Tag: Kultur

  • Mythos zerstört: Rumänen eher Kulturmuffel

    Mythos zerstört: Rumänen eher Kulturmuffel

    Kaum ein Land ist so stolz auf seine Kultur wie Rumänien. Die jüngste Studie im Auftrag des Kulturministeriums entlarvt die Rumänen jedoch als Kulturmuffel. In puncto Theater- oder Bibliothekenbesuch und Lesen sind die Zahlen ernüchternd. Allerdings muss man diese Zahlen auch relativieren, Begriffe wie Hochkultur“ und Massenkultur“ bringen zusätzliche Differenzierungen.



    Auf den ersten Blick sind die Ergebnisse des neuesten Kulturverbraucherbarometers, der vom Kulturministerium veröffentlicht wurde, überhaupt nicht erfreulich: Rund 63% der Rumänen gehen niemals ins Theater, 39% der Rumänen haben 2014 überhaupt nichts gelesen, 79% von ihnen haben noch nie eine Bibliothek besucht. Dennoch sind sowohl die Urheber der Umfrage, die Forscher des Nationalen Instituts für Kulturforschung und -ausbildung, als auch unabhängige Forscher der Auffassung, dass die Daten ohne elitäre Ansprüche und in einem gewissen Kontext ausgelegt werden müssen. Andrei Crăciun, der Leiter des besagten Instituts, erläutert, dass man sowohl die Verbraucher der sogenannten hohen Kultur“ als auch die der sogenannten Massenkultur“ in Betracht gezogen hat:



    Die Rumänen sind schon Kulturverbraucher, aber alles hängt von der Definition der Kultur ab. Oft denken wir an die Sachen, die die sogenannte ‚hohe Kultur‘ definieren, wie Theater, Oper, Museen. Aber in unseren Studien verleihen wir der Kultur einen umfangreicheren Sinn und verbinden mit dieser auch Aktivitäten, die im Freien stattfinden, und auch beliebte Musikrichtungen. Es hängt vieles auch vom Befragungsort ab, ob in der Stadt oder auf dem Land, aber allgemein sind die Rumänen keine gro‎ßen Kulturkonsumenten.“




    Der Literaturhistoriker und –kritiker Ion Bogdan Lefter erkennt eine Mischung von zwei Arten von Vorlieben — für die hohe Kultur“ und für die Massenkultur“. Diese gibt es auch in anderen Gesellschaften.



    Wenn wir in einem Land wie Rumänien erwarten, dass der Kulturkonsum einen hohen Stand aufweist, dass jedermann wöchentlich oder monatlich ein Buch liest, dass er oft ins Theater oder ins Museum geht, dann sind die Umfragen enttäuschend. Wenn wir auf die Normalität in der Welt Bezug nehmen, auf die westliche Gesellschaft, der wir auch angehören, dann sind wir mit unseren Mitmenschen perfekt kompatibel. Die Daten sind nicht spektakulär. Diese verweisen auf eine gewöhnliche Gesellschaft mit Menschen, die Kulturverbraucher sind, aber auch mit weniger gebildeten Leuten, mit reichen und mit ärmeren Leuten. In diesen Gesellschaften ist der Kulturverbrauch ein Konsumverhalten wie jedes andere.“




    Das ist auch eine der Feststellungen dieser Umfrage. Diese beschreibt die Entstehung eines sogenannten omnivoren Kulturverbrauchs und die Entstehung von sogenannten hybriden Kulturgewohnheiten, die mehrere Freizeitvertreib-Möglichkeiten vereinen. Ein Schauspiel, ein Konzert oder ein Film im Kino wird mit dem Ausgehen, mit der Unterhaltung verbunden, meint Andrei Crăciun.



    Einkaufszentren sind sehr beliebt, einschlie‎ßlich was den Kultur- und Kinoverbrauch anbelangt. Es ist ein Gesellschaftsort. Auch die Theaterstücke werden immer öfter an alternativen Orten vorgeführt. Diese ziehen immer mehr junge Leute an, die verschiedene Erfahrungen machen wollen, die unter anderem die Zeit mit ihren Freunden verbringen möchten.“




    Unter diesen Umständen verzeichnet man ein leichtes Zunehmen der Teilnahme an verschiedenen Aufführungen und an Museumsbesuchen. Z.B. gehen 63% der Bukarester ins Theater. 62% von Ihnen haben im letzten Jahr ein Museum besucht. Die Geschichtsmuseen sind die beliebtesten, gefolgt von Naturkundemuseen. Festivals sind auch sehr beliebt. 48% der Rumänen besuchen Film- und Musikfestivals, 43% nehmen an Unterhaltungs- und Musikaufführungen teil. Au‎ßerdem steigt die Zahl der Rumänen konstant, die in den letzten Jahren mindestens in eine Theater-, Opern- oder Klassikaufführung gegangen sind. Der Gro‎ßteil dieser Zuschauer sieht aber nur Aufführungen in einem bestimmten Genre und entwickelt kein allgemeineres Interesse für Kunst. Wir sind also Zeugen einer kulturellen Alphabetisierung und keiner Gewinnung von treuen Konsumenten der hohen Kultur“. Andrei Crăciun beschreibt nun weitere Vorlieben der Rumänen.



    Allgemein ist in den Reihen der Bevölkerung, die Volksmusik hört, Folkloremusik der beliebteste Musikstil. Als nächstes kommt Schlagermusik wie Pop-Dance und weitere Genres, die in den Medien sehr verbreitet sind. Was den Manele-Stil [eine Art Balkan-Beats — Anm. d. Red.] anbelangt, da geht die Beliebtheitsrate etwas zurück. Von 2007 bis 2009 hat es einen Boom dieses Musikgenres gegeben, aber dieser hat sich gelegt. Was Theaterstücke anbelangt, belegen Komödien den ersten Platz, gemeinsam mit den Multimedia-Schauspielen.“




    Was die Lektüre anbelangt, wird eine Abwärtstendenz verzeichnet: 2014 erklärten 39% der Rumänen, dass sie überhaupt kein Buch gelesen haben. 18% lesen täglich, 16% ein- oder zweimal im Monat, 13% ein- oder zweimal die Woche, 14% ein- oder zweimal jährlich. Wenn man das zusammenrechnet, ist der Prozentsatz der Leser höher als der der Nichtleser, was aber von den Verlagshäusern als Auslegungsfehler beanstandet wird. Warum, erfahren wir von Mihai Mitrică, dem Exekutivleiter des Verbandes der Rumänischen Verlagshäuser.



    Dieser Barometer widerspricht allen vorherigen soziologischen Beobachtungen, inklusive eines Eurobarometers, der vor nur einem Jahr veröffentlicht wurde. Z.B. hei‎ßt es in der Umfrage des Kulturministeriums, dass einer von zwei Rumänen ein Buch monatlich liest. Das ist Schwachsinn, denn vor nur einem Jahr hie‎ß es, dass einer von zwei Rumänen ein Buch jährlich liest. Ein derartiger Sprung des Buchverbrauchs ist ausschlie‎ßlich auf einen Auslegungsfehler der Daten zurückzuführen. Der Buchmarkt stagniert seit Jahren um die 100-Millionen-Euro-Marke. Davon stellen 60 Millionen den traditionellen Markt und 35-40 Millionen den Markt der Schul- und Kioskbücher dar.“




    Die grö‎ßere Vielfalt an Kulturmöglichkeiten, aber auch an Zugangsarten — wie z.B. das Internet und die digitalen Technologien — ändert die Art und Weise, in der wir sowohl die hohe Kultur“ als auch die Massenkultur“ wahrnehmen, aber auch die traditionelle Wertschätzung, die man früher dem Lesen entgegenbrachte.

  • Preisverleihungsgala bei Radio Romania Cultural

    Preisverleihungsgala bei Radio Romania Cultural

    Der öffentlich-rechtliche Kultursender Radio Romania Cultural (RRC) zeichnet seit 15 Jahren Ende März die Persönlichkeiten aus, die in verschiedenen Bereichen der Kultur bedeutende Leistungen erzielt haben. Der Manager von RRC, Radu Croitoru, erklärte, es sei ganz normal, dass ein Radiosender, der sich exklusiv mit Kultur beschäftigt, diese Initiative hatte:



    Die Idee der Preisverleihung der Kulturabteilung der Rumänischen Rundfunkanstalt Radio Romania Cultural kam daher, dass wir der einzige Radiosender sind, der eine landesweite FM-Abdeckung hat, der sich die ganze Aktivität der Kultur und der kulturellen Veranstaltungen in Rumänien widmet. Unsere Kollegen können am Jahresende Schlussstrich ziehen und sagen, was gut und schön war, welche die grö‎ßten Erfolge des Vorjahres in verschiedenen Bereichen der Kultur waren. Radio Romania Cultural ist ein Sender, der die ausgestrahlten Veranstaltungen auswählt. Die Auswahl, die Selektion der Veranstaltungen, die wir unseren Hörern vorstellen, ist sehr streng.“




    Die Preisverleihung schlie‎ßt neun Sektionen ein: Poesie, Prosa, Film, Theater, Musik, Malerei, Bildung, Wissenschaft, Kulturprojekte und Festivals. Radu Croitoru dazu:



    Die Sektionen sind in jedem Jahr die gleichen. Es geht um die bedeutendsten Bereiche der rumänischen Kultur. Der Mechanismus der Auszeichnungen von RRC ist sehr einfach. Unsere Kollegen, die in den Nominierungskommissionen organsiert sind, kommen mit Vorschlägen. In diesem Jahr waren es mehrere als erwartet. Die Jury der Gala finalisiert die Liste der Nominierungen und wählt die Gewinner jeder Sektion. Die 15. Gala war eine Jubiläums-Gala. Ich möchte allen, die die Idee der Preisverleihung hatten, meine Ehrerbietung erweisen. Radio Rumänien ist ein Produzent und Lieferant von Kultur.“




    Unter den Gewinnern zählten der Choreograf Răzvan Mazilu, das Museum des Rumänischen Bauern, der Violinist Gabriel Croitoru und die Schriftstellerin Nora Iuga. Das 22. Internationale Theaterfestival von Sibiu (Hermannstadt) wurde in der Sektion Kulturprojekte und Festivals“ ausgezeichnet. Den Preis nahm der Festivaldirektor Constantin Chiriac entgegen. Radio România Cultural verleiht auch drei Sonderpreise: Lux Mundi — Persönlichkeiten, die ihr Werk in die ganze Welt tragen — ging an den Choreografen Gigi Căciuleanu. Der Preis In memoriam Iosif Sava ging zum ersten Mal an eine Institution, an die Nationale Musikuniversität Bukarest, die 2014 das 150. Jubiläum feierte. Der Schauspieler Mircea Albulescu, einer der berühmtesten rumänischen Schauspieler, wurde mit dem Exzellenzpreis ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung bedankte er sich in knappen Worten:



    Liebe Freunde, das Theater ist eine der wenigen Freuden, die wir noch haben, eine Möglichkeit zur Läuterung. Vergessen Sie dies nicht. Vielen Dank!“

  • Bukarester Operettentheater neu eröffnet

    Bukarester Operettentheater neu eröffnet

    Das Bukarester Operettentheater Ion Dacian“ hat seit wenigen Wochen ein neues Gebäude: Über 8,7 Mio Euro kostete die Errichtung des modernen Gebäudes für Operetten- und Musical-Aufführungen. Das alte Gebäude hatte das Ceauşescu-Regime 1986 abrei‎ßen lassen, bis zum Bau des neuen Theaters wurden Operetten und Musicals in einem Seitenflügel des Bukarester Nationaltheaters dargeboten.



    Der Direktor der Bukarester Nationaloper, Răzvan Ioan Dincă, erklärte bei der Eröffnungsfeier des neuen Gebäudes des Operettentheaters folgendes:



    Heute haben wir ein neues Theater. Es ist wichtig, ein neues Theater auf der Kulturkarte einer Stadt zu finden. Es geht nämlich nicht nur um ein neues Gebäude, sondern auch um die Tatsache, dass ein Kulturbereich einen weiteren Raum erobert. Das Theater, das einen direkten, kräftigen emotionalen Einfluss hat, entwickelt sich in mehrere Genres. Ein neues Theater bedeutet sowohl für die Sänger des Operetten- und Musical-Theaters »Ion Dacian« als auch für die Zuschauer sehr viel. Es geht nicht um die Einweihung eines Gebäudes, sondern um die Offenbarung eines theatralischen Phänomens. Dieses fu‎ßt auf der Idee der Entwicklung des Theaters in bestimmten Sälen und nicht woanders. Wir leben in einem Jahrhundert, in dem wir wegen Geldmangel keine Gebäude errichten. Was wir tun können, ist, erfinderischen Phänomenen ihren freien Lauf zu lassen.“




    Răzvan Ioan Dincă sagte, es sei das erste Gebäude, das nach 1989 für musikalische Veranstaltungen errichtet wurde:



    Das Operettentheater am Ufer der Dâmboviţa wurde 1986 von Ceauşescu niedergerissen. Die Operette bekam den Studio-Saal des Nationaltheaters, wo sie bis vor dreieinhalb Jahren unter schlechten Bedingungen funktionierte. Vor vier Jahren hat man dem Operettentheater das Grundstück unter dem Gebäude zugeteilt. Heute haben wir ein anständiges Theater mit 550 Plätzen, zwei Foyers, einem Kinderplatz, Proberäumen, Chor, Ballett, Orchester, Solisten, Lagerräumen und einer der besten Drehbühnen. Nach der Anzahl der Plätze ist es der drittgrö‎ßte Saal für künstlerische Darbietungen in Bukarest.“




    Das neue Gebäude des Operetten- und Musical-Theaters Ion Dacian“ liegt im Zentrum der rumänischen Hauptstadt, an der Kreuzung dreier Hauptschlagadern Bukarests, in der Nähe der Rumänischen Nationalbibliothek. Laut dem Direktor Răzvan Ioan Dincă ist das Foyer für Veranstaltungen wie Paris, mon amour“ bestens geeignet:




    Wir wollten, dass die Bühne und der Saal neutral wirken, klassisch und elegant. Sie sollen nur, nachdem das Licht ausgemacht wird, beeindrucken. Wir haben die gewöhnlichen Farben ausgesucht: dunkelgrau, schwarz, weichselrot. Die Bühne ist 14 m breit und 20 m tief und hat mobile Wände. In diesem Jahr werden wir uns um die Umgebung des Theaters kümmern. Wir bauen einen thematischen Park mit Ausblick auf den Dâmboviţa-Fluss und wünschen uns einen kulturell attraktiven Raum.“




    Die Einweihung des neuen Gebäudes wurde von der nationalen Erstaufführung des Musicals Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber in der Regie von Stephen Barlow markiert. Die erste Auseinandersetzung des Regisseurs mit dem bekannten Musical fand 1986 in London statt. Stephen Barlow erzählt:




    Ich kannte die englische Produktion ganz gut. Deshalb habe ich mir gedacht, es sei nicht in Ordnung, eine Kopie zu versuchen. Ich hätte das falsch gemacht. Es geht ja um einen riesigen Erfolg. Ich musste also etwas anderes bringen. Es gibt immer eine andere Erzählart. Ich habe mir gedacht, dass die Londoner Produktion die Psychose der Gestalt mehr ausnutzen konnte. Ich habe die Handlung auf den Anfang des 20. Jh. verlegt und dachte mir, dass ich dadurch Freudsche Elemente einbringen könnte. Ich glaube, es gibt keine Gestalt, die das Sofa des Psychoanalytikers mehr braucht als das Phantom der Oper. Es ist eine visuelle Veranstaltung, ein wahres visuelles Erlebnis.“

  • Neuerscheinungen im Rundfunkverlag „Casa Radio“

    Neuerscheinungen im Rundfunkverlag „Casa Radio“

    Der Verlag Casa Radio“ hat auf der 21. Buchmesse Gaudeamus eine absolute Neuheit in der rumänischen Literatur präsentiert: das Buch Tandem“, in dem die Zeichnungen poetisch illustriert werden. Der Verlag veranstaltete zudem eine Vielzahl von Buchvorstellungen, über einige davon berichten wir in der Kulturchronik.



    Neben den Neu-Erscheinungen, die der Verlag Casa Radio seinen bereits bekannten Hörbuch-Serien widmet, waren wir auf der 21. Buchmesse Gaudeamus Zeugen einer einzigartigen Buchvorstellung in der rumänischen Literatur: Es handelt sich um das Buch Tandem“ von Tudor Banuş und Şerban Foarţă, das eine Gewohnheit der Geschichte der Weltliteratur auf den Kopf stellt. Die absolute Neuheit besteht darin, dass das Werk eines bildenden Künstlers poetisch illustriert wird. Das Tandem“ wurde in den Seiten der wöchentlichen Kulturzeitschrift Observator cultural“ unter den Augen ihrer Leser zustande gebracht. Unter dem Titel Tandem. 50 Gedichte von Şerban Foarţă nach Zeichnungen von Tudor Banuş. Vom Autor aufgenommene Gedichtinterpretationen & auf Doppel-CD graviert“ bietet das Buch nicht nur eine einzigartige visuelle Präsentation der Gedichte, die die Zeichnungen beleben, sondern auch eine Audio-Aufführung. Der Schriftsteller Mircea Cărtărescu nahm an der Buchvorstellung teil und erklärte über den Band Tandem. 50 Gedichte von Şerban Foarţă nach Zeichnungen von Tudor Banuş“:



    Ich glaube, dass Tudor Banuş mit seinem Gesamtwerk weit über die Grenzen Rumäniens hinausgeht. Er ist ein europäischer Künstler, ein Künstler, dessen Illustrationen in berühmten Zeitschriften in Europa und den USA veröffentlicht wurden. Im europäischen Kulturleben wird er besonders geschätzt. Er beweist tiefgründige Kenntnisse der Malerei- Gravur- und Zeichnungstechniken, verbunden mit einem deutlichen Zeichen der Modernität, die aus Surrealismus, den künstlerischen Erfahrungen eines Giorgio de Chirico sowie aus avantgardistischen Strömungen schöpft. Im Grunde genommen bleibt er dennoch, trotz seiner Vorahnungen über die Kunst der Zukunft, genauso wie Chirico, ein Klassiker. Es freut mich besonders, dass Tudor Banuş noch die Zeit finden kann, rumänische Bücher zu bebildern und meiner Ansicht nach passt diese Zusammenarbeit mit Şerban Foarţă sehr gut zu ihm, weil die beiden sich sehr ähnlich sind, sie gehören derselben Künstlerfamilie an, der höchstwahrscheinlich interessantesten Strömung der Kunstgeschichte Europas, dem Manierismus. Ich beziehe mich auf Manierismus in seiner besten Form, also auf die Glanzzeit der europäischen Kultur, den europäischen Manierismus zwischen 1520 und 1640, dem auch Namen wie Shakespeare und Gongora angehören.“




    Der Verlag Casa Radio hat die Serie Biblioteca de poezie românească“ (Bibliothek rumänischer Gedichte“) fortgesetzt und bei der Buchmesse Gaudeamus 2014 das Hörbuch Mariana Marin. Scrisoare deschisă sau Nu mă mai aşteptaţi la ore mici. Poeme rostite la Radio“ (Mariana Marin, offener Brief oder Wartet nicht mehr auf mich in den frühen Morgenstunden — Gedichte im Radio“), illustriert vom berühmten Graphiker Tudor Jebeleanu, aufgelegt. Mariana Marin, eine repräsentative Dichterin der achtziger Jahre, hat viel zu früh die Szene der Lyrik verlassen, sie bleibt dennoch auch heute eine markante Figur der rumänischen Literatur. Der Band umfasst neben ihren Gedichten auch Erinnerungen der Schriftsteller Romulus Bucur, Mircea Cărtărescu, Bogdan Ghiu, Florin Iaru und Ion Bogdan Lefter. Das Vorwort zum Buch verfasste der Literaturkritiker Nicolae Manolescu. Daria Ghiu vom Verlag Casa Radio mit Einzelheiten zum Projekt:



    Es handelt sich um ein Buch mit einem beigelegten Hörbuch, das Aufnahmen enthält, die die Dichterin Mariana Marin von 1991 bis 2002 machte. 27 Gedichte, die im Radio vorgetragen wurden. Das Hörbuch enthält auch ein Interview mit Mariana Marin und ein Gedicht von Virgil Mazilescu, vorgetragen von Mariana Marin. Der Gedichtband ist kein übliches Buch, es handelt sich um ein regelrechtes Kunstalbum, weil es die Bebilderungen des Graphikers Tudor Jebeleanu enthält. Während Marian Marin die repräsentative Dichterin der achtziger Jahre bleibt, kann Tudor Jebeleanu als der bildende Künstler der Generation der 80er Jahre bezeichnet werden. Zahlreiche Texte stammen von anderen Künstlern der Achtziger, es handelt sich um wahre Geständnisse der Freunde von Mariana Marin.“




    Der Schriftsteller Florin Iaru erinnerte sich an die Dichterin Mariana Marin und an die Träume der jungen Schriftsteller in den 1980er Jahren:



    Mariana Marin — oder Madi wie sie ihre Freunde nannten — war ein fröhlicher Mensch, der das Leben liebte. Sie liebte, hasste, sie war leidenschaftlich, sie hatte Humor, oftmals einen grausamen Humor. Ich werde Ihnen einiges über Madi, über den Menschen, und nicht die Dichterin Mariana Marin erzählen. Wir alle haben gewiss einmal davon geträumt, Dichter zu werden oder es ist uns einmal durch den Kopf geschossen, Dichter zu werden. Ich erinnere mich, wie wir in ihrer Studiowohnung im siebten Stock eines Wohnblocks den von ihren Eltern gemachten Rotwein tranken und über Poesie diskutierten. Wie können wir die Seele unserer Leser erreichen? Das war die Frage, die uns damals beschäftigte. Madi war eine äu‎ßerst radikale und politische Dichterin unserer Generation, ich kenne keinen anderen Dichter, der sich mehr als sie politisch engagierte.“




    Der Verlag Casa Radio hat auf der Buchmesse Gaudeamus 2014 das 120. Jubiläum der Geburt des Schriftstellers Camil Petrescu gefeiert. Der Verlag legte zu diesem Anlass die CD-Box Theater“ auf. Es handelt sich um 6 CDs, die 3 Hörspiele aus dem Goldenen Archiv des Rundfunks enthalten: Mitică Popescu“, Jocul ielelor“ (Erlenreigen) Suflete tari“ (Starke Seelen), dargestellt von den renommierten rumänischen Schauspielern Radu Beligan, Clody Berthola, Ştefan Ciubotăraşu, Octavian Cotescu, Ion Manolescu und vorgetragen von der Theaterkünstlerin Florica Ichim. In den Reihen Radio-Prichindel“ (Winzling-Radio) Noapte bună, copii!“ (Gute Nacht, Kinder) erschienen neue illustrierte Kindergeschichten der Schriftsteller Barbu Ştefănescu Delavrancea, Ion Creangă und Nina Cassian mit einer beigelegten Hörbuch-Version. Die Darstellerin Alexandrina Halic belebt dank ihrer eindrucksvollen Stimme die Gestalten von Gellu Naum: den Pinguin Apolodor, den Löwen Amedeu und das Känguruh Ilie im Zweiten Buch mit Apolodor“, einem Hörbuch illustriert von Alexandru Ciubotariu.

  • Nachrichten 15.01.2015

    Nachrichten 15.01.2015

    BUKAREST: Rumänien kann und mu‎ß ein Teil des Schengener Raumes werden — dies erklärte am Donnerstag in Brüssel der rumänische Statspräsident Klaus Iohannis, nach den Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten, Donald Tusk, und dem EU-Kommissionschef, Jean Claude Juncker. Der EU-Kommissionspräsident sagte, er unterstütze dieses Bestreben Rumäniens. Auf der Agenda der Brüsseler Beratungen standen zudem die Wege zu einer besseren Abrufquote von EU-Finanzmitteln und die mögliche Aufhebung der Justizmonitorisierung Rumäniens durch die Europäische Union. Der rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis besucht zum erstenmal die EU-Einrichtungen in Brüssel seit seiner Amtsübernahme am 22. Dezember 2014. Am Freitag soll Iohannis in der belgischen Hauptstadt auch mit dem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu Gesprächen zusammenkommen.



    BRÜSSEL: Acht EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Rumänien, deren Abrufquote von EU-Fonds unter 60% liegt, sollen EU-Unterstützung bekommen, um einen möglichst gro‎ßen Teil der Finanzmittel zu investieren, erklärte am Donnerstag die EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Corina Creţu. Creţu hat bereits eine Arbeitsgruppe gegründet, die ständig bemüht ist, Ländern wie Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Ungarn, die Slowakei, Slowenien und Italien zur Erhöhung ihrer Abrufquote von EU-Fonds zu verhelfen. Der EU-Kohäsionsfonds wurde für EU-Staaten mit einem Bruttonationaleinkommen pro Einwohner unter 90% des EU-Durchschnitts eingerichtet. Sein Ziel ist der Ausgleich der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Zu den Prioritäten des EU-Kohäsionsfonds zählen die transeuropäischen Verkehrsnetze. Die EU-Kommission hatte neulich beschlossen, aus dem EU-Kohäsionsfonds 305,7 Millionen Euro bereitzustellen, die 85% der Baukosten einer Teilstrecke der Autobahn Bukarest-Constanta, im Südosten Rumäniens, decken sollen.



    BUKAREST: Rumäniens Au‎ßenminister Bogdan Aurescu hat am Donnerstag, den 15. Januar, an alle Diaspora-Rumänen appelliert, die kulturellen Werte des Landes und das Symbol der nationalen Bestrebungen, den Dichter Mihai Eminescu, zu bewahren. Aurescu richtete diese Botschaft an alle au‎ßerhalb der Landesgrenzen lebenden Rumänen anlä‎ßlich des Tages der nationalen Kultur am 15. Januar. Am 15. Januar 2015 jährte sich der Geburtstag des rumänischen Dichters Mihai Eminescu zum 165 Mal. Eminescu war einer der letzten europäischen Romantiker. 2010 stimmte das Bukarester Parlament der Initiative zu, dass der 15. Januar zum Tag der nationalen Kultur Rumäniens wird. Jedes Jahr organisieren die rumänischen Botschaften und Kulturinstitute zu diesem Anla‎ß eine Vielzahl von Veranstaltungen.


  • Kleines Theater ganz groß – Bukarester Kulturikone wird 50

    Kleines Theater ganz groß – Bukarester Kulturikone wird 50

    Das Kleine Theater scheint mit seinen 50 Jahren schon recht betagt zu sein. Doch das Gebäude auf der bei Bukarestern berühmten Sărindar-Stra‎ße, in dem das Theater sitzt, ist doppelt so alt. Und es sind 100 jahre Theatergeschichte — im Jahr 1914 wurde hier das damals noch private Theater Maria Filotti” gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg wird es wie viele anderen Kultureinrichtungen vom Staat übernommen und trägt der Reihe nach den Namen des Filmschauspielers “Constantin Nottara”, die etwas trockenere Bezeichnung Kinder- und Jugendtheater”, um schlie‎ßlich ab 1964 in Kleines Theater umgetauft und in die Familie der gleichnamigen Institutionen in Europa aufgenommen zu werden.



    Die Sărindar-Stra‎ße hei‎ßt heute Constantin Mille-Stra‎ße, ist aber nach wie vor ein Symbol und Stück Bukarester Stadtgeschichte. Das Theaterteam wollte diese Geschichte wieder aufleben lassen — der Galabend begann mit einem Lichtspiel, das die alte, heute verstaubte Stra‎ße in neuem Glanz aufleuchten lie‎ß, sagt der Schauspieler und Intendant des Kleinen Theaters, Mihai Dinvale:



    Besonders wir reifere Generation wissen sehr gut, was diese Stra‎ße für Bukarest und das Land bedeutet hat. Hier stand zwischen den beiden Weltkriegen eine Druckerei, wo die wichtigsten Pressehäuser ihre grö‎ßten Titel druckten… Auf dieser Stra‎ße spürte man den Puls der Information, der Politik, der Gesellschaft, der Kultur, der Debatte, der Sensation — für Bukarest und ganz Rumänien. Von hier aus wurden die Abendzeitungen und Sonderausgaben ausgeliefert, die Sensationsblätter. Sechs Kinos hatten ihren Ausgang auf dieser Stra‎ße, so dass sich alle zwei Stunden eine Menschenmenge ihren Weg auf die Brezoianu oder die Calea Victorie bahnte. Und über alles mögliche plauderte — denn Themen gab es auch damals sehr viele. Die Stra‎ße war so lebendig, man kann es kaum glauben. Neben uns, wo alles abgerissen ist, stand der Technische Verlag. Und gegenüber das nationale Institut für Luft- und Raumfahrtsforschung, geführt von Elie Carafoli. Wenn man heute vom Militärklub einbiegt, sieht man einen Stra‎ßenzug in Ruinen, eine Geisterstra‎ße … Und heute gibt es nur noch das Kleine Theater — 97 Verrückte, die den Bukarestern beweisen, dass die Flamme der Kutur, der Träume, der Geschichte weiterhin brennt. Und andere Wahnsinnige — denn wer würde schon freiwillig diese Stra‎ße betreten – wollen zu uns ins Theater kommen, weil wir etwas zu sagen haben”, erinnert sich der Schauspieler und heutige Direktor des Kleinen Theaters.




    Im Inneren wurde anschlie‎ßend ein einzigartiger Film gezeigt – Archivaufnahmen, Mitschnitte aus über 250 Theaterstücken, die in den letzten 50 Jahren auf der Bühne aufgeführt wurden. Was sollte das Publikum aber aus 50 Jahren nach Hause nehmen? Was denkt dazu Mihai Dinvale, der seit 1972 beim Kleinen Theater arbeitet und somit der Dienstälteste ist:



    Was bleibt, ist, dass diese Menschen im Theater schwierige Zeiten durchgemacht haben , aber immer die Kraft und den Willen aufbrachten, aufzutreten und Geschichten zu erzählen…. Das waren einzigartige Erfahrungen in diesem Theater. Der Ehrgeiz und die schiere Arbeitskraft eines Radu Penciulescu haben aus diesem Haus eines der wichtigsten Theater gemacht. … Regisseure wie Crin Teodorescu und Radu Penciulescu, die flamboyante Bühnenbildnerin Adriana Leonescu… Unvergesslich sind die Jahre unter der Führung eines Dinu Săraru — es war ein Jahrzehnt absolut gro‎ßartiger Auftritte, eines phantastischen Wagemuts, einer einzigartigen Dramaturgie und Ästhetik sagenhafter Regisseure wie Cătălina Buzoianu, Silviu Purcărete und Cristian Hadji-Culea — ihre Aufführungen werden bestimmt in der Theatergeschichte bleiben. In den 25 Jahren nach der Wende haben wir versucht, das Wesen dieses Theaters nicht zu veräu‎ßern, uns aber in der Ausdruckssprache zu erneuern, die neue Publikumsgeneration anzusprechen, das Haus im Gespräch zu behalten. Dieser zeitgenössische Geist hat das Kleine Theater und seine Texte schon immer definiert. Wir versuchen also den Anschluss an die Welt zu kriegen, wertvolle Texte zu übersetzen… Wir werden diese Tradition weiterführen und sie mit der heutigen Gesellschaft in Einklang bringen”, verspricht Direktor Mihai Dinvale.




    Für 2015 hat das Kleine Theater dementsprechend viel vor. Über die zukünftigen Projekte wei‎ß Schauspieler und Theaterdirekor Dinvale am besten Bescheid



    Das kleine Theater hat noch einen Sitz in Bukarest — das Sehr Kleine Theater. Dort haben wir im Erdgeschoss genug Platz, um eine kleine Buchhandlung für junge Autoren und Debütschriftsteller einzurichten. Jeden Monat wollen wir einen vom Literaturkritiker Daniel Cristea Enache moderierten Leseabend organisieren, bei dem jeweils ein junger Autor vorgestellt wird. Das ist für die Literatur- und Kulturszene etwas ganz besonderes ”, sagt der Intendant.




    Das Kleine Theater ist also ein vollbeschäftigter Kulturbetrieb, der auch nach 50 Jahren nicht zum alten Eisen gehört. Ganz im Gegenteil — es erfindet sich immer wieder neu.

  • Premiere im Bukarester Nationaltheater: „Gott bekleidet sich im Altklamottenladen“

    Premiere im Bukarester Nationaltheater: „Gott bekleidet sich im Altklamottenladen“

    Ein Pleyel- Klavier, das einmal Chopin gehörte, eine Familie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Chopins Musik — eine Aufführung, die den Zuschauern, der Reihe nach oder gleichzeitig, verschiedene Epochen und mehrere Generationen vorstellt. Die Erstaufführung des Stückes Dumnezeu se îmbracă de la second-hand“ (Gott bekleidet sich im Altklamottenladen“) fand vor kurzem im Studio-Saal des National-Theaters in Bukarest statt. Der Autor des Textes, Iulian Margu, sagte, er liebe die Satire, das Spiegeltheater das sich den Bürgern wendet, die zusammen spielen wollen“. Der Autor räumt ein, dass er für seine Gestalten Menschen aus der Vâlcea-Gegend, wo er geboren wurde, als Vorbild hatte. Ion Caramitru, Direktor des National-Theaters in Bukarest, führte Regie und zeichnete auch für die musikalische Illustration:



    In erster Linie geht es ums Leben. Es passiert, was im Leben und in Rumänien immer geschieht: Es wird gestohlen, die zwei Diebe werden mit Sympathie betrachtet, nicht weil sie Diebe oder weil sie sympathisch als Diebe sind, sondern weil sie eine Art Räuber darstellen, die von grö‎ßeren Dieben räubern, die ihrerseits vom Staat stehlen. Es folgt die Geschichte über das Klavier und die Klaviermusik, die für mich das kräftigste Bindemittel war. Ich habe das Klavier auf die Drehbühne gestellt, so dass wir von einer Periode in die andere übergehen können, so dass wir die ganze Geschichte, die der jüngere Dieb dem älteren erzählt, erzählen können. Das Publikum soll informiert sein und sich in die Geschichte einbringen. Das Publikum ist irgendwie auf der Bühne. Das Klavier ist ein lebendiger Körper. Wie jedes Instrument wird es von einem Menschen gespielt und belebt, der ihm ein bisschen seiner Seele und den Wunsch nach Perfektion einflö‎ßt. Das gefällt mir ganz gut.“




    Die Aufführung Dumnezeu se îmbracă de la second-hand“ ist ein soziales Manifest und übermittelt gleichzeitig eine Art Nostalgie der Vergangenheit, sagte Ion Caramitru:



    Es ist ein soziales Manifest, eine Metapher der Verhandlung mit Gott. Der als Gott verkleidete Teufel wurde eine inhaltsreiche Metapher. Sie (die Figur Teodora — Anm. d. Red.) verhandelt nicht mit Gott, sondern mit den Göttern des Tages, die die ganze Macht haben. Es ist eine transparente, reizvolle Metapher. Es ist keine Blasphemie, sondern die Ironie eines Autors, der nur das Wesentliche unserer Tage erzählt. Es sind Etappen meines Lebens, die ich erlebt habe. Die ’50er Jahre, die Verstaatlichung, die Erniedrigung der unschuldigen Menschen, die Verbrechen des Regimes… Der vollständige Text des Verstaatlichungsgesetzes erschüttert die Zuschauer. Niemand wusste, dass er so grausam lautet. Dieser Text allein könnte den Kommunismus nochmals blo‎ßstellen. Man spricht über die Menschenrechte und über das Eigentumsrecht, doch die Wirklichkeit sah anders aus.“




    Ein Text, der der jungen Generation fremd ist. Lae, der junge Dieb wird von dem jungen Schauspieler Lari Giorgescu dargestellt:



    Die Tatsache, dass ich mit erfahrenen Menschen gearbeitet habe, hat mir viel geholfen. Ich habe besser Sachen verstanden, die ich jetzt erlebe. Es gibt Auswirkungen, es existieren Spuren. Ich sehe sie jetzt klarer. Das kommunistische System hat zahlreiche Schicksale zerstört, besonders jene der Jugendlichen. Ich spiele die Rolle eines Jugendlichen.“




    Obwohl das Stück Dumnezeu se îmbracă de la second-hand (Gott bekleidet sich im Altklamottenladen) von Iulian Margu auf der Internetseite des Nationaltheaters in der Kategorie Lustspiel eingetragen ist, ist es bis zuletzt ein Manifest — so der Regisseur Ion Caramitru:



    Das als Wunder bezeichnete Theater — sensibel aber mit sozialer Haltung, ein Spiegelbild unserer Realität.“

  • Piatra Neamţ

    Piatra Neamţ

    Die heutige Reise führt uns in den Nordosten Rumäniens. In der Region Moldau gibt es eine Stadt, die sich durch besondere Schönheit und althergebrachte Traditionen auszeichnet. Piatra Neamţ zählt zu den schönsten und ältesten Städten in der historischen Provinz Moldau. Die Stadt liegt im Tal des Flusses Bistriţa und wird von bewaldeten Gipfeln umgeben. Zum ersten Mal wurde die Stadt im Jahr 1388 urkundlich erwähnt. Eine besondere positive Entwicklung verzeichnete Piatra Neamţ, nachdem der moldauische Fürst Stefan der Gro‎ße den Fürstenhof, das heutige historische Zentrum der Stadt, errichten lie‎ß.



    Einen Besuch wert in Piatra Neamţ sind zumindest zwei der Museen der Stadt. Das erste ist einzigartig in ganz Europa und in einem Gebäude beherbergt, das 1928-1930 errichtet wurde. Im Museum für neolithische Kunst Cucuteni werden knapp 300 Artefakte aus dem kulturellen Schatz des Landes ausgestellt. Die zweite Sehenswürdigkeit wurde im Jahr 1980 gegründet. Das Ethnographie-Museum widerspiegelt durch seine Ausstellungsstücke die Handwerke, Volkssitten und Nationaltrachten der Region.



    Der Leiter der Presseabteilung der Stadtverwaltung Piatra Neamţ, Gabriel Muraru, ist der Ansicht, dass die Stadt jeder Touristenkategorie etwas anzubieten habe:



    In Piatra Neamţ gibt es die erste Skipiste, die in der Region eröffnet wurde. Sie wurde vor sechs, sieben Jahren eingerichtet. Nicht nur in puncto Wintersport hat der Landkreis Neamţ, genau wie die Region Bukowina, etwas anzubieten, sondern allgemein wird hier für jeden Geschmack und jede Alterskategorie etwas Passendes angeboten. Der Dorftourismus hat hier einen bedeutenden Aufschwung verzeichnet. Die Hoteliers erwarten jetzt zahlreiche Touristen, die ihre Winterferien in der Region schon früh gebucht haben. In der Region Piatra Neamţ gibt es viele Volkskunstschulen, die ein reiches Kunstprogramm anbieten. Besonders beliebt sind die Veranstaltungen zu Töpferei und Maskenbasteln.“




    Uweit von Piatra Neamţ gibt es einen berühmten Reitpark, wo die Touristen ein umfangreiches Angebot rund um den Reitsport wie Pferdepension und Reitschule finden können. Für jede Altersgruppe und jedes Leistungsniveau stehen unterschiedliche Lehrpferde zur Verfügung. Die jüngsten Pferdebegeisterten freuen sich immer, bei uns Ponys zu reiten. Das Feld, wo sich die Reitschule befindet, gilt als das beste landesweit, die Schule beherbergt oftmals nationale und internationale Reitwettbewerbe. Wer Piatra Neamţ besucht, wird bestimmt die Seilbahn bemerken. Ihre Strecke führt entlang der ganzen Stadt auf der Höhe des Berges Cozia, also auf 657 Metern. Die Seilbahn fährt jeden Tag während der Woche beginnend mit dem frühen Morgen bis 21 Uhr und bis Mitternacht an Wochenendtagen. Eine Fahrkarte kostet 16 Lei (umgerechnet rund 4 Euro) hin und zurück, für Gruppen von mehr als 20 Personen und Kinder gibt es Preisermä‎ßigungen.



    Viele Touristen, die in Piatra Neamţ eintreffen, setzen ihren Aufenthalt auch im Badekurort Durău fort, der am Fu‎ße der Ceahlău-Berge in 800 Metern Höhe und 47 Km entfernt von Piatra Neamţ liegt. Der Badekurort hat jede Jahreszeit viel anzubieten, sei es an Wellnessurlaub und Erholung oder Sport, Wanderungen und Freizeit. Im Ferienort Durău gibt es zahlreiche Hotels, Hütten und Pensionen. Genau wie in Piatra Neamţ entsprechen auch in Durău die Unterkunftspreise jedem Budget. Empfehlenswert sind für die reiche traditionelle Speisenauswahl aus Biozutaten ohnehin die Pensionen.

  • Arad – dynamisches Stadtleben vor imposanter Gebäudekulisse

    Arad – dynamisches Stadtleben vor imposanter Gebäudekulisse

    In Arad mit dem Flugzeug oder der Bahn angekommen, fragen Journalisten gerne am besten direkt an der Quelle nach — und treffen bei der Verwaltung der Stadt prompt auf Corina Drăghici, Sprecherin des Rathauses, die liebend gerne für ihre Stadt wirbt:



    In Arad spielt sich das moderne, dynamische Stadtleben vor einer ausgesprochen charmanten Kulisse ab. Die Besucher sind sofort hingerissen von den Gebäuden, die zumeist unter Denkmalschutz stehen, aber auch von der freundlichen Atmosphäre der Gemeinde. Den Charme der Architektur machen die imposanten öffentlichen und privaten Gebäude im Stadtzentrum aus. Die gesamte Stadtmitte ist ein eklektisches Sammelsurium von Palästen, Kirchen und Monumentalbauten, die repräsentativ für das Barock, die Neurenaissance, den neugotischen Stil oder die Wiener Seccession sind. Wir sind sehr stolz auf unseren Verwaltungspalast, wo das Rathaus seinen Sitz hat. Es ist einfach eine Stadt-Ikone. Erst vor anderthalb Jahren haben wir die Inneneinrichtung im Stil des späten 19. Jahrhunderts fertig restauriert. Die Sanierung ist prachtvoll gelungen und hat den Innenräumen ihren Glanz von früher wieder geschenkt”, so die Rathaussprecherin.



    Kirchen sind in Arad eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit: Reisende sind beeindruckt von den vielen historischen Kirchen – kein Wunder bei der Religionsvielfalt hier. Zu den schönsten gehört die römisch-katholische Kathedrale Skt. Anton von Padua, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt im Stil der Neurenaissance. Dann die neugotische evangelische Kirche — die rote Kirche, wie sie hier hei‎ßt. Die serbische Kirche ist die älteste in der Stadt, sie trägt eindeutige Elemente des Rokoko. Zu besuchen sind auch die alte bzw. die neue orthodoxe Kathedrale. Der Kulturpalast ist ein ganz besonderes Baudenkmal — er sticht ins Auge aufgrund der schieren Ausma‎ße, aber das Innere sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Eigentlich ist aber die gesamte Stadtmitte ein einziges Baudenkmal”, sagt Corina Drăghici.



    Die wichtigste Attraktion ist aber die Burg von Arad — überhaupt eines der schönsten historischen Baudenkmäler in ganz Westrumänien. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut und galt schon damals als eine der mächtigsten militärischen Befestigungsanlagen. Die Baupläne wurden persönlich von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Sohn, Prinz Josef dem II. bewilligt. Die Burg ist im so genannten Vauban-Stil als sechszackiger Doppelstern mit dicken Mauern, Bunkern und andere Verteidigungsanlagen errichtet.



    An diesem Wochenende findet in Arad das alljährliche Weinfestival statt: Wir sind hier im landesweit ältesten urkundlich erwähnten Weingebiet. Drei Tage lang dauert bei uns das Weinfestival, an dem sich Winzer aus dem ganzen Weingebiet Arad beteiligen. Das alles vor einer fröhlichen Musikkulisse — neben Volks- und Zigeunermusik spielen Band auch die Musik, die zwischen den beiden Weltkriegen in der Stadt beliebt war. Natürlich sind auch alle Hörer ganz herzlich zum Festival eingeladen.”



    Arad will im Jahr 2021 europäische Kulturhauptstadt sein und hat sich bereits dafür beworben. Mehr als sonst bietet Arad deshalb auch ein ganz interessantes Kulturprogramm mit Theaterstücken, Konzerten der Stadtphilharmonie oder Kunstaustellungen.

  • Neustart für Bukarester Literaturgespräche

    Neustart für Bukarester Literaturgespräche

    Letzte Woche ist im Bukarester Literaturcafé Cărtureşti Verona eine Dialogreihe mit bekannten rumänischen Autoren neu angelaufen — diesmal unter dem Titel Wie gehts denn so, Herr Schriftsteller bzw. natürlich Frau Schriftstellerin? (im Original: Ce mai faci, scriitorule?).



    Als erster Gast der Literaturdialoge durfte Iulian Tănase über sich erzählen: Ich bin 41 geworden, die Jahre habe ich mühsam einzeln angehäuft. Ich habe zwei Hände (links und rechts), zwei Fü‎ße (links und rechts), zwei Augen (mal blau, mal rot unterlaufen), zwei Kinder (Adora und Sascha), eine Katze (namens Gogo), zwei Eltern (Mutter und Vater), eine Schwester (Simona), eine Frau (Ioana), ein Gedächtnis (das ziemlich schlecht ist), eine Phantasie (die ziemlich überbordend ist), zwei Uniabschlüsse (BWL und Philosophie), 13 Bücher (zu viele), zwei Preise (einen deutschen für Dichtkunst, einen österreichischen für Prosa), 15 Jahre Arbeit bei Satirezeitschriften am Buckel (13 davon bei der Academia Caţavencu, zwei bei der Kamikaze), fast zehn Jahre Radio (nur bei Radio Guerrilla) plus ein Stückchen Hoffnung — das Gute siegt immer und überall.




    Zu den Büchern von Iulian Tănase gehören: Iubitafizica” (erschienen 2002 im Vinea-Verlag); Inainte / după — 52 de apariţii transvizuale generate de hazard” (herausgegeben mit Gheorghe Rasovszky, Dan Stanciu und Sasha Vlad) im ICARE-Verlag im Jahr 2003); Adora” (veröffentlicht 2009 im ART-Verlag); Cucamonga” – Herg Benet Verlag (2011), Oase migratoare” (Nemira, 2012) und ”Manualul Îmblânzitorului de cafele” (Herg Benet Verlag, 2013).



    Wie der Autor seine Begegnung mit dem Publikum im Literatucafé Cărtureşti empfunden hat, erzählt er selbst: Das war ein sehr nettes Treffen im Cărtureşti; ich habe normalerweise vor solchen Begegnungen enormes Lampenfieber — als Radiomensch bin ich ja alleine vor dem Mikro und keiner sieht mich. Aber das Publikum war super und ich konnte mich schnell entspannen. Au‎ßerdem waren die Gastgeber von Cărtureşti absolute Spitze. Zudem kamen viele Leute, die mich aus dem Radio kennen. Es war ganz nett, wir haben über Bücher geplaudert, über das Leben, über Gott und die Welt. Und wir haben sehr viel gelacht – ich mag das nämlich: Leute zum Lachen zu bringen.”




    Iulian Tănase hat 2002 auch den Sammelband Pentru Gellu Naum / For Gellu Naum” koordiniert, ein Kooperationsprojekt der Verlage Vinea und ICARE und sich auch um die Athanor-Hefte der Gellu Naum Stiftung zusammen mit seinem Kollegen Dan Stanciu gekümmert. Er beteiligte sich 2008 am International Writers Workshop in Hong Kongund im selben Jahr wie auch im Vorjahr am London International Festival of Surrealism. Er veröffentlicht Texte in Zeitschriften und Antologien in Rumänien, Deutschland, Österreich, Gro‎ßbritannien, den USA, Hong Kong, Slowenien, Tschechien. In vielen dieser Länder war er auch Gastlektor.



    Im Moment arbeitet er an einem neuen Buch: Ich schreibe an einem Buch über das Schweigen. Das Buch hat eine komplizierte Vorgeschichte — ich habe damit schon 2008 angefangen, als ich noch Philosophie an der Uni studierte. Am Anfang standen kurze Äu‎ßerungen, ausgehend von der Frage Auf wie viele Arten kann man schweigen?”. Ich war selbst neugierig, wie meine Antworten ausfallen werden. Nachdem ich auf etwa 300 mehr oder weniger durchgedrehte Methoden des Schweigens gekommen war, stürzte mein Rechner ab und war im Eimer. Alles war weg, mit Ausnahme einiger Spickzettel in einem Heft. Ich habe also von vorne angefangen, und auch die Gliederung des Buches abgeändert — so ist daraus eine Collage von Essays, Gedichten, Erzählungen zu jeder dieser vielen Definitionen des Schweigens geworden”.



    Iulian Tănase ist Träger des Hubert Burda Preises für junge osteuropäische Dichter, der ihm in Offenburg im Jahr 2009 verliehen wurde. In Graz gewann er 2011 den ersten Preis des Literaturwettbewerbs 1+1+1=1 Trinitate“ für einen Auszug aus seinem Roman Wandernde Knochen (im Original: Oase migratoare”.

  • Die Woche 27.09.-03.10.2014 im Überblick

    Die Woche 27.09.-03.10.2014 im Überblick

    Der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl in November hat begonnen


    Der Wahlkampf hat am 3. Oktober begonnen. Dieser soll bis zum 1.November, durch Wahlkampfplakate, Broschüren, Märsche und Debatten, die Wählerschaft überzeugen, abzustimmen. Am 1. Wahlgang vom 2.November werden 14 Politiker für das Amt des Präsidenten kandidieren. Der jetzige Präsident Traian Basescu beendet nach 10 Jahren seine zweite Amtszeit. Die grössten Chancen auf die Stichwahl vom 16. November haben der jetzige sozialdemokratische Ministerpräsident Victor Ponta und der deutschstämmige Klaus Johannis, Kandidat der oppositionellen Christlich-Liberalen Allianz. Zu den Kandidaten zählen auch Senatspräsident Călin Popescu-Tăriceanu, der Führer des mitregierenden Ungarnverbandes Kelemen Hunor, die unabhängige Europaabgeordnete Monica Macovei und die Chefin der oppositionellen, präsidenten-nahen Volksbewegung, Elena Udrea. In Rumänien sollen 18.550 und im Ausland 294 Wahllokale organisiert werden.



    Die zur EU-Kommissarin für Regionalpolitik nominierte Corina Cretu erhält die Bestätigung des EU-Fachausschüsses


    Die rumänische EU-Abgeordnete Corina Cretu, von der Sozialdemokratischen Partei wurde für die Position als EU-Kommissarin für Regionalpolitik durch den Fachausschuss des Europaparlaments bestätigt. Bei ihrer Anhörung versprach Corina Cretu Null-Toleranz in punkto Hinterziehung von EU-Fonds. Im gegenwärtigen EU-Haushalt 2014-2020 verfügt der Bereich Regionalpolitik über Fonds in Höhe von über 350 Milliarden Euro. Die erwartungsgemä‎ß zukünftige EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Cretu hat ihre Prioritäten bekanntgegeben — dazu gehören, selbstverständlich, das Wirtschaftswachstum und das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen. Corina Cretu ist Europaabgeordnete seit 2007 und zurzeit Vizepräsidentin des Europa-Parlaments. Die neue EU-Kommission soll ihre Tätigkeit am 1. November aufnehmen.



    Ein neues Universitätsjahr hat begonnen


    Für mehr als 450.000 Studenten hat am 1. Oktober in Rumänien ein neues Universitätsjahr begonnen. Die Zahl der Studenten ist im Vergelich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Die Studenten zeigen sich dieses Jahr gegenüber der Abschaffung einiger Universitäten oder Fachrichtungen im Studium und die niedrige Staatssubvention für Transport unzufrieden. In gro‎ßen Universitätszentren gibt es zudem nicht genügende Studentenheimplätze. Vertreter des Bildungsministeriums erklären, sie werden nach der jüngsten Haushaltsanpassung Stipendien für Praktika und einige Forschungsprojekte finanzieren können. Das neue Studienjahr startet mit einer Reihe von Gesetzesänderungen, wie die Wiedereinführung der Doktorstudien mit reduzierter Anwesenheit und die Möglichkeit der Universitäten Kollegien nach den Gymnasium zu organisieren.



    In Kiew hat das trilaterale Treffen Rumänien-die Ukraina-die Republik Moldau stattgefunden


    Die Ministerpräsidenten Rumäniens und der Ukraine Victor Ponta und Arseni Iatsenjuk haben am Donnerstag in Kiew das Abkommen über den kleinen Grenzverkehr zwischen den beiden Nachbarländern unterzeichnet. Somit werden 2 Millionen Anwohner der Grenzregion ohne Visum, nur anhand eines Passierscheins über die Grenze reisen können. Premierminister Ponta wurde in Kiew von seinem moldauischen Gegenüber, dem proeuropäischen Ministerpräsidenten Iurie Leancă begleitet. Ponta und Leancă kam in der ukrainischen Hauptstadt auch mit dem Präsidenten Petro Poroschenko zu Gesprächen zusammen. Rumänien bekräftigte in Kiew durch Ministerpräsident Ponta seine Unterstützung als EU-und NATO-Land für die Bemühungen der Ukraine und der Republik Moldau zur demokratischen Entwicklung und EU-Integration.



    Die rumänische Exekutive hat die zweite Haushaltsanpassung für 2014 angenommen


    Die Regierung Rumäniens hat am Dienstag die zweite Anpassung des Haushalts für 2014 genehmigt. Es handelt sich dabei um eine positive Anpassung, so wie die erste im Sommer. Trotzdem werden die Fonds für einige Institutionen und Ministerien vermindert. Das Arbeitsministerium erhielt die höchste Summe (1,2 Milliarden Lei) für Löhne und die Bezahlung der Sozialhilfen. Dem Ministerium für Regionalentwicklung kamen 600 Millionen Lei zu, während das Innenministerium weitere 250 Millionen Lei bekommt. Der Haushalt des Ministeriums für öffentliche Verwaltung, des Verteidigungsministeriums und der Justiz wurden ebenfalls angehoben. Kürzungen gab es bei der Präsidentschaftsverwaltung, der Rumänischen Akademie, der Bildung, beim Sportministerium und bei der Kultur. Unterdessen traten am 1. Oktober einige finanzielle und wirtschaftliche Ma‎ßnahmen in Kraft. Dazu zählen die Reduzierung der Sozialbeiträge der Arbeitgeber um 5%, die Steueramnestie für Rentner und Mütter, die infolge einiger Fehler der Finanzverwaltung zuviel Unterstützungsgeld vom Staat bekommen haben.



    Die Antikorruptionsbehörde fordert das Aufnehmen der Strafverfolgung von neuen ehemaligen Ministern im sog. Microsoft”-Verfahren


    Die Antikorruptionsbehörde hat der Präsidentschaft, dem Bukarester Parlament sowie dem Europäischen Parlament die Aufhebung der parlamentarischen Immunität von neun Ex-Ministern verlangt, damit die Strafverfolgung beginnen kann. Die Ex-Minister werden der Annahme von Bestechung, der Geldwäsche, des Amtsmissbrauchs sowie der Einflussnahme verdächtigt. Die Antikorruptionsbehörde bezieht sich besonders auf einen Vertrag für den Kauf von Microsoft-Lizenzen zwischen der Bukarester Regierung und Fujitsu Siemens Computers, einem Unternehmen, das damals der einzige Händler für die betreffenden Produkte war. Die Vorwürfe bestehen aus 2012, als die rumänische Regierung angekündigt hatte, sie habe Software für Schulen, durch Vermittler, zu Preisen erworben, die um 30-40% als der Marktpreis waren.



    Zwei rumänische Fussball-Mannschaften wurden in der Europe-League besiegt


    Am Donnerstag hat Rumäniens Fu‎ßballmeister Steaua Bukarest mit 1 zu 3 auswärts gegen die Ukrainer von Dinamo Kiew im zweiten Spiel der Gruppe J der Europe League verloren. In der Gruppe D wurde der Vizemeister Astra Giurgiu im Heimspiel von den Österreichern von Red Bull Salzburg mit 1 zu 2 besiegt. Steaua belegt den zweiten Platz in der Gruppe J, während Astra auf den letzten Platz in einer Gruppe rangiert, zu der auch die Dänen von Aalborg und die Kroaten Dinamo Zagreb gehören.

  • Nachrichten 01.08.2014

    Nachrichten 01.08.2014

    BUKAREST: Der rumänische Staatspräsident, Traian Basescu, hat am Freitag die Vorschläge des Ministerpräsidenten Victor Ponta für zwei Ministerämter — Kultur und Haushalt — als nicht geeignet bezeichnet. Der Staatschef präzisierte, da‎ß er die Nominierungen von Rozalia Biro, vom Ungarnverband, als Kulturministerin, bzw. von Claudiu Manta, von der Sozialdemokratischen Partei, als Haushaltsminister, nicht ablehnt, und dem Ministerpräsidenten Victor Ponta bis Montag Überlegungszeit lä‎ßt, um andere Ministerkandidaten zu nominieren. Seinerseits erklärte Ministerpräsident Ponta, er werde keine andere Nominierungen machen, wenn Staatspräsident Basescu die bereits vorgelegten Vorschläge nicht ablehnt.



    BUKAREST – Rumäniens Ministerpräsident, Victor Ponta, hat den amtierenden EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dacian Ciolos für eine neue Amtszeit vorgeschlagen. Der rumänische Regierungschef schickte den Vorschlag dem Vorsitzenden der künftigen EU-Kommission, Jean Claude Juncker. Dacian Ciolos wird auch vom Staatschef Traian Basescu unterstützt. Ciolos ist 45 Jahre alt und seit Februar 2010 EU-Agrarkommissar. In der Zeitspanne 2007-2008 war er rumänischer Landwirtschaftsminister. Er hat zudem die Gemeinsame EU-Agrarpolitik eingeleitet. Der EU-Agrarkommissar verwaltet etwa 40% des Gesamthaushalts der EU, etwa 363 Milliarden Euro. Rumänien wird in der Zeitspanne 2014-2020 ca. 19 Milliarden Euro bekommen.



    BUKAREST: Die amerikanische Botschaft in Bukarest hat den Bericht über die Religionsfreiheit in Rumänien in 2013 veröffentlicht. Auch wenn die Verfassung und weitere Gesetze die Religionsfreiheit schützen und die Regierung im Allgemeinen die Religionsfreiheit eingehalten hat, reagieren die Kommunalbehörden nicht auf Diskriminierungsklagen der Religionsminderheiten, so der Bericht. Ein weiteres Problem sei die Rückerstattung der griechisch-katholischen Kirchen, die 1948 vom kommunistischen Regime der rumänisch-orthodoxen Kirche übergeben wurden. Es gebe in diesem Bereich keine Fortschritte, so der Bericht der amerikanischen Botschaft. Die staatliche Finanzierung hängt von zwei Faktoren ab – von der Zahl der Gläubigen laut Volkszählung und von den Bedürfnissen der unterschiedlichen Kirchen. Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche empfange die Mehrheit der Fonds.



    XXX – Die beste rumänische Tennis-Spielerin, Simona Halep, wird auf den 2. Platz der Weltrangliste steigen, nachdem Chinesin Na Li angekündigt hat, sie werde wegen einer Verletzung an den folgenden nordamerikanischen Tournieren nicht teilnehmen. Na Li wird ihre Punkte von 2013 nicht verteidigen können und den 2. Platz verlieren. Der Aufstieg von Simona Halep begann im Mai letzten Jahres, als sie den 64. Platz einnahm und keinen WTA-Titel gewonnen hatte. Im letzten Jahr hat Halep sieben WTA-Titel gewonnen. Sie erreichte zudem das Finale in Madrid und beim French Open in Paris.



    WETTER — In 14 Landkreisen im Süden und Südwesten Rumäniens gilt bis Samstag nachmittag eine Wetterwarnung Stufe Rot für Hochwasser. Die Warnstufen Orange und Gelb sollen am Samstag aufgehoben werden. In den letzten Tagen wurden mehr als 250 Ortschaften in dieser Region von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Mindestens drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen, über 1800 Menschen wurden evakuiert. Mehr als 17 Tausend Hektar Ackerland stehen unter Wasser. Das Wetter in Rumänien bleibt sehr warm, mit Höchstwerten bis 34 Grad C.

  • Das euroregionale Theaterfestival TESZT in Temeswar

    Das euroregionale Theaterfestival TESZT in Temeswar

    Das ungarischsprachige Staatstheater Csiky Gergely“ in Temeswar hat in der letzten Maiwoche das siebente Euroregionale Theaterfestival TESZT organisiert. Die erste Auflage fand 2007 statt. Das Festival nimmt sich vor, die Multikulturalität der Euroregion DKMT (Donau-Kreisch-Mieresch-Thei‎ß) hervorzuheben und die Verbindungen zwischen den Theatern zu verstärken. Deshalb kann man behaupten, dass es um ein einzigartiges Festival in Rumänien geht. Es beteiligen sich Schauspieler aus Rumänien, Ungarn und Serbien.



    Das Festival bringt jedes Jahr ein anderes Thema. Attila Balázs, Direktor des Ungarischen Staatstheaters in Temeswar, dazu:




    Wir haben versucht, Theaterstücke zum Thema ‚Vergangenheit und die Verarbeitung der Vergangenheit in der Gegenwart‘ zusammenzubringen. Eigentlich wählen wir nicht die Themen. Sie stellen sich alleine vor. Wir müssen nur bestimmen, welche die bedeutendsten Themen in der Region sind. Im vergangenen Jahr war alles frischer, aktueller. In diesem Jahr beziehen wir uns mehr auf die Vergangenheit und ich könnte fast alle Stücke, die diese Richtung einhalten und die aufgeführt wurden, aufzählen.“




    Das Festival wurde mit dem Stück Incendii“ (Brände“) in der Regie von Radu Alexandru Nica eröffnet. Die Geschichte geht von dem Krieg in Libanon aus und analysiert seine Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Zwei Zwillingsbrüder versuchen die Vergangenheit ihrer Mutter zu entziffern. Der Autor des Stückes ist Wajdi Mouawad, ein Kanadier mit libanesischen Wurzeln. Sein Text wurde für den Film mit dem gleichen Titel umgeschrieben. Der Film wurde 2012 für den Oscar nominiert. Der Regisseur Radu Nica dazu:




    Der Text ist gefühlsvoll. In der letzten Zeit bringt man wenig Gefühl auf, wir sind kalt, wir zeigen immer, dass wir denken, wir haben Angst, zu fühlen. Ich kämpfte auch gegen mich. Mir gefallen die Texte, die keine Emotion hervorrufen. Ich bin kein Liebhaber der exzessiven Emotion im Theater. Wir brauchen aber auch eine Ausnahme. Es waren mehrere Herausforderungen. Die eigentliche Geschichte war eine Herausforderung, sie ist kompliziert, ein komisches Verflechten zwischen einem Krimi und einer antiken Tragödie. Es war schwer, die Eigenschaften eines Krimis und einer Tragödie gleichzeitig zu behalten. Aus einer kalten, schwer zugänglichen antiken Tragödie sollte eine zeitgenössische Geschichte entstehen. Mehr als die Hälfte des Stückes spielt sich im Nahen Osten ab, der uns als Mentalität gar nicht nahe ist.“




    Ein anderes Theaterstück, das bei dem siebenten Theaterfestival TESZT gespielt wurde, war Es war einmal in Temeswar“, Autor und Regisseur Peter Kerek. Das Stück wurde von den Schauspielern des Nationaltheaters Temeswar aufgeführt. Es war einmal in Temeswar“ ist die Geschichte einer Familie, die ihre kommunistische Vergangenheit kaschieren will. Die Schauspielerin Andrea Tokai sagte uns folgendes:




    Aus diesem Stück habe ich verstanden, dass wir Menschen sind. Die Geschichte ist sehr einfach. Es geht um eine Familie mit vielen Kindern. Die Mutter verliert in einem Unfall ihr Leben und die Kinder kommen zurück nach Hause. Was geschieht nun, was entdecken sie? Was ist vor 20 Jahren passiert? Ich spiele eine ältere Gestalt, bin Mitglied der Familie, gehöre aber nicht dazu, weil ich von au‎ßen komme. Es ist ein Dienstmädchen, ist es aber auch nicht, sie ist eine Art Mutter, aber doch keine Mutter. Ich habe folgendes verstanden: Wir sind nicht gut, aber auch nicht schlecht, wir sind Menschen und versuchen weiter zu gehen. Es geht nicht ums Überleben. Streit, Hass werden gelöst, weil es im Leben so ist.“




    Ein weiteres Stück, das gespielt wurde, ist Rot“, eine Koproduktion des Volkstheaters in Subotica, Serbien, und des Jozsef-Katona-Theaters in Budapest, in der Regie von Gábor Máté. Das Theaterstück hat als Ausgangspunkt den zweiten Weltkrieg in Jugoslawien, an der Grenze zu Ungarn. Die ungarische Armee dringt Anfang 1942 in Jugoslawien ein und macht zahlreiche Opfer. 1944 beginnen die Anhänger der kommunistischen Jugoslawen ihre Rachekampagne gegen die Einwohner ungarischer Ethnie. Es gab keine Prozesse, sondern nur Folterung und Massenmord. Der Text wurde von B.R. Brestyanszki, literarischer Sekretär des Volkstheaters in Subotica geschrieben:




    Diese Geschichteepoche war tabu. Laut Historikern sind zehntausende Menschen Opfer dieser Ereignisse geworden. Man durfte nicht darüber reden. Die Menschen hatten auch Angst, zu sprechen. Um weiter gehen zu können, ist es bedeutend, unsere Vergangenheit wahrzunehmen.“




    Eine weitere Aufführung war Ţinuturile joase“ (Niederungen“) nach Texten von Herta Müller, die von dem Regisseur Niky Wolcz adaptiert wurden. Das Stück wurde vom Deutschen Staatstheater in Temeswar gespielt. Ida Jarcsek-Gaza spielt die Rolle der Gro‎ßmutter:



    Der Regisseur hat mir erklärt, er interessiere sich nicht für die harte und rauhe Seite der Texte von Herta Müller. Er interessiere sich für die lyrischen Sachen, für die schönen Sachen, für das, was fein ist. Ich bin Niky Wolcz sehr dankbar, dass er die Geduld hatte, unter einer harten und rauhen Schale den weichen Kern zu entdecken. Das war für mich als Schauspielerin sehr wichtig. Das ist die Schönheit dieses Stückes. Es stellt so Vieles dar, dass es keinen Schauspieler gibt, der sich im Stück nicht wiederfinden kann.“



    Audiobeitrag hören:



  • Die Verleihung der UNITER-Preise 2013

    Die Verleihung der UNITER-Preise 2013

    Zwischen 1911 und 1913 wurde in Targu Mures/Neumarkt der Kulturpalast gebaut, ein für die damalige Zeit beeindruckendes Gebäude, das zum Symbol der siebenbürgischen Stadt wurde. Der im ungarischen Jugendstil erbaute Kulturpalast – heute auch Sitz der Philharmonie – hat schöne Majolika-Ziegel. Die Fassade sowie das Innere sind mit bunten Mosaiken verziert, und im Palast befindet sich ein prachtvoller Spiegelsaal. 2013 wurde das 100-Jahre-Jubiläum des Kulturpalastes in Targu Mures mit besonderen Kulturveranstaltungen gefeiert.



    Dieses Jahr, am Montag, den 28. April, fand im Gro‎ßen Saal des Kulturpalastes das wichtigste Ereignis der Theaterwelt in Rumänien — die Gala des rumänischen Theaterverbandes UNITER, bei der die besten Theateraufführungen, Regisseure und Darsteller des Jahres 2013 mit Preisen ausgezeichnet wurden. Die 22. Auflage der UNITER-Preisverleihung in Targu Mures/Neumarkt ist nach denen in Sibiu/Hermannstadt (in der Landesmitte) und Iasi (im Osten Rumäniens), die 3. UNITER-Gala, die au‎ßerhalb Bukarests stattfindet.



    Die beste Theateraufführung des Jahres 2013 wurde “Victor oder Kinder an der Macht”, eine Inszenierung des Regisseurs Silviu Purcărete beim Ungarischen Staatstheater in Cluj/Klausenburg. Der beste Darsteller 2013 spielte ebenfalls in einer Inszenierung von Silviu Purcarete, diesmal beim Nationaltheater in Cluj: Cornel Răileanu wurde für seine Leistung in dem Stück Welch gigantischer Schwindel” von Eugene Ionesco mit dem UNITER-Preis für den besten Hauptdarsteller gekrönt. Beste Hauptdarstellerin 2013 wurde die jüngste Kandidatin, Alexandra Fasolă, für ihre ausgezeichnete Leistung in der Titelrolle des Stückes ”Yentl” beim Jüdischen Staatstheater in Bukarest. Zwei Produktionen von Radio Rumänien nach Michail Bulgakows Novellen — “Das Handtuch mit dem Hahn” und Die stählerne Kehle”, wurden mit dem UNITER-Preis für Hörspiel ausgezeichnet.



    László Bocsárdi erhielt den Regiepreis für die Aufführung mit Hamlet” beim Theater “Tamási Áron” in Sfântu-Gheorghe/Sankt Georgen, und der UNITER-Exzellenzpreis ging an den beliebten Schauspieler Victor Rebengiuc, der minutenlang von den mehr als 500 Kulturprominenten, die am Galaabend des rumänischen Theaters teilgenommen haben, mit brausendem Applaus belohnt wurde.



    Wie der UNITER-Vorsitzende und ständige Gastgeber der Galaveranstaltungen, der Schauspieler Ion Caramitru, neulich in einem Interview sagte, war zur Zeit des Kommunismus der rumänische Theater ein privilegierter Raum, vielleicht der einzige Ort, wo die Rumänen die Freiheit des Geistes erleben konnten. Nach der Wende 1989 gab es weniger Zuschauer in den Theatersälen, und man mu‎ßte das Theater zum neuen Leben erwecken. Gro‎ße Theaterpersönlichkeiten, die sich im Ausland niedergelassen hatten, wie die Regisseure Andrei Şerban, Liviu Ciulei oder Lucian Pintilie, inszenierten wieder in Rumänien, die Aufführungen wurden immer interessanter, sie entsprechen inzwischen allen Geschmäckern, und jetzt sind die rumänischen Theater wieder ständig ausgebucht.

  • Radio România Cultural zeichnet Erfolge der rumänischen Kultur aus

    Radio România Cultural zeichnet Erfolge der rumänischen Kultur aus

    Die grö‎ßten Erfolge des Vorjahres in verschiedenen Bereichen der Kultur wurden bei der Preisverleihung des Kultursenders des öffentlich-rechtlichen Hörfunks “Radio România Cultural” geehrt, die am Montag in Bukarest stattfand. An der angesehenen Veranstaltung nahmen Persönlichkeiten des Kultur- und Kunstlebens Rumäniens teil. Das Event wurde im Rumänischen Radio und im Internet live übertragen. Gastgeber der Gala waren die Schauspielerin Medeea Marinescu und der Schauspieler Vlad Zamfirescu, für die besonderen Musikmomente sorgte das Rundfunkorchester Big Band unter der Leitung des Dirigenten Ionel Tudor.



    Der Schauspieler Victor Rebengiuc wurde mit dem Exzellenzpreis ausgezeichnet: Dieser Preis hat eine ganz besondere Bedeutung für mich, weil ich ihn von einem elitären Radiosender der rumänischen Hörfunkanstalt erhalten habe, und das macht mich sehr glücklich. Einen Exzellenzpreis von solch einer Institution wie Radio România zu bekommen, ist äu‎ßerst wichtig für mich.” Die Sonderpreise der Gala Radio România Cultural gingen an die berühmte Sopranistin Angela Gheorghiu und den Violinisten Răzvan Stoica. Die diesjährige Gala feierte eine Premiere: Das zweite Jahr hintereinander wurde mit dem gro‎ßen Preis der Kategorie Lyrik” derselbe Autor ausgezeichnet. Dan Sociu erhielt den begehrten Preis für seinen Gedichtband “Vino cu mine, ştiu exact unde mergem”, “Komm mit, ich wei‎ß genau, wo wir hingehen”.



    Der Preis der Sektion “Prosa” ging an die Schriftstelerin Liliana Corobca für den Roman “Kinderland”. In der Kategorie Film” wurde der beeindruckende Erfolg des Regisseurs Călin Peter Netzer für die Produktion “Die Stellung des Kindes” geehrt. Der rumänische Spielfilm erhielt bedeutende Trophäen bei Filmfestspielen weltweit, darunter den Goldenen Bären der Berlinale 2013.



    Der Gewinner der Sektion Theater” ist der Regisseur Alexandru Dabija und der Preis für bildende Kunst ging an den Maler Horea Paştină. In der Kategorie “Musik” zeichnete sich ein klarer Gewinner ab: Nicu Alifantis für sein Erfolgsalbum und die begleitenden Konzerte “Mosaik”, während der Preis für Ausbildung an die Bukarester Behörde zur Prävention und Bekämpfung der organisierten Kriminalität für ihr juristisches Ausbildungsprojekt ging, das unter den Stichworten “Wo das Gesetz waltet, ist kein Platz für Feilschen” lief. Der Preis für Kulturmedien — Online-Projekte ging an die Webseite www.bookaholic.ro und mit dem gro‎ßen Preis der Sektion Kulturprojekte und Festivals” wurden die 20. Filmfestspiele Astra Film Festival Sibiu” im südsiebenbürgischen Hermannstadt ausgezeichent.



    Der Gewinner der Kategorie Wissenschaft” ist Professor Dr. Marin Cârciumaru für das Museum der Entwicklung des Menschen und der Technologie im Paläolithikum. Das Museum im südrumänischen Târgovişte ist das erste seiner Art in Mittel- und Osteuropa und enthält wichtige Entdeckungen aus dem mittleren und jüngeren Paläolithikum.