Abwicklung von lokalen Projekten und bei der Stimulierung der Kreditvergabe an Klein-und Mittelunternehmen. Anteilseigner der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sind 64 Länder, die Europäische Union und die Europäische Investitionsbank. Sie unterstützt die Entwicklung von Marktwirtschaften und Demokratie.