Tag: Suspendierung

  • Unsicherheit in Bezug auf die 2. Säule des Rentensystems

    Unsicherheit in Bezug auf die 2. Säule des Rentensystems

    Vor 11 Jahren hatte die damalige liberale Regierung in Rumänien beschlossen, dass die aktiven, relativ jungen Angestellten über einen Teil ihrer Beiträge zum Rentensystem frei verfügen können, und versprach eine progressive Steigerung der entsprechenden Prozentzahl der Beiträge. So wurde in Rumänien die 2. Säule des Rentensystems geschaffen. Ende 2017 bezifferten sich die von den Beitragszahlern an die Renten-versicherungen der 2. Säule entrichteten Beiträge auf mehr als 40 Milliarden Lei (umg. 8,6 Milliarden Euro). Von dieser Summe waren etwa 7 Milliarden Lei (umg. 1,5 Milliarden Euro) investitionelle Erträge. Die Zahlen beweisen die Vorteile und den Erfolg dieses Systems, notieren die Presseagenturen. Wenn etwas so gut läuft – und auch während der Wirtschaftskrise gut gelaufen ist – warum sollte man es denn ändern? Das fragen sich die Finanzexperten, die Geschäftsleute, die ausländischen Investoren und die rechtsgerichtete Opposition, auf dem Hintergrud der Gerüchte über einen möglichen Verzicht auf die 2. Säule des Rentensystems.



    Die jüngsten und beunruhigendsten Gerüchte sprechen von einer zeitweiligen Suspendierung oder sogar einer Verstaatlichung der 2. Säule des rumänischen Rentensystems. Der starke Mann der linksgerichteten Regierungskoalition PSD-ALDE, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Liviu Dragnea, hat die Gerüchte dementiert. Gleichzeitig hat er aber zugegeben, dass die Zahlung der Beiträge zur 2. Säule zeitweilig suspendiert werden könnte, damit die Rumänen entscheiden können, ob sie ihre Rentenbeiträge in die 1. oder in die 2. Säule einzahlen wollen. Liviu Dragnea:



    Zu dem Zeitpunkt, wenn die Untersuchung durchgeführt wird, und wenn man diese Entscheidung treffen wird, die als Absicht im Regierungsprogramm eingetragen ist, und zwar dass jeder Bürger über einen Entscheidungszeitraum verfügt, dann könnte die Beitragszahlung für die 2. Säule des Rentensystems suspendiert werden oder nicht — dies wird als Resultat der Untersuchung und nach Beratungen mit den Fondsverwaltern, den privaten Verwaltern der öffentlichen Gelder aus den Fonds der 2. Säule des Rentensystems erfolgen.”



    Ihrerseits versicherte die Premierministerin Viorica Dăncilă, dass die 2. Säule des Rentensystems nicht abgeschafft werde, aber sie räumte auch eine eventuelle Änderung der Gesetze in diesem Bereich ein.



    Staatspräsident Klaus Iohannis, der immer öfter harte Kritik an das Regierungskabinett Dăncilă ausübt, verlangte von der Regierung, dass sie ihre klaren Absichten bekanntgibt. Es bestehe das Risiko, dass die Bürger ihr Vertrauen zur Fähigkeit des Staates, das Rentensystem zu erarbeiten und zu verwalten, verlieren könnten, so Klaus Iohannis:



    Wir erleben einen Hin-und-Her an Erklärungen und Stellungnahmen über die 2. Säule des Rentensystems — sie wird abgeschafft, sie wird nicht abgeschafft; sie wird verstaatlicht, sie wird nicht verstaatlicht; sie wird suspendiert, sie wird nicht suspendiert. Diese Haltung in der Frage des Rentensystems, befindet sich an der Grenze einer dillettantischen, sehr toxischen Regierung. Daher fordere ich die Regierenden auf, wieder zu sich zu kommen und ein für allemal ihre klare Absicht în Bezug auf die 2. Säule des Rentensystems in Rumänien bekanntzugeben. Es geht hier nicht um staatliche Gelder oder öffentliche Gelder; das sind private Gelder, es ist das Geld der Menschen, die zur 2. Säule des Rentensystems beitragen. Und damit ist nicht zu scherzen.”



    Für die rechtsgerichtete Opposition ist inzwischen alles klar: Die linksgerichtete Regierungskoalition kann ihr Versprechen über die Erhöhung der Renten nicht einhalten. Das Defizit des staatlichen Rentenfonds ist sehr gro‎ß und ein Geldtransfer von der 2. Säule zur 1. Säule würde das Defizit vermindern. Die Finanzexperten warnen aber, dass diese Aktion keine Lösung für die chronischen Probleme des Rentenhaushalts sei und eine negative Wirkung auf die Investitionen und die Börse haben würde.

  • Nachrichten 01.02.2018

    Nachrichten 01.02.2018

    Die rumänischen Senatoren und Abgeordneten haben am Donnerstag ihre Tätigkeit in der neuen Parlamentssitzungperiode begonnen. Die Sozialdemokratische Partei (PSD), wichtigste Gruppierung der Regierungskoalition, nimmt sich vor, das Gesetz über den Souveränen Entwicklungs- und Investitionsfonds, das Verwaltungsgesetzbuch oder das Rentengesetz zu verabschieden. Der Juniorpartner der Regierungskoalition, die Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE) fokussiert sich auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die mitte-rechts-orientierte Opposition kündigte an, sie werde in dieser Sitzungsperiode alle Initiativen der Macht zur Änderung der Justizgesetze blockieren.




    Eine der Prioritäten der Regierung ist die Entwicklung und Erweiterung der Strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und den USA in mehreren Bereichen, einschließlich was die Wahrung und Förderung der Menschenrechte und die Bekämpfung des Menschenhandel anbelangt. Diese Botschaft übermittelte die Premierministerin Viorica Dăncilă bei der Debatte zum Thema Menschenhandel, die von der amerikanischen Botschaft in Bukarest veranstaltet wurde. Auch Innenministerin Carmen Dan übermittelte die Botschaft, dass Rumänien sich an den Anstrengungen der Einrichtungen wie EUROPOL, INTERPOL, EUROJUST, FRONTEX oder SELEC beteiligt, um die grenzübergreifende Kriminalität zu bekämpfen und die negativen Auswirkungen des Menschenhandels oder des Handels von Jugendlichen zu begrenzen. Die Bekämpfung des Menschenhandels sei eine der Prioritäten des Innenministeriums, sagte noch Carmen Dan. An der besagten Debatte beteiligten sich hochrangige Vertreter der Justiz und der Einrichtungen, die in die Bekämpfung des Menschenhandels involviert sind, aus den USA, Rumänien und aus der Republik Moldau.




    Der rumänische Außenminister Teodor Meleşcanu ist am Donnerstag in Bukarest mit seinem polnischen Gegenüber Jacek Czaputowicz zusammengekommen. Bei dem Treffen sagte der rumänische Chefdiplomat, ein eventuelles Votum für die Suspendierung des Stimmrechts Polens im Europäischen Rat würde niemandem zunutze kommen. Dabei präzisierte Melescanu, Polen habe Rumänien nicht aufgefordert, sich gegen die Suspendierung des Stimmrechts auszusprechen. Seinerseits sagte Jacek Czaputowicz, Polen habe auch Signale von anderen Staaten der Region, dass sie nicht die Absicht haben, für die Aktivierung des Artikels 7 des EU-Vertrages abzustimmen. Die EU-Kommisson will gegen Polen das sogenannte Artikel-7-Verfahren einleiten. Das Land würde zwar nicht aus der EU fallen, wäre aber ohne Rechte und Einfluss und damit an den Rand gedrängt. Grund für den Schritt ist das gescheiterte Rechtsstaatlichkeitsverfahren gegen die umstrittene Justizreform im Land.

  • Nachrichten 24.11.2014

    Nachrichten 24.11.2014

    BUKAREST: Der Oberste Rat der Richter und Staatsanwälte in Rumänien hat die Suspendierung von Alina Bica vom Magistratenamt beschlossen. Die Leiterin der Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität DIICOT, Alina Bica, hatte ihr Amt niedergelegt, nachdem sie für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen wurde. Alina Bica wird beschuldigt, im Jahr 2011 als Mitglied eines sogenannten Rückerstattung-Ausschusses, überbewertete Schadensersatzzahlungen genehmigt zu haben. Dem Staat entstand ein Schaden von über 60 Millionen Euro, so die ermittelnden Staatsanwälte. Im selben Fall hat die Nationale Antikorruptionsbehörde DNA die Genehmigung für die Verhaftung des Parlamentariers Marko Attilla Gabor, eines Ex-Kollegen von Alina Bica im Rückerstattung-Ausschuss gefordert.



    BUKAREST: Die Popularität des gewählten Staatspräsidenten Rumäniens Klaus Iohannis ist riesig gestiegen. Der Optimismus der Rumänen verdoppelte sich nach den Präsidentschaftswahlen – so eine Meinungsumfrage des Rumäischen Institutes für Bewertung und Strategie (IRES). Das Vertrauen der Rumänen in Klaus Iohannis ist von 25% vor den Präsidentschaftswahlen auf 61% gewachsen. 62% der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung nicht gewechselt werden muss. Die Macht solle nicht einer einzigen Partei gehören. Wenn vor den Präsidentwschaftswahlen nur 24% der Meinung waren, dass die Sachen sich in die gute Richtung bewegen, so meinen heute 55% der Befragten, dass Rumänien sich auf dem guten Weg befände. Die Meinungsumgrage wurde am 20. November 2014 durchgeführt. Es beteiligten sich rund 1.400 Personen im Alter von über 18 Jahren.



    BUKAREST: Am Montag hat man beim Sitz des Verteidigungsministeriums den acht rumänischen Militärs, die am Freitag im Kreis Sibiu in einem Hubschrauberunglück ihr Leben verloren haben, gedacht. Das rumänische Verteidigungsministerium hatte am Sonntag im zentralrumänischen Sibiu/Hermannstadt eine militärische und religiöse Zeremonie organisiert. Weitere zwei Militärs sind im Unglück schwer verletzt worden. Sie hätten an einer gemeinsamen Übung mit amerikanischen Truppen teilnehmen sollen. Es ist ein trauriger Moment für die rumänische Armee, für das rumänische Volk und für mich persönlich“ erklärte Rumäniens Staatschef Traian Basescu nach der Tragödie.



    BUKAREST: Die Vertretung der EU-Kommission in Rumänien hat am Montag in Bukarest zusammen mit der italienischen EU-Ratspräsidentschaft die Kampagne Ja, uns kümmert es!” gestartet. Diese hat als Ziel die Botschafter der EU-Staaten in Bukarest über mit EU-Fonds finanzierte Projekte zu informieren. Das erste Ereignis im Rahmen der Kampagne hat als Thema fie Forschung. 15 Botschafter von EU-Staaten werden zusammen mit der Leiterin der Vertretung der EU-Kommission in Bukarest, Angela Filote, und mit dem delegierten Minister für Hochschulbildung, wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung, Mihnea Costoiu, zwei wichtige Institute besuchen. Es handelt sich dabei um das Nationale Institut “Victor Babeş”, das Krebs-Forschungsprojekte abwickelt und das Institut für Atom-Physik Horia Hulubei” in Măgurele. Hier wird das grö‎ßte Laser der Welt gebaut.



    CHIȘINĂU: Der Oberste Sicherheitsrat der Republik Moldau ist am Montag auf Aufforderung des Informations- und Sicherheitsdienstes zusammengekommen. Dadurch sollte Destabilisierungsversuche verhindert werden. Am kommendne Sonntag werden in der Republik Moldau Parlamentswahlen stattfinden, die für die zukünftige Richtung des Landes wesentlich sind. Die Meinungsumfragen zeigen, dass die Wahlen von den bedeutendsten drei proeuropäischen Parteien gewonnen werden.