Tag: Ion Iliescu

  • 30 Jahre seit den Bergarbeiter-Unruhen in Bukarest

    30 Jahre seit den Bergarbeiter-Unruhen in Bukarest

    Die damaligen Ereignisse bewiesen, dass eine Gesellschaft, die frisch einem totalitären politischen Regime entronnen war, noch die Dämonen der Vergangenheit bekämpfen musste, bevor sie vollständig heilen konnte. Im Juni 1990 wurde Bukarest von den Bergarbeitern gestürmt, um die damals regierende Nationale Rettungsfront gegen die Oppositionsparteien zu unterstützen. Unter anderem waren die Bergarbeiterunruhen in der Tat eine Manifestation von Hass und Intoleranz gegenüber dem demokratischen Pluralismus, der damals in Rumänien nur sehr mühsam zum Zuge kam. Vor dem Hintergrund der Protestkundgebungen der Opposition im April 1990 und nach den Wahlen vom 20. Mai 1990, die von der Nationalen Rettungsfront haushoch gewonnen worden waren, stiegen die Spannungen buchstäblich in die Höhe. Die staatlichen Institutionen versuchten die Protestkundgebungen auf dem Universitätsplatz zu untersagen, was den Beginn dreitägiger gewalttätiger Zusammenstö‎ße bedeutete, die schlie‎ßlich sechs Menschenleben forderten und 750 weitere Verletzte hinterlie‎ßen.



    Was zwischen dem 13. und 15. Juni geschah, war ein einzigartiges Ereignis. Der Historiker Cristian Vasile erläutert, was an diesem Ereignis so einzigartig war.



    Einige Historiker stellten es vor dem Hintergrund der Zeitspanne unmittelbar nach dem Kommunismus in Rumänien und beschrieben es als die letzte Repression kommunistischen Ursprungs, die in diesem Land stattgefunden hat. Und sie haben meiner Meinung nach Recht, denn die damaligen Ereignisse, die Gewalt gegen einen Teil der Zivilbevölkerung, haben gewisse Gemeinsamkeiten mit dem, was in der nationalen Geschichte unmittelbar nach 1944 geschah. Eine Erklärung dafür könnte die Tatsache sein, dass der politische Stab und die politischen Praktiken vom März 1945 [als unter Druck der Sowjetunion die erste kommunistische Regierung in Bukarest an die Macht gehievt wurde — Anm. d. Red.] auch nach diesem Datum weitergeführt wurden. Die gängige politische Praxis, Zivilisten gegeneinander aufzuhetzen, wurde ebenfalls im Juni 1990 umgesetzt.“




    Es wurde gesagt, dass die Krawalle der Bergarbeiter im Juni 1990 dadurch ermöglicht wurden, dass die staatlichen Institutionen schwach waren und die Polizei die Protestkundgebungen am 13. Juni nicht niederschlagen konnte. Der Historiker Cristian Vasile dazu:



    Ich neige auch dazu, an die Theorie zu glauben, dass die Polizei schwach war und nicht in der Lage war, bestimmte Formen von Volksunruhen einzudämmen. Wenn wir uns genauer ansehen, wie sich die Dinge zwischen dem 13. und 15. Juni entwickelt haben, vor allem am 13. Juni, da dieser Tag der Höhepunkt war, können wir in der Tat feststellen, dass die Polizei nachgelassen hat, aber es gibt auch einige Fragen, die bisher ungeklärt bleiben. Es gibt mehrere Aufnahmen, echte Aufnahmen, es gibt diese Funkbotschaften des damaligen stellvertretenden Innenministers, General Diamandescu, der dem Empfänger seiner Botschaften so etwas wie ‚Wir werden die (Polizei-)Busse in Brand setzen, wie vereinbart‘ sagte. Was sollen wir daraus verstehen? Dann gibt es übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach es nicht die Protestierenden waren, die das Polizeigebäude in der Hauptstadt in Brand setzten, sondern das Gebäude von innen in Brand gesetzt wurde. Ungeklärt ist auch, warum Hunderte von Polizisten sich ihre Positionen verlie‎ßen und das Gebäude des Innenministeriums ebenfalls ungeschützt lie‎ßen.“




    Die neue Macht, die Ion Iliescu verkörperte, musste durch die Manipulation der Menschenmengen gestärkt werden, so dass die meisten derjenigen, die die Randale der Bergarbeiter analysierten, dies als eine sinnvolle Erklärung der damaligen Ereignisse ansehen. Der Historiker Cristian Vasile berichtet weiter:



    Die Unruhen, die auf dem Universitätsplatz und in der Calea Victoriei aufflammten, wurden gegen Mitternacht in der Nacht zum 13. Juni und bis 3 Uhr morgens am 14. Juni niedergeschlagen. Der Polizei gelang es, alles unter Kontrolle zu bringen, die Randalierer wurden festgenommen. Etwas später kamen die Bergleute, sie wurden vom damaligen Präsidenten Ion Iliescu begrü‎ßt. Anstatt die Spannung zu entschärfen und den Bergarbeitern zu sagen, Armee und Polizei hätten alles unter Kontrolle, lud Ion Iliescu sie ein, den Universitätsplatz zu besetzen. Was war der Zweck einer solchen Aktion, wenn die Polizei und die Armee schon einige Stunden zuvor die Situation vollständig unter Kontrolle gebracht hatten? Diese völlig leichtsinnige Einladung führte zu den gewalttätigen Zusammenstö‎ßen, die am 14. Juni am Morgen und in den folgenden Tagen ausbrachen. Alles in allem war es also eine absolut sinnlose Anstiftung zur Gewalt, eine kriminelle Handlung, die des Strafgesetzbuches würdig war.“




    Die Bergarbeiterunruhen vom Juni 1990 waren ein letztes Aufbäumen der kommunistischen Denkweise in einer Gesellschaft, die erst nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes im Dezember 1989 neu entstanden war. Cristian Vasile:



    Warum die Bergarbeiter? Es gab in denselben Tagen den Versuch, auch andere Kategorien von Arbeitern aufzuwiegeln, schon am 13. und 14. Juni. Es gibt festgehaltene Zeitzeugenaussagen, dass ein Aufruf an Arbeiter aus mehreren Fabriken in Bukarest gerichtet wurde, gegen die Demonstranten vorzugehen. Nicht wenige Gewerkschaften lehnten den Vorschlag ab und weigerten sich, einzugreifen, mit der Begründung, dass der Konflikt politischer Natur sei und es ihnen nicht zustehe, die Ordnung wiederherzustellen. Es scheint jedoch, dass die Bergarbeiter als Kategorie empfänglicher für die Propaganda der damaligen Nationalen Rettungsfront, des Iliescu-Regimes, waren. Was Ion Iliescu betrifft, so hat er sich verteidigt, indem er behauptete, er habe seinen Aufruf nicht nur an die Bergleute, sondern an alle verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Kräfte gerichtet. Aber das ist ein erschwerender Umstand für jemanden, der Präsident eines Landes ist. Und genau hier liegt die Tragödie dieser Episode, da war die Manipulation eines Teils der Bukarester Bevölkerung, die den Bergleuten buchstäblich Beifall für ihre Taten spendete. Und was sie taten, war, junge Studenten zu Brei zu schlagen, ebenso wie bärtige Männer oder Frauen, die Miniröcke trugen. Das erinnerte stark an Ceauşescus Politik, an die Jagd auf Rocker in den 1970er Jahren.“




    Der Preis, den Rumänien für die Bergarbeiterunruhen vom 13. bis 15. Juni 1990 zahlen musste, war seine eigene internationale Isolation. Konkret bedeutete dies, dass das Abkommen mit dem IWF eingefroren wurde, aber auch, dass es unmöglich war, einen weiteren Kredit aufzunehmen. Politisch gesehen verhinderten die Bergarbeiterunruhen vom Juni 1990, dass Rumänien dem Europarat beitreten konnte. Erst 1993 wurde Rumänien Mitglied des Europarates, viel später als viele andere Länder des ehemaligen Sowjetblocks.

  • Nachrichten 13.06.2020

    Nachrichten 13.06.2020

    Der von den rumänischen Behörden am 15. Mai ausgerufene Warnzustand endet am Montag. Die Regierung plant, ihn zu verlängern, wobei eine Entscheidung in dieser Hinsicht auf der nächsten Regierungssitzung getroffen werden soll. Premierminister Ludovic Orban hat bekräftigt, dass es sich hierbei nicht um einen politischen Schritt handelt, sondern um eine Expertenmeinung angesichts des hohen Risikos einer zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie. Die Verlängerung des Warnzustands muss vom Parlament gebilligt werden, aber die Opposition sagt, dass sie nicht mehr dafür stimmen wird. Nach Ansicht des Interimspräsidenten der Sozialdemokratischen Partei, Marcel Ciolacu, sollte es stattdessen eine Zwischenstufe geben, die nicht länger als 15 Tage dauert. Offizielle Zahlen zeigen, dass in Rumänien in den letzten 24 Stunden 275 Neuinfektionen gemeldet wurden, wobei 171 Personen noch immer auf der Intensivstation liegen. Von den rund 21.700 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, sind 1.394 gestorben. Im Ausland hatten etwa 3.400 Rumänen das Virus und 114 sind gestorben.




    Die Rumänische Nationalbank hat davor gewarnt, dass die rumänische Wirtschaft im zweiten Quartal des Jahres aufgrund der Schlie‎ßung vieler Wirtschaftssektoren und des geringeren Binnen- und Auslandsverbrauchs als Folge der Coronavirus-Pandemie erheblich schrumpfen könnte. Viele rumänische Unternehmen und sogar ganze Sektoren mussten ihre Tätigkeit über Nacht unterbrechen, wobei die Bereiche Verkehr, Tourismus, Gastgewerbe, Freizeitaktivitäten, Industrie und Handel am stärksten betroffen waren. Die wirtschaftliche Nachfrage stieg im ersten Quartal des Jahres beträchtlich an, aber der Arbeitsmarkt erlebte im März einen plötzlichen Rückgang, dessen Auswirkungen durch das Kurzarbeitprogramm der Regierung etwas gemildert wurden, hei‎ßt es in einem Bericht der Nationalbank. Die Zahl der im Haushalt veranschlagten Arbeitsverträge hat jedoch in letzter Zeit zugenommen, und dieser Trend könnte sich mit dem Auslaufen der Regelung betreffend die Kurzarbeit fortsetzen. Nach Angaben der Nationalbank wird die Jahresinflationsrate auch nach einem deutlichen Rückgang im zweiten Quartal dieses Jahres bei über 3 % bleiben.




    Premierminister Ludovic Orban forderte am Samstag die Richter auf, Licht in den noch nicht aufgeklärten Fall der Bergarbeiterüberfälle vom 13. bis 15. Juni 1990 zu bringen und die Wahrheit herauszufinden. Der Premierminister sagte in einer Erklärung, dass das damalige kommunistische Regime unter Führung von Ion Iliescu, der gerade die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte, zunächst auf die Sicherheitskräfte und dann auf die Bergarbeiter zurückgriff, “um die Würde junger Menschen, Intellektueller, Menschen mit starken antikommunistischen Überzeugungen mit Fü‎ßen zu treten”. Die Razzien der Bergarbeiter vom 13. bis 15. Juni beendeten einen massiven Protest gegen die linke Regierung, die nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur im Dezember 1989 an die Macht gekommen war. Am 13. Juni kam es zu gewalttätigen Zusammenstö‎ßen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Eine Gruppe von Bergarbeitern aus dem Jiu-Tal kam am folgenden Tag in Bukarest an, wandte Gewalt gegen Demonstranten und Passanten an und beschädigte die Hauptquartiere der historischen Parteien und Fakultäten sowie andere Gebäude. Damals wurden sechs Menschen getötet, fast 1.000 verletzt und mehrere Hundert illegal inhaftiert. Einige der Personen, die damals im Amt waren, wie Präsident Ion Iliescu, Premierminister Petre Roman und der stellvertretende Premierminister Gelu Voican Voiculescu sowie der damalige Direktor des rumänischen Geheimdienstes Virgil Magureanu werden im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu den Unruhen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Im Mai letzten Jahres gab das Oberste Kassations- und Strafgericht den Fall an die Staatsanwaltschaft zurück, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen, nachdem es entschieden hatte, dass der von den Militärstaatsanwälten zusammengestellte Fall nicht rechtmä‎ßig sei. Im Jahr 2014 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Rumänien die Ermittlungen zu den Razzien der Bergarbeiter von 1990 fortsetzen muss.

  • Alegerile din 20 mai 1990

    Alegerile din 20 mai 1990

    Pe 20 mai 1990, în România aveau loc
    primele alegeri libere din 1946. Au fost semnul revenirii la societatea
    politică pierdută după 45 de ani de regim comunist opresiv. Pe 19 noiembrie
    1946, alianța condusă de partidul comunist cu sprijinul guvernului comunist
    impus de ocupantul sovietic, falsifica rezultatul alegerilor și câștiga 78% din
    locurile din Parlament. Atunci se încheia democrația română care avea să
    renască pe 20 mai 1990.



    Alegerile din 20 mai 1990 au fost
    dominate de figura lui Ion Iliescu și de Frontul Salvării Naționale, urmașul
    direct al partidului comunist încă de la căderea regimului Ceaușescu de pe 22
    decembrie 1989. Iliescu avea să câștige detașat 85% din opțiunile românilor în
    fața celorlați doi contracandidați, liberalul Radu Câmpeanu și țărănistul Ion
    Rațiu. Iar Frontul Salvării Naționale își adjudeca două treimi din locurile din
    parlament. În cei doi ani, până la alegerile din 1992 când electoratul român dă
    primele semne de maturizare, cel mai important act adoptat a fost Constituția
    României, în decembrie 1991.


    Despre scrutinul de acum 30 de ani
    s-a scris enorm. Opțiunile colosale pentru Iliescu și FSN au fost denumite
    alegerile din Duminica orbului, nume dat de cei care aleseseră candidații
    Opoziției formată atunci din Partidul Național Țărănesc Creștin-Democrat,
    Partidul Național Liberal și Partidul Social-Democrat. O privire aruncată azi
    asupra acelui scrutin din urmă cu 30 de ani ne arată că el nu a fost nici liber
    nici legitim, așa cum consideră Ioan Stanomir, profesor la Universitatea
    București:

    Privite din
    prisma unor exigențe minime, alegerile din 20 mai 1990 nu au fost nici libere,
    nici corecte. Nu în același mod în care nu au fost libere și corecte alegerile
    libere din 19 noiembrie 1946. Dar, într-un fel diferit, ele au fost nelibere și
    incorecte. De ce? Pentru că întreg climatul care a precedat alegerile și întreg
    climatul în cadrul căruia s-au desfășurat alegerile nu a fost de natură să
    genereze o alegere autentică și lipsită de constrângere a cetățenilor României.
    Și vreau să dau două exemple. Exemplul numărul unu a fost acoperirea mediatică.

    Practic, opoziția democratică a fost exclusă de la accesul la principalul canal
    de comunicare, Televiziunea română, între ghilimele liberă. Exemplul numărul
    doi este raportarea statului-partid FSN la competitorii politici, respectiv
    atacurile verbale și fizice de o gravitate excepțională la care au fost supuși
    activiștii și candidații partidelor de opoziție. Așa încât, pe 20 mai 1990
    poporul român nu a avut ocazia de a se pronunța în cunoștință de cauză pentru
    că partidul-stat care a cucerit puterea în decembrie 1989 a dorit să aibă în
    alegeri un mijloc de legitimare și nu o temelie pentru o democrație consolidată,
    așa cum o înțelegem astăzi.


    În cele
    câteva luni de libertate, din decembrie 1989 și până în 20 mai 1990, nimeni nu
    se putea aștepta ca poporul român să renască politic miraculos. Astfel,
    rezultatele au fost cele așteptate, așa cum spune Ioan Stanomir:

    Rezultatele erau ușor de
    anticipat, aș spune că erau singurele rezultate posibile. Ele au început să se
    prefigureze din clipa în care pe 22 decembrie 1989 Ion Iliescu s-a
    autoproclamat șef de stat. Aceste rezultate au fost prefigurate de transformarea
    Frontului Salvării Naționale în partid politic în ianuarie 1990 și, pe cale de
    consecință, în partid-stat de vreme ce controla inclusiv celulele de la nivelul
    întreprinderilor de stat. Rezultatele acelor alegeri au fost prefigurate din
    momentul în care lustrația, eliminarea fosților demnitari și comuniși și a
    foștilor securiști, a fost refuzată ca soluție politică în Consiliul Provizoriu
    de Uniune Națională, miniparlamentul provizoriu.


    Totuși,
    cum se explică acel comportament politic al unei națiuni înrobite vreme de
    aproape o jumătate de secol?

    Ioan Stanomir: Cred că este corect să vorbim despre o problemă originară a
    regimului politic din România. În decembrie 1989, ceea ce era în mod autentic
    schimbare revoluționară a fost canalizat de un grup politic avându-i în frunte
    pe Ion Iliescu, Petre Roman, Silviu Brucan și numele pot continua într-un tip
    de organizare politică dominat de partidul-stat denumit Frontul Salvării
    Naționale. Ne putem întreba dacă era posibil altceva? Răspunsul meu este unul
    mai degrabă sceptic pentru că să nu uităm că România ieșea din 20 de ani de
    dejism și 25 de ani de ceaușism. Iar ceaușsimul în particular a fost un
    ingredient foarte important în constituirea ideologiei feseniste.


    Alegerile
    din 20 mai 1990 au intrat deja în manualele de teorie politică pentru studierea
    mecanismelor reconstrucției democratice. Este un exemplu despre cum societatea
    simte nevoia să revină treptat la normalitate, este tranziția complexă de la lipsa
    de libertate la libertate.

    Ioan Stanomir:
    Alegerile din 20 mai 1990 au reprezentat mai degrabă o excepție pentru că
    până la victoria Partidului Social Democrat din 2016 niciun alt partid nu a mai
    câștigat o asemenea proporție zdrobitoare. Frontul Salvării Naționale s-a
    confundat cu statul, iar statul, pentru foarte mulți români la nivelul anilor
    90 se confunda cu statul ceaușist. După 30 de ani, România e într-o situație paradoxală:
    pe de-o parte este în poziția de a-și fi împlinit aspirațiile fundamentale
    euroatlantice, dar în același timp e în poziția de a observa că statul român e
    un stat croit și condus în structurile sale profunde de urmașii fesenismului.


    Pesimismul
    alegerilor din 20 mai 1990 continuă să fie prezent în România. Dar e reperul de
    unde românii au reînceput să învețe a gândi politica liber.

  • Stories of Romanian Sports – Chess player Ion Iliescu

    Stories of Romanian Sports – Chess player Ion Iliescu

    Major historic
    events can be life-changing in the life of an athlete. Such is the case of
    Romanian-born chess player Juan Iliescu, whose contribution to Argentinian
    chess has been most notable. Born Ion Traian Iliescu on April 18, 1898 in
    Braila, Ion Iliescu was a seaman in the Romanian navy when Romania entered the
    war in 1916 on the side of the Entente. He was taken prisoner by the German
    army, and was released at the end of the war, after 18 months of captivity in
    Havelberg, Germany. Upon his release he decided to roam the world. He reached
    Paris, a city his French mother had told him stories about, then crossed
    Antwerp, Brussels and Ostend. In 1921 he crossed the Atlantic, reaching Buenos
    Aires, Argentina. He could neither speak Spanish, nor play chess, a sport
    widely spread amongst inmates.


    He did learn to
    play it at Café Marzotto in Buenos Aires, from two players with diverging
    playstyles. Over the next two years he managed to beat all players that
    frequented the venues. He started playing in professional tournaments in 1924,
    and in 1928 he won his first major competition, under his Hispanicized name,
    Juano Iliesco. He then starting coaching chess players at San Lorenzo de
    Almagro, a local sports club. He is widely acknowledged for his notable
    contribution to the development of chess in Argentina. This is noted down in
    the book Lights and shadows of Argentinian chess (Luces y sombras del ajedrez
    argentine), published in 2014. In 1939 Argentina was the first country outside
    Europe to host the chess Olympiad. That year Juan Iliesco won the Argentinian
    chess championship, but he was denied the title, as he wasn’t an Argentinian
    national. When rules changed, Juan Iliesco won and received the champion’s
    title in 1943. A year later he missed another title, losing the playoff against
    Hector Rossetto.


    He defeated all
    of Argentina’s top-notch players, including those who settled there during the
    war, the most famous of whom is Miguel Najdorf, one of the best chess players
    in the world in the late ’50s. Iliesco defeated Najdorf at the tournament held
    in Mar del Plata in 1941. Najdorf at the time was the Olympic vice-champion
    representing Poland. Juan Iliesco went on to become a chess sports commentator,
    featuring as a contributor to El Dia and La Plata sports magazines in the
    1960s. He passed away on February 2, 1968 in Mar del Plata, where he spent the
    last years of his life.


    (Translated by V. Palcu)



  • 30 years since the events in University Square

    30 years since the events in University Square

    These days
    public gatherings are forbidden due to the coronavirus pandemic, but Romanians
    still remember the University Square phenomenon. It happened 30 years ago in
    Bucharest, months after the anti-communist revolution of 1989. The phenomenon
    would forever mark Romanian society, becoming a milestone in anti-communist
    resistance. Misunderstood at the time by a society that had been for decades
    struggling with totalitarianism, the phenomenon produced a major social rift,
    which, despite the change of perception over the years, is still present to
    date. On April 22, 1990, thousands of people disgruntled with the political
    developments in the country gathered in University Square in central Bucharest
    and declared it the first area free of neo-communism.

    The protest was
    targeting Ion Iliescu and other officials of the Romanian Communist Party who had
    taken power in their grip after the revolution. A few dozen people completely
    blocked the square, and the movement rapidly gained momentum after Ion Iliescu
    labeled participants as hooligans. Backed by right-wing parties, the movement
    started in the election campaign for the first free elections in Romania, and
    lasted 53 days. It was violently repressed by a raid of miners brought over
    from a coal-mining site in southern Romania. The action was called a raid and
    sparked harsh criticism from Western powers and part of civil society. Ion
    Iliescu and the new leftist party that won the election were accused of having called
    and instigated the miners to attack protesters, who continued to voice their
    discontent on a much lower scale. The accusations have been denied to this day.

    Emil Constantinescu, a former professor at University of Bucharest, located in
    University Square, today labels the University Square phenomenon as a school
    of democracy. Constantinescu, who became Romania’s President in 1996, claims
    the lawmakers at the time feared the power of truth and the people might gain
    hope and start believing in ideals. Emil Constantinescu says the events of
    April, 1990 contributed to our Euro-Atlantic path, Romania 30 years on being a
    member of both the EU and NATO, part of the family of consolidated democracies.
    We are facing other types of difficulties, challenges and uncertainty, a lot of
    social division and a new wave of hatred that has migrated from the street to
    social media, the former President also warns. Rediscovering these moments of light
    in the darkness could help us defeat not just those viruses that infect our
    bodies, but also those that stain our minds, thus helping us understand that
    only together will we overcome adversities, Emil Constantinescu concluded.


    (Translated
    by V. Palcu)











  • 30 de ani de la Piaţa Universităţii

    30 de ani de la Piaţa Universităţii

    În aceste zile în care adunările publice sunt interzise din cauza
    pandemiei de coronavirus, poate că românii își amintesc de fenomenul
    Piață Universității. Produs în capitala București în urmă cu 30 de
    ani, la doar câteva luni după Revoluția din 1989, fenomenul avea să marcheze
    pentru mult timp societatea românească și să devină un punct de reper al luptei
    anti-comuniste. Neînțeles prea bine la vremea respectivă de o societate abia ieşită din zeci de
    ani de totalitarism, fenomenul a provocat o fractură socială acută și este
    privit, probabil, destul de diferit și acum, chiar dacă părerile multora se vor
    fi schimbat.


    Pe 22 aprilie 1990, mii de oameni nemulțumiți de situația politică
    din țară s-au adunat în Piața Universității – din centrul Bucureștiului
    – și au declarat-o prima zona liberă de neo-comunism. Protestele
    erau îndreptate împotriva lui Ion Iliescu și a altor foști demnitari ai Partidului
    Comunist Român, care preluaseră conducerea statului după Revoluție. Ulterior,
    câteva zeci de oameni au blocat complet piața, iar mișcarea a luat rapid
    amploare, după ce Ion Iliescu i-a calificat pe participanți drept
    golani.


    Susținută de forțe politice de dreapta, mişcarea a debutat
    în plină campanie electorală pentru primele alegeri post-comuniste, a durat 53
    de zile și a fost lichidată violent de minerii dintr-un bazin carbonifer din
    sudul țării. Acțiunea a fost numită Mineriadă și a atras critici
    serioase din partea Occidentului și a unei părți a societății civile. Ion
    Iliescu și nouă putere de stânga rezultată din respectivele alegeri au fost
    acuzați că i-au chemat și instigat pe mineri împotriva manifestanților, care au
    continuat să protesteze la o scară mult mai mică, acuzații respinse până în
    ziua de azi.


    Emil Constantinescu, fost profesor al Universității București care
    delimitează una din laturile Pieței Universităţii și susținător al fenomenului,
    vorbește, astăzi, despre acesta ca despre o școală a democrației.
    Devenit în 1996 președinte al României, Constantinescu spune că cei puternici
    de atunci se temeau de dispariţia fricii din sufletele oamenilor, de forţa
    adevărului şi a credinţei în idealuri. El constată că, după treizeci de ani,
    evenimentele de atunci au devenit istorie.


    O istorie care ne-a adus în Uniunea
    Europeană, în Alianţa Nord-Atlantică şi în rândul democraţiilor consolidate. Ne
    confruntăm cu alte dificultăţi, cu alte provocări şi incertitudini, cu multă
    dezbinare şi cu un alt val de ură, care s-a mutat din stradă pe reţelele de
    socializare, atrage atenția fostul șef al statului. Redescoperirea acelor
    momente de ‘lumină în întuneric’ ne poate ajuta să învingem nu numai virusurile
    care ne contaminează corpul, dar şi pe cele care ne contaminează conştiinţa şi
    să înţelegem că ‘numai împreună putem reuşi’,
    conchide Emil Constantinescu.

  • Trente ans depuis le phénomène « La Place de l’Université »

    Trente ans depuis le phénomène « La Place de l’Université »

    Même si ces jours-ci, les commémorations sont interdites en raison de la pandémie de coronavirus, les Roumains se souviennent certainement des événements passés il y a trente ans et restés depuis dans la mémoire collective sous le nom de « La Place de l’Université ». Ce phénomène, qui s’est produit quelques mois seulement après la chute du communisme, allait marquer la société roumaine pendant longtemps, restant un des principaux repères de la lutte anticommuniste. Mal compris dans un premier temps, il a engendré à l’époque une forte fracture au sein d’une société profondément marquée par des dizaines d’années de régime totalitaire.

    A titre de rappel, disons que le 22 avril 1990, des dizaines de Roumains se sont réunis Place de l’Université, au cœur de Bucarest, pour exprimer leur mécontentement face à la situation politique de l’époque. Ils ont décidé de décréter cet endroit du centre-ville bucarestois « première zone libérée du néo-communisme », allusion à la politique menée par le chef de l’Etat de l’époque, Ion Iliescu, et par le Front du Salut national, un parti ayant réuni d’anciens communistes. Occupée dans un premier temps par des dizaines de jeunes roumains, la Place de l’Université fut très vite prise d’assaut par des milliers de gens en colère contre Ion Iliescu qui a traité les protestataires de « golani » (loubards).

    Soutenu par les forces politiques de droite, le mouvement appelé « La Golaniade » a débuté en pleine campagne électorale pour les premières élections démocratiques, a duré 53 jours et a été étouffé violemment par les gueules noires appelées en renfort par le président Iliescu lui-même. Les images avec les mineurs de la Vallée du Jiu intervenant brutalement pour disperser les protestataires et les civils rassemblés Place de l’Université ont fait le tour du monde, déclenchant une vague de critiques de la part de l’Occident envers le régime de Ion Iliescu. D’ailleurs, celui-ci et la gauche ayant remporté les élections à l’époque ont été tenus pour principaux responsables de la descente des mineurs sur Bucarest – accusations rejetées de nos jours encore.

    L’universitaire Emil Constantinescu, ancien président de la Roumanie, parle du phénomène de « La Place de l’Université » comme « d’une école de la démocratie ». Installé à la tête du pays en 1996, Emil Constantinescu soutient qu’en 1990, la classe politique redoutait un électorat dépourvu de craintes, animé par la force de la vérité et par des idéaux. Trente ans plus tard, ce phénomène est devenu histoire, mais par sa force, il a propulsé le pays vers l’intégration européenne et euro-atlantique. Actuellement, d’autres difficultés, défis et incertitudes nous hantent en tant que nation, affirme Emil Constantinescu, en précisant que la haine a quitté la rue pour se retrouver sur les réseaux sociaux. A force de remémorer ses moments historiques quand « la lumière a percé le voile de la nuit », on pourrait anéantir aussi bien les virus qui risquent de contaminer nos corps que ceux qui pourraient infecter nos consciences, a fait savoir l’ex chef d’Etat roumain, Emil Constantinescu. « Ce n’est qu’ensemble que l’on peut réussir ! » a-t-il conclu. (trad. Ioana Stancescu)

  • Mythen der Revolution von 1989: gestohlene Revolution, Staatsstreich oder Krieg gegen Terroristen?

    Mythen der Revolution von 1989: gestohlene Revolution, Staatsstreich oder Krieg gegen Terroristen?

    Am 22. Dezember 1989 um 12.08 Uhr flohen Nicolae Ceauşescu und seine Frau Elena mit dem Hubschrauber vom Dach des Gebäudes des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Rumäniens in Bukarest. Ihre Flucht ebnete den Weg für das Ende der kommunistischen Diktatur und die Wiederherstellung der Demokratie in Rumänien. Doch schon bald nach diesem glorreichen Moment begannen Zweifel zu entstehen. Alle möglichen Mythen und Gerüchte tauchten auf, die der durch vergossenes Blut erzielten Freiheit zusetzten und sie zu zersetzen drohten.



    Wie alle hartnäckigen Mythen halten sich diejenigen, die mit der rumänischen Revolution verbunden sind, besonders zäh, weil sie sich ständig aus den vielen bis heute nicht aufgeklärten Ereignissen und der nicht aufgearbeiteten Vergangenheit nähren. Einer der hartnäckigsten Mythen ist jener der Beschlagnahmung der Revolution durch Ion Iliescu und ihm Nahestehende. Als hochrangiger Aktivist in der Kommunistischen Partei war Iliescu auch der erste postkommunistische Präsident Rumäniens. Die politische Kraft, die ihn unterstützte, die Nationale Rettungsfront, bestand aus Leitungskadern aus der sogenannten zweiten Reihe in der Kommunistischen Partei, was die Leute dazu brachte, zu glauben, dass die Revolution vom Dezember 1989 eine Verschwörung gewesen sei, um Ion Iliescu an die Macht zu bringen. Dragoş Petrescu ist der Autor einer Reihe von umfassenden Studien über die Revolution von 1989. Wir baten ihn, den Mythos der beschlagnahmten Revolution“ zu kommentieren.



    Ich denke, die Idee, dass die Revolution beschlagnahmt wurde, bereits ab den ersten Momenten des Regimewechsels im Umlauf war, unmittelbar nach dem 22. Dezember 1989. Wir sahen plötzlich die zweite und dritte Ebene der ehemaligen Kommunistischen Partei an die Macht kommen, die Ceauşescus Vertrauten-Kreis, die bisherige Nomenklatura und die Leute an der Spitze der Kommunistischen Partei Rumäniens ersetzten, die für alle Probleme der 1980er Jahre verantwortlich gemacht wurden: die tiefgreifende Wirtschaftskrise, den extremen Nationalismus, die Assimilierung der ethnischen Minderheiten und das katastrophale Image Rumäniens im Ausland.“




    Der Mythos der beschlagnahmten Revolution“ ist in der öffentlichen Meinung immer noch weit verbreitet, und Dragoş Petrescu glaubt, dass er eine faire Bewertung der Veränderungen der letzten 30 Jahre verhindere:



    Wenn wir davon ausgehen, dass Iliescu und seine Gruppe die Revolution beschlagnahmt oder gestohlen haben könnten, dann käme das meines Erachtens der Zerstörung einer der Sternstunden der Geschichte Rumäniens im 20. Jh. gleich. Die Revolution war der interessanteste Moment und der Moment, der uns wirklich stolz darauf machen konnte, Rumänen zu sein, jenseits der leeren Parolen des Ausdrucks stolz, Rumänen zu sein“, den populistische Politiker gerne bemühen. Und warum? Weil wir damit die grundlegenden Momente der rumänischen Revolution verleugnen würden. Die gewaltsame Unterdrückung der Revolution in Timişoara, des Volksprotestes, der sich in eine Revolution verwandelte, und andere solcher Momente hätten von Iliescu nicht kontrolliert werden können. Auch das Überschwappen des Aufstandes in Timişoara auf Bukarest am 21. Dezember 1989, als Ceauşescu durch eine herbeigetrommelte Jubelpartie versuchte, an den erfolgreichen Moment des 21. August 1968 anzubinden, als er den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei unter gro‎ßem Zuspruch der Bevölkerung verurteilt hatte, hätte nicht von Iliescu inszeniert werden können, denn es war nicht Iliescu, der Ceauşescu dazu überredet hatte, diese Kundgebung zu organisieren.“




    Der zweite Mythos, der sich im kollektiven Bewusstsein der Rumänen fest verankert hat, war, dass die Revolution von 1989 ein Staatsstreich war. Dragoş Petrescu meint, dass dieser Mythos durch den gleichen Verlauf der Ereignisse entstanden ist:



    Wir haben es in diesem Fall mit einer sehr interessanten historischen Denkübung zu tun. Häufig veranlasst uns das, was nach einem bestimmten Ereignis geschieht, unsere Meinung über das jeweilige Ereignis zu ändern. Mit anderen Worten hat die Frustration vieler rumänischer Bürger, besonders in Bezug auf das langsame Tempo der Reformen, und die Tatsache, dass Rumänien sich nur sehr mühsam europäische Demokratiestandards aneignete, viele Menschen dazu gebracht, den am 22. Dezember 1989 stattgefundenen Einschnitt zu leugnen. Der langsame Wandel, der äu‎ßerst mühselige demokratische Prozess, die Machtergreifung durch viele Kader aus der ehemaligen Nomenklatura des mittleren Ranges, der sogenannten Technokraten im Schlepptau der Kommunistischen Partei, all das hat viele Menschen dazu gebracht, ihre Anteilnahme an einem sehr wichtigen, ich würde sagen epochalen Ereignis für Rumänien zu leugnen. Der Wandel war real, Rumänien hat einen echten Regimewechsel erlebt, eine Revolution, und 1100 Tote und 3300 Verwundete machen Rumänien [unter den ehemaligen Ostblockstaaten] zum einzigen Beispiel einer echten Revolution.“




    Der Mythos der Terroristen, der drittstärkste Mythos, der mit der rumänischen Revolution verbunden ist, wurde von der neuen postkommunistischen Regierung, vertreten durch Ion Iliescu und die Nationale Rettungsfront, in die Welt gesetzt, ein Mythos, an den nur noch wenige Rumänen glauben. Dragoş Petrescu meint, dass dieser Mythos den neuen Machthabern perfekt diente, um Legitimation zu erlangen und ihre Ziele zu erreichen:



    Das Thema der Terroristen ist eng mit dem Thema der fast 900 tragischen und sinnlosen Todesfälle verbunden, die durch die Ablenkung und Verwirrung nach dem 22. Dezember verursacht wurden und die der neuen Regierung unmittelbar anzulasten sind. Meiner Meinung nach wurde die Verwirrung eindeutig und vorsätzlich durch regierungsnahe Kreise aufrechterhalten, um den neuen Machthabern zu helfen, ihre Position zu konsolidieren. Darüber hinaus diente sie dazu, dem revolutionären Tatendrang des Volkes ein Ende zu setzen, der zu Forderungen nach sofortiger Bestrafung derer hätte führen können, die sich des Missbrauchs während der kommunistischen Zeit schuldig gemacht hatten, insbesondere ehemalige Geheimpolizisten und ehemalige Mitglieder der kommunistischen Partei in Entscheidungspositionen. Der Mythos der Terroristen half, die Ablenkung und Verwirrung zu schüren, und Ion Iliescu setzte sich ständig dafür ein, ihn aufrecht zu erhalten.“


  • Les Roumains ont commémoré les victimes de la Révolution anticommuniste de 1989.

    Les Roumains ont commémoré les victimes de la Révolution anticommuniste de 1989.

    Des milliers de Bucarestois sont descendus dimanche soir, dans les rues, pour rendre hommage à leurs compatriotes tués pendant les jours de la révolte anticommuniste d’il y a trente ans. Une marche à laquelle se sont joints aussi le chef de l’Etat, Klaus Iohannis et le premier ministre, Ludovic Orban, a traversé les grands boulevards de Bucarest, scène de combats des événements de 1989. Lors d’une cérémonie déroulée devant le siège de l’ancien comité central du Parti communiste, les ambassadeurs américain, Adrian Zuckerman et britannique, Andrew Noble ont figuré parmi ceux ayant passé en revue les noms des ceux tués pendant les événements de ce décembre sanglant. Rappelons-le, le 22 décembre 1989, sous la pression des centaines de milliers de protestataires réunis au centre ville, devant justement le Comité central du Parti communiste, le dictateur Nicolae Ceausescu, a pris la fuite à bord d’un hélicoptère.

    Capturé, jugé à la hâte et exécuté le 25 décembre, dans une caserne de Targoviste, dans le sud du pays, il laissait derrière un pays appauvri et ensanglanté et des tas de questions encore non élucidés. 1142 personnes ont perdu la vie durant les journées de la révolution, tandis que 3000 autres ont été grièvement blessées et quelques centaines ont été retenues abusivement et torturées. La plupart des morts et des blessés ont été enregistrés après la fuite de Ceausescu et selon les rumeurs de l’époque, toutes ces victimes étaient attribuées aux soi-disant terroristes, fidèles à l’ancien régime et dont l’identité est restée à jamais méconnue. Pourtant, les procureurs militaires en charge du dossier de la révolution accuse Ion Iliescu et ses collaborateurs de se faire responsable de cette psychose ayant contribué à la perte des vies humaines.

    Ancien ministre de Nicolae Ceausescu dans les années 70, tombé par la suite en disgrâce, Ion Iliescu a été considéré en 1989 comme la figure principale du changement de régime politique. Le massacre astucieusement orchestré censé lui conférer de la légitimité a porté ses fruits. En mai 1990, lors du premier scrutin électoral démocratique, Ion Iliescu a remporté haut la main les élections, avec 85% des suffrages, tandis que son parti – le Front du salut national – mélange de révolutionnaires et d’anciens communistes, s’attribuait deux tiers des sièges au sein du Parlement. Aux dires des procureurs, l’équipe d’Ion Iliescu s’est constituée en tant que groupe dissident dont le but était d’écarter du pouvoir Nicolae Ceausescu, tout en maintenant le pays dans la sphère d’influence soviétique.

    A l’occasion de la marche de dimanche soir, l’actuel chef de l’Etat, Klaus Iohannis a réitéré la nécessité que tous ceux qui se rendent coupable de la mort des Roumains pendant les événements d’il y a 30 ans, doivent être déférés à la justice. Et Iohannis de lancer un appel vers tous les Roumains pour qu’ils s’expriment librement sur la révolte de décembre 1989, car, dit-il, le meilleur remède contre l’oubli, c’est d’évoquer les faits. Samedi, peu de temps après avoir prêté serment pour se voir reconduire à la tête du pays, Klaus Iohannis a décoré des associations de révolutionnaires, d’anciens détenus politiques anticommunistes et de victimes du communisme. L’occasion pour le président roumain de s’engager à continuer ses efforts pour préserver la mémoire nationale, pour rendre hommage aux héros roumains et pour défendre les valeurs de la démocratie et de l’Etat de droit.

  • Comemorarea victimelor Revoluţiei Române din 1989

    Comemorarea victimelor Revoluţiei Române din 1989

    Mii de bucureşteni au coborât în stradă, duminică seară, pentru a omagia
    memoria compatrioţilor ucişi în zilele Revoluţiei anticomuniste din 1989. Un
    marş căruia i s-au alăturat preşedintele Klaus Iohannis şi premierul Ludovic
    Orban a străbătut bulevardele centrale, scena luptelor de acum 30 de ani. Au
    venit şi ambasadorii Statelor Unite, Adrian Zuckerman, şi Marii Britanii, Andrew
    Noble, şi au fost printre cei ce au citit numele eroilor ucişi, în cursul unei
    ceremonii organizate în faţa sediului fostului comitet central al partidului
    comunist. Acela e locul de unde, pe 22 decembrie 1989, sub presiunea sutelor de
    mii de manifestanţi, dictatorul comunist Nicolae Ceauşescu a fugit într-un
    elicopter. Capturat, judecat sumar şi executat pe 25, într-o cazarmă de la
    Târgovişte, acesta lăsa în urmă o ţară ruinată şi însângerată, dar şi un
    ghem de enigme nici până azi elucidate.

    În Revoluţia Română şi-au pierdut viaţa
    1.142 de oameni, peste 3.000 au fost răniţi grav şi câteva sute de persoane au
    fost reţinute ilegal şi torturate. Majoritatea
    morţilor şi răniţilor s-au înregistrat după fuga lui Ceauşescu. În epocă,
    aceste victime au fost atribuite aşa-numiţilor terorişti, loiali dictaturii, a
    căror identitate nu a fost niciodată stabilită. Procurorii militari ce au trimis în
    instanță Dosarul Revoluției îi acuză, însă, de crearea unei adevărate
    psihoze teroriste, ce a alimentat pierderea de vieţi omeneşti, pe cel perceput, atunci, drept liderul
    politic al schimbării de regim – fostul ministru ceauşist din anii 70, căzut
    apoi în dizgraţie, Ion Iliescu – şi pe colaboratorii săi. Masacrul menit
    să legitimeze noua putere a avut efectul scontat. În mai 1990, la primele
    alegeri libere post-decembriste, Ion Iliescu era, practic, plebiscitat, cu 85%
    din voturi din primul tur al prezidenţialelor. Iar partidul său, numit Front al
    Salvării Naţionale, un amestec eterogen de revoluţionari autentici şi comunişti
    de mâna a doua, îşi adjudeca două treimi din locuri în Parlamentul nou creat.

    Procurorii mai susțin că echipa Iliescu s-a constituit ca
    o grupare dizidentă ce a avut drept scop înlăturarea fostului preşedinte
    Ceauşescu Nicolae, dar menţinerea României în sfera de influenţă a URSS. Actualul şef al statului, Klaus Iohannis, a reafirmat că
    vinovaţii pentru violenţele de atunci trebuie să fie aduşi în faţa justiţiei.
    El a făcut un apel către toţi românii să vorbească clar şi răspicat despre
    decembrie 1989 şi a apreciat ca antidotul cel mai bun împotriva uitării este
    evocarea faptelor. Sâmbătă, la cateva ore dupa ce a depus jurământul pentru cel
    de-al doilea mandat, preşedintele a decorat asociaţii care îi reprezintă pe
    revoluţionarii din 1989, pe foştii deţinuţi politici anticomunişti şi pe
    victimele comunismului. El a promis că va continua să militeze pentru păstrarea
    memoriei naţionale, să onoreze sacrificiul eroilor români şi să apere valorile
    democraţiei şi ale statului de drept.

  • The Romanian Revolution, 30 years on

    The Romanian Revolution, 30 years on

    The communist dictatorship was set
    up in Romania after the Second World War, when Soviet troops occupied Romania.
    Paradoxically, the regime that endured half a century took only one week to
    collapse. Unable to further cope with the austerity and oppression of Nicolae
    Ceausescu’s regime, living with hunger, cold and in the dark, deprived of
    elementary rights and encouraged by the cascading collapse of the Soviet
    regimes in East-European countries, it took only a spark for Romanians to take
    to the streets. On December 16, 1989, the protest staged by a dozen supporters
    of the Hungarian-born Reformed priest Laszlo Tokes, whom the authorities were
    planning to deport from Timisoara, western Romania, turned into a genuine
    rebellion.

    Protesters grew from a few hundreds to thousands, then tens of
    thousands of people of various ethnicities and confessions. The security forces
    immediately resorted to arrests. Then the army, the political police the
    Securitate as well as the militia took point, firing on the crowd of
    protesters. Factories and plants were left unmanned, while students went on
    strike to join the protesting workers. Eventually, the army withdrew to their
    barracks. On December 20, Timisoara thus became the first city in Romania free
    of communism. On the 21st, the Revolution engulfed other large cities
    in the west and center of the country, and events peaked with a massive protest
    staged in Bucharest, which the communists again tried to stifle with bloodshed.

    On December 22, Ceausescu fled by helicopter the communist party’s central
    committee, besieged by hundreds of thousands of people. Captured and subjected
    to a speedy trial, he was executed on the 25th, leaving behind a
    country in ruins and mourning. Over 1,100 people were killed over December
    16-25, mostly after Ceausescu ran away. The official version of the time was
    that these people had been killed by the so-called terrorists, people still
    loyal to the regime, whose identity is yet to be ascertained. Military
    prosecutors now investigating the Revolution Case however have pointed the
    finger at Ion Iliescu, the man commonly acknowledged to have orchestrated the
    change of regime, himself one of Ceausescu’s ministers in the 70s, and at his
    close associates as well. Prosecutors say they are responsible for creating
    this terrorist psychosis, which fueled the loss of human lives.

    The massacre
    aimed at building the legitimacy of the new Government had its desired effect.
    In May 1990 the first free elections were held after the events of ’89. Ion
    Iliescu won the election by a landslide, with over 85% of the votes, from the
    first round of election. His party, dubbed the National Salvation Front, won
    two thirds of the seats in the newly created Parliament. Prosecutors claim
    Iliescu and his acolytes formed a dissident group that sought to remove dictator
    Nicolae Ceausescu from power and to maintain Romania under Soviet influence.
    Today a member of the European Union and NATO and deeply attacked to Western
    democratic values, Romania is the living proof that the scenario of the
    pro-Moscow conspirators failed.

    (Translated by V. Palcu)

  • Mituri ale Revoluției române

    Mituri ale Revoluției române

    Pe 22 decembrie 1989, la ora 12.08, Nicolae Ceaușescu și soția sa Elena decolau cu elicopterul de pe clădirea Comitetului Central al Partidului Comunist Român. Era momentul eliberării de teroarea comunistă, începea Revoluția română care avea să ducă la restaurarea democrației. Dar foarte curând după acel moment glorios apărea îndoiala. Toate neîmplinirile, dezamăgirile, așteptările înșelate și destinele frânte se revărsau asupra momentului magic care readusese libertatea. Apăreau miturile care au încercat să distrugă ceea ce se câștigase cu sânge. Ca orice mit, și cele ale Revoluției române sunt extrem de puternice, hrănite de necunoscutele care persistă încă.



    Unul dintre mai puternice mituri, dacă nu cel mai puternic, este cel al confiscării Revoluției de către Ion Iliescu și cei din anturajul său. Activist superior de partid, Iliescu a fost primul președinte al României postcomuniste. Prezența lui în cea mai importantă funcție publică din România împreună cu oameni din Frontul Salvării Naționale, eșalonul secund al fostului partid comunist și tehnocrați apropiați acestuia, au făcut ca oamenii să privească revoluția din decembrie 1989 ca pe un aranjament pentru accederea la putere a lui Ion Iliescu. Dragoș Petrescu este profesor la Facultatea de Științe Politice și Administrative a Universității din București și autor al unor consistente studii despre revoluțiile din 1989. L-am rugat să descrie în ce constă mitul Revoluției române furate:



    ”Cred că ideea de revoluție furată sau revoluție confiscată a fost vehiculată încă din primele momente ale schimbării, imediat după 22 decembrie 1989. La putere apar brusc garniturile 2 și 3 ale fostului partid comunist care evident că au înlocuit cercul intim al puterii lui Ceaușescu, nomenclatura de la vârful partidului, acea zonă de la vârful partidului comunist român care a puitut fi acuzată de toate problemele anilor 80: criza economică profundă, naționalismul exacerbat, asimilarea minorităților, imaginea dezastruoasă a României în afară.”



    Mitul revoluției confiscate este foarte puternic în rândul opiniei publice și Dragoș Petrescu crede că acesta împiedică o evaluare corectă a schimbărilor petrecute în cei 30 de ani scurși de atunci: ”Dacă am pleca de la ideea că Iliescu și grupul său au confiscat sau au furat revoluția cred că distrugem unul dintre, aș putea spune parafrazându-l pe Stefan Zweig, momentele astrale ale istoriei României în secolul 20. Practic, Revoluția a fost momentul cel mai interesant și momentul care poate să ne facă să ne simțim cu adevărat mândri că suntem români, dincolo de naționalismul găunos al frazei ”mândru că sunt român”. De ce? Pentru că astfel am nega momentele fundamentale ale revoluției române. Apoi, suprimarea violentă a revoluției de la Timișoara, a protestului popular care s-a transformat în revoluție și alte momente nu au putut fi controlate de Iliescu. Mai mult decât atât, trecerea de la Timișoara la București, în 21 decembrie 1989 când Ceaușescu încearcă să refacă acel moment charismatic pe care l-a avut în 21 august 1968, atunci când a condamnat intervenția pactului de la Varșovia în Cehoslovacia, nu manipulat de Iliescu a cerut să se organizeze acel miting.”



    Al doilea mit de o forță teribilă în mentalul colectiv românesc este că Revoluția din decembrie 1989 a fost o lovitură de stat. Dragoș Petrescu susține că aceleași urmări ale cursului evenimentelor au dat naștere și celui de-al doilea mit, al loviturii de stat:



    ”Aici este un exercițiu istoric foarte interesant. De foarte multe ori, ce se întâmplă după un anumit eveniment ne face să ne schimbăm părerea despre evenimentul respectiv. Cu alte cuvinte, frustrarea multor cetățeni ai României, mai ales legată de ritmul lent al reformelor, frustrarea legată de faptul că practic România s-a îndreptat foarte-foarte încet spre Europa i-a făcut să nege însăși schimbarea din 22 decembrie 1989. Schimbarea lentă, democratizarea foarte-foarte înceată, prezența la putere a foarte multor din nomenclatura de mijloc, tehnocrații având legături cu PCR, toate acestea i-a făcut pe mulți români să-și nege participarea la un eveniment cu adevărat important, epocal aș spune, pentru români. Schimbarea a fost reală, România a trecut printr-o schimbare reală de regim, printr-o revoluție, 1100 de morți și 3300 de răniți fac din România singurul caz de revoluție autentică.”



    Mitul teroriștilor, cel de-al treilea mit ca forță de reprezentare a Revoluției române, este însă unul lansat de puterea postdecembristă reprezentată de Iliescu și Frontul Salvării Naționale, un mit în care puțini români cred. Este un mit care a servit perfect scopurilor noii puteri, crede Dragoș Petrescu:



    ”Problema teroriștilor este legată strict de problema celor aproape 900 de morți, tragice și inutile, datorate diversiunii și confuziei de după 22 decembrie și care se datorează în mod direct noii puteri instalate. Este vorba, după părerea mea, de o confuzie întreținută în mod clar, voit, de cei din jurul noii puteri pentru a o ajta să se consolideze. Mai mult decât atât, el a servit pentru a opri acest elan revoluționar al populației care poate ar fi putut să ceară imediat pedepsirea celor vinovați pentru abuzuri în perioada comunistă, în special foști ofițeri de securitate, foști membri ai partidului comunist cu poziții de decizie. Diversiunea și confuzia au fost întreținute prin mitul teroriștilor iar Ion Iliescu a susținut această idee permanent.”



    Din fericire însă, miturile Revoluției române nu sunt mai puternice decât conștientizarea a ceea ce s-a obținut în 1989. Adică revenirea la normalitate.

  • Ziua Armatei Române

    Ziua Armatei Române

    Pe 25 octombrie 1944, în timpul celui de al doilea
    război mondial, odată cu preluarea controlului asupra oraşului Carei, Armata elibera, după o formulă consacrată în epocă, ultima brazdă
    de pământ românesc din nordul Transilvaniei, aflat, până atunci, sub ocupaţie
    maghiară. Atât protagoniştii acelor momente, cât şi istoricii spun că evenimentul
    s-ar fi putut produce mai devreme şi că ofiţerii au preferat să-şi odihnească
    trupele cîteva zile înaintea asaltului final, astfel ca victoria de la Carei să
    coincidă cu aniversarea Regelui Mihai I, care era şi comandantul Armatei. Trei
    ani mai tărziu, când ţara se afla, practic, sub ocupaţie militară sovietică şi
    era condusă de un guvern comunist marionetă, Regele a fost silit să abdice şi
    să se exileze în Occident, de unde a putut reveni doar după Revoluţia din 1989.

    Dar data de 25 octombrie a intrat, defintiv, deopotrivă în calendare şi în
    conştiinţa publică, drept Ziua Armatei Române. Captivi, timp de aproape
    jumătate de secol, în lagărul sovietic, românii şi-au putut valida vocaţia
    occidentală abia în primii ani 2000, la sfârşitul tranziţiei post-comuniste.
    România fost admisă în NATO, în martie 2004 – data celei mai masive extinderi
    spre Est a celei mai de succes alianţe politico-militare din istorie. Era
    finalul unui drum pe care Bucureştiul pornise încă din octombrie 1990, când a
    stabilit relaţii diplomatice cu NATO şi continuase cu cererea de admitere,
    avansată trei ani mai târziu. Sfâşiate, pe plan intern, de dispute adesea
    feroce, clasa politică românească şi opinia publică, în ansamblu, au acţionat,
    atunci, într-un remarcabil consens. De dreapta sau de stânga, la putere sau în
    opoziţie, toate partidele importante au subscris fără ezitare la obiectivul
    integrării europene şi euroatalantice, singura garanţie a prosperităţii şi
    securităţii pentru România. Detaliu relevant, şef al statului în momentul
    admiterii era fostul ministru comunist Ion Iliescu, care-şi făcuse studiile la
    Moscova şi fusese frecvent acuzat de rusofilie.

    Importanţa geostrategică,
    potenţialul militar însemnat şi o opinie publică profund pro-occidentală au
    fost şi rămân cele mai convingătoare argumente ale apartenenţei la NATO.
    Aceasta e dublată şi de un parteneriat strategic privilegiat care leagă
    Bucureştiul de Washington. România găzduieşte baze militare americane şi componente
    ale scutului antirachetă, iar soldaţii săi participă frecvent la manevre şi
    misiuni internaţionale alături de camarazii lor americani. Aproape o mie de militari se află în misiuni externe, iar
    numărul acestora a fost, în anii trecuţi, semnificativ mai mare, de peste
    2.500. Circa 30 de militari români şi-au pierdut viata şi 180 au fost
    răniţi în teatrele de operaţii externe.

  • Nachrichten 09.10.2019

    Nachrichten 09.10.2019

    Der Donnerstag ist ein entscheidender Tag für das Kabinett unter der Leitung der Sozialdemokratin Viorica Dancila. Vor dem Hintergrund der Präsidentschaftswahlen im November entscheiden Senatoren und Abgeordnete über einen Misstrauensantrag, der letzte Woche eingereicht wurde. Die Opposition wirft der Regierung vor, dass sie europäische Gelder verloren hat, aber auch den Mangel an Infrastruktur und die katastrophale Situation in den Bereichen Gesundheit, Justiz und Bildung. Die Nationalliberale Partei von Präsident Klaus Iohannis sagt, dass sie sowohl für Neuwahlen als auch für die Übernahme der Regierunggeschäfte bis zur Parlamentswahl im nächsten Jahr bereit sei. Die ebenfalls oppositionelle Partei der Volksbewegung (PMP) hat sich bereit erklärt, eine zukünftige Regierung zu übernehmen, während die Union Rettet Rumänien (USR) glaubt, dass die Durchführung von Neuwahlen die beste Lösung für die politische Krise ist, in der sich Rumänien derzeit befindet. PRO Rumänien, eine Splittergruppe der regierenden PSD, wird offen abstimmen. Ihr Chef Victor Ponta kündigte an, dass er den Sozialdemokraten im Falle einer Verabschiedung des Misstrauensantrags eine Regierungsformel mit einem unabhängigen Premierminister vorschlagen werde, die von einer Mehrheit aus PSD, ALDE und PRO Rumänien getragen werde soll. Die frühere Regierungspartei ALDE glaubt, dass der rumänische Präsident keinen Premierminister mit einer Mehrheit akzeptieren wird, zu der die PSD gehört. Die Demokratische Union der ethnischen Ungarn in Rumänien (UDMR) wird über den Antrag geheim abstimmen und ist nicht bereit, Teil einer Übergangsregierung zu werden. Premierministerin Dancila hat der Opposition mangelnde politische Verantwortung vorgeworfen und ist überzeugt, dass ihr Kabinett an der Macht bleiben wird. Der Antrag wurde von 237 Abgeordneten unterzeichnet und benötigt 233 Stimmen, um angenommen zu werden.



    Die erste Verhandlung in der Akte der antikommunistischen Revolution vom Dezember 1989 wurde vom Obersten Gerichtshof für den 29. November festgesetzt. Die Verhandlung läuft in der Vorkammer, ohne öffentlichen Zugang. Der frühere linksgerichtete Staatspräsident Ion Iliescu wird wegen Verbrechen gegen die Menschheit vor Gericht gestellt. Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Gelu Voican Voiculescu und General Iosif Rus, ehemaliger Chef der Militärluftfahrt, werden wegen der gleichen Verbrechen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft behauptet in der Anklageschrift, dass sich um Ion Iliescu eine Dissidentengruppe aus Militär und Zivilisten gebildet habe, die verfolgt habe, den ehemaligen Diktator Nicolae Ceausescu von der Macht zu entfernen, aber Rumänien im Einflussbereich der ehemaligen UdSSR zu halten. Die Staatsanwälte f[gen hinzu, dass die Gruppe im Dezember 1989 geschickt und effizient handelte, um die Macht zu übernehmen. Die offizielle Bilanz der Revolution zeigt über 1000 Tote und rund 3000 Verletzte, die meisten nach dem Zusammenbruch des Unterdrückungsregimes von Nicolae Ceausescu. Im mittel- und osteuropäischen Raum ist Rumänien das einzige Land, in dem der Übergang von der kommunistischen Diktatur zur Demokratie blutig verlaufen ist.




    Rumänien gedenkt jedes Jahr am 9. Oktober den Opfern des Holocausts. An diesem Tag begann 1941 die Deportation von Juden aus Rumänien nach Transnistrien, derzeit in der Republik Moldau. Das Außenministerium in Bukarest gedachte den Opfern und drückte die Solidarität mit den Überlebenden der tragischen Ereignisse im zweiten Weltkrieg aus.

    Rumänien unternehme in letzter Zeit signifikante Anstrengungen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten sowie um die Holocaustleugnung und den Antisemitismus zu verurteilen, hieß es aus der Behörde. Der rumänische Präsident Klaus Iohannis hat am Dienstag in der Hauptstadt Bukarest ein Gesetz über die Einrichtung des Nationalen Historischen Museums der Juden und des Holocausts in Rumänien in Kraft gesetzt. Dort wird eine Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rumänien vom 17. Jahrhundert bis heute gezeigt.



    Rumänien belegt den 51. Platz in einer Rangliste der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt, wie der neueste Bericht des Weltwirtschaftsforums zeigt. Das ist eine Position höher als im Vorjahr. Rumänien erreichte 64,4 von 100 Punkten und liegt damit hinter Ländern wie Tschechien, Polen, der Slowakei, Russland, Ungarn und Bulgarien, aber immer noch vor Ländern wie Griechenland, der Türkei, Serbien und der Republik Moldau. Singapur überholt die Vereinigten Staaten als die wettbewerbsfähigste Wirtschaft der Welt in diesem Jahr. Schlusslichter in der Rangliste sind die Demokratische Republik Kongo, Jemen und Tschad. Der Bericht misst die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit auf der Grundlage einiger Indikatoren wie Infrastruktur, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, Finanzsystem, Qualität der öffentlichen Einrichtungen und wirtschaftliche Öffnung.



    Die Republik Moldau wird in Rumänien den aufrichtigsten und engagiertesten Partner in der Region und in der Europäischen Union haben – das erklärte die rumänische Außenministerin Ramona Manescu, die derzeit einen offiziellen Besuch in Chisinau unternimmt. In einer Pressekonferenz mit ihrem moldauischen Amtskollegen Nicu Popescu sagte die Ministerin, dass die Gaspipeline, die die Stadt Iasi im Osten Rumäniens mit Ungheni in der Republik Moldau verbindet, im Frühjahr nächsten Jahres in Betrieb genommen wird, so dass die ehemalige Sowjetrepublik nicht mehr von einer einzigen Bezugsquelle abhängig sein wird. Die beiden Verantwortlichen haben einen Fahrplan unterzeichnet, der die Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Finanzen, Landwirtschaft, Justiz, Bildung und Inneres vorsieht. Manescu wird auch mit der moldauischen Premierministerin Maia Sandu zusammenkommen.

  • Die Woche 6.05.-10.05.2019 im Überblick

    Die Woche 6.05.-10.05.2019 im Überblick

    “Happy summit! in Sibiu



    Die Stadt Sibiu in Zentralrumänien wurde am Donnerstag, den 9. Mai, zur politischen Hauptstadt der Europäischen Union, einer Gemeinschaft, die versucht, ihre Stärke wiederzuerlangen und sich als Oase des Wohlstands und der Rechtsstaatlichkeit zu behaupten.


    In Sibiu verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der EU eine Erklärung mit zehn Verpflichtungen, die sich unter anderem auf Verteidigung, Solidarität in schwierigen Zeiten, Offenheit für gemeinsame Lösungen, Schutz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Gleichbehandlung und Sicherung der Zukunft für die nächsten Generationen der Europäer konzentrieren.



    Wir werden ein einziges Europa verteidigen, von Ost nach West, von Nord nach Süd. Vor dreißig Jahren kämpften Millionen von Menschen für ihre Freiheit und Einheit und stürzten den Eisernen Vorhang, der Europa jahrzehntelang geteilt hatte. Es gibt keinen Platz für Spaltungen, die gegen unser gemeinsames Interesse gerichtet sind“, heißt es in einem der Punkte der Erklärung.



    Die Staats- und Regierungschefs der EU argumentieren weiter, dass die Union von heute stärker ist als die von gestern, und wir wollen ihre Stärke für morgen weiter ausbauen. Das ist unsere Verpflichtung für die zukünftigen Generationen. Das ist der Geist von Sibiu und einer neuen Union der 27, die bereit ist, ihre Zukunft als eine Einheit anzunehmen, heißt es auch im Dokument. Präsident Klaus Iohannis, langjähriger ehemaliger Bürgermeister von Sibiu, begrüßte die positive Botschaft der EU aus Sibiu, die Union auf der Grundlage klarer Grundsätze und Werte zu konsolidieren. Der Präsident verwies auch auf die bevorstehende strategische Agenda der EU.


    Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker, der sich dem Ende seiner Amtszeit nähert, sagte seinerseits, dass die auf dem Gipfel zum Ausdruck gebrachte Einheit nicht nur Show ist, sondern real und robust. Zu sagen, dass alles schief geht, wäre nicht genau, ebenso wenig wie zu sagen, dass alles gut läuft, argumentierte Präsident Juncker. Der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk hielt seinerseits eine Rede in rumänischer Sprache:



    Als wir uns im Januar, zu Beginn Ihrer Präsidentschaft, trafen – als ich mit solcher Überzeugung und so emotional über Rumänien sprach -, sprach ich mit Zuversicht, denn ich weiß, dass Sie wirklich bemerkenswert sind. Sie haben einen außergewöhnlichen Gipfel organisiert, und Sie können stolz auf Ihre Arbeit sein, so wie Europa stolz auf Sie ist. Ich habe mich in Sibiu verliebt, ganz Europa hat sich in dich verliebt.



    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union werden sich am 28. Mai nach den Wahlen zum Europäischen Parlament treffen, um sich über die Zusammensetzung der künftigen Kommission zu einigen.




    Eine endlose Mineriade



    Der Interims-Generalstaatsanwalt Bogdan Licu hat am Mittwoch im Dossier der Bergarbeiteraufmärsche vom Juni 1990 die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofes beanstandet. Das Gericht hatte die Strafakte an die Staatsanwaltschaft zurückgeschickt. Zuvor hatte ein Richter der Gerichtskammer für Voruntersuchungen die Anklageschrift für ungesetzmäßig befunden.


    Vor zwei Jahren hatten Militärstaatsanwälte ihre Ermittlungen im Dossier der sogenannten Mineriade, der Bergarbeiteraufmärsche also, abschlossen. 14 Personen waren infolgedessen unter Anklage gestellt worden, darunter sehr prominente Namen: etwa der Ex-Präsident Ion Iliescu, der damalige Premierminister Petre Roman, sein Stellvertreter, Gelu Voican-Voiculescu, und der damalige Nachrichtendienst-Chef Virgil Măgureanu. Laut Anklage hätten die Genannten sich direkt an der Planung und Durchführung des Übergriffs auf die friedlichen Demonstranten auf dem Universitätsplatz in Bukarest beteiligt. Bei den Kundgebungen hatten sich die Teilnehmer gegen die damalige politische Machtriege aufgelehnt.


    Am 20. Mai 1990, fünf Monate nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur von Nicolae Ceauşescu, waren in Rumänien die ersten freien Wahlen abgehalten worden – Ion Iliescu, ehemaliger Minister in den 1970er Jahren unter Ceauşescu, gelang dabei ein unumstrittener Sieg mit etwa 85% der Stimmen. Iliescu hatte es geschafft, sich im Tumult der antikommunistischen Revolution von 1989 als Anführer zu etablieren, obwohl er ebenfalls aus den Reihen der Nomenklatura hatte. Seine Partei, eine Mischung aus authentischen Revolutionären und zweitrangigen Kommunisten, belegte nach der Wahl zwei Drittel der Sitze im ersten postkommunistischen Parlament.


    Im April hatten Studenten den Universitätsplatz besetzt und ihn zur neokommunismus-freien Zone erklärt. Die Geste war als Protest gegen den sich abzeichnenden Verbleib ehemaliger Kommunisten in der Machtetage gedacht. Doch nach den deutlichen Wahlergebnissen waren die meisten der ursprünglich zehntausenden von Demonstranten weggeblieben. Auf dem Platz harrten noch einige Dutzend Personen im Hungerstreik aus. In der Nacht von 13. auf den 14. Juni räumte die Polizei den Platz mit unverhältnismäßiger Gewalt – der Einsatz erinnerte an die Unterdrückungsmaßnahmen während der Revolution.


    Bis heute bleibt ungeklärt, wer an den gewalttätigen Ausschreitungen des Folgetages beteiligt war – es ist nicht klar, ob die gewalttätigen Personen, die sich Straßenkämpfe mit der Polizei lieferten und Angriffe auf den Sitz des Innenministeriunms und der Fernsehanstalt starteten, eine Verbindung zu den Kundgebungen auf dem Universitätsplatz hatten. Iliescu und seine Nahestehenden bezeichneten sie als Legionäre, in Anlehnung an die extreme Rechte der Zwischenkriegszeit. Obwohl die Armee bereits die Ordnung wieder hergestellt hatte, riefen die Machthaber die Bevölkerung zur Rettung der angeblich erneut gefährdeten Demokratie“ auf.


    Bergarbeiter aus dem zentralrumänischen Schiltal folgten dem Aufruf und marschierten am 14. und 15. Juni auf den Straßen der rumänischen Hauptstadt auf. Sie mussten den Behörden über ihr Handeln offenbar keine Rechenschaft geben. Zurück blieben über 1300 Verletzte und mindestens sechs Tote, mehr als Tausend Menschen wurden missbräuchlich verhaftet. Die Bukarester Universität wurde verwüstet, ebenso die Sitze der Oppositionsparteien und der unabhängigen Zeitungen


    Vor fünf Jahren zwang der Europäische Gerichtshof der Menschenrechte Rumänien mit einem Beschluss, das Verfahren zu den Bergarbeiteraufmärschen von 1990 neu aufzurollen. Die ehemalige Generalstaatsanwältin Laura Codruta Kövesi musste einräumen, dass das Ermittlungsverfahren zur Mineriade zu den größten Misserfolgen in der Geschichte der Generalstaatsanwaltschaft gehört.




    Rumänen in der Welt




    Der rumänische Außenminister Teodor Melescanu hat am Mittwoch den Präsidenten Klaus Iohannis aufgefordert, den rumänischen Botschafter in den USA George Maior zurückzurufen. Laut einer Mitteilung des Außenministeriums erfolge der Rückrufvorschlag nach einer Analyse des Mandats des Diplomaten, dessen Tätigkeiten es ihnen nicht erlauben, die Interessen Rumäniens in den Vereinigten Staaten, die ein strategischer Partner sind, glaubwürdig zu vertreten. Im April beschuldigte ihn die Bukarester Parlamentskommission für die Kontrolle des rumänischen Nachrichtendienstes, deren Direktor George Maior vor seiner Ernennung zum Botschafter in Washington war, den Nachrichtendienst für persönliche Zwecke gebraucht zu haben. Das Außenministerium erinnert auch an die vor kurzem freigegebenen Protokolle, die SRI mit den rumänischen Justizbehörden abgeschlossen hatte und die Grundrechte und Grundfreiheiten rumänischer Bürger oder die Interessen des Landes ernsthaft verletzt haben. Präsident Klaus Iohannis gab bekannt, er werde nach dem EU-Gipfel in Sibiu eine Entscheidung über den US-Botschafter George Maior treffen.


    Der ehemalige Bürgermeister von Constanţa, einer rumänischen Stadt am Schwarzen Meer, Radu Mazăre ist am Mittwoch in Madagaskar verhaftet worden. Er wird sechs Tage von den Behörden des Landes in Haft gehalten, nachdem die rumänischen Behörden über Interpol einen Durchsuchungsbefehl ausgestellt hatten. So juristischen Quellen in Bukarest. Radu Mazare hat in Rumänien mehrere Verurteilungen, von denen viele nicht endgültig sind. Im Februar wurde er international angeklagt, nachdem er in einer Akte über fiktive Landrückgabe zu 9 Jahren Haft verurteilt wurde. Der ehemalige Bürgermeister verließ Rumänien im Dezember 2017 auf Madagaskar und meinte, man habe politischen Druck in Strafverfahren gegen ihn ausgeübt. Dort unternahm er die notwenidgen Schritte, um Asyl zu erhalten.