Tag: Frankreich

  • Nachrichten 21.06.2022

    Nachrichten 21.06.2022

    – Die Regierung in Bukarest schlägt in einem zur öffentlichen Debatte gestellten Gesetzesentwurf, die Möglichkeit vor, die Zahlung von Bankraten für Privatpersonen und Unternehmen aufzuschieben. Juristische Personen, deren durchschnittliches monatliches Einnahmen um mindestens 25 % in Folge der Krise gesunken sind, und natürliche Personen, deren durchschnittliche monatliche Ausgaben aufgrund von Preissteigerungen in der derzeitigen Krise um mindestens 25 % gestiegen sind, können einen Zahlungsaufschub beantragen. Dieser soll auf einen Zeitraum von bis neun Monaten begrenzt werden.




    – Die Generalinspektion der Grenzpolizei teilte mit, dass am Montag 10.732 ukrainische Staatsbürgerinnen und Bürger über die Grenzübergangstellen nach Rumänien eingereist sind. Über die Grenze zur Ukraine reisten 6.353 ukrainische Staatsangehörige nach Rumänien ein und über die Grenze zur Republik Moldau weitere 1.097. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges, am 24. Februar und bis zum 20. Juni um 24.00 Uhr, sind 1.261.713 ukrainische Staatsangehörige nach Rumänien eingereist.




    – Die Ukraine benötigt die Unterstützung der Drei-Meeres-Initiative und der teilnehmenden Staaten, sagte der rumänische Präsident Klaus Iohannis auf der Pressekonferenz zum Abschluss Gipfels in der lettischen Hauptstadt Riga. Der polnische Präsident Andrzej Duda teilte mit, dass die Ukraine den Status eines Partnerlandes der Initiative erhalten hat, während der lettische Präsident Egils Levits betonte, dass das Land beim EU-Beitrittsprozess unterstützt werden wird. Die Gipfelteilnehmer verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Ukraine in mehreren Bereichen unterstützen, aber auch über die Stärkung der Initiative sprechen.




    – Die Ukraine hat den russischen Invasionstruppen vorgeworfen, ihren verheerenden Beschuss im Osten, im Kohlerevier des Donbasses, zu verstärken. Zahlreiche Städte bereiten sich auf einen russischen Angriff vor. Die Front ist in den letzten Wochen näher gerückt, bis auf 15–20 Kilometer“, sagte Vadim Liah, Bürgermeister von Slawjansk in der Region Donezk, gegenüber westlichen Medien. Er hofft, dass (zitieren) neue Waffen, die unsere Armee benötigt, bald kommen werden“. Der ukrainische Ratsvorsitz erklärte, dass die Intensität des Beschusses in Donezk entlang der gesamten Frontlinie“ zunehme. Ein Toter und sieben Verletzte, darunter ein Kind, sind die jüngsten zivilen Opfer des russischen Beschusses. In Sjewjerodonezk kontrollieren die Russen den grö‎ßten Teil der Wohngebiete“, aber mehr als ein Drittel der Stadt bleibt unter der Kontrolle unserer Streitkräfte“, so der Leiter der örtlichen Verwaltung, Oleksandr Striuk. Nach Angaben Kiews wurde auch die nordöstliche Region Charkiw, die zweitgrö‎ßte Stadt des Landes, erneut von russischem Granatfeuer getroffen. Sie hat den russischen Angriffen, die mit Beginn der Invasion am 24. Februar begannen, bisher standgehalten. Zeitweise wurden die russischen Truppen über die Grenze zurückgedrängt.




    – Die französische Premierministerin Elisabeth Borne hat ihren Rücktritt eingereicht. Präsident Emmanuel Macron lehnte diesen jedoch ab, damit die Regierung in diesen Tagen ihre Arbeit fortsetzen und handeln kann, teilte die französische Präsidentschaft am Dienstag mit. Nach den Parlamentswahlen vom Sonntag hat Emmanuel Macron keine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung mehr. Laut Politikanalysten steht Frankreich dadurch vor einer Phase der Instabilität. Das Mitte-Bündnis des Präsidenten Macron, das sich während seiner ersten fünfjährigen Amtszeit auf eine komfortable Mehrheit stützen konnte, verfügt nach den Parlamentswahlen vom Sonntag nur noch über 245 von 577 Parlamentssitzen. Der Rest des französischen Parlaments ist hauptsächlich zwischen der von Marine Le Pen angeführten extremen Rechten – 89 Abgeordnete — der auf Initiative von Jean-Luc Mélenchon vereinigten Linken — mindestens 150 Abgeordnete — und der klassischen Rechten — etwa 60 Abgeordnete — aufgeteilt.




    – Der rumänische Schwimmer David Popovici hat sich, mit der kürzesten Zeit des Abends, bei den Schwimmweltmeisterschaften in Budapest für das Halbfinale über 100 m Freistil qualifiziert. Am Montag gewann der rumänische Schwimmer die Goldmedaille über 200 m Freistil mit einer Zeit von 1 Minute, 43 Sekunden und 21 Hundertstel und stellte damit einen neuen Weltrekord der Junioren auf. David Popovici holt den ersten Weltmeistertitel im olympischen Becken für die rumänischen Männer.

  • Nachrichten 18.06.2022

    Nachrichten 18.06.2022

    – Heute fand in Chisinau, eine gemeinsame Sitzung der Parlamente Rumäniens und der Republik Moldau statt. Es ist das erste Mal, dass eine derartige Sitzung abgehalten wird. Die rumänischen und moldauischen Parlamentarier betonten in einer gemeinsamen Botschaft die Unterstützung für den EU-Kandidatenstatus der Republik Moldau. An dem Treffen nahm auch die Präsidentin der Republik, Maia Sandu, teil. Sie erklärte, dass die Empfehlung der Europäischen Kommission vom Freitag, der Republik Moldau den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen, ein lang erwartetes Ergebnis sei. Ferner sagte sie, Chişinău zähle auf die Unterstützung Bukarests auf dem langen Weg. Die Zukunft der Republik Moldau liegt in der gro‎ßen europäischen Familie, und Rumänien ist und bleibt ihr beständigster Partner – so Florin Cîțu, der Vorsitzende des rumänischen Senats. Der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer in Bukarest, Marcel Ciolacu, forderte die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Rumänien und der Republik Moldau, um ihren Bürgern ein besseres Leben zu gewährleisten.




    – Die Generalinspektion der Grenzpolizei teilte mit, dass über 9.000 ukrainische Staatsbürgerinnen und Bürger am Freitag die Grenzübergänge nach Rumänien passiert haben. Seit dem Ausbruch des Krieges in der benachbarten Ukraine am 24. Februar sind mehr als 1,2 Millionen Geflüchtete nach Rumänien gekommen. Bukarest schloss sich anderen europäischen Städten an, die die “Life will win”-Tour veranstalten – eine Wohltätigkeitsveranstaltung, mit der Spenden für medizinische Geräte für Krankenhäuser in der Ukraine und zur Unterstützung ukrainischer Künstler gesammelt werden sollen. In Bukarest ist für Sonnabendabend ein Konzert im Stadtzentrum geplant.




    – Der rumänische Präsident Klaus Iohannis reist am Montag nach Riga, um in Lettland, an der 7. Ausgabe des Gipfels der Drei-Meeres-Initiative teilzunehmen. Auf der Tagesordnung steht die europäische Sicherheitslage infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Ein weiteres Thema ist der Beitrag, den die Drei-Meere-Initiative durch die Umsetzung strategischer Verbundprojekte in den drei Kernbereichen der Initiative leisten kann: Verkehr, Energie und Digitales. Gemä‎ß der rumänischen Präsidialverwaltung wird Präsident Klaus Iohannis die Unterstützung Rumäniens für die Ukraine bekräftigen und sich für Unterstützung der Republik Moldau und Georgiens einsetzen. Die Drei-Meere-Initiative ist eine Initiative zur Stärkung der mitteleuropäischen Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Infrastruktur, Energiepolitik und Sicherheit.




    – An diesem Wochenende findet die entscheidende Runde der französischen Parlamentswahlen statt. Nach dem heutigen Wahltag in den Überseegebieten beginnt die Wahl am Sonntag in Frankreich. Dabei ringen ein Parteienbündnis um den wiedergewählten Präsidenten Emmanuel Macron und ein Bündnis der Linken statt. Wahrscheinlich wird keiner der beiden Blöcke eine absolute Mehrheit in der neuen Nationalversammlung erreichen, sodass die Zusammensetzung der nächsten Regierung ungewiss ist. Die Koalition aus linken Kräften unter der Führung von Jean-Luc Mélenchon und der nationalistischen Partei von Marine Le Pen hat in der ersten Runde gut abgeschnitten und hofft, Emmanuel Macron daran zu hindern, eine parlamentarische Mehrheit zu erlangen, mit der er sein Programm umsetzen kann.




    – Das Internationale Transilvania Film Festival TIFF 2022 wurde gestern Abend in Cluj-Napoca (Nordwestrumänien) eröffnet. Es begann mit einer Sondervorführung eines der am meisten erwarteten Titel des Jahres – “The Jane Network”, eine mutige Geschichte über einige wenige Frauen, die die Welt verändert haben. Der Abend wurde mit einem au‎ßergewöhnlichen Konzert der bekannten Unterhaltungsmusiksängerin Corina Chiriac fortgesetzt. Bis zum 26. Juni werden bei der grö‎ßten Filmveranstaltung Rumäniens mehr als 350 Vorführungen in der neu ernannten UNESCO-Stadt des Films stattfinden. Dutzende von rumänischen und ausländischen Gästen, prominente Vertreter der Filmwelt, haben ihre Teilnahme am TIFF 2022 bestätigt.



    – Rumänien, das mit 12 Athleten an den Weltmeisterschaften im Aerobic-Turnen vom 16. bis 18. Juni in Guimarães (Portugal) teilnimmt, gewann am Freitag die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb.




    Das Wetter in Rumänien ist am Sonnabend unbeständig. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 und 30 Grad Celsius. In Bukarest wurden am Mittag 25 Grad gemessen.

  • Frankreich trägt zur Stärkung der Sicherheit Rumänien bei

    Frankreich trägt zur Stärkung der Sicherheit Rumänien bei

    Die Folgen des Krieges in der Ukraine für die Weltwirtschaft, der Aufbau einer besseren Zukunft für junge Menschen und ein umweltverträglicher Handel gehörten zu den Themen, die auf der Jahrestagung des Ministerrats der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris diskutiert wurden. Au‎ßenminister Bogdan Aurescu, der Rumänien zum ersten Mal als OECD-Beitrittskandidat vertrat, wurde ein Fahrplan mit teilweise äu‎ßerst wichtigen Reformen vorgelegt, die das Land durchführen muss, um in den Club der 38 entwickelten Volkswirtschaften aufgenommen zu werden. Am Rande des Treffens traf Bogdan Aurescu mit der neuen französischen Ministerin für Europa und Auswärtige Angelegenheiten, Catherine Colonna, zusammen. Bei den Gesprächen erörterten die beiden Politiker die Prioritäten der bilateralen Agenda sowie aktuelle europäische und internationale Themen, wobei der Schwerpunkt auf Sicherheitsfragen und den vielfältigen Auswirkungen des von Russland gegen die Ukraine geführten illegalen Krieges lag. Bogdan Aurescu betonte das hervorragende Niveau der bilateralen Beziehungen, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft definiert wurden. 2018 wurde diese Partnerschaft im Übrigen mit der Unterzeichnung der politischen Erklärung durch die Präsidenten Klaus Iohannis und Emmanuel Macron erneuert.


    Gleichzeitig bekräftigte Bogdan Aurescu die Wertschätzung Rumäniens für den Beitrag Frankreichs zur Stärkung der verbündeten Abschreckungs- und Verteidigungsposition an der NATO-Ostflanke in einheitlicher und kohärenter Weise durch die Präsenz französischer Streitkräfte in Rumänien und betonte, dass dieser Ansatz auch eine klare Bestätigung der verbündeten Solidarität und des ständigen Engagements Frankreichs für die Sicherheit der verbündeten Staaten, einschlie‎ßlich Rumäniens, darstellt und somit auch zur Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und Frankreich beiträgt.


    In diesem Zusammenhang sprachen sich die beiden Minister für die baldige Operationalisierung der NATO Gefechtsgruppe unter französischer Führung auf rumänischem Gebiet aus. Im Hinblick auf die Vorbereitung des Madrider Gipfels Ende des Monats brachten die beiden Minister ihre Unterstützung für den Beitritt Schwedens und Finnlands zum Ausdruck, der zur Stärkung der alliierten Sicherheit beitragen wird. In Bezug auf die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit wurde auch die Zweckmä‎ßigkeit eines Treffens im 2+2-Format auf der Ebene der Au‎ßen- und Verteidigungsminister erörtert, um die beiden Länder insbesondere im neuen Sicherheitskontext zu koordinieren. Andererseits würdigte die französische Ministerin die Art und Weise, in der Rumänien der Ukraine multidimensionale Unterstützung gewährt hat, während der rumänische Au‎ßenminister die Notwendigkeit betonte, die Republik Moldau bei der Bewältigung der verschiedenen Auswirkungen der durch die Aggression Moskaus verursachten Krise zu unterstützen. Gleichzeitig bekräftigte Bogdan Aurescu seine Unterstützung für die europäische Integration der Ukraine, Moldawiens und Georgiens sowie für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU durch Albanien und Nordmazedonien.

  • Frankreichs Präsident im Amt bestätigt

    Frankreichs Präsident im Amt bestätigt

    Die westliche Welt hat erleichtert aufgeatmet, als das offizielle Ergebnis der französischen Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben wurde und der Sieg von Emmanuel Macron über seine rechtsextreme Herausforderin feststand. Ein Sieg von Marine le Pen, die als Wladimir Putins Russland nahestehend gilt, wäre mit gro‎ßen Veränderungen in der Au‎ßenpolitik des Landes verbunden gewesen. Ihr politisches Programm umfasste den Rückzug Frankreichs aus dem Gemeinsamen Kommando der NATO, eine Neubewertung der Beziehungen zu den USA und ein Ende der Rüstungszusammenarbeit mit Deutschland. Und der Hauptnutznie‎ßer einer Krise innerhalb der Union wäre der russische Präsident gewesen, so die europäische Presse. Andererseits bedeutet die Wiederwahl Macrons für Frankreich Kontinuität in seinen wichtigsten wirtschaftlichen, europäischen und internationalen Orientierungen. Nach einer fünfjährigen Amtszeit, die von Krisen wie den systemfeindlichen Demonstrationen der Bewegung der Gelben Westen und der COVID-19-Pandemie geprägt war, hat Emmanuel Macron ehrgeizige Ziele angekündigt. “Investitionen und tiefgreifende Veränderungen werden konkrete Projekte für alle gewährleisten, Kreativität und Innovation in unserem Land fördern und Frankreich zu einer gro‎ßen grünen Nation machen. Ich wei‎ß, dass viele unserer Landsleute für mich gestimmt haben, nicht um die Ideen zu unterstützen, die ich vertrete, sondern um die der extremen Rechten zu blockieren. Ich möchte mich bei ihnen bedanken und ihnen sagen, dass mir bewusst ist, dass diese Stimmen mich für die kommenden Jahre verpflichten”, sagte der Elysee-Chef.


    In seiner ersten Rede nach dem Wahlsieg versprach Macron eine “neuen Ansatz”, um Frankreich zu führen, und versicherte, dass “niemand im Abseits gelassen wird”. Was sind die Herausforderungen für Emmanuel Macron in den nächsten fünf Jahren? In erster Linie erwarten die Franzosen Ma‎ßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, die nach und nach durch die Gesundheitskrise, die Energiekrise, den Krieg in der Ukraine und die europäischen Sanktionen gegen Russland, die den gesamten europäischen und sogar den globalen Markt erschüttert haben, beeinträchtigt wurde, erläutert Daniela Coman, Korrespondentin von Radio Rumänien in Paris: “Macron hat ein komplexes Programm sozialer Ma‎ßnahmen zur Unterstützung der Armen, der alleinerziehenden Mütter und anderer benachteiligter Gruppen sowie zur Modernisierung der Arbeitsbeziehungen. Er hat sich verpflichtet, in seiner zweiten Amtszeit die Ökologie und den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt des Handelns seiner Regierung zu stellen. Im Bildungs- und Gesundheitswesen werden weitreichende Reformen durchgeführt und Rekordinvestitionen getätigt, so dass es keine Ungleichheiten mehr beim Zugang zu diesen öffentlichen Dienstleistungen gibt. Der Präsident möchte auch, dass Frankreich in den Bereichen Industrie, Energie und Landwirtschaft unabhängig wird, indem 100% französische Industrien geschaffen werden sollen. Er hat versprochen, sechs Kernkraftwerke der neuen Generation zu bauen und eine EU-weite Reform der Strompreise auf den Weg zu bringen. Au‎ßerdem will er die Armee stärken und modernisieren, indem er in die Ausstattung mit Spitzentechnologie investiert und die Zahl der Reservisten verdoppelt, damit Frankreich seine Unabhängigkeit im Verteidigungsbereich gewährleisten kann und in der Lage ist, einen Krieg hoher Intensität, der den europäischen Kontinent treffen könnte, sowie hybride Herausforderungen und Cyberangriffe zu bewältigen”, so die in Paris lebende Journalistin.


    Ehrgeizige Ziele, für die Macron eine neue Mehrheit im Parlament braucht und eine ihm gleichgesinnte Regierung. Die politische Auseinandersetzung ist am 24. April noch nicht zu Ende, denn im Juni stehen zwei Runden sehr wichtiger Parlamentswahlen an. Wird Frankreich nach au‎ßen hin versuchen, in Europa eine stärkere Stimme zu erheben? Auf Einladung von Radio Rumänien sprach der au‎ßenpolitische Analyst Ștefan Popescu über die europäische Führungsrolle und die Au‎ßenpolitik Frankreichs. Wir werden sehen, sagt er, inwieweit Frankreich in der Lage sein wird, seine Führungsrolle in Europa durchzusetzen, nachdem der Deutsche Bundestag eine au‎ßerordentliche Erhöhung des Verteidigungshaushalts um über 100 Milliarden beschlossen hat. Frankreich kann mit diesen Ausgaben nicht mithalten, sagt Ștefan Popescu, denn Frankreichs Staatsverschuldung übersteigt das BIP und liegt sogar bei 120% der Wirtschaftszeitung: “Dies wird mittelfristig das europäische Gleichgewicht leicht stören, und in Frankreich gibt es bereits einen Überlegungsprozess, wir haben Diskussionen in der französischen Presse gesehen. Denn die Europäische Union ist ein Machtgleichgewichtskonstrukt, in dem Deutschland wirtschaftlich die erste Geige spielt und Frankreich dies durch seine ständige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat und sein Militär, einschlie‎ßlich konventioneller Streitkräfte, ausgleicht. Aber wenn Deutschland dieses Gleichgewicht stört, wei‎ß ich nicht, inwieweit Frankreich eine Juniorpartnerrolle im Verhältnis zu Deutschland akzeptieren wird. Auf Macrons Agenda stehen viele europäische Herausforderungen, und ich wei‎ß nicht, inwieweit Frankreich in dieser europäischen Landschaft in der Lage sein wird, seine Führungsrolle wiederherzustellen. Denn der Grundgedanke ist die strategische Autonomie Europas, d.h. Europa soll zu einem Machtpol werden, der einen dritten Weg zwischen China und den USA schafft. Mit dieser Rückkehr der USA auf den Kontinent, die natürlich angesichts der Bedrohung aus dem Osten der europäischen Grenzen gerechtfertigt ist, wei‎ß ich nicht, inwieweit diese Pläne Frankreichs relevant bleiben können, zumindest in der Form, wie sie es sich vorgestellt hat,” sagt der Analyst.


    Als Präsident des Landes, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, ist Emmanuel Macron einer der lautstärksten Spitzenakteure in einer geopolitischen Gleichung, die von den Aktionen eines so unberechenbaren Russlands geprägt ist.


  • Nachrichten 24.04.2021

    Nachrichten 24.04.2021

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Zelenski hat am Sonntag in seiner Osterbotschaft gesagt, dass das Böse nicht in der Lage sein wird, die Ukraine zu zerstören. Er betete für eine glückliche Kindheit und Jugend und ein hohes Alter für alle ukrainischen Kinder, berichtet Reuters. Am Samstag erklärte er, bei Gesprächen in Kiew mit den US-Au‎ßen- und Verteidigungsministern Antony Blinken und Lloyd Austin schwere Waffen zu erhalten. Zelenski sagte, die Waffen seien für die Ukraine unerlässlich, um die von Russland besetzten Gebiete zurückzugewinnen. Der ukrainische Staatschef warnte hingegen, dass sein Land die Verhandlungen mit Moskau abbrechen werde, wenn Russland die in Mariupol eingeschlossenen Ukrainer tötet oder Referenden zur Gründung neuer Separatistenrepubliken abhalte. Ukrainische Soldaten und auch Zivilisten sind im Asowstal-Werk in Mariupol eingekesselt, wie Reuters berichtet. An der diplomatischen Front wird UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag die Türkei besuchen, bevor er nach Moskau und Kiew reist. Die Türkei hat während des Krieges als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland fungiert und Friedensgespräche zwischen den beiden Seiten organisiert.



    Für die orthodoxen und griechisch-katholischen Christen in Rumänien sind am Sonntag Ostern. In seiner Botschaft rief Daniel, Patriarch der Rumänisch-Orthodoxen Kirche die Gläubigen auf, für ein Ende des Krieges in der Ukraine zu beten und Flüchtlingen und allen Bedürftigen weiterhin zu helfen. Er rief auch zu brüderlicher Liebe für alle Rumänen an den Grenzen des Landes und in der Diaspora auf. Hohe Verantwortliche in Bukarest übermittelten dem ukrainischen Volk anlässlich der Osterfeiertage ebenfalls Botschaften des Friedens und der Solidarität.



    In den letzten 24 Stunden sind etwa 5.100 ukrainische Staatsbürger nach Rumänien eingereist, das sind fast 24 % weniger als am Vortag. Die meisten Flüchtlinge kamen über die Grenze zur Ukraine und zur Republik Moldau. Seit dem Ausbruch des Konflikts im Nachbarland vor zwei Monaten sind fast 800 Tausend Bürger aus der Ukraine nach Rumänien eingereist.



    Nach Schätzungen eines auf internationale Geldüberweisungen spezialisierten Unternehmens wird die Zahl der Geldtransfers aus der Diaspora nach Rumänien im April im Vergleich zum Vormonat vor dem Hintergrund der Osterfeier um etwa 15 % steigen. Laut einer Studie wollen Rumänen in der Diaspora mit regelmä‎ßigen Geldüberweisungen ihrer Familie und Verwandten in der Heimat unterstützen. Im Vergleich zu 2020 verzeichnete das Unternehmen im Jahr 2021 einen Anstieg der Überweisungen aus den nordischen Ländern und Deutschland um 30 %, was darauf hindeutet, dass viele Rumänen in den letzten zwei Jahren in Länder mit einer stabileren politischen und wirtschaftlichen Lage gezogen sind.



    Fast 49 Millionen Franzosen wählen ihren nächsten Präsidenten für die nächsten fünf Jahre – oder ihre nächste Präsidentin. Sie haben die Wahl zwischen dem derzeitigen Staatschef Emmanuel Macron und der rechtspopulistischen Politikerin Marine Le Pen. Macron hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen mit fast 28 % der Stimmen den ersten Platz belegt, Le Pen holte knapp über 23 %. Die Wahlbeteiligung bei der Abstimmung am 10. April lag bei rund 74 %, was eine Abwesenheitsquote von 26 % bedeutet, die höchste bei einer ersten Runde der Präsidentschaftswahlen seit 2002. Franzosen konnten auch in Rumänien ihre Stimmen in Wahllokalen in Bukarest, Cluj-Napoca (Nordwesten) und Iași (Nordosten) abgeben.




  • Nachrichten 22.04.2022

    Nachrichten 22.04.2022

    Der rumänische Premierminister Nicolae Ciucă traf am Freitag in Bukarest mit dem ukrainischen Außenminister Dmitro Kuleba zusammen. Die beiden erörterten die Sicherheitslage in der Region nach der russischen Militäraggression. Der Premierminister stellte die Bemühungen der Behörden vor, die gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Freiwilligen und internationalen humanitären Organisationen mehr als 800.000 ukrainischen Flüchtlinge unterstützen, die seit Ausbruch des Krieges nach Rumänien gekommen sind. Dmitro Kuleba gab einen umfassenden Überblick über die militärische Lage vor Ort und dankte der Regierung in Bukarest und den rumänischen Bürgern für ihre Unterstützung und Solidarität seit dem Ausbruch des Krieges. Bei einem offiziellen Besuch in Bukarest sprach Dmitro Kuleba auch mit seinem rumänischen Amtskollegen Bogdan Aurescu. Rumänien unterstütze die europäische Perspektive der Ukraine nachdrücklich und sei bereit, sich am Wiederaufbau zu beteiligen: Der Krieg ist der Moment der Wahrheit, in dem man das wahre Gesicht eines Menschen sieht, und Rumänien hat sein wahres Gesicht gezeigt, ein freundliches Gesicht. Es hat nicht nur geredet, sondern auch gehandelt. Das werden wir nie vergessen, sagte der Kiewer Beamte. Er beglückwünschte die rumänische Regierung, die seit Beginn dieser Aggression eine sehr kluge Politik verfolgt, und dankte ihr für die Aufnahme von Flüchtlingen aus seinem Land. Kulebas Besuch in Bukarest folgt auf seinen Besuch in Bulgarien, das der Ukraine militärische Hilfe verweigert hat.



    Für orthodoxe Christen (die Mehrheit in Rumänien) und griechische Katholiken ist es der Karfreitag. Es ist der Tag, an dem Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, die tragischste aller menschlichen Erfahrungen machte: den Tod. Er wurde zwischen zwei Räubern gekreuzigt und der Gotteslästerung und Rebellion gegen die römische Autorität beschuldigt. Nach den Texten der Evangelien bebte die Erde, als Jesus am Kreuz seinen Geist aufgab, und der Himmel verfinsterte sich. Nachdem er vom Kreuz genommen worden war, wurde Jesus in das Grab gelegt, das Josef von Arimathäa, ein reicher Mann jener Zeit, zur Verfügung gestellt hatte. Das Begräbnis Jesu wird heutzutage durch das Aufstellen des Heiligen Epitaphs in der Mitte der Kirchen und das Tragen um die heiligen Stätten symbolisiert. Diese Prozession findet am Freitag Abend statt. Dann wird die Verkündigung des Herrn, das Begräbnislied Jesu, gesungen werden. Am Sonntag feiern die Orthodoxen und die griechisch-katholischen Christen die Auferstehung Jesu. Mehr als 9.000 Polizeibeamte werden vom 22. bis 25. April täglich landesweit im Einsatz sein, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit in belebten Gebieten und in der Nähe von Gotteshäusern aufrechtzuerhalten.



    Nach zwei Absagen aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde am Freitag in Paris die Internationale Buchmesse eröffnet. Die Veranstaltung kehrt als Festival mit einem neuen Konzept zurück. Die Organisatoren erwarten rund 100 000 Besucher. Ehrengast der diesjährlichen internationalen Buchmesse ist Indien. In den nächsten drei Tagen sind zahlreiche Treffen mit Schriftstellern und Buchvorstellungen geplant. Rumänien ist mit einem eigenen Stand vertreten, der vom Rumänischen Kulturinstitut in Paris, mit Radio Romania Actualități als Medienpartner, organisiert wurde.



    In einer Videobotschaft erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj, dass Russland einen Vorschlag für einen Waffenstillstand über die orthodoxe Osterzeit an diesem Wochenende abgelehnt habe, fügte aber hinzu, dass er weiterhin auf Frieden hoffe. Der Gottesdienst beginnt am Samstagabend und dauert bis Sonntagmorgen. Wolodymyr Zelenskyj widersprach auch den Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin, die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol sei am Donnerstag von der russischen Armee erobert worden. Die Stadt wurde kurz nach Beginn der russischen Invasion von russischen Truppen eingekreist, bombardiert und fast vollständig zerstört. Etwa 120.000 Zivilisten konnten Mariupol nicht verlassen. Andereseits hat US-Präsident Joe Biden zusätzliche Waffen im Wert von 800 Millionen Dollar für die Ukraine zugesagt und erklärt, er werde vom Kongress mehr Geld zur Unterstützung des ukrainischen Militärs fordern. Vor Ort haben die russischen Streitkräfte nach Angaben eines ukrainischen Beamten 42 Dörfer im Osten von Donezk besetzt und rücken auf Kramatorsk vor, das weiterhin mit Raketen beschossen wird. Der Bürgermeister von Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, berichtet, dass die Stadt unter schwerem Beschuss steht. Moskau setzt seine Offensive im Donbass-Gebiet, das aus Donezk und Lugansk besteht, fort und versucht, seine Kontrolle auf die östlichen Regionen auszuweiten



    Die Grenzpolizei gab am Freitag bekannt, dass am Donnerstag mehr als 84.000 Personen über die Grenzübergänge nach Rumänien eingereist sind, darunter 7.608 ukrainische Staatsbürger (1,2 % weniger als am Vortag). An der Grenze zur Ukraine reisten 3.845 ukrainische Staatsbürger nach Rumänien ein (minus 15,2%) und an der Grenze zur Republik Moldau 1.334 ukrainische Staatsbürger (plus 1,5%). Die Zahl der in den Zuständigkeitsbereichen tätigen Teams wurde erhöht. Gleichzeitig ist das System mit den anderen zuständigen Institutionen integriert, um Daten und Informationen auf operationelle Weise auszutauschen und gemeinsam die notwendigen Maßnahmen für die Verwaltung der Fälle zu ergreifen.

    Die Moldaurepublik hat erneut bestätigt,
    dass ihr europäisches Engagement fest ist, sagte der rumänische
    Premierminister Nicolae Ciucă am Freitag, nachdem die Regierung in Chisinau den
    ersten Teil des EU-Beitrittsfragebogens beantwortet hatte. Die Moldaurepublik
    hat den ersten EU-Beitrittsfragebogen ausgefüllt und am Freitag im Rahmen einer
    Zeremonie in Anwesenheit der gesamten Führung des Landes an den EU-Botschafter
    in Chisinau, Janis Mazeiks, geschickt. Die moldauische Präsidentin Maia Sandu
    sagte, die europäische Integration sei das Projekt des Landes und das Licht am
    Ende des Tunnels. Janis Mazeiks verwies auf die Schnelligkeit, mit der der
    Fragebogen ausgefüllt wurde, und betonte, dass dies ein erster Schritt auf dem langen
    Weg zur EU-Mitgliedschaft sei. Die Moldaurepublik unterzeichnete ihren Antrag
    auf EU-Mitgliedschaft am 3. März, nachdem die Ukraine und Georgien ähnliche
    Schritte unternommen hatten.


    In Frankreich ist der Wahlkampf zu Ende gegangen. Vor der für Sonntag angesetzten zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen haben die beiden Kandidaten, der amtierende Präsident Emmanuel Macron und die Leiterin der Rechtsextremen Marine le Pen, ihre letzten Treffen mit den Wählern abgehalten. Dem Korrespondenten von Radio Rumänien zufolge war Marine Le Pen in den Norden des Landes, wo sie die treuesten Anhänger hat und wo sie in der ersten Runde die meisten Stimmen erhielt, da sie nicht riskieren wollte, auf mögliche feindliche Wähler zu treffen. Stattdessen besuchte Emmanuel Macron ein Gebiet in der Nähe von Paris, in dem die so genannten schwierigen Viertel mit einer armen Bevölkerung, die hauptsächlich aus afrikanischen Einwanderern besteht, bewohnt sind. Diese haben in der ersten Runde mit großer Mehrheit für den Vorsitzenden der linksradikalen Partei Frankreich unbesetzt, Jean-Luc Melenchon, gestimmt, der den Präsidenten nicht nur mit Applaus begrüßte, sondern ihn auch direkt mit den Problemen, denen sie gegenüberstehen, konfrontierte. Der Amtsinhaber gewinnt weiter an Boden. Der Abstand zwischen ihm und seiner Gegenkandidatin Marine Le Pen ist auf 15 Prozentpunkte angewachsen. Laut einer von der Tageszeitung Le Parisien in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage werden am Sonntag 57,5 % der Franzosen für Macron stimmen und nur 42,5 % für Marine Le Pen.

  • Nachrichten 21.04.2022

    Nachrichten 21.04.2022

    Moskau behauptet, die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer erobert zu haben, die die abtrünnigen prorussischen Regionen des Donbass direkt mit der 2014 annektierten Halbinsel Krim verbinden wird. Die Erklärung des Sieges der russischen Armee in Mariupol wurde von Präsident Wladimir Putin selbst abgegeben, für den dies ein dringend benötigter bedeutender Erfolg im Vorfeld der Moskauer Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai ist. Er hat auch den Befehl zum Angriff auf das riesige Stahlwerk Azovstal, die letzte Hochburg der ukrainischen Verteidiger in dem Gebiet, aufgehoben, hält aber die Blockade aufrecht. Die ukrainische Regierung hat die Öffnung eines humanitären Korridors für die Evakuierung von rund 500 verwundeten ukrainischen Soldaten und etwa 1.000 Zivilisten in der belagerten Anlage gefordert. Unabhängig davon wird US-Präsident Joe Biden am Donnerstag ein Briefing über die russische Invasion in der Ukraine geben, während er daran arbeitet, ein neues Waffenpaket für Kiew vorzubereiten, wie Reuters berichtet. Das neue Rüstungspaket sollte wie das in der vergangenen Woche angekündigte rund 800 Millionen Dollar wert sein. Die Einzelheiten werden noch ausgearbeitet, sagte ein US-Beamter gegenüber Reuters.



    Die Regierung in Bukarest hat am Donnerstag ein Hilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Investoren mit einem Anfangsumsatz von mindestens 1 Million Euro beschlossen. Ebenfalls wurden 450 Millionen Lei für Rinder-, Schaf- und Geflügelhalter bereitgestellt. Der rumänische Landwirtschaftsminister Adrian Chesnoiu erklärte am Ende der Regierungssitzung, dass Rumänien bis zur neuen Ernte gut mit den heimischen Vorräten zurechtkomme und sich nach den Bewertungen nicht in der Gefahrenzone für Lebensmittel befinde. Der rumänische Finanzminister Adrian Câciu erklärte seinerseits, dass die Exekutive bis Mitte des Jahres zwei weitere staatliche Beihilferegelungen vorlegen will, die hauptsächlich auf die verarbeitende Industrie abzielen, um den Übergang zu einer produktionsbasierten Wirtschaft zu ermöglichen. Câciu sagte, dass Rumänien nicht in der Lage sei, den Internationalen Währungsfonds um Hilfe zu bitten, da das Land über eine Menge Geld von der Europäischen Union verfüge. Eine weitere Maßnahme, die am Donnerstag in Kraft getreten ist, ist die Zahlung von jeweils 500 Lei an mehr als 240.000 Schüler aus armen Familien. Der amtierende Minister für europäische Projekte, Marcel Bolos, erklärte, dass es sich bei dem Betrag um drei monatliche Tranchen handelt, die im Rahmen des Programms Unterstützung für Rumänien bereitgestellt werden und sich auf insgesamt 122 Millionen Lei belaufen.


    Rumänien verfügte Ende letzten Jahres über 931 Autobahnkilometer, was etwas mehr als 5 % der Länge des nationalen Straßennetzes entspricht, teilte das Nationale Institut für Statistik am Donnerstag mit. Von der Länge der Nationalstraßen sind etwa 6200 km Europastraßen. Den Statistiken zufolge war Ende 2021 fast ein Drittel der modernisierten Straßen in Rumänien außer Betrieb. Am 31. Dezember 2021 betrug die Länge der in Betrieb befindlichen öffentlich genutzten Eisenbahnstrecken insgesamt 10 764 km.


    Etwa 7.700 ukrainische Staatsbürger, 4,8 % mehr als am Vortag, sind am Mittwoch über Grenzübergänge im ganzen Land nach Rumänien eingereist. Seit Beginn der Krise und bis zum 20. April sind landesweit fast 760.000 ukrainische Staatsbürger nach Rumänien eingereist. Mehrere tausend von ihnen haben in Rumänien Asyl beantragt.


    Das Spiel für den Frieden am Mittwoch zwischen
    dem rumänischen Fußballmeister CFR Cluj und dem ukrainischen Meister Dynamo
    Kiew endete mit einem torlosen Unentschieden. Der gesamte Erlös der
    Eintrittskarten wird den ukrainischen Flüchtlingen gespendet. Vor dem Spiel
    fand ein Konzert für den Frieden statt, an dem Sänger aus beiden Ländern
    teilnahmen. Die Veranstaltung in Rumänien wurde vom Cheftrainer von Dynamo
    Kiew, dem Rumänen Mircea Lucescu, organisiert und ist Teil eines europäischen
    Turniers, das die Ukrainer nach der Absage ihrer Meisterschaft infolge der
    russischen Invasion ausrichten.


    Der Krieg in der Ukraine war am Mittwochabend in
    Paris ein Diskussionsthema während der Fernsehdebatte der beiden
    Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen. Emmanuel Macron
    hob hervor, dass seine Widersacherin Millionen Euro an eine russische Bank
    zurückzahlen müsse, die ihr vor fünf Jahren ein Darlehen für ihren
    Präsidentschaftswahlkampf gewährt habe. Macron sagte auch, ein französischer
    Präsident dürfe nicht von Putin und der russischen Machtclique abhängig sein.
    Die Kandidaten stritten auch über die Rolle Frankreichs in der EU, berichtet
    der Korrespondent von Radio Rumänien. Macron, ein ausgewiesener Pro-Europäer,
    plädierte für ein starkes und souveränes Europa, während Le Pen als
    Euroskeptikerin bekannt ist. Meinungsumfragen über die Wahlabsichten für die
    Wahl am 24. April sehen Macron mit rund 55 % der Stimmen als Sieger.

  • Nato-Luftstützpunkt in Rumänien: Neue Kampfgruppen sollen Ostflanke stärken

    Nato-Luftstützpunkt in Rumänien: Neue Kampfgruppen sollen Ostflanke stärken

    Rund 300 belgische Militärs sind Teil der sogenannten Nato Response Force (Nato-Reaktionsstreitmacht), die der nordatlantische Rat am 25. Februar und damit als sofortige Reaktion auf den Angriff Russlands gegen die Ukraine einberufen hatte. Die belgischen Soldaten stie‎ßen im März zu ihren rund 500 französischen Kameraden, die bereits auf dem Luftstützpunkt Nummer 57 im südostrumänischen Mihail Kogălniceanu stationiert sind. Der belgische Premierminister Alexander de Croo stattete ihnen am Mittwoch einen Besuch ab; bei der anschlie‎ßenden Rede vor den Truppen fand der belgische Regierungschef deutliche Worte — die Nato-Soldaten seien hier, um die freie Welt und ihre Werte vor einer möglichen Aggression aus dem Osten zu verteidigen:



    Auf diesem Luftstützpunkt agieren französische und belgische Truppen gemeinsam, um jede mögliche Aggression gegen Rumänien oder einen anderen Bündnispartner zu entmutigen. Putin und seiner Clique sollte es klar sein: Die Verbündeten haben Stellung eingenommen, ein Angriff gegen einen von uns ist ein Angriff gegen alle. Für viele Menschen sind dies unsichere Zeiten, doch gerade unter diesen Umständen ist es gut, zu wissen, dass wir auf Sie zählen können. Die Präsenz der Nato-Streitkräfte verkörpert nicht nur unsere Solidarität, sie zeigt auch der ganzen Welt, dass wir Freiheit und Demokratie verteidigen werden und dass die freie Welt niemals nachgibt.“



    Auch der rumänische Premierminister Nicolae Ciucă, der seinen belgischen Amtskollegen begleitete, sprach von schwierigen Zeiten, die man im 21. Jahrhundert nicht erwartet hätte. Vor diesem Hintergrund sei die Stärkung der Ostflanke der Nato eine Notwendigkeit, um jede Gefährdung durch Russland abzuwehren. Die Verbündeten müssen für eine lang anhaltende Krise gewappnet sein — insbesondere für den Fall, dass bedrohliche Situationen vor der Nato-Grenze entstehen, so der rumänische Premierminister.



    Der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis war ebenfalls zugegen und begrü‎ßte die Präsenz belgischer Militärs auf dem Nato-Luftstützpunkt in Mihail Kogălniceanu:



    Ich danke allen unseren Verbündeten für ihre Anwesenheit in Rumänien nebst unseren Streitkräften. Die Tatsache, dass wir auf diesem Militärstützpunkt gemeinsam agieren, ist ein zusätzlicher Beweis für das Einvernehmen, den Zusammenhalt und die Solidarität innerhalb der Nato. Wir bereits beim Nato-Gipfel in Brüssel beschlossen, werden wir diesen Prozess beschleunigen, so dass die Verteidigungs- und Abschreckungsstrategie der Allianz konsolidiert und insbesondere die Abwehrkapazität der Ostflanke und der Schwarzmeerregion verstärkt wird. In diesem Sinne sollen die vier neuen Kampfgruppen so schnell wie möglich operationsfähig werden — eine davon wird ihren Einsatz in Rumänien haben.“



    Zu den Bodentruppen der Nato in Rumänien gehören nebst der belgischen und der französischen Entsendung noch ein US-Kontingent und ein niederländischer Trupp. Auf der Militärbasis in Mihail Kogălniceanu sind ferner noch Militärs aus Gro‎ßbritannien, Italien und Rumänien stationiert, die unter Nato-Kommando den Luftraum der Allianz an dessen Ostflanke überwachen.

  • Nachrichten 26.02.2022

    Nachrichten 26.02.2022

    Der ukrainische
    Staatspräsident Wolodimir Zelenski erklärte, die Verbündeten würden weiterhin
    Waffen an die Ukraine liefern, und wies Berichte zurück, wonach er die Armee
    zur Kapitulation aufgefordert hätte. Zelenski sagte am Samstag, er habe am
    dritten Tag nach dem Einmarsch in sein Land Russlands Plan durcheinander
    gebracht und forderte die Russen auf, Präsident Wladimir Putin zu bitten,
    den Krieg zu beenden, berichtet AFP. Die russischen Streitkräfte haben am
    Samstag koordinierte Raketen- und Artillerieangriffe auf mehrere ukrainische
    Städte, darunter Kiew, gestartet. US-Präsident Joe Biden hat eine Anweisung
    unterzeichnet, mit der der Ukraine 600 Millionen Dollar an Hilfe gewährt
    werden. Infolgedessen werden die USA eine sofortige Militärhilfe von bis zu 250
    Mio. USD bereitstellen, und 350 Mio. USD wurden für Verteidigungsartikel
    und -dienstleistungen des Verteidigungsministeriums sowie militärische
    Bereitschaft und Ausbildung bereitgestellt. Gleichzeitig hat das Weiße
    Haus den Kongress um 6,4 Milliarden Dollar gebeten, um auf die russische
    Invasion in der Ukraine zu reagieren, wovon 3,5 Milliarden Dollar für das
    Verteidigungsministerium vorgesehen sind, wie die US-Presse berichtet. Die USA
    und die EU haben Sanktionen gegen den russischen Präsidenten und den russischen
    Außenminister verhängt. Die NATO kündigte außerdem neue militärische
    Unterstützung für Kiew und zusätzliche Verstärkungen an der Ostflanke des
    Bündnisses an.



    Rumänien
    hat seinen Luftraum für alle Linienflüge von in der Russischen Föderation
    registrierten Betreibern gesperrt, teilte die rumänische Zivilluftfahrtbehörde
    am Samstag mit. Die Tätigkeit der rumänischen
    Botschaft in Kiew und des Generalkonsulats in Odessa wurde ausgesetzt. Alle
    Mitarbeiter wurden in ihre Heimat zurückgebracht. Die konsularischen
    Vertretungen in Czernowitz und Solotwino bleiben in Betrieb. Andererseits
    hat Frankreich angekündigt, nach dem Einmarsch Russlands in der benachbarten
    Ukraine im Rahmen der NATO 500 Soldaten nach Rumänien zu verlegen. Die NATO hat
    beschlossen, ihre Präsenz zu verstärken und ein klares Signal der strategischen
    Solidarität zu setzen, indem sie Streitkräfte in Rumänien stationiert, sagte
    der Generalstabschef der französischen Streitkräfte, General Thierry Burkhard,
    der von AFP zitiert wird. Er sagte auch, dass die französische Militärpräsenz
    im Rahmen der NATO in Estland über den geplanten Termin im März hinaus
    verlängert werden würde. Gleichzeitig wird Portugal die ursprünglich für die
    zweite Jahreshälfte geplante Entsendung einer Infanteriekompanie nach Rumänien
    im Rahmen der Allianz vorziehen. Der portugiesische Ministerpräsident Antonio
    Costa erklärte, dass die 174 Soldaten in den kommenden Wochen nach Rumänien geschickt
    werden.

    .


    In Rumänien koordinieren die Behörden und die Zivilgesellschaft ihre Maßnahmen, um denjenigen zu helfen, die aus Angst vor dem Krieg aus der benachbarten Ukraine fliehen. Auf Kanzleramtsebene wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die zusammen mit der Abteilung für Notfallsituationen Kontakt mit der Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen aufgenommen hat, die bereit sind, sich an diesen Bemühungen zu beteiligen, erklärte Premierminister Nicolae Ciuca. Seit Beginn der militärischen Aggression Russlands sind bereits rund 20.000 schutzsuchende Ukrainer in Rumänien eingetroffen, überwiegend Frauen und Kinder. Da die Herbergen und Gästehäuser in den Städten und Dörfern Nord- und Nordostrumäniens zunehmend überfüllt sind, bieten Freiwilligenverbände auch Unterkünfte an, unter anderem in Privathäusern. Menschen und Nichtregierungsorganisationen sind von Anfang an mobilisiert worden und warten mit Lebensmitteln, Wasser, Kaffee- und Teepaketen auf die Ukrainer, die vor dem Krieg fliehen, sobald sie nach Rumänien kommen. Auch eine große Ladenkette verteilt in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz einzelne Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Außerdem werden Listen mit den wichtigsten offiziellen Ansprechpartnern für die Flüchtlinge verteilt, während gleichzeitig beschlossen wird, an organisierten Punkten in der Nähe der Grenze Ladestationen für Telefone und WI-FI-Netze zu installieren.



    In den letzten 24 Stunden sind in Rumänien fast 7.200 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 registriert und 101 Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gruppe für Strategische Kommunikation am Samstag in Bukarest mit. Die meisten Fälle gibt es in Bukarest, wo die Inzidenz rückläufig ist. Das Interesse an Impfungen ist nach wie vor gering, was die Behörden dazu veranlasst hat, mehrere Impfzentren im Land zu schließen, während andere ihre Öffnungszeiten reduziert haben. In Rumänien wurde am 1. Februar mit 40.018 die höchste Zahl an SARS-CoV-2-Infizierten seit Beginn der Pandemie registriert.



    Trübes Wetter in Rumänien, mit leichtem Regen im Südwesten, im Zentrum und in den Bergen. Die Höchsttemperaturen werden zwischen 5 und 13 Grad Celsius liegen. In Bukarest wurden am Nachmittag 11 Grad Celsius gemessen.

  • Nachrichten 01.01.2022

    Nachrichten 01.01.2022

    – Fünfzehn Jahre nach dem offiziellen EU-Beitritt Rumäniens betonte Präsident Klaus Iohannis, dass der europäische Weg die einzige Wahl für den langfristigen Wohlstand, die Stabilität und die Entwicklung des Landes ist. Der Präsident wies darauf hin, dass der Beitritt zur Union Rumänien im europäischen Raum der Demokratie und der Werte verankert habe. Dieses Ziel wurde durch das gro‎ße Opfer derer, die im Dezember 1989 gekämpft haben, verwirklicht. Der Erfolg der EU-Mitgliedschaft wird sowohl durch die breite Zustimmung der Rumäninnen und Rumänen für die Union als auch durch den Wohlstand, der in den 15 Jahren der EU-Mitgliedschaft erreicht wurde, bestätigt, sagt Ministerpräsident Nicolae Ciucă. Er wies darauf hin, dass europäische Gelder in Höhe von mehreren Milliarden Euro in das Land geflossen sind und weiterhin flie‎ßen und zu Investitionen beitragen, die den Lebensstandard und die Lebensqualität der Bevölkerung anheben. In Rumänien stieg das Pro-Kopf-BIP bezogen auf die Kaufkraftparität von 39 % des EU-Durchschnitts vor dem Beitritt auf 59 % nach neun Jahren. Den Prognosen zufolge könnte das Pro-Kopf-BIP in diesem Jahr 66,3 % des EU-Durchschnitts erreichen. Die Freizügigkeit, auch im Warenverkehr, hat rumänischen Unternehmen und Produkten einen riesigen Markt erschlossen, und fast 80 % der rumänischen Exporte gehen heute in die EU.





    – Ab dem 1. Januar werden der Mindestlohn in Rumänien auf 2.550 Lei brutto (ca. 510 €), der Rentenpunkt auf 1.586 Lei (ca. 320 €) und die Mindestsozialleistung auf 1.000 Lei (ca. 200 €) steigen. Das Kindergeld steigt auf 243 Lei (ca. 49 €) für Kinder von 2 bis 18 Jahren und auf 600 Lei (ca. 120 €) für Kinder bis zu zwei Jahren bzw. bis zu drei Jahren bei behinderten Kindern. Die Verbrauchssteuer wird jedoch auch für fast alle Warenkategorien erhöht, einschlie‎ßlich Benzin, Diesel, Bier, Wein und Spirituosen, mit Ausnahme von Zigaretten. Die Stromtarife steigen für die rund 3,7 Millionen Verbraucher, die noch keinen Vertrag auf dem freien Markt abgeschlossen haben, je nach Anbieter, um 50 bis 90 %. Die Menschen werden jetzt jedoch keine höheren Rechnungen bezahlen, weil sie gedeckelt sind und bis zum 31. März 2022 aus dem Staatshaushalt ausgeglichen werden.





    – Frankreich hat mit dem neuen Jahr in der Europäischen Union den Vorsitz des Ministerrats übernommen. Unter dem Motto “Aufschwung, Stärke, Zugehörigkeit” soll die Gemeinschaft auf Wachstumskurs gebracht werden. Präsident Emmanuel Macron sagte, ein neues Wachstumsmodell müsse nach der Corona-Krise Innovationen und das Schaffen von Arbeitsplätzen vorantreiben, Europas Wettbewerbsfähigkeit sichern und im Einklang mit Klimaschutzzielen stehen. Frankreich und Deutschland waren die Initiatoren des gemeinsamen Konjunkturprogramms, das mit 750 Milliarden Euro dotiert ist. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung der europäischen Souveränität, wobei Emmanuel Macron schon vor seinem Amtsantritt als französischer Präsident die militärische Autonomie der EU forderte, ebenso wie die Reform der Schengener Freizügigkeitsabkommen. Der Vorsitz des EU-Ministerrats wechselt alle sechs Monate zwischen den Mitgliedsländern.





    – Die Behörden in Rumänien teilten mit, die Vorbereitungen für die 5. Welle der Corona-Pandemie begonnen zu haben. Fachleute beschreiben die Situation im Lande als kompliziert, weil die Corona-Impfquote niedrig ist. Nur knapp über 40 % der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Noch niedriger ist die Zahl derjenigen, welche die dritte Dosis erhalten haben. Das Gesundheitsinstitut stellte vor einigen Tagen drei mögliche Szenarien vor. Das pessimistischste Szenario deutet darauf hin, dass der Höhepunkt der 5. Welle in diesem oder im nächsten Monat erreicht wird, mit einer maximalen Anzahl von 25.000 täglichen Neuinfektionen und 1.500 Einweisungen auf Intensivstationen. In den letzten Tagen ist die Zahl der Corona-Erkrankungen gestiegen. Die jüngsten Zahlen geben 1451 Neuerkrankungen innerhalb von 24 Stunden und 27 Todesfälle von und mit Corona an.

  • 2. Weltkrieg: Französische Resistance war auch in Rumänien aktiv

    2. Weltkrieg: Französische Resistance war auch in Rumänien aktiv

    Rumänien war im Sommer 1941 in den Zweiten Weltkrieg eingetreten, nachdem es 1940 eine dreifache territoriale Amputation erlitten hatte. Im Juni 1940 annektierte die Sowjetunion die moldauischen Gebiete zwischen Prut und Dnjestr, bekannt unter den Namen Bessarabien und Nordbukowina. Im August 1940 annektierte Ungarn einen Teil des rumänischen Territoriums, die nördliche Hälfte Siebenbürgens und die Maramures. Und im September 1940 hatte Bulgarien die südliche Dobrudscha besetzt. Die darauf folgende tiefe Krise führte zur Absetzung von König Karl II., woraufhin Marschall Ion Antonescu die Macht übernahm. Das neue Regime, an dem auch die antisemitischen Legionäre beteiligt waren, richtete Rumänien auf das von Nazi-Deutschland geführte Bündnis und dessen Kriegspolitik aus. Währenddessen hatte Frankreich vor den Nazis kapituliert. Das war der historische Kontext. Selbst in den schwierigen Jahren haben einige Menschen jedoch nicht resigniert. Auch wenn alles verloren schien und der Kampf gegen einen viel zu mächtigen Gegner aussichtslos war, haben sie bewiesen, dass auch kleine Aktionen wichtig sein können. Die Historikerin Oana Demetriade vom Nationalen Rat für das Studium der Archive der ehemaligen Securitate erzählt die Geschichte dreier mutiger Menschen aus Frankreich, die damals in Rumänien lebten und sich nicht unterkriegen lie‎ßen: “Es geht um eine Gruppe französischer Bürger, die in Rumänien, das sich auf den Krieg vorbereitet, mit gro‎ßem Mut beschlie‎ßen, Spionage zu betreiben. Sie spionierten für das Freie Frankreich, sie spionierten für die Briten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Henriette Sümpt, eine Französin, die nacheinander zwei Rumänen heiratete und sich 1928 in Rumänien niederlie‎ß. Sie wollte etwas für ihr Land tun, das bereits einen Waffenstillstand mit Deutschland unterzeichnet hatte. Sie fand einen Kommunikationsweg zur britischen SOE in Istanbul und beginnt, Informationen an die Briten dort weiterzugeben. Sie ahnte aber nicht, dass der Kanal vom rumänischen Geheimdienst überwacht wurde,” erzählt Demetriade.



    Henriette Sümpt war Sekretärin im Bukarester Büro der berühmten französischen Nachrichtenagentur Havas. Am Vorabend des Krieges, ab 1940, begann sie, die Datenbanken der Agentur zu nutzen, um Frankreich und Gro‎ßbritannien mit Informationen zu versorgen. Es begann mit Informationen über die Bewegungen der deutschen Armee in Rumänien: militärische Abzeichen, Kennzeichen von Militärfahrzeugen, Waffenarten, die Routen der deutschen Truppen und ihre Anzahl. Henriette Sümpt ging früher im Bukarester Stadtteil Floreasca spazieren, wo sie vom Flughafen Băneasa aus die Bewegungen der deutschen Flugzeuge beobachten konnte. Sie reiste auch in andere Städte wie Galați, Râmnicu Sărat, Focșani, Bacău, Iași, Botoșani, alle an der Ostgrenze Rumäniens.



    “Zusammen mit einem französischen Journalisten, Maurice Négre, gelingt es ihr, ein kleines Netz von Spionen aufzubauen und einige Zeichnungen zu schicken. Sie schienen trivial oder lustig. Da waren ein paar Laubblätter, ein Reh, ein Welpe, eine Schlange, die eigentlich die getarnten Abzeichen der in Rumänien stationierten deutschen Militäreinheiten waren, die an die Balkanfront gingen und sich darauf vorbereiteten, auch in die UdSSR einzumarschieren.”



    Aber ihre Aktionen und die der Gruppe bleiben nicht unbemerkt. Sie sollte bald verhaftet, aber dann auch begnadigt werden, erläutert Oana Demetriade weiter. “Das gesamte Netzwerk flog auf, die Mitglieder wurden auf Drängen der Deutschen verhaftet, Henriette zuerst. Bei der Durchsuchung wurde bei ihr Informationsmaterial gefunden. Der SSI-Agent, der sie festnahm, beschrieb sie in einem Satz: Sie sei eine schöne Frau, sehr intelligent, au‎ßerordentlich aufmerksam, zeichnerisch begabt, die zum Zeitpunkt ihrer Festnahme sehr ruhig war und sich beherrschen konnte. Es war ein sehr schneller Prozess, innerhalb eines Monats war die ganze Angelegenheit vorbei. Maurice Négre wurde nach einigen Monaten durch die Intervention des französischen Staates freigelassen, Henriette blieb im Gefängnis. Sie war in mehreren Gefängnisse, am längsten im Frauengefängnis in Mislea. Ihre ex-Ehemänner, die ihr besonders zugetan waren, halfen ihr, beim Staatsoberhaupt und über ihn bei König Michael um Begnadigung vorstellig zu werden. Von 10 Jahren Zwangsarbeit wurde ihre Strafe in ein Jahr Haft umgewandelt und sie wurde am 22. August 1944 freigelassen, ohne jeden Zusammenhang mit dem, was am nächsten Tag, dem 23. August 1944, passieren sollte.”




    Die Geschichte von Henriette Sümpt sollte nach dem Krieg weitergehen, sagt die Geschichtsforscherin. Sie wurde Krankenschwester für wohltätige Zwecke und Masseurin in Sportrehabilitationszentren. Sie wurde vom kommunistischen Sicherheitsdienst beobachtet, und die Spitzel beschreiben sie im Allgemeinen positiv. Auf Vermittlung ihres dritten rumänischen Ehemannes, dem die Ausreise nach Frankreich gelungen war, und ihrer dortigen Verwandten erhielt sie 1959 einen Reisepass und wurde repatriiert. Neben Henriette Sümpt und Maurice Négre ist auch Jean Paul Lenseigne zu erwähnen, der dritte französische Journalist in der mutigen Gruppe, die ihr Land und ihre Überzeugungen entschlossen verteidigte.



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  • Erfolg im Ausland: RRI-Redakteurin gewinnt französischen Literaturpreis

    Erfolg im Ausland: RRI-Redakteurin gewinnt französischen Literaturpreis

    Als ich Ioanas Manuskript zum ersten Mal las, spürte ich, wie ihre Geschichte in die Tiefen meines Wesens eindrang. Ich hatte das Gefühl, dass es ihr gelungen war, eine Stimme in mir zum Vorschein zu bringen, eine Harmonie, die schon immer da war, derer ich mir aber erst nach der Lektüre dieses Romans bewusst wurde, der eigentlich eine Beichte ist. Das war auch bei meiner zweiten Lektüre so. Am besten spricht man von diesem Buch indem man andere überredet, es zu lesen. Das scheinen auch die Leser des Festivals von Chambery so empfunden zu haben, die für Alles was ich meinem Vater versprochen habe“ gestimmt haben. Das bestätigt, dass es ein universelles Buch ist, das Leser aus vielen Ecken der Welt bereits lieb gewonnen haben“, sagt Magdalena Mărculescu, Redaktionsleiterin der Verlagsgruppe Trei.



    Das Lesekomitee des Festival Premier Roman in Chambéry, das sich aus Kritikern und Übersetzern zusammensetzte, war von der Stärke der Hauptfigur Ada überzeugt, die beschließt, ganz von vorne anzufangen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, entgegen dem gesellschaftlichen Druck. Wir fragten Ioana Maria Stăncescu nach ihren Erfahrungen als Debütautorin beim Festival du Premier Roman in Chambéry.



    Ich habe die ganze Erfahrung sehr genossen, ich fühlte mich geehrt, wichtig, wirklich als echte Schriftstellerin. Wegen der Pandemie nahmen die ausländischen Autoren nur online teil. Aber ich wollte mir diese Erfahrung nicht entgehen lassen und bin als einzige ausländische Schriftstellerin nach Chambéry gereist, und zwar dank meiner Tochter, die mich überredet hat, da hinzufahren. Infolge des dreitägigen Festivals, natürlich auch weil ich Französisch spreche, habe ich mich mit den anderen Schriftstellern angefreundet. Es gab auch etablierte Autoren, aber die meisten von uns standen noch am Anfang, und das ermöglichte uns eine offene Beziehung, Freundschaft und Kommunikation über soziale Medien.



    Und seither fällt mir immer wieder auf, wie viele Veranstaltungen es in Frankreich für Debütanten gibt. Und damit meine ich nicht nur große Veranstaltungen wie Festivals oder Preisverleihungen. Ich spreche von Signierstunden in Buchhandlungen, von Begegnungen in Gymnasien, von vielen Treffen mit dem jungen Publikum. Auch in Chambéry hatte ich die Gelegenheit, an einer sehr bewegenden Veranstaltung teilzunehmen, die von einem Lehrer mit Schülern der Sekundarstufe organisiert wurde. Es handelte sich um einen Leseworkshop, der von zwei der preisgekrönten Bücher inspiriert war und an dessen Ende die Kinder einen Aufsatz schrieben. Es war eine beeindruckende Erfahrung.



    Während des Festivals du Premier Roman in Chambéry nahm Ioana Stăncescu an der Debatte Révolte ou résignation? teil, die von dem Journalisten Yann Nicol moderiert wurde und an der auch die Schriftsteller Adrien Borne und Raphaelle Riol teilnahmen, sowie an der Videokonferenz Atelier de traductions mit Florica Ciodaru Courriol und Jean-Louis Courriol.




    Für mich war die Debatte eine Gelegenheit, meinen Roman vorzustellen. Der Journalist, der die Debatte moderierte, war äußerst großzügig und professionell, denn da es sich um ein Buch handelt, das nicht ins Französische übersetzt wurde, sprach er vor der Debatte mit den rumänischen Lesern, um sich über den Inhalt des Buches zu informieren, und stellte mir einige sachkundige und relevante Fragen. Tatsächlich kamen die Anwesenden am Ende der Debatte auf mich zu und sagten, sie bedauerten, dass der Roman nicht ins Französische übersetzt wurde. Die zweite Veranstaltung, der von Florica und Jean-Louis Courriol geleitete Übersetzungsworkshop, fand via Zoom statt, daran nahmen sowohl Franzosen als auch Rumänen teil. Während des Workshops haben wir gemeinsam versucht, das erste Kapitel meines Buches zu übersetzen, und ich habe mich darauf eingelassen, auch wenn man normalerweise nicht davon ausgeht, dass der Autor unbedingt französischsprachig ist. Es war interessant, es sollte eine Stunde dauern, und es dauerte am Ende gute zwei Stunden, ich denke, dass die Teilnehmer eine gute Zeit hatten.



    Ich kam aus Chambéry mit dem Gefühl zurück, dass es einfach sein könnte, wenn wir selbst solche Veranstaltungen durchführen wollten. Das Festival du Premier Roman in Chambéry, das bereits seit 34 Jahren stattfindet, wird hauptsächlich von einer Handvoll Freiwilligen organisiert. Natürlich gibt es einige Organisationen, die das unterstützen, aber es hat mich erstaunt, wie einfach es zu organisieren wäre. Um ein Beispiel zu nennen: Normalerweise findet dieses Fest in der ganzen Stadt statt, es gibt mehrere Veranstaltungsorte, und es wird ein Nachahmungseffekt erzielt, indem sich die Stadt für drei Tage in festliche Kleidung kleidet. In diesem Jahr konnte die Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen nicht wie üblich stattfinden, aber dennoch beteiligte sich die gesamte Gemeinde – die Buchhandlungen, Cafés, Restaurants, die Schneiderei in der Hauptstraße – an der Veranstaltung, wobei sogar auf den Schaufenstern mit Kreide Zitate aus den preisgekrönten Büchern geschrieben waren. Es scheint banal zu sein, aber der Schriftsteller, der die Straße entlanggeht und einen Satz davon im Fenster des Schneiders sieht, fühlt sich als Schriftsteller und wichtig.



    Das Festival du Premier Roman in Chambéry ist eine Literaturveranstaltung, die seit 1987 europäische und frankophone Debütautoren entdeckt und fördert. Jedes Jahr wählen 3000 Leserinnen und Leser nach Lesungen und Diskussionen 15 französischsprachige Debütautoren und acht weitere Autoren aus, die in italienischer, spanischer, deutscher, rumänischer, englischer und portugiesischer Sprache schreiben, sowie bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Olivier Adam, Christine Angot, Laurent Binet, Philippe Claudel, Delphine De Vigan, Mathias Enard, David Foenkinos, Laurent Gaudé, Michel Houellebecq, Amélie Nothomb, Boualem Sansal gehören zu den mehr als 300 Autoren, die im Laufe der Jahre beim Festival zu Gast waren.

  • Nachrichten 18.09.2021

    Nachrichten 18.09.2021

    – Die Regierung in Bukarest hat beschlossen, den Zutritt zu Restaurants, Turnhallen, Schwimmbädern sowie öffentlichen und privaten Veranstaltungen in Rumänien nur mit grünem Pass zu erlauben. Dies gilt für Ortschaften, in denen die Infektionsrate den Schwellenwert von 3 Fällen je tausend Einwohner überschreitet. Der grüne Pass ist das auf europäischer Ebene vereinbarte Dokument, das die Covid-19-Impfung, einen negativen Corona-Test oder die Genesung von der Krankheit bescheinigt. Am Sonnabend wurden 5.388 Neuansteckungen und 97 Todesfälle gemeldet. Auf Intensivstation liegen derzeit 798 Patienten. Der nationale Ausschuss für Notfallsituationen hat die Liste der epidemiologisch gefährdeten Staaten aktualisiert. Diese tritt am 19. September in Kraft. Bulgarien und Frankreich wechselten aus der roten Zone in die gelbe Zone und Spanien befindet sich wieder in der grünen Zone.




    – Frankreich hat seine Botschafter aus den Vereinigten Staaten und Australien dringend zu Konsultationen nach Paris zurückgerufen. Dieser au‎ßergewöhnliche Schritt geschah, nachdem die australische Regierung einen 56-Milliarden-Euro-Vertrag mit Frankreich über 12 militärische U-Boote zugunsten von US-Atom-U-Booten gekündigt hat. Canberra erklärte, es verstehe die Enttäuschung Frankreichs, wolle aber weiterhin mit Paris zusammenarbeiten. Gleichzeitig drückte Washington sein Bedauern über die Abberufung des französischen Botschafters zu Konsultationen aus und erklärte, dass es sich weiterhin für eine Lösung des Konflikts einsetzen werde.




    – In Russland wird beginnend mit Freitag ein neues Parlament gewählt. Bis Sonntag können die über 110 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben – auch online. Am Freitag, dem ersten Wahltag, wählten 20 Millionen Menschen, d. h. 17 % der Gesamtzahl der Wahlberechtigten. Nach Angaben des Radio-Rumänien-Korrespondenten in Moskau wird die Hälfte der 450 Abgeordneten auf Parteilisten von 14 politischen Parteien gewählt. Die andere Hälfte wird in Einzelwahlkreisen gewählt, in denen mehr als 2.300 Personen kandidieren. Wichtige Kandidaten der Opposition durften bei den Wahlen nicht antreten oder stehen unter Hausarrest wie einige Mitstreiter des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny. Umfragen zufolge werden die vier parlamentarischen Parteien – die Präsidenten-freundliche Partei “Einiges Russland” mit über 40 %, gefolgt von der Kommunistischen Partei, der nationalistischen LDPR-Partei und der linken Partei “Gerechtes Russland für die Wahrheit” — wahrscheinlich wieder ins Parlament einziehen.




    – Auf ihrem Treffen in Athen bekräftigten die Staats- und Regierungschefs der neun südlichen EU-Länder ihre Entschlossenheit, die globale Erderwärmung zu bekämpfen, und verpflichteten sich zu einer engeren Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der illegalen Migration. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der den Vorsitz des Treffens führte, verwies auf die verheerenden Brände dieses Sommers, die kein Mittelmeerland verschont haben, während Nordeuropa von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht wurde. Griechenland, Frankreich, Italien und Spanien haben zusammen mit Zypern, Malta, Slowenien, Kroatien und Portugal eine Erklärung unterzeichnet, in der sie sich für ein ehrgeiziges Ergebnis der Klimakonferenz im November in Schottland aussprechen. Die neun Länder verpflichteten sich au‎ßerdem zu einer verstärkten Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus und Terrorismus.




    – Die grö‎ßte Veranstaltung für neue Medienkunst in Rumänien und einer der drei wichtigsten internationalen Videomapping-Wettbewerbe, iMapp Bucharest – Winners League, findet am Sonnabend in Bukarest statt. Die Kunstwerke der Teams aus den USA, Deutschland, der Ukraine, Japan und Ungarn werden auf die grö‎ßte Projektionsfläche der Welt projiziert: die 23.000 Quadratmeter gro‎ße Fassade des Parlamentspalastes. Die 7. Ausgabe von iMapp Bukarest steht unter dem Motto “The Show Must Go On” und zeigt, wie sich die Menschen durch Kunstwerke, die Licht, Technologie und Musik nutzen, nach und nach ins Leben zurückfinden.

  • Nachrichten 07.08.2021

    Nachrichten 07.08.2021

    – Rumänien hat Frankreich und Island in die
    Rote Liste der Länder mit hohem Covid-19-Risiko aufgenommen. Mit Wirkung vom
    kommenden Sonntag kommen die Türkei und Montenegro auf die gelbe Liste.
    Menschen, die aus Ländern auf der gelben Liste in Rumänien einreisen, müssen
    sich nicht in Quarantäne begeben, wenn sie geimpft sind oder einen höchsten 72
    Stunden vor der Abreise vorgenommenen negativen PCR-Test vorweisen. Menschen,
    die aus Ländern, die in der Roten Liste stehen einreisen, unterliegen einer
    Quarantänepflicht, wenn sie nicht geimpft sind. Lediglich Kinder unter 3 Jahren
    und Kinder zwischen 3 und 16 Jahren sind von der Quarantäne ausgenommen, wenn
    sie einen negativen COVID-Test vorweisen. Am Sonnabend wurden in Rumänien 255
    neue Covid-19-Fälle gemeldet. 8 Menschen sind an oder mit COVID gestorben, 73
    liegen auf Intensivstationen.






    – Die Premierministerin und die Minister der
    neuen Regierung der mehrheitlich rumänischsprachigen ehemaligen Sowjetrepublik
    Moldau wurden am Freitag von der europafreundlichen Präsidentin Maia Sandu
    vereidigt. Sandu sagte, sie habe volles Vertrauen in die Professionalität und
    die Fähigkeiten der von Natalia Gavriliță geleiteten Regierung der sie ihre
    volle Unterstützung zusagte. Das Regierungsprogramms sieht Reformen in verschiedenen
    Bereichen und die Bekämpfung der Korruption vor. Außenpolitisch will die
    neue Regierung in Chisinau ihre Bemühungen um den Beitritt der Republik Moldau
    zur Europäischen Union fortsetzen. Die politischen Vertreter in Bukarest
    versicherten dem Nachbarland ihre Unterstützung zu.






    – Der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu
    begrüßte die gemeinsame Erklärung seiner Amtskollegen aus den G7-Staaten und
    des Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik,
    Josep Borrell, am Freitag zum jüngsten Angriff auf den Öltanker Mercer
    Street. Bei dem Drohnenangriff vor der Küste Omans kamen zwei
    Besatzungsmitglieder – der rumänische Kapitän und ein Brite – ums Leben. Die
    Unterzeichner der Erklärung verurteilten am Freitag den Angriff als
    vorsätzlich, gezielt und als eindeutige Verletzung des Völkerrechts. Sie wiesen
    auch darauf hin, dass der Iran eine Bedrohung für den Weltfrieden und die
    internationale Sicherheit darstelle und dass alle verfügbaren Beweise darauf
    hindeuten, dass der Iran hinter dem Anschlag stehe. Teheran bestritt jegliche
    Beteiligung ab.






    – Zwei Flugzeuge der rumänischen Luftwaffe
    wurden nach Nordmazedonien entsandt, um die Einsatzkräfte in dem Land zu
    unterstützen, das in den letzten Tagen von Waldbränden heimgesucht wurde. Das
    nationale Komitee für Notfallsituationen in Bukarest hat heute Morgen eine
    entsprechende Entscheidung getroffen. Nach Angaben des rumänischen
    Verteidigungsministeriums sind die beiden Flugzeuge – eine C-27 J Spartan für
    die Brandbekämpfung und eine C-130 Hercules für die logistische Unterstützung -
    mit 15 Soldaten besetzt. Dies ist der zweite internationale Einsatz dieser Art
    für rumänische Militärflugzeuge, der Erste fand im Juli 2018 in Griechenland
    statt.






    – Das Außenministerium in Bukarest warnte
    aufgrund der anhaltenden Brände vor Reisen in Griechenland, das ein beliebtes Reiseziel für viele
    rumänische Touristen ist. Besonders angespannt
    ist die Lage nahe Athen, auf der Insel Euböa und auf dem Peloponnes. Feuerwehr
    und Freiwillige mühen sich ununterbrochen der Flammen Herr zu werden. Die
    Ukraine, Zypern, Israel, Frankreich, die Schweiz, Schweden und Kroatien sind
    Griechenland zu Hilfe geeilt. Aus Rumänien wurden 112 Feuerwehrleute mit 23
    Löschfahrzeugen entsandt. Unterdessen kämpften Rettungskräfte in der Türkei am
    Sonnabend weiter gegen die schlimmsten Brände seit mehr als einem Jahrzehnt.
    Mindestens acht Menschen starben und 100.000 Hektar Wald und Ackerland wurden
    zerstört.






    – Der Rumäne Cătălin
    Chirilă
    belegte heute bei den Olympischen Spielen in Tokio den dritten
    Platz im B-Finale des 1.000-m-Kanu-Einzelrennens auf der Sea Forest Waterway in
    Tokyo. In der Endwertung belegte Cătălin Chirilă den 11. Zuvor, ebenfalls in
    Tokio, qualifizierte sich der mehrfache Medaillengewinner bei internationalen
    Wettkämpfen, zusammen mit Victor Mihalachi auf den fünften Platz im
    1.000-Meter-Doppelkanu-Rennen.



  • Nachrichten 14.07.2021

    Nachrichten 14.07.2021

    – Präsident Klaus Iohannis nahm an der heutigen Kabinettssitzung teil, auf der ein Memorandum verabschiedet wurde, in dem die Exekutive sein Projekt Gebildetes Rumänien“ übernahm. Die öffentlichen Debatten über dieses Projekt endeten letzte Woche, als der Staatschef verkündete, dass die Regierungskoalition das Dokument unterstützten und die Opposition seiner Umsetzung gegenüber offen sei werde. Einige der im Entwurf enthaltenen Maßnahmen werden durch den nationalen Wiederaufbau und Resilienz-Plan finanziert. Anhand des Projekts soll die Schulabbrecherquote reduziert werden. Dafür sollen mehr als 2.500 allgemeine Bildungseinrichtungen, 10.000 Labors und Schulkabinetts eingerichtet werden, sowie 75.000 Klassenzimmer, 10 duale Bildungszentren und Netzwerke von grünen Schulen aufgebaut werden. Außerdem sollen 100 000 Lehrer für den Online-Unterricht ausgebildet werden. Die Struktur des Bildungssystems würde weitgehend gleich bleiben. Die oberen Sekundarstufen sollen jedoch neu strukturiert werden, mit drei Arten von Gymnasien: theoretische, berufungsbezogene und professionelle.




    – In den letzten 24 Stunden wurden über 79 neue Corona-Fälle registriert. 3 Menschen sind im Kontext des Virus gestorben. 51 Corona-Patienten befinden sich auf Intensivstationen. Die meisten neu bestätigten Fälle wurden im Landkreis Cluj – 11 und im, die Hauptstadt umgebenden, Kreis Ilfov – 6 registriert. In Bukarest wurden fünf neue Fälle gemeldet. 292 Infizierte sind gegenwärtig interniert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 24.818 Menschen und 23 in staatlicher, weitere 2.053 Menschen sind in der Isolation. Seit Bestätigung des ersten Falls wurden 87 Menschen mit der Delta-Variante des Coronavirus getestet, drei davon verstarben – gab das nationale Institut für öffentliche Gesundheit bekannt. Die meisten Fälle wurden in Bukarest und drei südlichen Landkreise verzeichnet.




    Brüssel – Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister haben die von zwölf EU-Ländern ausgearbeiteten Konjunkturpläne für die Zeit nach der Corona-Pandemie genehmigt. Dies ist die letzte Stufe eines Verfahrens, das diesen Ländern ermöglicht, günstige Darlehensverträge mit der EU abzuschließen und die notwendigen Mittel zur Umsetzung der Projekte zu erhalten. Die zwölf Länder sind Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Italien, sowie Lettland, Luxemburg, Portugal, Slowakei und Spanien. Der rumänische Europaabgeordnete Dragoș Pâslaru von der regierenden USR-PLUS-Partei teilte mit, die Kommission stehe im direkten Dialog mit Bukarest, um die letzten Details des Konjunkturplans zu klären. Er erklärte, der Plan Rumäniens werde im September genehmigt. Von der Opposition, forderte der sozialdemokratische Abgeordnete Victor Negrescu die Regierung auf zu erklären, warum Rumänien die Europäische Kommission gebeten habe, die Frist für die Bewertung des Konjunkturplans zu verlängern.




    – Nach der pandemiebedingten Unterbrechung im vergangenen Jahr hat Frankreich am Mittwoch seine traditionelle Militärparade zum Nationalfeiertag auf den Champs Elysées in Paris wieder aufgenommen. Daran nahmen Zehntausende Menschen teil. Die Zuschauer waren jedoch verpflichtet ihren vollständigen Impfpass oder einen negativen Test vorzulegen und Schutzmaske zu tragen. 5.000 Soldaten, 73 Flugzeuge, 24 Hubschrauber, 221 Militärfahrzeuge, 200 Pferde der Republikanischen Garde und Elitesoldaten aus Frankreich und sieben weiteren europäischen Ländern, Mitglieder der Takuba-Spezialeinheit, die auf französische Initiative zur Bekämpfung terroristischer Gruppen in Mali aufgestellt wurde, nahmen an der Zeremonie teil. Am Abend erhellt ein Feuerwerk den Himmel über dem Eiffelturm. Der französische Nationalfeiertag wird auch in Bukarest gefeiert. An dem Empfang in der französischen Botschaft nahmen unter anderem Präsident Klaus Iohannis und Premierminister Florin Cîțu teil.





    – Der rumänische Fußballmeister CFR Cluj hat sich trotz einer Niederlage mit 1:2 im Auswärtsspiel gegen den bosnischen Club Borac Banja Luka am Dienstagabend für die zweite Vorrunde der Champions League qualifiziert. Im Hinspiel hatte Cluj mit 3:1 gewonnen. Als Nächstes tritt CFR Cluj gegen Lincoln Red Imps, aus Gibraltar an.




    Wetter – Die Hitzewelle hält in Rumänien weiter an. Mit Temperaturen von 29 – 38 ist die Wärmebelastung hoch. Im Westen, Nordwesten, Süden und vereinzelt in der Landesmitte und im Südosten kommt noch hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. Der Himmel ist größtenteils heiter, nur im Gebirge und im Norden leicht bewölkt.