Tag: Hörerpost

  • Hörerpostsendung 13.10.2019

    Hörerpostsendung 13.10.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Heute möchte ich mit den Zeilen von unserem Hörer Helmut Matt (aus Herbolzheim im Breisgau) beginnen, die er uns Ende September per E-Mail schickte:



    Liebe Freunde von Radio Rumänien International,



    bevor der September zu Ende geht, möchte ich Ihnen wieder einmal schreiben.



    Es haben sich ja auch schon wieder sieben Empfangsberichte angesammelt. Zu allem beobachteten Zeiten war der Empfang gut bis sehr gut. Was will man mehr? Nach der gestrigen Ausgabe der Funkbriefkastensendung erklärt sich auch, dass zurzeit auf der Frequenz 7355 KHz um 14:00 UTC nichts zu hören ist. Dass Ersatz für das defekte Teil bestellt wurde und dass weiterhin in die Funktionalität der Technik investiert wird, deute ich als gutes Zeichen für eine Fortsetzung der Sendungen von RRI über die Kurzwelle.



    Die Gerüchte über eine mögliche Einstellung der Kurzewellensendungen aus Bukarest hatte ich auch gehört bzw. gelesen. Gott sei Dank konnte das noch einmal abgewendet werden. Leider haben die Schreibtischtäter, die über so etwas entscheiden dürfen, oft keine Vorstellung davon, was für eine gro‎ßartige Arbeit in den Auslandsredaktionen der Sendeanstalten gemacht wird und welch bedeutenden Beitrag insbesondere Radio Rumänien International als Botschafter seines Landes für die Welt leistet. Vieles von dem, was die Menschen in aller Welt über Rumänien wissen, wird von den internationalen Rundfunkprogrammen Ihres Senders vermittelt. Ist es da nicht sehr kurzsichtig, wenn man des (nicht allzu üppigen) Geldes wegen die Meinungshoheit über sein Land Dritten überlässt, anstatt aktiv die eigene Stimme zu erheben und die Sichtweise des eigenen Landes nach au‎ßen zu präsentieren? Wie dem auch sei: Ich freue mich sehr, dass Sie und Ihre schönen Radioprogramme uns auch weiterhin erhalten bleiben und bin schon sehr auf den Sendeplan für die Wintersendeperiode gespannt. Hoffentlich wird es auch wieder DRM-Sendungen geben. Es würde mich sehr freuen, da ich ein ausgesprochener DRM-Fan bin.



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Matt. Die Frequenzen für die Wintersendeperiode stehen schon fest, und ja, es gibt auch wieder DRM-Sendungen. Übernächsten Sonntag ist es soweit mit der Zeitumstellung und damit auch mit dem Frequenzwechsel, daher möchte ich heute und nächsten Sonntag die neuen Frequenzen für die Hörer ohne Internetzugang durchsagen.



    Unser Chefingenieur Radu Ianculescu teilte folgende Koordinaten für die deutschsprachigen Programme in der Zeit vom 27. Oktober 2019 bis 28. März 2020 mit:









    UTC

    Frequenzen (kHz)

    ZIELGEBIET

    07.00 – 07.30

    6 175 (DRM); 7 345

    Mittel- u. Westeuropa

    15.00 — 16.00

    6 040; 7 330 (DRM)

    Mittel- u. Westeuropa

    19.00 – 20.00

    6 180; 7 235

    Mittel- u. Westeuropa




    Ich werde Anfang kommender Woche die Frequenzen per E-Mail unter die Hörer bringen, die in unserem E-Mail-Verteiler stehen, und bald werden sie auch auf unserer Webseite zu finden sein. Weiterleitung an mögliche Interessenten bzw. anderweitige Veröffentlichung in Fachpublikationen oder Hörerforen ausdrücklich erlaubt und erwünscht.



    Erfreut über die Beibehaltung der Kurzwellensendungen aus Bukarest ist auch Michael Willruth (aus Frankfurt am Main). Folgende Zeilen erhielten wir per E-Mail:



    Vielen Dank für die Zusendung der neuen, schönen QSL-Karten. Es ist sehr erfreulich, dass die Pläne für die Einstellung der Kurzwellen-Sendungen bei Radio Rumänien International erst einmal abgewendet werden konnten. Ich empfange RRI nur über die Kurzwelle. Auch im Urlaub ist der Empfang von Auslandssendern mit einem kleinen Weltempfänger ein gro‎ßer Vorteil. Ihre Sendungen sind fast immer in Frankfurt am Main in Ortssender-Qualität zu empfangen. Durch Ihre Sendungen ist man gut über die Politik und das Zeitgeschehen in Rumänien informiert. Es ist immer wieder interessant, in der Sendung Funkbriefasten die Meinung der Hörer zu hören.



    In der Hoffnung, dass es noch lange Kurzwellenausstrahlungen von Radio Rumänien International geben wird, grü‎ßt Sie



    Michael Willruth



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Willruth, und Gru‎ß zurück aus Bukarest!



    Von Horst Cersovsky (aus Sangerhausen, Sachsen-Anhalt) erhielten wir Feedback im Internet-Formular:



    Liebe deutsche Redaktion von RRI, es ist einige Zeit vergangenen, dass ich die Morgensendung von RRI in Deutsch zuletzt gehört habe. Heute hatte ich um 06:00 UTC sehr guten Empfang und konnte auf diesem Weg noch den Funkbriefkasten vom Wochenende hören. Zum Glück wurde ja die sich schnell verbreitende Nachricht vom bevorstehenden Ende der RRI-Kurzwellensendungen nicht bestätigt und für die täglichen Sendungen aus Rumänien in Deutsch werden hoffentlich auch bald wieder die Frequenzen der Winterperiode bekannt gegeben. Wir sollten uns als Hörer bewusst sein, dass die Einsparung des Auslandsrundfunks sehr bald erneut eine Option sein kann. Ich nehme mir daher auch persönlich vor, neben dem Hören der Sendungen möglichst wieder etwas regelmä‎ßiger zu schreiben. Das Feedback der Hörer ist ohnehin für die Arbeit der Redaktion wichtig und kann vielleicht gleichzeitig zum Erhalt der Auslandssendungen auf Kurzwelle beitragen. Mit dem Versand von attraktiven QSL-Karten gibt es dazu seitens RRI eine zusätzliche Motivation.



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Cersovsky. Dieses Jahr ist die Gefahr gebannt, wie schon die meisten Hörer wissen. Herzlichen Dank für die Hörertreue und Gru‎ß nach Sachsen-Anhalt!



    Im Zusammenhang mit der Insolvenz des britischen Reiseunternehmens Thomas Cook schrieb uns Ralf Urbanczyk (aus Eisleben, Sachsen-Anhalt) folgendes:



    Wie stark ist denn Rumänien davon betroffen? Dieses Reisebüro hatte ja auch immer mit günstigem Pauschalurlaub in Ihrem Land geworben. Mit Recht schreiben die Medien hierzulande erst über die betroffenen deutschen Reisenden in der ganzen Welt, die eigentlich mit diesem Reiseunternehmen den Flug nach Hause gebucht haben. Doch diese Urlauber sind ja durch verschiedene Gesetze und Vereinbarungen abgesichert. Viel schwerer wird es die Touristikbranche treffen, und da vor allem die Regionen, in denen ausländische Touristen eine gro‎ße Einnahmequelle bilden, wie an den Stränden und den Kulturstätten Ihres Landes. Ich hoffe sehr, dass die rumänischen Regionen gut durch die schwere Zeit kommen, falls es eine solche überhaupt in Rumänien geben wird.



    Vielen Dank für Ihr Interesse, lieber Herr Urbanczyk. Rumänien ist glücklicherweise nur wenig davon betroffen. Laut Medienberichten waren etwa 2000 rumänische Touristen davon betroffen, wovon allerdings knapp die Hälfte ihren Urlaub noch nicht angetreten hatten. Ob sie für den Urlaubsausfall entschädigt wurden, konnte ich nicht herausfinden. Für die anderen, die sich bereits im Urlaub im Ausland aufhielten, soll das Reiseunternehmen für die restlichen Urlaubstage aufgekommen sein. Über verärgerte Touristen, deren Rückflüge somit nicht mehr bezahlt wurden, habe ich nicht gelesen bzw. keine TV-Berichte gesehen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass die betroffenen rumänischen Touristen ihren Rückflug vermutlich einfach selbst organisiert haben und Schadenersatzansprüche möglicherweise erst später gestellt haben.



    Zum Schluss verlese ich die Urlaubseindrücke unseres Hörers Fritz Andorf (aus Meckenheim, NRW). Seine Reise brachte ihn u.a. bis zum Länderdreieck Ukraine, Rumänien, Moldaurepublik:



    In der vorigen Woche bin ich von einer 12-tägigen Reise nach Galizien, in die Bukowina und nach Bessarabien zurückgekehrt, von der ich kurz berichten möchte, was den rumänischen Reiseabschnitt betrifft. Wir sind zunächst nach Lemberg in der Ukraine geflogen, von dort ging es weiter nach Cernowitz und Brody, danach in die rumänische Moldauregion, wo wir in dem ländlichen Hotel La Roata“ in Gura Humorului übernachtet haben. Am Tag danach besuchten wir das berühmte Ostereiermuseum in Vama mit 3.500 verzierten Eiern aus 87 Ländern der Welt und einer Demonstration des kunstvollen Bemalens von Ostereiern durch die Museumsleiterin Letiţia. Von den fünf innen und au‎ßen wundervoll bemalten Moldauklöstern, die im Verzeichnis des UNESCO-Weltkulturerbes stehen, haben wir die schönsten drei besucht. Im Kloster Moldoviţa erläuterte uns Schwester Tatiana, offenbar eine frühere Deutschlehrerin, Einzelheiten der prächtigen Malereien in goldgelber Hauptfarbe aus dem 16. Jahrhundert. Auch die Au‎ßenfresken am landschaftlich schön gelegenen Kloster Suceviţa in grünem Farbton sind in einem ausgezeichneten Zustand erhalten. Im Kloster Voroneţ genossen wir bei strahlender Nachmittagssonne die in blauer Grundfarbe gehaltene Westwand mit der berühmten Darstellung des Jüngsten Gerichts.



    Am Tag danach führte uns die Fahrt über die Stadt Iaşi, einst Hauptstadt des Fürstentums Moldau und Gegenstand des jüngsten Wettbewerbs von RRI. Bei einem ausgiebigen Stadtspaziergang kamen wir durch die breite Fu‎ßgängerzone vorbei an der Metropolie-Kathedrale, der Staatsoper, der Kirche der Drei Hierarchien (UNESCO-Weltkulturerbe) und gelangten zum imposanten Kulturpalast mit mehreren Museen.



    Am späten Nachmittag fuhren wir weiter über die Grenze nach Chişinău in Moldawien mit weiteren interessanten Sehenswürdigkeiten. Das gilt auch für Transnistrien mit der Hauptstadt Tiraspol (ein russisch geprägter, nicht anerkannter Staat mit Hammer und Sichel in der Fahne, Lenindenkmal vor dem Gebäude des Obersten Sowjets usw.). Unsere Reise endete wieder in der Ukraine in der Millionenstadt Odessa, von wo wir die Rückreise angetreten haben. Eine hochinteressante Reise in vier Länder mit vier Währungen und drei Sprachen, die ich jedem empfehlen kann.



    Lieber Herr Andorf, vielen Dank für die Schilderung Ihrer Reiseeindrücke und herzliche Grü‎ße nach NRW!



    Ganz zum Schluss die Postliste. Postbriefe habe ich erst am Freitag bekommen, lese sie mir daher für kommenden Sonntag durch. E-Mails und Feedback in unseren Online-Formularen erhielten wir bis einschlie‎ßlich Freitagnachmittag von Bernd Seiser, Gerd Brüschke, Michael Willruth und Lutz Winkler (aus Deutschland) sowie von Paul Gager (aus Österreich).



    Audiobeitrag hören:



  • Hörerpostsendung 6.10.2019

    Hörerpostsendung 6.10.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Von Michael Lindner (aus Gera, Thüringen) erhielten wir gleich zwei Postbriefe, die auf Ende August bzw. Anfang September datiert waren. In den Umschlägen befanden sich auch mehrere schöne Postkarten aus Thüringen und eine aus Tallinn, der Hauptstadt Estlands, sowie ein Zeitungsartikel über ein ehemaliges Kinderheim in der DDR, wo Gewalt, Drangsalierungen und Missbrauch zum Alltag gehörten. Angeregt wurde Herr Lindner durch einen anderen Zeitungsbericht über ein deutsch-rumänisches Kinderheim in Rumänien:



    In der Zeitung habe ich einen traurigen Artikel gelesen. Es ging da um ein Kinderheim in Vişeu de Sus im Kreis Maramureş, wo deutsche Kinder wie Sklaven behandelt wurden. Dieses Heim soll verhaltensauffällige Kinder wieder auf die richtige Bahn“ bringen. Aber leider wurde hier sehr fragwürdige Methoden angewandt, die bestimmt nicht zur Resozialisierung dieser Jugendlichen beigetragen haben. Das Heim steht unter deutscher Leitung. Das alles erinnert mich an Kinderheime der fünfziger und sechziger Jahre in Deutschland Ost und West, wo grauenvolle Dinge geschehen sind. Ich glaubte eigentlich, dass diese dunklen Zeiten der Geschichte der Vergangenheit angehören. Umso entsetzter war ich, als ich diesen Artikel las. Scheinbar fühlte man sich sehr sicher in der Abgeschiedenheit der rumänischen Wälder! Hoffentlich werden die Verantwortlichen dafür auch entsprechend gerichtlich verurteilt.



    Und im darauffolgenden Brief ergänzte Herr Lindner:



    Im letzten Brief vom 30. August schrieb ich Ihnen über das Thema Kinderheim in Vişeu de Sus. Nun fand ich durch Zufall einen passenden Artikel in der Tageszeitung, der über ein ehemaliges Kinderheim in der DDR berichtet. Diesen Artikel lege ich Ihnen bei. Ich finde es schon gut, dass man heute, nach vielen Jahrzehnten, dieses Thema aufarbeitet und für die Allgemeinheit zugängig macht. Diese Heime in Ost bzw. West waren in der Tat keine Paradiese, ganz im Gegenteil, für viele Kinder und Jugendliche waren sie die Hölle auf Erden. Aber ich will nicht alle damaligen Kinderheime verurteilen, sicherlich gab es auch entsprechende Einrichtungen, die ihre Erziehungsaufträge ernst nahmen und tatsächlich zur Resozialisierung beitrugen.



    Vielen Dank für die ausführlichen Zeilen, lieber Herr Lindner. Auch in den rumänischen Medien wurde über den Fall in Oberwischau (so hei‎ßt die Stadt Vişeu de Sus auf deutsch) berichtet. Fünf Personen wurden in diesem Zusammenhang festgenommen, darunter auch der deutsche Betreiber des Kinderheims. Die Aufwicklung des Falls wird schwierig, denn laut Medienberichten sollen die Zeugenaussagen zu den Zuständen im Heim sehr widersprüchlich sein; au‎ßerdem erschwert die internationale Dimension des Falls die Ermittlungen. Ein von rumänischen Medien zitierter deutscher Journalist, der vor Ort recherchierte, äu‎ßerte die Vermutung, dass es sich um teils schwer erziehbare und verhaltensauffällige Kinder aus Deutschland handelte, denen sich der deutsche Staat entledigen wollte — mit der Begründung, dass harte Erziehungsmethoden in Rumänien, in Abgeschiedenheit und fern von den Augen der Öffentlichkeit, leichter umzusetzen seien.



    Ein schwieriger Fall also. Und zu den Zuständen in einigen Kinderheimen in Ost- und West-Deutschland gibt es mehrere Dokumentar- und Spielfilme. Ich empfehle den Film Freistatt“ von Marc Brummund, der übergriffige und entwürdigende Methoden in kirchlichen Erziehungsheimen der späten 1960er Jahre an einem persönlichen Beispiel thematisiert. Der Film stammt aus dem Jahr 2015, wurde mehrfach auch im Fernsehen gezeigt und vor einigen Jahren auch in Bukarest vorgeführt, gefolgt von einer interessanten Publikumsdiskussion mit dem Regisseur, bei der ich dolmetschen durfte.



    Einen weiteren Postbrief erhielten wir von Marcel Gogolin aus Mainz. Ich konnte die Handschrift allerdings nur teilweise entziffern, habe aber zumindest folgendes verstanden: Herr Gogolin konnte uns in den letzten Jahren berufsbedingt nur selten hören, nimmt sich aber vor, das alte Hobby wieder regelmä‎ßiger zu betreiben. Und er fragt uns auch, ob man auch QSL-Karten aus älteren Serien noch erhalten kann. Meine Antwort dazu: Theoretisch ist das möglich, nur haben wir leider nicht genau Buch darüber geführt, welche Karten noch verfügbar sind. Es können ganze Serien, oder aber nur vereinzelte Karten verfügbar sein. Herr Marcel Gogolin ist übrigens der Sohn von Torsten Gogolin, einem langjährigen Kurzwellenhörer, der schon in den 1980er Jahren bei vielen internationalen Rundfunksendern bekannt war.



    Damit ist die Sommerpost abgearbeitet, sofern verspätete Postbriefe nicht noch eintreffen, und ich gehe — passend zum Wetter drau‎ßen — zum Herbst über. Anfang September erreichte uns eine E-Mail von Dieter Feltes (aus Pyrbaum, Oberpfalz):



    Sehr geehrte Damen und Herren!



    Vielen Dank wieder für die Nachrichten und Informationen aus Rumänien. Ja es ist schon eine Zeit her, dass ich an Sie ein paar Zeilen geschrieben habe. Ich hoffe, dass es Ihnen in der Redaktion gut geht. Zur Zeit ist ja Ferienzeit, und so wird es auch bei Ihnen Engpässe geben. Ich kenne das auch aus meiner Berufszeit.



    Eine Frage hätte ich, können Sie mir sagen, wie hoch die Besucherzahlen der deutschen Urlauber an der Schwarzmeerküste sind? Auf eine Antwort freue ich mich.



    Mit den besten Grü‎ßen verbleibe ich


    Ihr Hörer


    Dieter Feltes




    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Feltes. Das Internet war nicht gerade ergiebig und ein bezahltes Nutzerkonto für die Datenbank des Rumänischen Statistikinstituts haben wir als nicht gerade gut betuchter Sender auch nicht. Ganz aktuelle Daten habe ich also nicht. Ich konnte dennoch einige Infos aus den vergangenen Jahren finden. So etwa veröffentlichte ein rumänisches Nachrichtenportal unter Berufung auf das Nationale Statistikinstitut Daten über den Tourismusverkehr 2018. So etwa wurden im Sommer 2018 im Landkreis Constanţa über 1,3 Mio. Touristen registriert, ein leichter Zuwachs um 6% im Vergleich zu 2017. Über 95% davon waren einheimische Touristen und nur 4,78% waren ausländische Gäste. In absoluten Zahlen waren das knapp 63.000 ausländische Touristen. Über die Herkunftsländer der ausländischen Urlauber werden keine Angaben gemacht, ich habe aber ein Breviarium des Rumänischen Statistikinstituts über Tourismus in Rumänien gefunden, in dem auch die Staatsbürgerschaft der Touristen angegeben wird — die Zahlen gelten allerdings für das Jahr 2016 und für ganz Rumänien, nicht allein für die Schwarzmeerküste. Im Jahr 2016 kamen knapp 283.000 Touristen aus Deutschland nach Rumänien und übernachteten insgesamt knapp 550.000mal. Aus Österreich kamen etwas mehr als 60.000 Touristen, aus der Schweiz etwas mehr als 27.000. Von den insgesamt knapp 2,5 Mio. ausländischen Touristen, die Rumänien 2016 besuchten, bereisten etwas mehr als 102.000 die Region Südosten, wo auch die Schwarzmeerküste liegt. Ich hoffe, Ihre Frage mit diesen Zahlen einigerma‎ßen zufriedenstellend beantwortet zu haben, lieber Herr Feltes.



    Passend zum Thema erhielten wir einen ausführlichen Urlaubsbericht von unserer Hörerin Martina Pohl (aus Überlingen am Bodensee). Ihre Reise führte Sie u.a. auch nach Rumänien, wie Sie gleich erfahren werden, denn der Bericht liest sich spannend:




    Liebe Redaktion von Radio Rumänien International,



    unsere diesjährige Urlaubsreise verbrachten wir 16 Tage auf einem Schiff entlang der Donau bis zum Schwarzen Meer.



    Einen der schönsten Streckenabschnitte passierten wir am 5. Tag dieser Fahrt, nämlich den imposanten Taldurchbruch des Eisernen Tores. Es war ein besonderer Moment, als das gro‎ße Gesicht des Dakerkönigs Decebalus in einem Seitental zum Vorschein kam. Nun kamen die Fotoapparate auf dem Sonnendeck zum Einsatz. Gut sichtbar konnte man die Tafel Tabula Traiana auf der serbischen Seite erkennen.



    Am 8. Tag war ein Landgang in Sulina eingeplant. Die Stadt ist nicht an das rumänische Stra‎ßennetz angeschlossen und kann daher nur mit dem Schiff erreicht werden. Wahrzeichen ist der 18,5 m hohe Leuchtturm von 1802. Noch früh am Morgen liefen wir zum Strand und das Schwarze Meer lag uns zu Fü‎ßen. Auf dem Weg dorthin begleiteten uns Stra‎ßenhunde. Ich wäre gerne noch länger in Sulina geblieben, aber das Landgangsende nahte. Negativ viel auf, dass trotz zahlreicher Mülleimer, Unrat und vor allen Dingen unzählige Plastikflaschen entlang der Anlegestellen im Wasser lagen. Niemand fischt dieses Zeug heraus oder kümmert sich darum. Es wird wahrscheinlich keiner dafür zuständig sein.



    Von Tulcea aus ging es bei schönstem Wetter mit Bus und Boot ins Donaudelta. Ein netter Reiseleiter erzählte uns während der Bootsfahrt und einem Becher Wein allerhand über das Donaudelta. Vögel bekamen wir nicht so viele zu Gesicht, da diese bedingt durch die Motorengeräusche sofort wegfliegen. Im Donaudelta gibt es aber auch sehr gro‎ße Schutzzonen, die nur von Ornithologen aufgesucht werden dürfen. Beeindruckend fand ich die Seerosen, welche den Wasserweg säumen. Mit ihren wei‎ßen gro‎ßen Blüten sind diese an Schönheit kaum mehr zu überbieten. Leider neigte sich auch dieser Tag seinem Ende entgegen.



    Landgang in Sicht. Am 10. Tag war es dann wieder soweit. Unsere Gruppe wurde schon erwartet. Der Bus stand schon da. Heute ging es in die Hauptstadt Bukarest, der sechstgrö‎ßten Stadt der Europäischen Union. Eine gro‎ße Stadtrundfahrt erwartete uns. Vom Nationaltheater bis Klein-Paris. Auch die Villen der Botschafter säumten rechts und links die Stra‎ße. Ein weiteres Highlight war die Fahrt um den Triumphbogen. Der Einheitsplatz mit seiner Springbrunnenanlage ist gewaltig und prächtig anzusehen. Ein kleiner Spaziergang folgte. Au‎ßerdem hatten wir uns bei der Reservierung der Sehenswürdigkeiten auch für den Besuch ins Parlamentsgebäude eingetragen. Der Eintritt erfolgte nach gründlichen Sicherheitsvorkehrungen. Im Gebäude konnte man sich daher sehr sicher fühlen. Nach dem Pentagon das zweitgrö‎ßte Gebäude der Welt. An kostbaren Materialien wurde nicht gespart. Lüster hängen von den Decken. Prunk wohin man schaut. Während des Rundganges hatte unsere Gruppe einen Übersetzer dabei. Heute kann man bestimmte Räume für Events mieten. Wir kamen nur in die Konferenzräume hinein. 20.000 Arbeiter waren bei diesem Bau beschäftigt. Grö‎ßenwahnsinn eines Diktators.



    Am liebsten hätte ich noch ein paar Tage für Bukarest angehängt. Mich hätte noch das eine oder andere Museum stark interessiert. Zeitlich war es nicht möglich, um bei Euch in der Redaktion vorbeizuschauen. Am Stadtrand von Bukarest fuhr der Bus an einem Lebensmitteldiscounter vorbei, nämlich Lidl.



    Bei der Rückreise mit dem Schiff fuhren wir verständlicherweise wieder am Dakerkönig Decebalus vorbei. Gespannt standen wir auf dem Deck. Diesen Augenblick wollten wir nicht verpassen, auch wenn es fast schon auf Mitternacht zu ging. Nun kam der Augenblick. Das Schiff fuhr langsam am Dakerkönig vorbei. Das gro‎ße Gesicht wurde von Farbeffekten angestrahlt. Kurz darauf war die Umgebung wieder dunkel, nur die Sterne am Himmel zeigten sich als helle Punkte.



    Wieder daheim angekommen, gab es schon die nächste Überraschung. Post aus Bukarest lag im Briefkasten. Herzlichen Dank für die schöne QSL-Karte für den Monat Juni.



    Viele Grü‎ße sendet

    Martina Pohl




    Liebe Frau Pohl, herzlichen Dank für die ausführlichen Urlaubseindrücke, Sie haben wirklich recht viel gesehen, ich kenne z.B. das Durchbruchtal der Donau am Eisernen Tor nur aus Fotos und Dokumentarfilmen.



    Auch Fritz Andorf, ein weiterer Stammhörer unseres Senders, war Anfang September im Länderdreieck Ukraine, Rumänien, Moldaurepublik unterwegs, doch seine Reiseeindrücke verlese ich nächsten Sonntag, denn die Zeit ist beinahe schon um.



    Zum Schluss die Postliste. Neue Briefe besorge ich mir kommende Woche. E-Mails und Feedback über unsere Online-Formulare erhielten wir in den letzten zwei Wochen bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitagnachmittag von Reinhard Schumann (SE), Paul Gager (A), Jurij Aleksandrowitsch Timofejew (KAZ) sowie von Martina Pohl, Wolfgang Maschke, Lutz Winkler, Helmut Matt, Michael Willruth, Alfred Albrecht, Ralf Urbanczyk, Fritz Andorf, Bernd Seiser, Jörg-Clemens Hoffmann, Horst Cersovsky und Heinz Günter Hessenbruch (DE).



    Audiobeitrag hören:



  • Hörerpostsendung 29.9.2019

    Hörerpostsendung 29.9.2019

    Guten Tag! Mein Name ist Irina Adamescu und ich werde sie durch die heutige Wochenpostsendung führen.



    Für den Anfang möchte ich Herrn Nils Millich in Gudensberg, Hessen, als neuen Hörer herzlich in unsere Runde begrü‎ßen. In dem Feedback-Formular unserer Internetseite schrieb er:



    Ich habe Ihr Programm durch Zufall entdeckt, da ich mich seit kurzen für Auslandssender interessiere, die in deutscher Sprache senden. Dadurch bin ich unter anderem auf Ihren Sender gesto‎ßen. Ich finde es schade, dass Ihre deutsche Redaktion offensichtlich geschrumpft ist, und ich hoffe aber, dass Sie trotzdem weiter ein Programm in deutscher Sprache senden. Es fasziniert mich, wie andere Länder denken, leben, und ich hoffe, so vielleicht etwas über Ihr Land zu lernen, da ich mich bisher nicht mit Rumänien auseinander gesetzt habe. Also wollte ich mich nur mal an dieser Stelle für Ihr Programm bedanken, auch wenn ich zeitlich es nur manchmal hören kann.“




    Wir danken auch und hoffen demnächst erneut auf Feedback von Ihnen, Herr Millich.



    In einer E-Mail aus dem Monat August (wir arbeiten gegenwärtig die in der Sommerpause eingegangene Korrespondenz ab) bestätigte uns Herr Jörg-Clemens Hoffmann in Alsbach-Hähnlein den Erhalt der erwarteten QSL-Karten sowie einer Broschüre über die Maramures-Region und merkte an:



    Sie haben mir damit eine gro‎ße Freude bereitet! Schön, dass Radio Rumänien International weiterhin auf Kurzwelle in deutscher Sprache sendet und einen guten, umfangreichen Hörerservice aufrechterhält.“



    In einer Sendung der Reihe Enzyklopädie haben wir den Bellu-Friedhof in Bukarest vorgestellt. Dazu ein Kommentar von Herrn Lutz Winkler in Schmitten:



    Sehr interessant fand ich den Beitrag über den Bellu-Friedhof in Bukarest — scheinbar ein Kleinod in der Gro‎ßstadt. Ich muss zugeben: Wenn ich an einen Ort Urlaub mache, gehe ich gern einmal über den Friedhof. Meistens sind das gro‎ße Anlagen mit einer reichen Gartenarchitektur, an denen es an hei‎ßen Tagen angenehm kühl ist. Ich habe gesehen, dass es in Bukarest auch einen jüdischen und deutschen Friedhof gibt. Vielleicht könnten Sie auch mal über diese berichten — und vielleicht gibt es auf diesem Gebiet noch anderes Interessantes aus Bukarest zu hören.“




    Danke, Herr Winkler, für die Anregungen. Ich denke auch, dass es sich lohnt, über diese Friedhöfe zu recherchieren.



    Von Herrn Siegbert Gerhard in Frankfurt am Main erhielten wir einige wichtige Empfangsbeobachtungen über die Ausstrahlung unserer Sendungen im Sommer, samt einem Lob für die Autorin unserer sonntäglichen Musikrubrik. Er schrieb, dass die Jazz-Sendungen am 28.07. und 18.08.2019, sowohl was die Erläuterung und Audioqualität anbetrifft, spitze waren.



    Des einen Freud ist des anderen Leid.“ Dies Sprichwort bestätigt sich auch im Falle unserer Jazzrubrik. Herr Gerald Kallinger in Wien ist der Meinung, dass wir an Stelle der Jazz-Rubrik lieber die bei Antena Satelor (Langwelle 153 kHz) übliche originale Folklore-Musik senden sollten, weil ihm mir Jazz-Musik nicht so gut gefällt.



    Wie es immer wieder passiert, wenn wir Interessantes hören, regte eine unserer Radiotour-Sendungen Herrn Helmut Matt in Herbolzheim an, nach weiteren Informationen im Internet zu suchen:



    Es hat mir auch in den vergangenen zwei Wochen wieder viel Spa‎ß gemacht, Ihre interessanten Sendungen regelmä‎ßig einzuschalten. Besonders hervorzuheben sind auch dieses Mal wieder die schönen Musikprogramme — an erster Stelle die Volksmusik mit Instrumentalstücken aus verschiedenen Regionen des Landes vom 2. August. Besonders neugierig gemacht hat mich Ihr schöner Radio-Tour-Bericht über das Cerna-Tal und Herkulesbad vom 19. August. Jakob Pazeller hat mit seinem bezaubernden Walzer »Souvenir de Herkulesbad« der Region ein einzigartiges und unvergessliches Denkmal gesetzt. Um ehrlich zu sein, war das aber auch fast schon alles, was ich über Herkulesbad und die Region wusste. Der fesselnde Bericht über das Cerna-Tal und dessen Region hat Lust auf mehr gemacht. Ich habe mir danach viele Bilder dazu im Internet angeschaut und war ganz hingerissen von der zauberhaft schönen Landschaft. Dass es dort auch schöne Hotels gibt, habe ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls herausgefunden. Das Gebiet ist wirklich eine Reise wert. Mir gefallen Ihre Radio-Tour-Sendungen sehr, weil man dadurch immer wieder neue Facetten Rumäniens näher kennenlernt — was sich wirklich sehr lohnt.“




    Eine Radiotour-Sendung vom 25.08.2019 über die Entwicklung des Tourismus an der rumänischen Schwarzmeerküste nahm Herr Carsten Fenske in Greifswald zum Anlass, uns eine Anregung zu geben:



    Da ich selbst ein »Küstenjung« bin, ist das für mich besonders interessant. Hier gibt es viele Parallelen zu Deutschland. Unter anderem informierten Sie darüber, dass englische Junggesellen hier gern ihren Abschied von der »Freiheit« feiern. Man kann nur hoffen, dass die regionale Tourismuspolitik rechtzeitig die richtigen Weichen stellt, um Ihre schönen Schwarzmeerstrände nicht zu einer niveaulosen Party- und Hotelmeile verkommen zu lassen. Dies erfordert natürlich entsprechendes Fingerspitzengefühl, denn man möchte seine Gäste ja nicht verprellen. Ein gesundes Mittelma‎ß wäre sicher ein gangbarer Weg, der allen Seiten gerecht wird.



    Nun eine Bitte in eigener Sache. Vielleicht könnten Sie in einer der künftigen Radiotouren mal das Thema Campingplätze, Zelten und all das, was damit im Zusammenhang steht ausführlich beleuchten. Da ich, wie schon mitgeteilt, im Sommer 2020 eine Motorradtour in Ihr Land plane wäre das eine Hilfestellung.“



    Wir geben Ihre Bitte gerne an die Zentralredaktion weiter.



    Herr Wladimir Gudsenko in Lichowizy, Moskauer Oblast, Russland, hört uns seit 1970. Seit dem ist er auch Mitglied des Hörerklubs von Radio Bukarest, wie Radio Rumänien International damals hie‎ß. Nun hat er eine Frage zu der deutschen Minderheit in Rumänien:



    Ich verstehe, dass, seit die Grenzen geöffnet wurden, die meisten rumänischen Deutschen Ihr Land verlassen haben. Trotzdem es gibt eine deutsche ethnische Minderheit in heutigen Rumänien, in irgendeiner Form. So möchte ich mehr über das kulturelle Leben der deutschsprachigen Gemeinschaft im modernen Rumänien wissen.“




    Die Zahl der Rumäniendeutschen ist deutlich geschrumpft. Von ehemals etwa 800.000 Rumäniendeutschen lebten 2011 nach Angaben des letzten Zensus noch etwa 36.000 im Land. Über das kulturelle Leben der Deutschen in Rumänien berichten wir in unsrer Rubrik am Dienstag Kulturidentität, Kulturinterferenzen“. Ich empfehle ihnen auch die die Internetseite der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (https://adz.ro/startseite) und die Seite des Funkforums, ein Zusammenschluss von Redakteuren deutschsprachiger Medien aus Mittel- und Südosteuropa. (http://www.funkforum.net/) zu verfolgen.



    Abschlie‎ßend einen Kommentar zum Thema Fake News von Herrn Roland Ruckstuhl aus Adliswil in der Schweiz, das uns alle zum Nachdenken anregen sollte:



    Früher nannte man das einfach Propaganda. Dinge ins andere Licht rücken, gezielt Falschinfomationen verbreiten. Das hat Radio Rumänien International unter dem Namen Radio Bukarest auch gemacht! Früher war es klarer, wer Propaganda betreibt und wer nicht. Jetzt sind die Nachrichten und Informationen vielfältiger geworden. In Deutschland (ich bin aus der Schweiz) ist Russia Today (RT) zu einer echten Gefahr geworden. Vor allem im Osten. Demokratie muss man lernen. Meinungen anderer respektieren. Das fällt vielen Menschen schwer. Das »Nur ich habe Recht!« wird immer mehr zum Mainstream. Ich, ich, ich! Wir sind sehr egoistisch geworden. Die Empathie ist am Schwinden. In der Schweiz kennt man in der Regel seinen Nachbarn nicht mehr. Und das Schicksal anderer interessiert auch nicht mehr. Das wir Europäer auch mal Wirtschafsflüchtlinge waren vor 200 Jahren, als wir Amerika besiedelten, wird kaum erwähnt.“



    Soviel im heutigen Funkbriefkasten. Nächste Woche ist, wie gewohnt, Sorin Georgescu für Sie da. Ich danke für die Aufmerksamkeit.




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 22.9.2019

    Hörerpostsendung 22.9.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur ersten Hörerpostsendung nach der Sommerpause!



    Ich hoffe, Sie hatten einen erholsamen Sommerurlaub und sind gut drauf. Bei mir ist das nicht so ganz der Fall, denn die Renovierung meiner Wohnung hat sich knapp einen Monat in die Länge gezogen, weil der Facharbeiter auch einen festen Job hat und wochentags nur abends ein paar Stunden gearbeitet hat. Und ein paar Kleinigkeiten (wie z.B. das Auswechseln der Steckdosen und Lichtschalter) sind immer noch nicht fertig. Vor allem mit der Instandsetzung des Balkons hat es gedauert. Die Wärmedämmung des gesamten Plattenbaus hat zwar vor ein paar Jahren die Stadt grö‎ßtenteils finanziert — allerdings nur die Au‎ßenwände, und mehr hätte man von einem staatlich finanzierten Programm auch nicht erwarten dürfen. Entsprechend scheu‎ßlich sahen dann die Balkons im Inneren aus — überall ragten Reste von Polyurethanschaum und Pressholz rund um die neuen Fenster heraus, der alte Metallrahmen mit Glas in der unteren Hälfte des Balkons war einfach nur von au‎ßen her mit Styropor und Verputz bedeckt worden. So dass Rigipsplatten hermussten, hinzu kamen ein neuer Beton-Unterboden und schlie‎ßlich Fliesen. All das brauchte Zeit.



    Nervtötend ist auch die fehlende oder unzureichende Recycling-Infrastruktur in Bukarest, wenn man z.B. alte Elektrogeräte oder Möbelstücke los werden will. Denn Sammelcenter oder Container gibt es nur wenige und immer nur am äu‎ßersten Stadtrand, und wenn man kein Auto hat, bleibt man einfach auf irgendwelchem Schrott sitzen. Also habe ich einfach einem Typen von der Müllabfuhr Geld zugesteckt, damit er die Säcke mit Bauabfall, etwas Elektroschrott und ein altes Möbelstück mitnimmt.



    So dass ich nach vier Wochen Baustelle in meiner Wohnung mit den Nerven am Ende war und nur 12 Tage Urlaub machte, ein Urlaub, der mir auch nicht so richtig bekam, weil es in diesem Jahr Ende August und Anfang September ungewöhnlich warm an der Schwarzmeerküste war und ich mir gleich in den ersten Tagen einen Sonnenstich holte. Ich wäre besser beraten gewesen, in die Berge zu fahren.



    So, genug des Klagens, bevor es zu Hörerzuschriften geht, habe ich eine wichtige Ankündigung. Mehrere Hörer haben seit Anfang September beklagt, dass über die Frequenzen 7355 kHz und 9570 kHz nichts läuft. Am Anfang waren wir auch ratlos, inzwischen haben wir aber Feedback von Radiocom, dem Betreiber unserer Kurzwellensender, erhalten. Aufgrund eines defekten Teils der Sendeanlagen ist einer unserer Sender in der Ortschaft Ţigăneşti bei Bukarest komplett ausgefallen. Das betrifft genau die beiden Frequenzen (7355 und 9570 kHz) sowie womöglich manchmal auch die DRM-Ausstrahlung. Die defekte Teilanlage ist sehr teuer und wird nur auf Bestellung geliefert, hei‎ßt es in der Mitteilung von Radiocom, daher wird der Ausfall der beiden Frequenzen mindestens noch bis Ende September dauern. Die Morgensendung können Sie daher nach wie vor auf 9700 kHz hören, die Nachmittagssendung vorerst nur noch auf 9600 kHz und die Abendsendung könnte komplett ausfallen, wenn auch die DRM-Ausstrahlung gestört ist. Wir bitten um Verständnis.



    Au‎ßerdem gab es Ende August eine Nachricht, laut der die Kurzwellensendungen von RRI aus finanziellen Gründen komplett eingestellt werden sollen. Eine entsprechend besorgte Anfrage erhielten wir von mehreren Hörern, darunter von Harald Süss, dem Vorsitzenden des österreichischen DXer-Klubs ADXB. Die Nachricht kann ich bestätigen, allerdings ist die Gefahr vorerst gebannt. Es hat einen solchen Vorsto‎ß seitens unseres Intendanten gegeben, der sich auch in Vergangenheit in Interviews oder Stellungnahmen nicht gerade wohlwollend gegenüber RRI geäu‎ßert hat. Den Vorschlag, die Kurz- und Mittelwellensendungen wegen finanzieller Knappheit einzustellen, hat der Verwaltungsrat des Hörfunks Anfang September abgelehnt; zugleich hat er das Leitungsgremium und den Intendanten aufgefordert, die notwendigen finanziellen Mittel durch Sparma‎ßnahmen in anderen Bereichen zu sichern bzw. alternative Finanzierungsquellen aufzufinden. Auch mehrere Gewerkschaften und Journalistenverbände haben den Vorsto‎ß kritisiert. Also vorerst geht die Ausstrahlung unserer Programme auf Kurzwelle weiter, wenn auch momentan die Frequenzen wegen des vorhin erwähnten technischen Problems eingeschränkt sind. Wir danken Ihnen auf jeden Fall für die Anteilnahme und hoffen, auf Ihre Unterstützung zählen zu dürfen, wenn das Thema Einstellung der Kurzwelle wieder einmal aufgerollt werden sollte.



    Und jetzt zu Hörerzuschriften. Postbriefe bzw. Postkarten oder auch nur Empfangsberichte über die herkömmliche post erhielten wir von Michael Lindner, Erhard Lauber, Christoph Paustian, Marcel Gogolin und Stefan Gertheinrich (aus Deutschland) sowie von Günter Traunfellner aus Österreich. Das Verlesen von Auszügen muss ich auf ein nächstes Mal verschieben, denn ich bin diese Woche nicht dazu gekommen, die wichtigsten Mitteilungen abzutippen.



    E-Mails erhielten wir recht viele in den vergangenen neun Wochen. Einige Hörer hatten Ihren Urlaub bereits Ende Juni oder Anfang Juli hinter sich, so dass wir auch Ende Juli immer noch einen regen E-Mail-Empfang hatten. Allein mit Botschaften vom Juli könnte ich den heutigen Funkbriefkasten füllen, möchte aber auch den August anschneiden, daher nur ein paar Auszüge von den letzten Juli-Nachrichten.



    Lutz Winkler (aus Schmitten, Taunus) hatte bereits im Juni Urlaub an der Ostsee gehabt, der Juli war für ihn also wieder Alltag. Au‎ßerdem ist er begeistert von der diesjährigen QSL-Serie:



    An dieser Stelle herzlichen Dank für die Zusendungen der QSL-Karten für das Jahr 2019. Ein ganzer Stapel ist angekommen und ich bin begeistert. Schön, dass es bei RRI doch noch ein Herz für die QSL-Karten-Sammler gibt. Die Motive sind wunderschön und auf der Webseite gibt es noch eine Menge Informationen zu den Volkstrachten und dem Bauernschmuck aus dem Banat. Die diesjährige Serie aus Bukarest ist wieder eine Augenweide — ich freue mich jedes Mal und bin gespannt, wenn ich im Briefkasten eine Karte von RRI entdecke.




    Auch Helmut Matt (aus Herbolzheim, Breisgau) und seine Ehefrau Linda sind ganz begeistert von den farbenfrohen Trachten auf den QSL-Karten und berichteten kurz über ihren Urlaub:



    Seit Montag ist leider unser Sommerurlaub beendet und der Berufsalltag hat uns wieder. Wir hatten sehr schöne, ruhige Tage im heimischen Breisgau, dem südlichen Schwarzwald und den benachbarten französischen Vogesen verbracht: ausschlafen, täglich gemeinsames Frühstück, schöne Ausflüge und Wanderungen — man muss nicht immer verreisen, um sich von der Arbeit zu erholen. Zudem war unser altes Katerchen Samsi sehr krank und so war es gut, dass wir freie Zeit hatten, ihn zu pflegen. Es ging ihm nach einer Anästhesie in der Tierklinik sehr schlecht: Sechs Tage lang konnte er nichts mehr essen und hat sich ständig erbrochen. Eigentlich hatten wir nur noch wenig Hoffnung, dass er überlebt — aber manchmal gibt es eben auch bei Tieren Wunder. Mittlerweile hat er sich wieder gut erholt, wir sind optimistisch, dass er noch eine Weile bei uns bleiben wird.



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Matt, und wir freuen uns auch, dass es Samsi wieder gut geht.




    Oliver Fülla (aus Fachbach, Rheinland-Pfalz) hört uns immer noch regelmä‎ßig, auch wenn er nicht jedes Mal schreibt. Im Juli meldete er sich u.a. mit folgenden Zeilen:



    Die Nachricht, dass wieder QSL-Karten verschickt werden, hat mich dazu motiviert, wieder einmal einen Empfangsbericht zu schreiben. Ihre QSL-Karten sind nicht nur eine Anerkennung für die Zuhörer, sondern vermitteln durch die Motivauswahl auch immer ein Stückchen Ihres Landes, Ihrer Kultur und Ihrer Tradition. Es ist schön, dass der Redaktion dafür nun wieder Geld zur Verfügung gestellt wurde. Hoffentlich wird das auch in Bezug auf das Programm in deutscher Sprache noch lange so sein.




    Fritz Andorf (aus Meckenheim, NRW) meldete im Juli den Erhalt mehrerer QSL-Karten sowie schon damals den gelegentlichen Ausfall der Frequenz 7355 kHz. Im Zusammenhang mit den QSL-Motiven erkundigte sich Herr Andorf, ob und zu welchen Gelegenheiten diese prächtigen Kleidungsstücke heutzutage überhaupt noch getragen werden. Lieber Herr Andorf, nach meinem Wissen werden Volkstrachten — wenn überhaupt — nur noch zu feierlichen Anlässen oder zu wichtigen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern getragen, und zwar eher in Nordrumänien, also z.B. in der Marmarosch, als in Südrumänien. Und es sind vor allem ältere Leute, die noch Tracht anziehen, es sei denn, es sind jüngere Mitglieder von Folklore-Ensembles. Zu unserem Programm merkte Herr Andorf noch folgendes an:



    Die Nachrichten begannen mit dem Wimbledon-Sieg der Rumänin Simona Halep. Dazu auch von mir herzlichen Glückwunsch. Vielleicht bringen Sie gelegentlich einmal ein ausführliches Porträt von Simona, denn der Tennissieg einer Rumänin ist ja doch eher selten.



    In der Sonntagsstra‎ße“ wurde das Schokoladenmuseum in Bukarest vorgestellt, sicher eine sehr interessante Ausstellung. Das Konzept dieses Museums ähnelt sehr dem mir bekannten Schokoladenmuseum im nahen Köln. Auch hier wird über die Geschichte des Kakaos berichtet, und auch in Köln befindet sich ein Schokoladenbrunnen, in den die Besucher Waffeln hineintauchen können, welche dann mit flüssiger Schokolade überzogen sind. Ein Riesenspa‎ß vor allem für Kinder.




    Aus Deutschland geht es nun nach Dänemark. Hans-Verner Lollike, der im Rahmen unseres vorletzten Preisausschreibens eine Rumänien-Reise gewonnen hatte, gab uns kurzes Feedback:



    Liebe deutschsprachige Redaktion von RRI!



    Herzliche Grü‎ße aus Dänemark!



    Sonntag, der 30. Juni, war unser letzter Tag von den sehr erlebnisvollen 9 Tagen, die meine Frau Inge-Lise und ich in Rumänien verbracht haben. Wir waren sehr beeindruckt, dass wir auch ins Radiohaus eingeladen wurden und dort sogar ein Gespräch im Studio mit Răzvan Emilescu und Frau Vîjeu führten. Ich habe die Sendung dann auch in Englisch und Deutsch gehört. Denn hauptsächlich höre ich die Sendung in Englisch, aber ab und zu auch in Deutsch. Ich bin auf der Insel Falster geboren und aufgewachsen, und von dort sind es nur 30 km über die Ostsee bis Deutschland. Ich möchte mich hier nun auch bei Eurer Redaktion bedanken für gute Informationen über Rumänien.



    Ich grü‎ße Euch alle herzlich aus Dänemark!




    Und schlie‎ßlich meldete sich im Juli noch ein neuer Hörer mit italienischem Namen aus Deutschland im Internet-Formular. Folgendes schrieb uns Pascal Ciampi (aus Taufkirchen, Oberbayern):



    Ich habe heute zum ersten Mal Ihr Programm gehört und bin sehr angetan. Mir gefällt der Funkbriefkasten. Es ist schön, zu erfahren, wer noch so am Radio sitzt und RRI lauscht. Bitte behalten Sie Ihr Programm noch lange bei.




    Zeit noch für drei Auszüge aus E-Mails vom August. Heinrich Eusterbrock (aus Kaufbeuren, Allgäu) meldete sich mit Empfangsbeobachtungen und ebenfalls Freude über die neue QSL-Serie:



    Hallo, lieber Herr Georgescu,



    hier kommt mein zweiter Quartalsbericht für das laufende Jahr.


    Wenn Sie den im Anhang befindlichen Hörbericht durchsehen, dann wird Ihnen auffallen, dass der Empfang Ihrer Sendungen bei mir nur selten sehr gut war. Meistens war Fading zu verzeichnen, das mal leicht und mal stark ausfällt. Dazu kam oftmals noch Rauschen, wodurch der O-Wert dann gerne mal auf 3–4 oder gar 3 absank. Das ist natürlich kein Beinbruch, denn das bedeutet ja, dass noch alles zu verstehen war, aber es ist natürlich nicht so angenehm zum Zuhören. […]



    Aber nun zu den positiven Dingen: Mit Freude habe ich vernommen, dass Sie auch in diesem Jahr wieder QSL-Karten versenden. Die ersten drei der Serie sind auch schon bei mir eingetroffen. Ihre Postbearbeiterin hat mir den ersten Quartalsbericht bereits bestätigt. Der Brief kam vor einer knappen Woche an. Die Motive, in Rumänien getragene Trachten, gefallen mir sehr gut und meiner Frau auch. Sehr anschaulich.



    Und Carsten Fenske (aus Greifswald) berichtete u.a. ausführlich über seinen Motorrad-Urlaub in Polen:



    Liebe Freunde von Radio Rumänien International, Deutscher Dienst,



    nach dem ich nun seit gut vierzehn Tagen von meiner Motorradtour aus Polen zurück bin, möchte ich mich wieder bei Ihnen melden.



    Die Fahrt dauerte 33 Tage und natürlich war Radio Rumänien mein ständiger Begleiter. So verging auch diesmal kein einziger Tag, ohne Ihr Programm gehört zu haben. Meine zusätzliche Wurfantenne habe ich nicht benötigt. So, wie ich es in einer früheren Mail geschrieben hatte, gibt es nach wie vor Landstriche ohne Internet, wo dieses klassische Kurzwellen-Sendeverfahren ganz klar im Vorteil ist.



    Getrübt wurde die Freude jedoch auf meinem letzten Stopp, in der Nähe von Danzig, auf dem Campingplatz Tamowa, auf welchem es über Gebühr laut zuging und ich auf Kopfhörer ausweichen musste. Insgesamt habe ich auf meinen Touren die Feststellung gemacht, dass die Polen einen eher lauten Tourismus betreiben. Während der Deutsche Camper zwei Feinde kennt, die Regen und Besuch hei‎ßen, lassen es unsere polnischen Nachbarn richtig krachen. Da wird über Onkel und Tante, Oma und Opa alles herangekarrt, was irgendwie in ein Vorzelt oder Wohnwagen passt. Dementsprechend ist dann die Lautstärke. Auch die Ferienorte sind vollgestopft mit Rummel, Disco-Beats und vor allem Trödel-Läden mit Unmengen an Billigwaren aus China. Während mir das als kühler Norddeutscher eher egal ist, scheint man dort andere Geschmäcker zu haben. Aber es ist eben auch ein anderes Land und ich bin nur Gast. Trotzdem war es eine schöne und bis auf diese Ausnahme erholsame Tour.




    Und zum Schluss geht es noch schnell nach Berlin — mit Auszügen aus der E-Mail von Andreas Mücklich:



    Liebes Team in Bukarest,

    lieber Sorin,



    jetzt hat es doch wieder länger gedauert, um Euch zu schreiben, als ich es mir vorgenommen habe. Ich wollte mich ja eigentlich in kürzeren Abständen melden, aber so, wie es aussieht, war das wohl nur ein frommer Wunsch. Aber ich werde weiterhin versuchen, diesen Wunsch umzusetzen. Seit Mai habe ich eine neue Arbeitsstelle, wo es doch leider recht stressig zugeht. Ich bin noch dabei, mich einzuarbeiten und hoffe, dass ich bald nicht mehr so viele Überstunden machen muss wie in den ersten drei Monaten. Ich hatte jetzt zwei Wochen Urlaub und habe alles, was ich nicht machen konnte, in diese Zeit gelegt. Die erste Woche war für Unternehmungen in Berlin und Brandenburg reserviert und in der zweiten Woche kam dann das Radio bzw. die Kurzwelle dran. Es sollte ja gerecht zugehen. 🙂


    […]


    Die Sendungen von RRI sind immer wieder unterhaltsam und abwechslungsreich. Da ich mich auch für Geschichte interessiere, höre ich immer wieder gern die Sendung “Pro Memoria”. In der letzten Zeit hat mir die Sendung zu den Fälschungen von Urkunden im 19. Jahrhundert gefallen, um dem Wunsch nach der Erfüllung eines rumänischen Nationalstaates näherzukommen. Aber auch die Sendung über den Fotografen Emil Otto Hoppé hat natürlich mein Interesse gefunden. Ich bin schon sehr dankbar, dass die Redakteure bei RRI immer wieder neue interessante historische Themen finden, über die man berichten kann.



    Das war nun mein Lebenszeichen für dieses Mal und ich versuche, mich in einem kürzeren Abstand zu melden als davor.



    Viele Grü‎ße aus Berlin

    Euer Hörer Andreas Mücklich




    Liebe Freunde, Ihnen allen herzlichen Dank für die Hörertreue auch in den Sommermonaten und für das Feedback bzw. die Urlaubseindrücke.



    Eine komplette E-Mail-Liste der letzten neun Wochen würde den ohnehin schon überspannten zeitlichen Rahmen definitiv sprengen, daher verlese ich zum Schluss nur die Namen der Hörer, die uns seit dem 1. September bis vergangenen Freitagabend geschrieben haben: Paul Gager, Harald Süss und Josef Robl (A), Roland Ruckstuhl (CH), Anna, Bernd und Willi Seiser, Dieter Feltes, Carsten Fenske, Hansjörg Biener, Heinz Günter Hessenbruch, Ralf Urbanczyk, Peter Vaegler, Gerd Brüschke, Hans-Joachim Brustmann, Christian Terhorst, Michael Reiffenstein und Marco Hommel (D) sowie Siddhartha Bhattacharjee (IND), Jurij Aleksandrowitsch Timofejew (Kasachstan) und Sutomo Huang (Indonesien).




    Audiobeitrag hören:



  • Hörerpostsendung 14.7.2019

    Hörerpostsendung 14.7.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur letzten Hörerpostsendung vor der Sommerpause!



    Viele unserer Hörer sind offensichtlich im Urlaub, denn es erreichen uns Postkarten aus dem jeweiligen Urlaubsort. So etwa erhielten wir von Michael Lindner (der in Thüringen zu Hause ist) eine Postkarte aus Prag mit folgenden Worten:



    Bestimmt schon das 10. Mal hier, trotzdem immer wieder ein Erlebnis besonderer Art. Diese Stadt verdient den Namen Goldenes Prag“!



    Vielen Dank für die Postkarte mit der schönen Prager Burg und genie‎ßen Sie Ihren Urlaub, lieber Herr Lindner!



    Und auch von Carsten Fenske erhielten wir eine schöne Postkarte von der Ostsee im nördlichen Polen:



    Liebe Freunde von RRI,



    herzliche Urlaubsgrü‎ße aus dem sonnigen Łeba an der polnischen Ostseeküste!



    Bei hitzigen 32 Grad Celsius und Motorrad-Schutzbekleidung führte mich der Weg knapp 400 km von Greifswald hierher. Bei kühlem polnischem Bier höre ich Sie täglich um 18 Uhr UTC auf Kurzwelle. Der Empfang ist sehr gut.



    Durch Sie habe ich erfahren, dass man sich in der Republik Moldau parlamentarisch geeinigt hat. Eine gute Nachricht, wie ich finde.



    Mir und dem Motorrad geht es gut und ich verfolge weiterhin täglich Ihr Programm.



    Mit herzlichen Grü‎ßen


    Ihr Hörer Carsten Fenske



    Vielen Dank für die Post, lieber Herr Fenske; dass Sie uns auch im Urlaub einschalten, wissen wir zu schätzen. Wir wünschen Ihnen noch schöne Urlaubsage!



    Paul Gager aus Wien schickte uns in einem dicken Umschlag gleich mehrere Postkarten und Prospekte von seiner Bahnreise, die ihn unlängst nach Frankfurt am Main, Elsass-Lothringen, Dresden, Fürth und Nürnberg führte. Vielen Dank dafür und herzliche Grü‎ße!



    Von Ulrich Wicke (aus Felsberg, Hessen) erhielten wir vor wenigen Tagen per Post einen kurzen Kommentar zum aktuellen Postengeschacher an der Spitze der EU:



    Die EU-Präsidentschaft Rumäniens gehört der Vergangenheit an. Ab heute muss sich Finnland mit dieser undankbaren Aufgabe herumschlagen. Das derzeitige Gezerre um die Besetzung von Führungspositionen in der EU ist einfach nur beschämend und wird dem Vertrauen in die EU-Institutionen weiteren Schaden zufügen.



    Vielen Dank für Ihre Meinung und herzliche Grü‎ße nach Hessen!



    Die Nachricht, dass es auch dieses Jahr eine QSL-Serie aus dem Hause RRI gibt, hat viele Herzen höher schlagen lassen. So etwa schrieb uns Martina Pohl (aus Überlingen am Bodensee)



    Liebe Redaktion in Bukarest,



    dies war eine erfreuliche Nachricht, als im Funkbriefkasten zu hören war, dass in diesem Jahr doch noch QSL-Karten versendet werden. Ich habe mir sogleich die tolle QSL-Kartenserie im Internet angesehen.


    Ebenfalls im Internet gibt es einen ausführlichen Bericht und Fotos von der Sammlung der Volkstrachten von Marius Matei.

    (
    https://prinbanat.ro/de/die-ethnografische-sammlung-marius-matei/).



    Vielen Dank für den Link, liebe Frau Pohl. Auch wenn der Text im verlinkten Artikel nicht in einwandfreiem Deutsch ist, werde ich den Link in unserem QSL-Artikel einbauen, denn auf der von Ihnen entdeckten Webseite erfährt man interessante Sachen über die Entstehung der Kollektion und über die ausgestellten Exponate.



    Andere Hörer haben QSL-Karten bereits erhalten, was hei‎ßt, dass unsere Postfee in den letzten zwei Wochen recht zügig war. So etwa meldete sich Paul Gager (aus Wien) im Online-Feedback-Formular:



    Werte Redaktion!



    Herzlichen Dank für die schönen 5 QSL-Karten für meine Empfangsberichte vom Jänner-Feber-März-April-Mai 2019, die in meinem Briefkasten waren und über die ich mich sehr gefreut habe!



    Vielleicht hatte Georg Daniel Teutsch(1817-1893),Bischof von Siebenbürgen, dessen Gedenktag wir am Dienstag, den 2. Juli, laut Kalendarium der Wiener Zeitung feiern, mit seine Finger im Spiel? Dass das alles jetzt so schnell klappt. Wie auch immer. Herzlichen Dank nochmal und sonnige Grü‎ße!



    Paul Gager



    Und auch Wolfgang Waldl (ebenfalls aus Wien) bestätigte uns per Postbrief den Erhalt einiger QSL-Karten und gab uns auch Feedback zum Programm:



    Sehr geehrte Redaktion, lieber Herr Sorin,



    mit gro‎ßer Freude habe ich heute die wunderschönen QSL-Karten mit Frauenkleidern zu festlichen Anlässen aus der Sammlung Matei erhalten. Vielen herzlichen Dank!



    Auch die Briefmarken am Umschlag sind sehr schön. Ich vermute, dass es sich um zwei Schauspieler handelt: Sofia Ionescu-Ogrezeanu und Ion Cantacuzino. Vielleicht können Sie in einer der nächsten Sendungen Näheres über die beiden berichten.



    Nach wie vor kann ich Ihre Sendungen morgens, nachmittags und abends sehr gut empfangen. Der Beitrag über Vladimir Cosma hat mir sehr gefallen, da ich Le Bal“ noch gut in Erinnerung habe. Auch die Pfannkuchenrezepte waren interessant. Der rumänische Pavillon auf der Weltausstellung in Paris 1900 muss spektakulär gewesen sein.



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Waldl. Die Briefmarken auf dem Umschlag kenne ich zwar nicht, die beiden abgebildeten Persönlichkeiten sind allerdings keine Schauspieler, sondern Mediziner. Sofia Ionescu-Ogrezeanu (1920–2008) war eine rumänische Neurochirurgin und die erste Frau in Südosteuropa, die diesen Beruf ausübte. Ion Cantacuzino (1863–1934) war Arzt und Mikrobiologe sowie Begründer der experimentellen Immunologie und Pathologie in Rumänien.



    Wir bleiben in Wien, denn auch Gerald Kallinger, der ebenfalls in der österreichischen Hauptstadt zu Hause ist, freute sich über die QSL-Karten und hinterlie‎ß uns eine Botschaft im Internetformular:



    Es freut mich, dass es wieder QSL-Karten gibt. Damit wird von Euch bestätigt, dass die abgefassten Empfangsberichte auch ernst genommen werden. Der Empfang war wie so oft ganz ausgezeichnet und fast durchgehend exzellent! Nur ab und zu gab es leichtes Fading.



    Auch Ihnen vielen Dank für das Feedback und herzliche Grü‎ße nach Wien!



    Zurück zur E-Mail von Frau Martina Pohl aus Überlingen. Sie berichtete weiter über eine Sendereihe im deutschen Fernsehen, in der Siebenbürgen vorgestellt wurde:



    Diese Woche wurde im Fernsehen in der Sendereihe Wunderschön“ das geheimnisvolle Siebenbürgen vorgestellt. Das Dracula-Schloss in Bran durfte bei dieser Reise auch nicht fehlen. Dabei erzählte mir mein Mann, dass die Firma, in der er arbeitet, eine Niederlassung in Hermannstadt (Sibiu) hat. Dort werden derzeit Sensoren produziert, aber es soll künftig dort auch eine Entwicklung geben. Dafür wurden schon gro‎ße Flächen aufgekauft, damit dort in nächster Zukunft kräftig investiert werden kann. In Waldgebieten wurden Aufnahmen von Bären gezeigt. Heute dürfen diese Tiere auch nicht mehr privat gehalten werden. Als die Sprache darauf kam, unter welchen schlimmen Bedingungen die Bären ausharren mussten, habe ich erst einmal auf ein anderes Programm umgeschaltet. Dies möchte ich gar nicht hören.



    Dieselbe Sendung scheint auch Christoph Paustian (Häusern, Baden-Württemberg) gesehen zu haben, denn folgendes teilte er uns in einem Postbrief mit:



    Im WDR-Fernsehen gab es am 1.7.2019 eine Reportage über Siebenbürgen. Nicht nur das Schloss von Graf Dracula war zu sehen, sondern auch Hermannstadt, Schä‎ßburg, die berühmte Kirchenburg von Honigberg, aber auch das Dorf Viscri oder Deutsch-Wei‎ßkirch. Dort leben heute noch 420 Einwohner. In Sibiu wurde die berühmte Lügenbrücke gezeigt. Wie kam die Lügenbrücke zu ihrem Namen?



    … fragt uns zum Schluss Christoph Paustian.



    Ihnen beiden vielen Dank für den TV-Tipp, vielleicht werde ich eine Wiederholung sehen können. Die Lügenbrücke in Hermannstadt verbindet die sogenannte Obere Stadt mit der Unteren Stadt. Unweit davon befand sich auch der Stadtmarkt. Der Name dürfte von einer Verwechslung kommen, denn ursprünglich hie‎ß die Brücke Liegenbrücke“, womit die (1859 übrigens in Hessen hergestellte) gusseiserne Brücke bezeichnet wurde, die ohne Stützpfeiler auskommt. Offenbar klingen liegen“ und lügen“ im siebenbürgisch-sächsischen Dialekt sehr ähnlich, so dass aus der Liegenbrücke eine Lügenbrücke wurde, die von Legenden umwoben ist. Mehrere Sagen kursieren rund um die Lügenbrücke in Hermannstadt. Eine besagt, dass besonders junge Liebespaare auf der Brücke spazieren gingen, wobei sich Mädel und Burschen ewige Liebe und Treue schworen. Die Mädel sollen dabei ihre Jungfräulichkeit beteuert haben. Wenn man nach der Hochzeitsnacht feststellte, dass die Braut keine Jungfrau gewesen ist, zerrte man die Lügnerin“ auf die Brücke und warf sie hinunter. Klingt grausam und unzeitgemä‎ß, aber Legende ist eben Legende. Einer weiteren Legende zufolge soll die Brücke ein beliebter Treff für fesche Burschen von der örtlichen Militärakademie und junge Frauen aus Hermannstadt gewesen sein. Die jungen Soldaten versprachen den Mädchen das Blaue vom Himmel, verschwanden aber meistens nach Abschluss ihrer Ausbildung an der Akademie. Von daher Lügenbrücke“, denn dort verdrehten sie den Mädchen den Kopf. Und eine andere Sage bezieht sich auf den unweit gelegenen Markt am Kleinen Ring, der manchmal auch von unredlichen Händlern oder Gaunern bevölkert war. Stellte ein ehrbarer Bürger und Kunde fest, dass er schlechte Ware bekommen hatte oder hereingelegt worden war, so kam er am nächsten Tag voller Wut erneut auf den Marktplatz, schleifte den Betrüger auf die Brücke und schubste ihn zur Strafe für die Gaunerei hinunter.



    Die Zeit wäre schon fast um, da es aber die letzte Sendung vor der Sommerpause ist, werde ich heute etwas überziehen. Dieter Sommer (aus der Lutherstadt Eisleben) meldete sich per E-Mail:



    Hallo RRI,



    Heute möchte ich Ihnen wieder einen Empfangsbericht übermitteln mit der Bitte um eine QSL-Karte.



    Also Ihr Sender kommt hier immer mit super Empfangsstärke bei mir an. Auch die Programme sind immer umfangreich und informativ. Bitte machen Sie weiter so.



    Ich habe eine Frage, gibt es in Rumänien auch private Radiosender sowie TV-Stationen?



    Mit freundlichen Grü‎ßen


    Ihr Hörer Dieter Sommer



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Sommer. Ja, in Rumänien gibt es jede Menge privater Radio- und TV-Sender und das bereits seit den 1990er Jahren. Die ersten Sender wurden mit ausländischem Kapital gegründet, etwa aus den USA oder Frankreich, aber auch aus Deutschland. Später gründeten dann auch rumänische Tycoons ihre eigenen Medienimperien mit Zeitungen, Radio- und TV-Stationen, so dass heute alle möglichen Sparten bedient werden, einschlie‎ßlich Film- und Sportkanälen sowie Pay-TV. Problematisch wird es, wenn bestimmte Medienkonzerne eine gewisse politische Orientierung haben oder einem politischen Spektrum oder gar einem bestimmten Politiker nahe stehen. Dann muss man z.B. mehrere Nachrichtensender verfolgen, um nicht nur einen Teil des Geschehens serviert zu bekommen.



    Und schlie‎ßlich meldete sich auch Stefan Druschke (aus Kerpen, NRW) per E-Mail:



    Liebe Freunde vom deutschen Programm!



    Vielen lieben Dank für die Bestätigung meines letzten Empfangsberichts mit Ihrer schönen QSL-Karte. Ich habe mich wieder sehr darüber gefreut!



    Vor einigen Minuten habe ich wieder Ihre schöne Sendung verfolgen können und heute möchte ich mich dann auch wieder einmal schriftlich bei Ihnen melden.



    Die Sendungen von RRI höre ich nun schon ungefähr seit 40 Jahren, und sie gefallen mir immer noch sehr gut. Am meisten interessieren mich natürlich die Tagesnachrichten und auch Berichte über Kultur und Natur in Rumänien.



    Natürlich war früher einiges besser, was die Personalausstattung des Senders und auch die Gehälter und aktuelle QSL-Karten betrifft, aber damals waren die Zeiten ja auch ein wenig anders.



    Immerhin ist RRI ja noch dreimal täglich in deutscher Sprache auf Kurzwelle vertreten, zweimal sogar mit einer einstündigen Sendung. Viele andere Kurzwellenstationen haben ihr deutschsprachiges Programm ja inzwischen sogar ganz eingestellt. So hoffe ich denn, dass das deutschsprachige Programm aus Bukarest noch lange zu hören sein wird.



    Heute möchte ich Ihnen dann auch wieder einen Empfangsbericht über die heutige Sendung zukommen lassen, die ich vor einigen Minuten gehört habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir den Bericht wieder mit einer QSL-Karte bestätigen könnten, soweit vorhanden, und gern auch älter.



    Für heute möchte ich mich nun auch wieder verabschieden. Vielen Dank für die täglichen schönen Sendungen aus Bukarest und den guten Hörerservice!



    Mit freundlichen Grü‎ßen


    Stefan Druschke



    Vielen Dank für das Feedback und für die Hörertreue, lieber Herr Druschke, und selbstverständlich erhalten Sie eine QSL-Karte, sogar aus der neuen Serie, wie Sie schon erfahren haben.



    So, jetzt habe ich restlos überzogen — zum Schluss die Postliste. Herkömmliche Post erhielten wir von Michael Lindner, Eduard Alex, Ulrich Wicke, Christoph Paustian, Klaus Huber, Carsten Fenske (alle aus Deutschland) sowie von Wolfgang Waldl und Paul Gager (Österreich).



    E-Mails und Feedback im Online-Formular erhielten wir in den letzten zwei Wochen bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitagnachmittag von Josef Robl, Paul Gager und Gerald Kallinger (Österreich), Dmitrij Kutusow (Russland) sowie von Carsten Fenske, Helmut Matt, Martina Pohl, Heinz Günter Hessenbruch, Bernd Seiser, Dieter Sommer, Wolfgang Langer, Gerd Brüschke und Stefan Druschke (Deutschland).



    Bis Mitte September werden wir Wiederholungen des Funkbriefkastens an dieser Stelle ausstrahlen. Ich mache allerdings erst ab Mitte oder Ende August Urlaub, bis dahin steht Unterschiedliches bei mir an, unter anderem eine Renovierung meiner Wohnung. Die Wände müssen neugestrichen werden, Steckdosen und Lichtschalter möchte ich auch auswechseln und der Balkon müsste auch entrümpelt und nach der stümperhaften Wärmedämmung begradigt werden. Ich bin also in den kommenden Wochen noch da, lese zumindest die E-Mails an die Redaktion und beantworte sie bei Bedarf auch au‎ßerhalb des Funkbriefkastens.



    Ich sage an dieser Stelle Danke für die Zuschriften und wünsche Ihnen einen wunderschönen Sommer und tollen Urlaub, wann immer das jeweils der Fall sein wird. Tschüs, machen Sie’s gut!




    Audiobeitrag hören:



  • Hörerpostsendung 7.7.2019

    Hörerpostsendung 7.7.2019

    Unter den neulich eingegangen E-Mails war eine sehr interessante Mitteilung — ich sage das, weil unser Hörer Helmut Matt auch zu einem Thema Stellung nimmt, das für unsere technische Abteilung relevant ist: Der Empfang war recht gut“, schrieb Herr Matt aus Herbolzheim in Deutschland, besonders die abendliche DRM-Frequenz 6090 KHz kam immer mit kristallklarem digitalen Signal hier an. Sorin hatte kürzlich im Funkbriefkasten darum gebeten, auch mal zu testen, wie DRM bei der Morgensendung durchkommt. Leider habe ich dazu keine gute Nachrichten. Ein brauchbarer und stabiler DRM-Empfang war bisher morgens nicht möglich. Viel zu viele Aussetzer — leider!“, schlie‎ßt Herr Matt seine Bemerkungen technischer Natur ab.



    Mit einer lustigen Meldung fährt er fort: Am 10. Juni gab es im Funkjournal eine Überraschung: Nach dem interessanten Bericht über die Lage in der benachbarten Moldaurepublik kam ein weiterer Bericht, von dem ich aber nichts verstanden habe, weil die Sendesprache nicht Deutsch war. Ich denke, es war ein Beitrag der rumänischen Kollegen, der da versehentlich eingeblendet war. Mich hat das nicht gestört, sondern eher amüsiert. Zeigt es doch, dass wir alle nicht perfekt sind“, meint Herr Matt.



    Vorab — sorry für den Fehler! Als Radiomensch, der in den neunziger Jahren noch mit Tonbändern gearbeitet hat, kann ich andererseits nur bestätigen — wir sind nicht perfekt und die digitale Welt, wo Dateien beim Verschieben aus einer gro‎ßen Datenbank in eine Playlist leicht zu verwechseln sind, werden wir es wohl auch nicht mehr werden. Aus der Reihe Pleiten, Pech & Pannen werden wir also wahrscheinlich noch berichten müssen — leider.



    Herr Matt war in seiner E-Mail über — wie er sagte — eine sehr positive Nachricht begeistert, über die sich besonders die DXer freuen werden, gab es am vergangenen Sonntag im Funkbriefkasten. Gro‎ßartig ist es, dass nun doch ein Budget für QSL-Karten genehmigt worden ist. Es ist doch schön zu wissen, dass die Verantwortlichen bei RRI letztlich doch gezeigt haben, dass sie ein gro‎ßes Herz für die Radio-Hobbyfreunde haben. Bravo! Ich freue mich, ebenso wie all die anderen QSL-Fans, schon jetzt auf die Post aus Bukarest. Vielen Dank an alle, die sich für die Budgetfreigabe eingesetzt haben“, schlie‎ßt Herr Matt.



    Seine Mitteilung beantwortet zugleich auch die Frage unseres Hörers Josef Robl, in Maria Alm in Österreich: Er wollte wissen, ob es keine QSL Karten mehr gibt und sagte, dass das wirklich schade wäre“.



    Also — falls jemand die letzte Hörerpostsendung verpasst hat, wiederhole ich gerne die Aussage meines Kollegen Sorin vom letzten Sonntag: Das Budget für das Verlegen der diesjährigen QSL-Serie ist uns endlich bewilligt worden, die Karten sind schon gedruckt und versandbereit. Und sie können auch auf unserer Webseite im entsprechenden Abschnitt betrachtet werden. Bei der QSL-Serie 2019 handelt es sich um historische Volkstrachten und Bauernschmuck aus dem Banat, und zwar sind überwiegend bäuerliche Frauen- und Männertrachten abgebildet sowie silberne Haarnadeln und Halsketten aus Silbermünzen auf den letzten drei Karten. Au‎ßerdem gibt es dieses Jahr sozusagen als Bonus noch eine 13. Sonder-QSL-Karte, auf der ein Stirnreif und eine kleine Schatulle zu sehen sind. Die abgebildeten Exponate stammen aus der ethnographischen Kollektion von Marius Matei, die insgesamt über 1000 Originalstücke umfasst und ständig erweitert wird.“



    Soweit Sorin am letzten Sonntag — kurzum: Es gibt wieder QSL-Karten.




    Eine ebenso nette E-Mail erreichte uns von Herrn Carsten Fenske, der nicht nur Radio-, sondern auch Motorradfan ist und in dieser Eigenschaft in Polen unterwegs ist:



    Nachdem ich Sie vom 18.06. bis 26.06. im polnischen Ostseebad Leba sehr gut auf KW 9570 KHz empfangen konnte, höre ich Sie täglich nunmehr weiterhin im nordöstlichsten Teil Polens, im Örtchen Piaski. Dieses befindet sich drei Kilometer vor der russischen Grenze. Diese kann man anlaufen und auch einen Blick über den Grenzzaun werfen. Auch dort sind die Bäume grün und das Ostseewasser plätschert an den Strand. Schade nur, dass es keine Verkehrsverbindung gibt. Gerade touristisch wäre das für Russland sicher ein Gewinn und wir könnten uns über diese symbolische Brücke sicherlich auch wieder näher kommen. Ich würde das sehr begrü‎ßen. Leider wird in der westlichen Welt gerne mal vergessen“, dass es die Rote Armee und die sowjetischen Völker waren, die uns vom Joch des Faschismus befreiten. Sie trugen mit über achtzehn Millionen Toten die Hauptlast des zweiten Weltkrieges. Bei allen Differenzen, die es sicherlich gibt. Ich werde das niemals vergessen und bin ihnen daher für immer verbunden.



    Am 04. Juli werde ich wieder auf das Motorrad steigen und mein neues Quartier in der Nähe von Rastenburg aufschlagen. Dort befand sich ja Adolf Hitlers Wolfsschanze“. Deren Überreste habe ich mir im letzten Jahr angeschaut. Leider haben die Betreiber der Gedenkstätte, es ist meines Wissens nach ein Verein, eine etwas merkwürdige Auffassung zur Aufarbeitung der Geschichte. Was möchte man vermitteln, wenn ich mir dort ein T-Shirt mit der Aufschrift WOLFSSCHANZE kaufen kann? Ich denke, das ist keine gute Idee. Nun, wie auch immer…



    Auch dort werde ich täglich weiter Radio Rumänien hören und mich an Land und Leuten erfreuen. Hoffen wir mal, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind, denn bei der Fahrt hierher zeigte mein Motorradthermometer zeitweise 42°C an, was mit Schutzbekleidung und Helm doch grenzwertig war. Glücklicherweise gibt es in Polen ein gutes Mittel um sich abzukühlen. Es hei‎ßt BIER.


    Mit diesem kleinen Augenzwinkern möchte ich meinen Brief beenden und verbleibe wie immer mit freundschaftlichen Grü‎ßen.




    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das ist, in Lederkluft und Helm auf dem glühenden Asphalt bei sengender Mittagssonne und über 40 Grad über die Landschaft zu düsen — mir reichen die 37 Grad im fehlenden Schatten in Bukarest. Aber die Lust auf einen kühlen Drink, wenn man am Abend eine wohlverdiente Pause einlegt, die ist umso mehr nachvollziehbar.




    Und jetzt will ich eine ältere Schuld loswerden. Sorin hatte mir einige Fragen von Frau Beate Hansen zugesteckt, die sich für Versicherungen, speziell Lebens- und Rentenversicherungen interessierte. Ich denke, der FBK ist ein guter Sendeplatz, um mal darauf einzugehen. Vor etwa zwei Wochen kamen von der Finanzaufsicht die Marktdaten für die Versicherungsbranche im ersten Quartal. Die Bruttoprämien sind gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,4% auf 2,7 Milliarden Lei gestiegen. Der Versicherungsmarkt aus Rumänien bleibt auf Sachversicherungen orientiert, die 79% der gesamten gebuchten Bruttoprämien ausmacht. Von 28 Versicherungsgesellschaften sind 15 nur im Sachversicherungsgeschäft und 7 nur in Lebensversicherungen tätig, 6 bedienen beide Märkte.



    Wer schlie‎ßt denn hier Lebensversicherungen ab, fragte sich Frau Hansen. Nun, sie sind auch hier wie in vielen Ländern beliebte Anlageinstrumente. Die Leute sind weniger an einer Versicherung interessiert, die das Sterberisiko absichert, sondern an langfristigen Lebensversicherungen, bei denen ihr Geld mit höheren Renditen angelegt wird, als die Banken Einlagezinsen zahlen. Heute werden Sparer abgestraft — die Bankzinsen sind niedriger als die Inflation, deshalb orientieren sich die Leute um. Das sieht man auch daran, dass die Lebensversicherungssparte auch etwas schneller gewachsen ist als das Sachversicherungsgeschäft. In der Praxis sieht das so aus, dass Kunden eine Paketlösung kaufen — sie sichern den Sterbefall ab, sie investieren Geld in Fonds und sie sichern drittens den Ausfall der Zahlungen ab — werden sie arbeitsunfähig, bekommen sie also zumindest das einbezahlte Geld zurück, wenn auch nur inflationsunbereinigt.



    Zweitens Altersvorsorge — es beruht auf drei Säulen. Die erste ist der öffentliche Rentenfonds, das klassische Umlagesystem oder Pay-as-you-go. Arbeitnehmer zahlen ein, das Geld wird sofort an die existierenden Rentner ausgezahlt. Die zweite Säule ist die sogenannte private Pflichtrentenversicherung. Hier hat jeder Teilnehmer ein eigenes Konto auf das er einzahlt — ob er will oder nicht. Das Geld auf diesen Einzelkonten wird dem Teilnehmer ausgezahlt, wenn er in Ruhestand geht.



    Die Vermögen der Versicherungsunternehmen aus dem System der privaten Pflichtrenten lagen am 30. April bei mehr als 52 Milliarden Lei, also etwa 11 Milliarden Euro. Das sind über 21% mehr als im Vorjahreszeitraum. Staatspapiere haben mit 30 Milliarden Lei bzw. 57,5% der Bilanzsumme den grö‎ßten Anteil am Vermögen. Auf Platz zwei kamen Aktien mit fast 10 Milliarden Lei oder 19%, auf den dritten Platz Bankeinlagen mit 4,75 Milliarden Lei oder leicht über 9%. Das System hat im Moment 7,32 Millionen Teilnehmer, allerdings wurden im Februar 2019 Beiträge für nur knapp 3,9 Millionen Teilnehmer kassiert. Die Beiträge von 3,75% vom Bruttoverdienst werden vom Arbeitgeber abgeführt.



    Letztendlich gibt es noch die freiwillige private Altersvorsorge, also die 3. Säule. Hier gibt es keine Beteiligungspflicht, aber es gibt Steuervergünstigungen, die Impulse setzen. An diesen freiwilligen Pensionsfonds waren am 31. Mai dieses Jahres annähernd 485 Tausend Beitragszahler beteiligt. Am 31. Mai 2019 verwalteten die Versicherungen ein Vermögen von über 2,2 Milliarden Lei, mehr als 400 Millionen Euro, was einer Steigerung von mehr als 18% gegenüber Mai 2018 entspricht. Auch diese Fonds setzen auf eine ähnlich konservative Strategie — den grö‎ßten Anteil an den Vermögenswerten hatten Staatspapiere mit 1,24 Milliarden Lei oder über 56%, an zweiter Stelle lagen Aktien mit knapp 490 Millionen Lei oder 22%, an dritter Stelle rangierten jedoch anders als in der 2. Säule Unternehmensanleihen mit rund 208 Millionen Lei oder fast 9,5% der Bilanzsumme.




    Das wars aber heute im FBK, wir haben Sie hoffentlich mit so viel Zahlen nicht gelangweilt. Am Ende hätte ich gerne noch die Postliste verlesen, aber unsere Lady of the Post hatte gerade dienstfrei. So, das wars von mir, nächste Woche ist Sorin wieder dran.



    Audiobeitrag hören:



  • Hörerpostsendung 30.6.2019

    Hörerpostsendung 30.6.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Heute soll zu Beginn von den QSL-Karten aus unserem Hause die Rede sein, denn es scheint, dass widersprüchliche Informationen im Umlauf sind. So etwa schrieb uns Heinrich Eusterbrock (aus Kaufbeuren, Schwaben) diese Woche per E-Mail:



    Hallo, lieber Herr Georgescu,



    nein, ich war nicht krank und ja, ich bin immer noch regelmä‎ßiger Hörer Ihrer Programme — ich war nur einfach schreibfaul.



    Als ich aber vor ein paar Tagen mal mein Posttagebuch durchsah, stellte ich fest, dass ich Ihrer Postbearbeiterin noch einen Dank schulde. Bereits Anfang März (!!!) kam die Antwort auf meinen letzten Hörbericht aus 2018 bei mir an. Über drei QSL-Karten für das vierte Quartal habe ich mich sehr gefreut. Damit habe ich alle 12 Monate des vergangenen Jahres bestätigt, den gesamten QSL-Jahrgang also in meiner Sammlung. Das war in den beiden Jahren davor leider nicht der Fall. Deshalb bestellen Sie Ihrer Bearbeiterin bitte viele Grü‎ße und lieben Dank von mir. Übrigens war auch noch ein Prospekt über die Stadt Alba Iulia dabei, den ich sehr interessant finde. Auch dafür besten Dank.



    Auch Radio HCJB Deutschland höre ich regelmä‎ßig, zumindest das Samstag und Sonntag ausgestrahlte Medienmagazin. Darin berichtet einmal pro Monat u.a. das Austrian DX Board (ADXB) Wissenswertes aus der internationalen Rundfunkszene. So auch am letzten Wochenende. In einer Meldung hie‎ß es, das RRI Hörberichte nur noch gegen Rückporto bestätigen würde. Weiterhin würde RRI derzeit nur elektronisch bestätigen, weil für gedruckte QSL-Karten bisher kein Geld genehmigt sei. Nun, letzteres ist ja bekannt, weil Sie es ja auch öfter schon erwähnt haben. Aber von elektronischen Bestätigungen, die ich übrigens befürworten würde, habe ich noch nichts gehört und von Bestätigungen gegen Antwortschein (IRC) auch nicht. Vielleicht können Sie uns Hörer aufklären, was stimmt.



    Ja, und weil ich nun aus den o.a. Gründen schon mal am Schreiben bin, habe ich auch noch den Hörbericht für das 1. Quartal dieses Jahres fertiggestellt und in den Anhang gesteckt. Der nächste Bericht kommt dann im Juli — wenn ich es schaffe.



    Damit wünsche ich Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen alles Gute und viel Freude bei der Produktion der immer wieder interessanten Programme.




    Und auch Fritz Andorf (aus Meckenheim, NRW) schrieb uns gleich nach dem letzten Funkbriefkasten u.a. zum Thema QSL-Karten:



    Heute wurde erwähnt, dass nicht mehr viel Post eingegangen ist. Nun, das kann am warmem Sommerwetter liegen, bei dem man sich nicht gerne an den Empfänger oder den PC setzt, oder langsam geht den Hörern die Geduld aus, weil sie keine Antwort mehr von der RRI in Form von QSL-Karten erhalten. Letztere spornen doch zumindest etwas an, sich regelmä‎ßig zu melden. So halten Ihnen nur noch langjährige Hörer die Treue, zu denen auch ich mich zähle. Allerdings gebe ich zu, dass auch bei mir die Lust langsam nachlässt.




    Nun, liebe Freunde, heute kann ich allen QSL-Sammlern unter unseren Hörern endlich eine erfreuliche Nachricht überbringen: Das Budget für das Verlegen der diesjährigen QSL-Serie ist uns endlich bewilligt worden, die Karten sind schon gedruckt und versandbereit. Und sie können auch auf unserer Webseite im entsprechenden Abschnitt betrachtet werden. Bei der QSL-Serie 2019 handelt es sich um historische Volkstrachten und Bauernschmuck aus dem Banat, und zwar sind überwiegend bäuerliche Frauen- und Männertrachten abgebildet sowie silberne Haarnadeln und Halsketten aus Silbermünzen auf den letzten drei Karten. Au‎ßerdem gibt es dieses Jahr sozusagen als Bonus noch eine 13. Sonder-QSL-Karte, auf der ein Stirnreif und eine kleine Schatulle zu sehen sind. Die abgebildeten Exponate stammen aus der ethnographischen Kollektion von Marius Matei, die insgesamt über 1000 Exponate umfasst und ständig erweitert wird. Somit dürfen Sie in den kommenden Wochen mit der Zusendung der QSL-Karten für die erste Jahreshälfte rechnen, allerdings kann es etwas dauern, denn Sie wissen, dass wir seit Jahren nur noch eine einzige Mitarbeiterin in der Postbearbeitungsstelle haben, und zwischendurch dürfte sie auch mal Urlaub machen.



    Und jetzt möchte ich auch Herrn Eusterbrock aufklären: Ich habe keine Ahnung, woher das ADXB seine Informationen bezieht, aber IRC-Scheine haben wir äu‎ßerst selten verwendet und auch Rückporto in jeglicher Form haben wir nie ausdrücklich von unseren Hörern verlangt. Das hat einen einfachen Grund: Antwortscheine werden hierzulande kaum benutzt, nach Wissen unserer Postbearbeiterin gibt es ein einziges Postamt in Bukarest, welche sie akzeptiert, folglich wäre der Aufwand höher als der Nutzen, denn nur wenige Hörer schicken uns hin und wieder IRC. Und elektronische QSL haben wir auch nie verschickt, das könnte sich aber in Zukunft ändern, wenn irgendwann einmal die Herstellung von QSL-Karten endgültig eingestellt wird. Bis dahin dürfen wir uns alle freuen, dass es auch dieses Jahr noch geklappt hat.




    Ich habe hier mehrmals darüber berichtet, dass trotz der totgesagten Kurzwelle uns hin und wieder neue Hörer schreiben, die sich tatsächlich durch unsere Programme über Land und Leute informieren möchten. Aus praktischen Gründen, wie die folgende E-Mail bestätigt, die wir aus Schweden bekommen haben:



    Liebe Redaktion,



    mein Name ist Bodo Edthofer.



    Ich bin in Deutschland geboren, aber seit 2008 lebe ich mit meiner Familie in Schweden. Seit einigen Monaten höre ich täglich ihre Sendungen in deutscher Sprache, um mich über Ihr Land zu informieren.



    Schlie‎ßlich werden ich und meine Frau im August zum ersten Mal nach Rumänien reisen. Unsere Reiseroute beginnt in der Maramuresch, dann fahren wir in die Bukowina, um dort die bemalten Klöster zu besichtigen. Weiter geht es in den Süden zu den Schlammvulkanen von Berca, bevor wir die Karpaten über den Transfăgărăşan überqueren, um uns die schöne Stadt Sighişoara anzuschauen. Wir werden viele Kirchenburgen von Siebenbürgen besichtigen, bevor wir dann den Transalpina-Pass hinauffahren. Ich möchte auch erwähnen, dass wir uns am Ende der Rundreise das Schloss Corvin in Hunedoara und die Burg von Deva anschauen werden.



    Wir freuen uns auf diese Autoreise, die ich seit Monaten geplant habe. Es ist schlie‎ßlich nicht so leicht, die Etappen richtig zu wählen und dann auch noch eine Unterkunft zu finden. Aber nun ist die Reiseplanung abgeschlossen, und wir können es kaum erwarten, von unserer neuen Heimat Schweden in Ihr Land zu kommen.



    Wir möchten uns recht herzlich bei allen Mitarbeitern der deutschen Redaktion von RRI für ihre Arbeit bedanken und hoffen, dass Sie uns auch weiterhin so gut informieren und unterhalten werden.



    Liebe Grü‎ße aus Schweden senden Ihnen


    Bodo und Barbara Edthofer




    Liebe Familie Edthofer, vielen Dank für das Feedback und wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Aufenthalt in Rumänien!




    Und nun zu weiteren Eindrücken unserer Hörer, und zwar geht es um Fu‎ßball. Unser bereits erwähnte Stammhörer Fritz Andorf schrieb uns vor einer Woche, also als das Viertelfinale und Halbfinale der U21 noch nicht ausgetragen worden waren, folgendes:



    Zurzeit hält mich auch der Fu‎ßball etwas im Bann, also die Weltmeisterschaft der Frauen und die Europameisterschaft der U21. In beiden Turnieren mischt Deutschland noch kräftig mit, und alle Spiele werden im Fernsehen übertragen. Während Rumänien sich bei U21 gut geschlagen hat, sogar Gruppenerster in der Vorrunde ist, heute Abend aber noch das schwere Spiel gegen Frankreich absolvieren muss, ist Rumänien aber wohl beim Frauenfu‎ßball nicht vertreten. Ist dieser Sport nicht so beliebt oder sind die Rumäninnen vorher ausgeschieden?



    Vielen Dank für das Interesse, lieber Herr Andorf. Wie beliebt hierzulande Fu‎ßball unter Frauen oder auch der Frauenfu‎ßball ist, kann ich nicht beurteilen, da ich mich selber generell nicht sonderlich für diese Sportart interessiere. Ich schaue — wenn überhaupt — nur Länderspiele, und auch das nicht immer. Was die Frauennationalmannschaft Rumäniens anbelangt, liegen Sie mit Ihrer Vermutung richtig: Zwar ist die rumänische Frauenauswahl die stärkste südosteuropäische Mannschaft, konnte sich aber bisher nicht für ein gro‎ßes Turnier qualifizieren. Die bisher beste Leistung erzielte sie in der Qualifikation zur EM 2017. Damals traf das rumänische Frauenteam auf Frankreich, die Ukraine, Griechenland und Albanien und belegte den zweiten Platz. In der FIFA-Weltrangliste belegen Rumäniens Fu‎ßballerinnen Platz 36.



    Und nach dem fulminanten Halbfinale der FIFA-U21 vom vergangenen Donnerstag meldete sich auch Bernd Seiser aus Ottenau in Baden-Württemberg:



    Lieber Sorin,



    sehr beeindruckt war ich von der Leistung der rumänischen U21-Nationalelf beim Turnier in Italien / San Marino.



    Nach dem 2:1-Halbzeitergebnis im Halbfinalspiel gegen Deutschland rechnete ich schon mit dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf, die dann aber doch noch 4:2 gewonnen hat.



    Die rote Karte für den rumänischen Spieler fand ich etwas zu hart, hätte Gelb nicht auch gereicht?



    Wie wurde das Spiel, die Elfmeterentscheidungen und der Platzverweis in den rumänischen Medien kommentiert?



    Gerne möchte ich an dieser Stelle im nächsten Funkbriefkasten auch alle Fu‎ßballfreunde des RTI-Hörerklubs Ottenau freundlich grü‎ßen, falls dazu noch Sendezeit bleibt.



    Ein erholsames Wochenende wünscht Dir



    Bernd




    Lieber Bernd, vielen Dank für Deine Zeilen, und den Grü‎ßen an die Fu‎ßballfreunde des RTI-Hörerklubs schlie‎ßen wir uns an. Ich habe das Spiel leider nicht gesehen, weil ich am Donnerstag nach der Arbeit eine dringende Privatangelegenheit erledigen musste. Aber ich habe nachher gelesen oder von Freunden gehört, dass sich die Rumänen tapfer geschlagen haben und dass das Spiel insgesamt sehr fair war. Auch habe ich in deutschen Medien gelesen, dass sich das deutsche Team nach dem Sieg zu aller erst bei den rumänischen Spielern bedankt und auch der rumänischen Fankurve eine Reverenz erwiesen habe. Denn die rumänischen Fans waren deutlich in der Überzahl im Stadion, was auch nicht verwunderlich ist, da knapp 1,2 Mio. Rumänen in Italien leben. Und sie haben sich auch fair verhalten, beispielsweise haben sie anfängliche Pfiffe einzelner Hitzköpfe gegen die deutsche Nationalhymne durch Applaus übertönt. Das nenne ich Sportgeist und Fairness vom Feinsten. Die rumänischen Medien habe ich nicht durchblättert, ich bin aber überzeugt, dass das Spiel reichlich kommentiert wurde, denn hierzulande haben wir mindestens ein halbes Dutzend Sportsender und ebensoviele Sportblätter im Angebot; allein ein privater Medienkonzern betreibt nicht weniger als vier Sportsender, auf denen rund um die Uhr Events aus unterschiedlichen Sportarten übertragen werden. Herzliche Grü‎ße nach Ottenau und auch Dir ein schönes Wochenende, lieber Bernd!




    Damit Zeit für die Postliste. Postbriefe mit Empfangsberichten sowie auch schon Urlaubsgrü‎ßen und Ansichtskarten erhielten wir von Michael Brawanski, Jens Adolph, Christoph Paustian, Erhard Lauber, Martina Pohl, Klaus Huber, Lutz Winkler, Peter Möller (alle aus Deutschland) sowie von Harald Süss (aus Österreich, mit gleich mehreren Empfangsberichten, darunter einen vom Oktober vergangenen Jahres) und Paul Gager (aus Wien, der uns einen Empfangsbericht von seiner Bahnreise schickte, die ihn von Elsass-Lothringen bis nach Paris führte). Und auch einen zweiten Brief mit mehreren Postkarten und Zeitungsausschnitten erhielten wir von unserem umtriebigen Hörer Paul Gager, der diesmal die Pfingstfeiertage nutzte, um mit dem ICE ins benachbarte Deutschland zu fahren und sich das hochinteressante Rundfunkmuseum im bayerischen Fürth anzusehen.



    E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich Freitag von Petra Kugler, Fritz Andorf, Heinrich Eusterbrock und Bernd Seiser (D) sowie Bodo Edthofer (SE). Das Feedback-Formular auf unserer Webseite nutzte Paul Gager aus Wien, um uns über eine Werbekampagne für Rumänienreisen zu informieren, die gerade in den Wiener Öffis über die sogenannten Infoscreens stattfindet.



    Nächste Woche bin ich nicht da, werde aber von einem Kollegen oder einer Kollegin an dieser Stelle vertreten, und übernächsten Sonntag ist dann der letzte Funkbriefkasten vor der Sommerpause dran, in dem ich ein paar Hörerfragen beantworten werde.



    Bis dahin: Machen Sie’s gut, tschüs und einen angenehmen Sonntag noch!




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 23.6.2019

    Hörerpostsendung 23.6.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Da wir diese Woche nicht besonders viel Post bekommen haben, möchte ich mit einem Hinweis auf eine Kulturveranstaltungen beginnen. Vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Osteuropas (IKGS) an der LMU München haben wir eine Nachricht über eine Lesung und ein Gespräch mit der rumänischen Schriftstellerin Ana Blandiana erhalten. Unter den Stichworten Geschlossene Kirchen“ findet die Veranstaltung am 2. Juli 2019 um 20 Uhr im Lyrik Kabinett (Amalienstra‎ße 83a) in München statt. Die Moderation übernimmt Michael Krüger, für die Übersetzungen und die Lesung in deutscher Sprache zeichnet Katharina Kilzer. Im Pressetext wird die Veranstaltung mit folgenden Worten beworben:



    Als Zeugin der Welt, die sie bewohnt, ist Ana Blandiana (1942 in Temeswar/Timișoara geboren) fest davon überzeugt, dass Poesie Erfahrungen wiedergeben kann, indem sie eine Folge von Visionen evoziert. Wer ihr beim Rezitieren ihrer Gedichte zuhört, so ein Kritiker über sie, erlebt einen mystischen Moment, in dem Poesie trotz mancher Sprachbarrieren unmittelbar kommuniziert. Für ihr Werk wurde Blandiana vielfach ausgezeichnet (u. a. Europäische Dichterin des Friedens 2016, Griffin Poetry-Prize 2018).



    Maria Herlo, Katharina Kilzer und Horst Samson, die drei Übersetzer von Blandianas jüngstem deutschem Gedichtband Geschlossene Kirchen“, der auch die rumänischen Originale enthält, haben überwiegend Texte aus zwei nach 2010 erschienenen Büchern ausgewählt und sie um einige frühere Gedichte ergänzt, die vor 1989 und nach der Revolution publiziert wurden. Die Auswahl führt exemplarisch durch Blandianas visionäre Räume, die oft mit der Vergangenheit konfrontieren und die individuelle Freiheit erkunden. Katarina Kilzer ist Mitarbeiterin der politischen Redaktion der FAZ und schon in mehreren Büchern als Übersetzerin von Ana Blandiana hervorgetreten. Michael Krüger, selbst Autor von Gedichten, Erzählprosa und Essays sowie Kuratoriumsmitglied der Stiftung Lyrik Kabinett, spricht mit der Dichterin über ihr Werk.



    Der Eintritt kostet 6€ bzw. 8€, für Mitglieder des Instituts ist der Eintritt frei, für alle Interessenten ist die Platzwahl frei. Und als kleine Kostprobe ist in der Pressemitteilung auch ein Gedicht von Ana Blandiana enthalten, das ich Ihnen gerne vorlese:




    FLUSS MIT EINEM EINZIGEN UFER



    Der Tod, an dessen Ufer ich bin,


    ist nur ein Moment der Unterbrechung,


    damit du dich entscheidest…


    mit den Fü‎ßen ins eiskalte Wasser zu gehen


    und frierend auf rutschigen Steinen zu schreiten


    bis zum anderen Ufer.


    Ich fürchte nicht das Überqueren.


    Ich fürchte nur den Augenblick, wenn


    das verlassene Ufer stromabwärts entschwindet,


    als ob der Tod ein Fluss wäre,


    der nicht imstande sei,


    mehr als ein einziges Ufer zu haben.




    Und nun zu Hörerzuschriften. Von Paul Gager aus Wien erhielten wir eine Nachricht im Feedbackformular:



    Guten Morgen, werte Redaktion!



    Zu Fronleichnam am Donnerstag (Feiertag in Österreich) war ich mit der Stra‎ßenbahn in Richtung Zentralfriedhof unterwegs, um die Joggingstrecke im Friedhof mal zu testen, und da fiel mir in der Stra‎ßenbahn auf, dass auf den Wiener Linien-Bildschirmen ein kurzer Trailer-Film über die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten Bukarest“ gezeigt wird als Werbung. Zufällig fuhr die Bim gerade bei der rumänisch-orthodoxen Kirche in Simmering vorbei.



    Die Rumänisch-Orthodoxe Pfarrkirche Zur Heiligen Auferstehung“ ist eine Kirche im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering. Sie ist Sitz der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Wiens, rechtlicher Vertreter der Rumänisch-Orthodoxen Kirche — Patriarchat von Rumänien für Österreich — und gehört zu der in Nürnberg ansässigen Diözese für Zentral- und Mitteleuropa.



    Mit besten Wünschen zum Sommerbeginn


    Paul Gager



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Gager. Die rumänisch-orthodoxe Kirche in Simmering kenne ich nicht, sie ist laut der eigenen Webseite beginnend mit 2002 errichtet worden. Als ich Anfang der 1990er in Wien studiert habe, gab es nur eine rumänisch-orthodoxe Kapelle, die im Palais Dietrichstein in der Löwelstra‎ße im 1. Bezirk untergebracht ist. 1906 hat die rumänische Gemeinschaft in Wien diesen Raum erworben und 1907 wurde die dort eingerichtete Kapelle auch eingeweiht. Entlang der Zeit wurde sie mehrfach ausgeschmückt, ich kann mich noch vage erinnern, dass ich die intime Stimmung dort mochte. Seitdem es die neue Kirche gibt, werden Messen in der Kapelle nur noch samstags um 10 Uhr morgens zelebriert.



    Auch Ihnen herzliche Grü‎ße aus dem sommerlich hei‎ßen, aber immer wieder auch von Gewittern heimgesuchten Bukarest, lieber Herr Gager.



    Nach ca. zwei Monaten meldete sich unser Hörer Jörg-Clemens Hoffmann (aus Alsbach-Hähnlein, Hessen) mit mehreren Empfangsberichten und folgenden Zeilen per E-Mail:



    Liebe deutschsprachige Redaktion von Radio Rumänien International!



    Zum Beginn des Sommers sende ich herzliche Grü‎ße von der hessischen Bergstra‎ße.



    Es freut mich, Ihnen mitzuteilen, dass der Kurzwellenempfang von RRI weiterhin in ausgezeichneter Qualität möglich ist. Insbesondere die Abendsendung höre ich in Ortsenderqualität. So ist es eine Freude, die schönen Programme aus Bukarest einzuschalten. Besonders gerne höre ich neben den landesgeschichtlichen Beiträgen die Sendungen zum Tourismus.



    Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, Urlaub in Ihrem schönen Land zu machen. Aber wenn ich Radio-Tour“ höre, denke ich immer, dass ein Besuch sehr lohnenswert ist. Diesbezüglich würde es mich interessieren, in wie weit der Donauradweg bis zum Schwarzen Meer inzwischen ausgebaut und problemlos befahrbar ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige ambitionierte Radfahrer, die regelmä‎ßig Touren entlang der Donau unternehmen und auch gerne in Rumänien radeln würden. Vielleicht können Sie bei passender Gelegenheit über den Donauradweg in ihrem Land berichten. Das würde mich sehr interessieren.



    Soweit mein heutiges Schreiben mit den beigefügten Empfangsberichten.



    Ich grü‎ße Sie alle ganz herzlich und freue mich auf ein baldiges Wiederhören auf der analogen Kurzwelle.



    Ihr Hörer


    Jörg-Clemens Hoffmann




    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Hoffmann. Ich muss Sie leider enttäuschen, was Fahrradwege entlang der Donau anbelangt. Ich habe danach gegoogelt und auf einigen Blogs von Fahrradfreunden nur wenig Info dazu gefunden. Es hei‎ßt, richtige Fahrradpisten gibt es kaum, aber einige Wege seien auch für solide Bikes tauglich. Und es gibt einige Routen auch entlang der Schwarzmeerküste, und hier gibt es sogar einen Plan, die rumänische und bulgarische Schwarzmeerküste von Norden nach Süden über Fahrradwege zu verbinden. Ich befürchte aber, dass unsere bulgarischen Nachbarn wieder einmal flei‎ßiger waren, denn auf der rumänischen Seite hat sich in den letzten Jahren nicht besonders viel getan, wie ich sehen konnte. Herzliche Grü‎ße nach Hessen, lieber Herr Hoffmann!



    Und auch Carsten Fenske aus Greifswald meldete sich erneut per E-Mail:



    Liebe Freunde von RRI, deutscher Dienst,



    auch heute möchte ich mich wieder bei Ihnen melden.



    Zunächst vielen Dank, dass Sie sich am 16.06.2019 im Funkbriefkasten die Zeit genommen haben, um das Thema Finanzierung des Öffentlichen Rundfunks erneut zu beleuchten und auch meine kontroverse Ansicht zur Sprache brachten. Das ist nicht selbstverständlich und natürlich bin ich ganz auf Ihrer Seite, dass dies in komprimierter Form erfolgte, um das Sendeformat nicht zu beschädigen. Es ist also alles zum Besten bestellt.



    Gefreut habe ich mich über die Meldung Ihres Stammhörers Peter Vaegler und auch, dass Sie seinen Kontakt zu mir erwähnten. Wie der Zufall es wollte, haben wir uns heute, also nur einen Tag nach Ihrer Sendung bei ihm getroffen, was schon länger geplant war. Auch seine Aussage, dass wir uns über drei‎ßig Jahre kennen, kann ich bestätigen.



    Natürlich ging es beim Treffen auch um RRI. Ich soll das ganze Team und in besonderer Weise auch die Technik“, welche ja oft unerwähnt bleibt, ganz herzlich von ihm grü‎ßen. Wir haben die letzten fünfzig Jahre ausgewertet“ und sind zu dem Schluss gekommen, dass Sie auch weitere fünfzig Jahre auf Sendung bleiben sollen. Wir hoffen also, dass RRI, in der jetzigen Form, weiter Bestand haben wird. Da sind wir mal ganz egoistisch.



    Ich selbst trete morgen meine jährliche Motorradtour an, welche mich wieder für ganze vier Wochen durch Polen führen wird. Diesmal mit einer nagelneuen Maschine, von Yamaha, Modell XT 1200. Als Anhang mal drei Fotos von dem guten Stück.



    Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ich RRI täglich auf Kurzwelle empfangen werde. Ihre Sendungen sind ein fester Bestandteil meiner Tour und darauf freue ich mich. Sicher wird sich auch unterwegs die Möglichkeit bieten, sich mit Empfangsberichten bei Ihnen zu melden. Ein Tablett“ habe ich jedenfalls dabei.



    Damit melde ich mich in den Urlaub ab und verbleibe wie immer mit freundlichen Grü‎ßen



    Ihr Hörer Carsten Fenske



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Fenske. Herzliche Grü‎ße an Sie und Herrn Vaegler, und Ihnen einen spannenden Urlaub!



    Damit Zeit für die Postliste. Briefe hole ich mir nächste Woche aus der Ablage, E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitag von Beate Hansen, Anna, Bernd und Willi Seiser, Carsten Fenske und Jörg-Clemens Hoffmann (alle aus Deutschland). Unsere beiden Internetformulare nutzte Paul Gager aus Wien.




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 16.6.2019

    Hörerpostsendung 16.6.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Unser Hörer Werner Schubert (aus Grafing bei München) meldete sich diesmal per Post, wie er es hin und wieder tut. Der Brief ist auf Mitte Mai datiert, aber Sie wissen ja, dass es bei uns mit der Sortierung und Registrierung der Briefe etwas dauert, so dass mich Briefe manchmal erst Wochen später erreichen. Folgendes schrieb uns Herr Schubert:



    Hallo Sorin,



    aus meiner Urlaubswoche im Mai kommt mal wieder ein Empfangsbericht für RRI, es macht Spa‎ß, hier im Haus meines Bruders die Kurzwelle einzuschalten, weil es kaum Umgebungsstörungen gibt.



    Interessant war der Beitrag über die Personaldienstleister. Bei uns waren die früher als Sklaventreiber“ verrufen, aber durch den allgemeinen Personalmangel hat sich die Situation der Leiharbeiter zuletzt deutlich verbessert.



    Interessant ist ja, wer zum Arbeiten aus Rumänien nach Deutschland kommt. Zum einen hochqualifizierte Kräfte wie Ärzte oder Computerexperten, zum anderen unqualifizierte Hilfsarbeiter, die oft als Tagelöhner morgens an der Stra‎ße stehen und auf Arbeit warten. Gerade letztere könnte Rumänien durch entsprechende Qualifizierungsangebote im eigenen Land halten und dadurch den Fachkräftemangel ausgleichen. Aber das ist wahrscheinlich auch nicht so einfach zu machen…



    Für heute herzliche Grü‎ße aus Oberbayern


    Ihr Hörer


    Werner Schubert



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Schubert. Der Zufall will es, dass ich seit zwei Wochen nebenbei dabei bin, einen Artikel eines rumänischen Soziologen zu übersetzen, der sich mit Migration aus Rumänien in westeuropäische Länder auseinandersetzt. Der Artikel wird demnächst in der deutschen Zeitschrift Osteuropa“ erscheinen, die eine Ausgabe mit Schwerpunkt Rumänien plant. Der Artikel von Robert Santa hat den vorläufigen Arbeitstitel Rumänische Emigration nach 1989: soziale, politische und wirtschaftliche Folgen“, und ich werde Ihnen Bescheid sagen, wenn die Zeitschrift erscheint, falls Sie Interesse daran haben. Nur zum von Ihnen erwähnten Aspekt der Qualifikation rumänischer Migranten möchte ich ein paar Zeilen aus der Studie vorab zitieren:



    In der rumänischen Öffentlichkeit wird oft über das Bildungsniveau der rumänischen Migranten debattiert. Nach Angaben von Eurostat ist der Anteil der Menschen mit Hochschulabschluss unter den in andere EU-Staaten ausgewanderten Rumänen etwa gleich hoch wie der Anteil der Hochschulabsolventen unter den rumänischen Staatsbürgern mit ständigem Wohnsitz in Rumänien. Unter den rumänischen Staatsbürgern mit niedriger Ausbildung ist der Anteil derer, die mobil sind, höher als jener der Rumänen mit Hauptwohnsitz in Rumänien — der Unterschied beträgt dabei 10 Prozent. Insgesamt haben ca. ein Drittel der rumänischen Staatsbürger, die in anderen EU-Staaten leben, eine eher geringe Ausbildung. All diese Zahlen widersprechen dem in den rumänischen Medien verbreiteten Narrativ von einem Braindrain“ oder einer Massenauswanderung junger Experten. Zahlenmä‎ßig überwiegt die Migration der Menschen mit geringer Ausbildung. Allerdings hei‎ßt das nicht, dass es nicht auch Berufsgruppen gibt, die von einer Verdichtung der Migration betroffen sind. Die Zahl der im Ausland arbeitenden rumänischen Ärzte war beispielsweise bereits 2013 beinahe so hoch wie die Zahl der im Land verbliebenen Mediziner.“



    Herzliche Grü‎ße nach Bayern, lieber Herr Schubert!



    Aus dem Süden Deutschlands geht nun hoch in den Nordosten. Aus Stralsund meldete sich unlängst per E-Mail unser Stammhörer seit über 50 Jahren Peter Vaegler:



    Liebe Freunde in Bukarest,




    nun sind schon wieder einige Monate ins Land gegangen und ich möchte mich

    wieder einmal melden.



    Herr Carsten Fenske hat Ihnen in den letzten Wochen mehrmals geschrieben. Ich kenne ihn schon über 30 Jahre und er hat immer schon Rundfunkstationen gehört. Ich hatte ihn dann aufgefordert, doch auch einmal zu schreiben, damit die Sender auch ein Feedback haben. So habe ich verfolgen können, dass Sie schon mehrmals in der Hörerpostsendung auf seine Zuschriften eingegangen sind.




    Ich selber habe am 03. Juni Ihre Sendung verfolgt. Zuerst habe ich die 41-Meterband-Frequenz probiert, aber auf 9600 kHz war der Empfang wesentlich besser, so dass ich dann dort gehört habe. Sie haben sehr ausführlich über den Papstbesuch in Ihrem Land berichtet.


    Besonders interessant war für mich aber der Beitrag über die jiddische Sprache. Zu Beginn meines Hobbys, Mitte der 60er Jahre, haben mehrere Stationen Programme in jiddischer Sprache gehabt. ORTF-Paris habe ich damals zuerst mit einem jiddischen Programm gehört, obwohl damals schon auf Deutsch gesendet wurde, das wusste ich aber noch nicht. Auch Polskie Radio in Warschau und KOL Israel hatten jiddische Programme. Wenn ich jetzt die Hörfahrpläne so anschaue, kann ich keine Sendungen mehr in dieser Sprache finden.



    Am kommenden Wochenende werden meine Frau und ich einen Kurzaufenthalt in Ungarn machen. Ich hoffe, dann vielleicht noch in diesem Jahr auch mal nach Bukarest zu fliegen. Wäre dann ein Besuch in der deutschen Redaktion möglich?



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Vaegler. Selbstverständlich dürfen Sie uns in der Redaktion besuchen, allerdings müssen Sie uns rechtzeitig Bescheid geben, wann Sie nach Bukarest kommen, damit erstens auch jemand da ist in der Redaktion und damit wir zweitens uns auch Zeit für Sie nehmen. Wir sind nämlich nicht alle gleichzeitig da und müssen natürlich auch arbeiten, deshalb müssten wir eine für Sie wie für uns passende Zeit finden. Und Sie sollten auf jeden Fall Ihren Reisepass oder einen gültigen Lichtbildausweis dabei haben, um Einlass ins Rundfunkgebäude zu bekommen. Aber das alles können wir ruhig per E-Mail regeln, wenn es so weit ist.



    Übrigens hat auch RRI Sendungen in jiddischer Sprache ausgestrahlt, das war in den 1960er und 70er Jahren und das Zielgebiet war nicht Israel, wie man vermutet hätte, denn viele rumänische Juden lebten damals schon in Israel, sondern Nordamerika. Ich habe keine Erklärung dafür, warum RRI auf jiddisch für Nordamerika sendete, es ist aber bekannt, dass die grö‎ßten jiddischsprachigen Gemeinschaften nach wie vor in den USA und Kanada leben. In der Nostalgieecke auf unserer Webseite ist ein Sendeplan von 1972 abgebildet, aus dem hervorgeht, dass RRI täglich eine halbe Stunde in Jiddisch sendete.



    Und da Sie Ihren Hobbykollegen Carsten Fenske erwähnten, so dürfen wir ihn mittlerweile zu unseren Stammhörern zählen, denn er schrieb uns erneut. In seiner letzten E-Mail nahm er ausführlich Bezug auf meine Ausführungen zum Thema Rundfunkbeitrag und öffentlich-rechtliche Medien, die ich im letzten Funkbriefkasten im Zusammenhang mit einer Frage von Beate Hansen brachte. Herr Fenske geht ziemlich hart ins Gericht mit den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland und kritisiert auch ranghohe Vertreter derselben in diversen Gremien. Hier ein paar Auszüge, wobei ich die personenbezogenen Zeilen mal auslasse, da sie mit unserem Sender wenig zu tun haben und ich möglicherweise das Recht auf Gegendarstellung einräumen müsste, was wirklich zu weit führen würde. Gegen Kritik generell — auch an den Öffentlich-Rechtlichen — ist aber sicherlich nichts einzuwenden. Folgendes schrieb uns Herr Fenske:



    Geradezu eine Gänsehaut bekam ich beim Abhören des Funkbriefkastens vom 09. Juni. Sie skizzierten ein offenes Bild über die Parteien Rumäniens. So etwas kenne ich von unseren Öffentlichen“ eher nicht, zum anderen schilderten Sie die Sichtweise zur Finanzierung IHRES Rundfunks durch Steuern.



    Lassen Sie mich Ihnen dazu MEINE Sichtweise mitteilen. Wie ich ja schon einmal schrieb, ist es mit meinem Verhältnis zu den Öffentlichen“ in Deutschland nicht zum Besten bestellt, um dies einmal freundlich zu formulieren. Hierzulande finden sich abgehalfterte Politiker, aber auch aktive in allen nur denkbaren Gremien, Rundfunkaufsichtsträten, Vorständen usw. wieder.



    Da die Rundfunklandschaft in unserer Republik Ländersache ist, kocht auch jedes Bundesland noch sein eigenes Süppchen, mit Posten und Pöstchen, Prämien, Privilegien und eigenen Landesrundfunkstaatsverträgen. Es würde zu weit führen, dies hier alles erläutern zu wollen, und soll auch nicht Gegenstand Ihrer Sendungen sein.



    Gestatten Sie mir jedoch noch zwei Aussagen:



    1. In Deutschland lassen die Öffentlichen“ Konten von Bürgern pfänden, Autos stilllegen. Sie bedrohen Mütter mit Kindesentzug und sperren Menschen in Beugehaft, welche den erpressten Rundfunkbeitrag nicht zahlen oder einfach ein anderes Lebensmodell haben, in welchem es kein TV oder Radio gibt. Das ist eine schlimme Sache, der ich mich entgegen stelle.



    2. Ich denke, dass der rumänische Weg zur Finanzierung über Steuern die ehrlichere und gerechtere Lösung des Problems“ ist. Vor allem ist er zukunftssicher und trägt auch dem technischen Fortschrift Rechnung. Eine Rundfunkabgabe über das menschliche Bedürfnis des WOHNENS erpressen zu wollen, wie wir es in Deutschland erleben, ist demokratiefeindlich, verbittert die Menschen und ist dazu hochgradig gefährlich. Sie treibt sie geradezu in die Arme der europafeindlichen Rattenfänger. Leider ist diese Erkenntnis bei den Altparteien noch immer nicht angekommen. Es geht ihnen noch zu gut. Aber die Wählerzahlen schrumpfen und schrumpfen und schrumpfen. Ich selbst habe am 05. Juni über 1 1/2 Stunden mit einer Landtagsabgeordneten der CDU über dieses Problem debattiert. So teilte sie mir mit, dass das Thema Rundfunkbeitrag mittlerweile ein Reizthema im Parlament ist. Und genau das soll es auch sein. Hier muss eine Änderung her. Und zwar schnell.



    Ein Öffentlicher Rundfunk, der unabhängig ist, dessen Finanzierung auf festen, steuerlich finanzierten Fü‎ßen steht, der darum frei berichtet und arroganter Politik den Spiegel vors Gesicht hält, ohne sich selbst für das Ma‎ß aller Dinge zu halten, ist ein unumstö‎ßlicher Bestandteil der Demokratie. Er ist ein MUSS und es gilt, ihn zu schützen.



    Dieser öffentliche Rundfunk gehört uns allen und ist immer ein Gewinn, vorausgesetzt, er erhebt sich nicht über seine Bürger, wie wir es leider in Deutschland gerade erleben.



    Seine Leistungen kann man nicht mit einem Rechenschieber ermitteln, wohl aber seine Botschaften erkennen. Diese sollten geprägt sein von Friedlichkeit, Toleranz, Völkerverständigung und offener, unparteilicher Berichterstattung.



    Mein Sender, Radio Rumänien International, verfügt über diese Merkmale. Und das ist einfach klasse. Von Steuerverschwendung kann also nicht mal im Ansatz die Rede sein.



    Vielen Dank für Ihre Meinung, lieber Herr Fenske, die ich einfach mal so stehen lasse. Die Personalien habe ich ausgeklammert, wie vorhin erwähnt, weil ich keine Streitigkeiten entfachen will, die über unseren Sender ausgetragen werden. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.



    Es lässt sich natürlich darüber debattieren, welche Finanzierungsart für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten die bessere ist. Und selbstverständlich ist die Situation von Land zu Land verschieden. Rein finanziell sehe ich keinen gro‎ßen Unterschied zwischen Gebühren und staatlichen Zuwendungen — in beiden Fällen sind es die Steuerzahler, die dafür in die Tasche greifen müssen, wenn auch im zweiten Fall auf indirektem Wege. Ich habe auch nicht gesagt, dass Gebühren unbedingt besser sind, doch kann es auch gefährlich werden, wenn man ausschlie‎ßlich am Tropf des Staates hängt. Vor allem dann, wenn alle Ämter politisch besetzt werden und man dadurch versucht, sich öffentliche Institutionen hörig zu machen. Und das haben hierzulande alle Parteien entlang der Zeit versucht, ungeachtet der politischen Couleur. Es gab sogar Medienberichte, denen zufolge selbst Schuldirektoren nach ihrer politischen Gesinnung ernannt wurden. Es gibt übrigens auch andere Möglichkeiten der Finanzierung, das National Public Radio (NPR) in den USA finanziert sich beispielsweise überwiegend über Spenden.



    In Rumänien wurde die Rundfunkgebühr über die Stromrechnung erhoben und mit umgerechnet 1,50 € im Monat für natürliche Personen war sie auch nicht so hoch, dass sich sehr viele Menschen darüber beklagt hätten. Und als sie aufgehoben wurde, geschah das nicht etwa aus Sorge um die gebeutelten Bürger, sondern weil die damalige Regierung in einem Anflug von Populismus gleich 102 Gebühren und Abgaben streichen lie‎ß. Denn die Abschaffung von Gebühren bringt meistens Wählerstimmen.



    Die Diskussion bleibt offen, liebe Freunde, denn die Zeit ist um, und damit gehe ich zur Postliste über:



    Postbriefe erhielten wir von Peter Möller und Werner Schubert (beide aus Deutschland) sowie von Harald Süss (Österreich), der diesmal unsere Sendung in spanischer Sprache verfolgte.



    E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitag von Michael Willruth, Carsten Fenske, Christian Thal, Heinz Günter Hessenbruch und Marko Lier (alle aus Deutschland) sowie von Jurij Aleksandrowitsch Timofejew (Kasachstan).



    Das Internetformular nutzte Viktor Richter, ein 16-jähriger Schüler aus Deutschland.




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 9.6.2019

    Hörerpostsendung 9.6.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Zunächst möchte ich im Namen unserer Redaktion die Anteilnahme an zwei Todesfällen in den Familien von zwei unserer Hörer aussprechen. Herr Frank Bresonik hat unlängst seinen Vater verloren und Herr Helmut Matt kürzlich seine Mutter, wie uns die beiden Hörer per Post bzw. E-Mail mitteilten. Auch wenn die Verstorbenen im hohen Alter waren — der Verlust eines Elternteils ist immer schmerzvoll. Unser aufrichtiges Beileid, liebe Freunde!



    Nach längerer Zeit meldete sich unlängst unsere Stammhörerin Beate Hansen (aus Wiesbaden) mit einigen Anmerkungen und Fragen:



    Lieber Sorin Georgescu,



    nach langer Zeit — in der ich nicht geschrieben, aber (fast) alle RRI-Sendungen gehört habe — hier mal wieder ein paar kleine Fragen und Anmerkungen.



    Zuerst die Anmerkungen:



    Die RRI-Sendungen finde ich in ihrer bunten Mischung aus ernsthafter Information, Musik und leichteren Themen — jeweils dargeboten von sympathischen SprecherInnen — nach wie vor absolut hörens- und empfehlenswert.



    Gut, dass die komplizierten Zusammenhänge in Wirtschafts- und Finanzpolitik von Alex Gröblacher erklärt werden! Damit wird doch einiges klarer, soweit das überhaupt möglich ist.



    Danke, dass Sie sich in den Hörerpostsendungen so engagiert um z.T. sehr ausführliche Antworten bemühen und dabei auch mal schön persönlich und deutlich werden!



    Manche Sendungen machen richtig Lust auf vertiefte Beschäftigung mit dem Thema oder auch — z.B. das Interview mit Jonas Sell (cool, wie er mit Öffis durch Rumänien getourt ist!) oder Berichte über Bergtourismus oder das Schokoladenmuseum — auf eine weitere Reise nach/durch Rumänien.



    Wenn in Nachrichten und Kommentaren die beiden Regierungsparteien als “links” oder “linksgerichtet” und die Oppositionsparteien als “rechts(gerichtet)” tituliert werden, finde ich das ziemlich irritierend, wenn nicht sogar irreführend. Glauben die Nachrichtenredakteure wirklich, das Parteienspektrum in RO für ihre ausländischen Hörer transparenter zu machen? Meiner Meinung nach ist eher das Gegenteil der Fall.



    Vielen Dank für die freundlichen Worte und für das ausführliche Feedback, liebe Frau Hansen! Zunächst einmal zu Ihrer letzten Anmerkung: Ich vermute auch, dass die Redakteure von der zentralen Nachrichtenredaktion mit links“ und rechts“ im Zusammenhang mit den hiesigen Parteien den Hörern die Orientierung erleichtern möchten. Ich kann allerdings mit Begriffen wie links“ und rechts“ auch nicht mehr viel anfangen, zumal es in Rumänien bei den meisten Parteien schlicht um Etikettenschwindel geht. Die PSD mag sich zwar als sozialdemokratisch bezeichnen, hat aber nur wenig mit Sozialdemokratie am Hut. Zwar hat die Regierung einige Sozialschutzma‎ßnahmen getroffen, aber nur zögerlich und unzureichend. Gleichzeitig hat sie aber die Spezialrenten für bestimmte Berufskategorien (etwa Militärs, Richter und Staatsanwälte) erhöht, was viele Otto-Normal-Rentner als ungerecht empfinden. Sonst hat die Partei z.B. im letzten Wahlkampf für die Europawahl mit populistisch-nationalistischen bis europafeindlichen Parolen geglänzt. Die Liberalen hierzulande sind eher eine konservative Partei, was wohl die Bezeichnung national“ in der offiziellen Benennung National-Liberale Partei (PNL) signalisiert. Sicherlich ist das auch der Geschichte verschuldet, denn die Liberalen betrachten sich als Fortsetzung der gleichnamigen Partei aus der Zwischenkriegszeit, als sich die meisten Parteien die Bezeichnung national“ verpassten. Im Grunde gibt es zwei Flügel bei den rumänischen Liberalen, die übrigens der EVP angehören: Manche Politiker der PNL sind neoliberal, andere wie gesagt eher konservativ. Die eigentlichen Konservativen nennen sich Christlich-Demokratische Nationale Bauernpartei, sind ebenfalls ein Nachfolger einer Partei mit ähnlichem Namen aus der Zwischenkriegszeit, haben Ende der 1990er in Koalition mit anderen Parteien oder auch als Minderheitskabinett regiert und spielen seit 2004 eigentlich keine nennenswerte Rolle mehr, nachdem zahlreiche Korruptionsskandale der Partei eine niederschmetternde Wahlniederlage bescherte und sie sogar die Prozenthürde für den Einzug ins Parlament nicht mehr schaffte. Und bei der neuen politischen Kraft, der Allianz USR-PLUS, die bei der Europawahl drittstärkste Kraft wurde, wei‎ß keiner so sicher, wofür sie einsteht; wenn man ihren diversen Vertretern zuhört, vermerkt man vielmehr ein Sammelsurium von mitte-links bis neoliberalen Tendenzen. Und der Erfolg des bürgerlichen Lagers bei der Europawahl sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die PSD immer noch die zweitstärkste Partei im Lande ist. Und es ist gar nicht sicher, dass sich der Erfolg der bürgerlichen Opposition bei der nächsten nationalen Parlamentswahl oder im Fall von vorgezogenen Wahlen wiederholt. Denn die Opposition zerfleischt sich jetzt schon, Politiker der PNL untereinander und Liberale und Politiker der Allianz USR-PLUS streiten um ideologische Reinheit und werfen sich gegenseitig Deviationismus vor, also Abweichler von der jeweiligen Parteilinie zu sein.



    Und nun zu ihren insgesamt vier Fragen. Die Fragen mit wirtschaftlichem Hintergrund werde ich an Kollege Alex Gröblacher weiterleiten, da Sie ihn erwähnten und er ohnehin mehr von Wirtschaft versteht als ich. Die erste Frage zu den Eilverordnungen werde ich recherchieren, für heute nehme ich mir ihre letzte Frage vor:



    Wie hat sich eigentlich der Wegfall der Gebührenfinanzierung ausgewirkt? Als es soweit war, wurden viele Befürchtungen geäu‎ßert, dass die Unabhängigkeit des Rundfunks durch die staatliche Finanzierung gefährdet sei — ist es wirklich so gekommen?



    Vielen Dank für die Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Es gab zwar Gerüchte und auch einige Medienberichte in den Privatmedien über mutma‎ßliche politische Einmischungen in Sendeinhalte, ich wei‎ß aber nicht, was ich davon halten soll. Denn zum einen sind die Privatmedien oft darauf erpicht, den öffentlich-rechtlichen eins auszuteilen oder zu behaupten, dass sie eh nur Steuergelder vergeuden. Zum anderen sind nicht wenige Redakteure des Inlandsrundfunks auch sehr eitle Persönlichkeiten mit markigen Sprüchen, die möglicherweise nur um Positionen streiten und sich gegenseitig der Einmischung in Sendeinhalte bezichtigen. Und ich glaube den Berichten in Privatmedien auch nicht bedingungslos, zumal deren Eigentumsverhältnisse und politische Positionierung nicht immer eindeutig ist. Bis vor einigen Jahren wusste man z.B., dass der private Nachrichtensender X der Partei Y nahesteht, weil der Hauptaktionär oder Eigentümer des Mediums selber Politiker war. Jetzt ist es immer mehr diffus, man wei‎ß oft nicht mehr, wem bestimmte Medien gehören, und oft ändert sich die Berichterstattung oder die Kritik ändert ihre Richtung, so dass man oft nicht mehr versteht, wem bestimmte — angeblich unabhängige — Medien zuarbeiten.



    Mittlerweile gibt es eine Initiative mehrerer Gewerkschaften im Rumänischen Rundfunk, eine Petition für die Wiedereinführung der Rundfunkgebühr zu erarbeiten. Das wird aber schwierig, denn in der Öffentlichkeit sind gerade andere Themen wichtig, die Regierungskoalition ist um Schadensbegrenzung nach der Europawahl bemüht, und bei der Opposition ist — wie vorhin erwähnt — auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Zum anderen gibt es für meinen Geschmack etwas zu viele Gewerkschaften im Rundfunk (bis zu sechs waren es einmal und zum Teil heillos untereinander zerstritten), um die nötige Relevanz und Verhandlungskraft aufbringen zu können.



    Es bleibt also abzuwarten, um zu sehen, wie sich das weiterentwickelt. Bei uns im Auslandsrundfunk ist es auf jeden Fall friedlich und mir ist bisher kein Fall bekannt, dass sich jemand in die Programme eingemischt oder Sendeinhalte vorgegeben hätte. Solange uns niemand ins Handwerk pfuscht oder uns vorschreibt, was wir in der Berichterstattung sagen sollen, sehe ich keinen Grund zur Besorgnis um die Unabhängigkeit des Rundfunks.



    Vielen Dank nochmals für das rege Interesse an Rumänien und herzliche Grü‎ße nach Wiesbaden, liebe Frau Hansen!



    Unsere Geschichtsreihe Pro Memoria erfreut sich nach wie vor gro‎ßer Beliebtheit bei unseren Hörern, denn wir erhalten oft Feedback dazu. So etwa meldeten sich mehrere Hörer nach dem Beitrag über Rockmusik im Kommunismus. Bei Carsten Fenske (aus Greifswald) rief der Beitrag sogar Erinnerungen aus Zeiten der DDR wach:



    Interessant fand ich Ihren Beitrag in Pro Memoria zur subtilen Form des Widerstandes mit Musik, Kunst und Literatur in den Zeiten des Kommunismus. Das kenne ich nur zu gut. Im Herbst des Jahres 1989 brachte der in der kommunistischen DDR damals sehr populäre Sänger Frank Schöbel ein Liebeslied mit dem Titel Wir brauchen kein Lügen mehr“ heraus. In einer bunten Unterhaltungssendung des Fernsehens wurde dieses Lied erstmals übertragen. Der Text war so deutlich, so klar, so unglaublich intensiv, das jedem bewusst wurde, worum es ging. Am Folgetag sendete man die Wiederholung im TV, hatte jedoch diesen Song herausgeschnitten. Die Angst der untergehenden Elite war so gro‎ß, dass sie tatsächlich glaubte, damit die Uhrzeiger zurück drehen zu können. Ein Irrglaube, wie uns die Geschichte lehrt.




    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Fenske. Ihre Frage zur elektronischen Musik habe ich mir auch gemerkt und beantworte sie in einer der kommenden Sendungen. Herzliche Grü‎ße!



    Zum Schluss die Postliste. Postbriefe erhielten wir von Frank Bresonik, Jürgen Hannemann und Christoph Paustian (alle aus Deutschland) sowie von Wolfgang Waldl und Manfred Schida (beide aus Wien/Österreich, mit mehreren Empfangsberichten und einer Ostergru‎ßkarte).



    E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitagnachmittag von Bernd Seiser, Peter Vaegler, Dieter Langguth, Gerd Brüschke und Helmut Matt (alle aus Deutschland).




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 2.6.2019

    Hörerpostsendung 2.6.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Von Carsten Fenske, den wir mittlerweile zu unseren Stammhörern zählen dürfen, erhielten wir in den letzten Wochen zwei E-Mails, heute möchte ich aus seiner vorletzten Botschaft an uns zitieren:



    In Ihrer Sendung vom 16.05.2019 berichteten Sie von der Wiederbelebung“ der Hörspiele. Ich habe das mit gro‎ßer Aufmerksamkeit verfolgt.



    Auch Ihre Information über die älteste, Ihnen noch vorliegende Archivaufnahme mit einem Tonbandgerät. Ich selbst habe bis 2006 mehrere Tonbandmaschinen mit über 400 Spulen besessen, welche ich danach über Jahre hinweg in meinen Computer eingespielt und in MP3 umgewandelt habe. So besitze ich MP3-Tonbandaufnahmen“ von 1984.



    Aber zurück zu den Hörspielen. Auch in Deutschland bemüht sich der Öffentliche Rundfunk, zu dem ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis habe, diese Theaterkunst den Hörern wieder nahe zu bringen. Inwieweit das gelingt, kann ich nicht beurteilen. In der Summe muss ich sagen, dass es beim öffentlichen Rundfunk stets darum gehen sollte, die intellektuelle und kulturelle Vielfalt sowohl des Landes als auch der Welt abzubilden und sich nicht dem Dudelradio“ und Popkorn-TV“ anzuschlie‎ßen. Hier glänzen die Öffentlichen unseres Landes leider überhaupt nicht.



    Auch gelingt es ihnen nicht, ihre belehrende und oftmals überhebliche Art gegenüber Menschen abzulegen, welche andere Lebensmodelle oder politische Ansichten verfolgen, als es der Politik gerade genehm ist. Das ist auch einer der Gründe, warum ich Ihren Sender höre. Gerade bei den Nachrichten sind Sie für mich ein kleiner, radiophiler Leuchtturm. Und das meine ich durchaus ernst. Neben Ihren internationalen Meldungen bilden Sie sehr lebhaft und wirklich gut verständlich Rumänien, dessen Politik und heimische Kultur ab. Manchmal muss ich auch schmunzeln, wenn wie Sie in Ihrer ganz speziellen Art über Probleme im Land berichten, ohne den hochnäsigen Zeigefinger zu heben. Ich denke, dass ich hier sicher im Namen vieler Ihrer deutschsprachigen Hörer spreche. Bleiben Sie bitte weiter so wunderbar sachlich und vielfältig.



    SIE ERREICHEN UNS, und es macht Freude, Ihnen zu folgen.


    Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grü‎ßen


    Ihr Hörer Carsten Fenske



    Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen, lieber Herr Fenske, es freut uns, zu erfahren, dass unsere Arbeit sinnvoll ist und dass Menschen aus anderen Ländern sich tatsächlich für Rumänien interessieren.



    Martina Pohl (aus Überlingen am Bodensee) fand einen Beitrag in unserer Sendereihe Sozialreport interessant. Folgende Zeilen erhielten wir per E-Mail:



    Liebe Redaktion in Bukarest,



    im Sozialreport ging es unter anderem auch um die ansteigende Zahl an
    übergewichtigen und fettleibigen Menschen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.


    Ich finde, eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise sollte schon in jüngeren Jahren praktiziert werden. Dabei hat ebenso die Bewegung eine wichtige Schlüsselrolle auf unseren Körper. Mögliche Gesundheitsstörungen können so mit zunehmendem Alter abgewendet oder verringert werden. Eltern haben eine Vorbildfunktion für ihre Kinder. Auch bei uns wurden schon Kampagnen gestartet, mit dem Ziel, Eltern davon zu überzeugen, ihre Jüngsten nicht mit dem Auto zur Schule zu fahren. Dies fördert die Bequemlichkeit. Nachmittags sitzen die Kinder am Computer und abends vor dem Fernseher. Natürlich trifft dies nicht auf alle zu.



    In der heutigen Zeit werden uns auch unzählige Fertigprodukte im Supermarkt angeboten. Diese enthalten meistens nicht nur viel Chemie, sie sind fetthaltig und weisen einen viel zu hohen Zuckergehalt auf. Alternativ lassen sich einfache, aber leckere Rezepte mit wenig Zeitaufwand kochen. Kinder können mit eingebunden werden. Möglichst frische und regionale Produkte sollen verwendet werden. Die Zuckermenge in einem selbst gebackenen Kuchen kann reduziert werden.

    Eine gro‎ße Gefahr der Wohlstandsgesellschaft ist es, an Diabetes zu erkranken. Der jüngste bekannt gewordene Diabetiker Typ 2 war nicht älter als fünf Jahre alt. In den hiesigen Medien wurde in letzter Zeit öfters über dieses Krankheitsbild informiert.



    Körperliche Betätigung ist in jedem Alter wichtig, gerade auch zur Vorbeugung gegen viele Krankheiten.



    Viele Grü‎ße von Eurer Hörerin

    Martina aus Überlingen


    Herzlichen Dank für das Feedback und viele Grü‎ße nach Überlingen, liebe Frau Pohl!



    Fritz Andorf (aus Meckenheim, NRW) berichtete in seiner letzten E-Mail über eine Reise, nahm aber auch Bezug auf das zuletzt gehörte Programm:



    Liebes RRI-Team,



    herzlichen Dank für die Erwähnung meiner letzten Zuschrift im Funkbriefkasten am 3.03. Wenn schon keine QSL-Karten versandt werden, so hat man wenigstens die Bestätigung, dass die Post angekommen ist.



    Inzwischen waren wir schon wieder verreist, eine Woche auf der italienischen Insel Ischia und einige Tage in Deutschland. Auf Ischia haben wir natürlich bei recht kühler Witterung die warmen Thermalbäder sehr genossen. Und im lieblichen Taubertal gab es allerhand zu sehen: die wunderbaren Schnitzaltäre des berühmten Tilman Riemenschneider, die Schlossanlagen in Bad Mergentheim und Weikersheim und natürlich das bekannte mittelalterliche Städtchen Rothenburg ob der Tauber. Dann sind wir noch nach Volkach an der Mainschleife gefahren und haben dort ein gro‎ßes Familienfest im Kreise aller unserer Angehörigen gefeiert.



    Wegen der langen Abwesenheit ist es mir nicht einmal mehr gelungen, noch über eine Sonntagssendung zu berichten. Aber auch das heutige Montagsprogramm war interessant, besonders der Bericht über den Widerstand durch die Rockmusik in der kommunistischen Zeit.



    Aber auch die Nachrichten und der Kommentar am Montag nach der Europawahl waren hörenswert. Und dabei fand ich es ja sehr bezeichnend, dass in Rumänien ausgerechnet die grö‎ßte Oppositionspartei die meisten Stimmen geholt hat. Das war nach den Bürgerprotesten gegen die Regierung in letzter Zeit auch nicht anders zu erwarten. In einer Fernsehdokumentation wurde Rumänien als das korrupteste Land Europas bezeichnet. Vielfach wird Missbrauch mit den EU-Fördermitteln begangen. So wurde mit einem Mal aus einem einfachen Installateur ein Millionär. Und die Mittel für Betriebe und Infrastruktur kommen nur der Region zugute, in der bestimmte Leute ihren Wohnsitz haben. Dass wegen solcher Missstände die Rumänen auf die Barrikaden gehen, ist verständlich. Ich hoffe nur, dass die EU daraus die notwenigen Schlüsse zieht und den Missbräuchen endlich einen Riegel vorschiebt.



    Doch soweit für heute. Falls es wieder einmal QSL-Karten geben sollte, melde ich hiermit meinen Wunsch danach an.



    Herzliche Grü‎ße


    von Ihrem Fritz Andorf



    Herzlichen Dank für das ausführliche Feedback, lieber Herr Andorf, und herzliche Grü‎ße nach NRW!



    Zum Schluss möchte ich — passend zum Rumänien-Besuch des Papstes — eine Frage zu den christlichen Konfessionen beantworten, die wir unlängst per Post von Christoph Paustian (aus Häusern, Baden-Württemberg) erhielten:



    Wie ist in Rumänien, in Zahlen ausgedrückt, das Verhältnis derer, die dem orthodoxen Glauben angehören, und derer, die den Westkirchen angehören?



    Nun, laut der letzten Volkszählung von 2011 gehören 16,3 Mio. Menschen dem orthodoxen Glauben an — sie bilden mit über 86% somit die absolute Mehrheit. In Rumänien sind au‎ßerdem knapp 870.000 Menschen unterschiedlicher Muttersprache römisch-katholischen Glaubens, etwa 160.000 Rumänen sind Gläubige der Griechisch-Katholischen Kirche, etwa 600.000 Bürger meistens ungarischer Muttersprache sind Anhänger der Reformierten Kirche, knapp 60.000 ungarischsprachige Menschen sind Unitarier und etwa 20.000 lutherisch-evangelische Gläubige — die zuletzt genannten sind meistens Siebenbürger Sachsen, ihre Kirche richtet sich nach dem Augsburger Bekenntnis und hei‎ßt deswegen auch so: Evangelisch-Lutherische Kirche A.B. in Rumänien. In Prozent sind das also über 86% Orthodoxe, 5,4% Katholiken und 3,7% Menschen diverser evangelischer und reformierter Glaubensbekenntnisse. Der Rest bis zu 100%, also knapp 5% der Menschen in Rumänien gehören entweder einer nichtchristlichen Religion an oder haben bei der Volkszählung keine Angabe über ihren Glauben gemacht.



    Ganz zum Schluss die Postliste: Briefe lagen diesmal nicht vor, E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitag von Günter Traunfellner (aus Österreich) via Hobbykollege Harald Süss sowie von Martina Pohl, Petra Kugler, Michael Willruth, Carsten Fenske, Fritz Andorf, Willi Seiser, Hansjörg Biener und Gerd Brüschke (alle aus Deutschland).




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 26.5.2019

    Hörerpostsendung 26.5.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Heute möchte ich wieder mit Postbriefen beginnen. Erneut erreichten uns gleich mehrere Briefe von Manfred Schida aus Wien, die von Mitte April bis Anfang Mai verfasst wurden. Hatte Herr Schida bis Mitte April noch Schwierigkeiten, unsere Sendungen deutlich zu empfangen, so hat sich das verbessert, seitdem er von einem Hobbykollegen einen besseren Empfänger mit Stabantenne ausgeliehen bekam. Jetzt klappt es bestens mit dem Empfang und Herr Schida hört manchmal auch unsere englischsprachige Sendung. Auch die Musikeinlagen gefallen ihm gut und besonders gelungen fand Herr Schida unser Programm zu Ostern.



    Sie sind meine besten Freunde. Ohne Sie kann ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen. Ihre Briefkastensendung war wie immer sehr interessant. Einfach spitze. Aber ich bin sehr traurig, dass Ihnen der Wirbel am Rücken und die Schulter noch weh tun. Ich werde für Sie beten“, schreibt Herr Schida und empfiehlt mir auch einige Medikamente gegen Schmerzen, die er mir sogar schicken möchte.



    Lieber Herr Schida, vielen Dank für Ihre Briefe, ich bin ergriffen von so viel Hörertreue. Machen Sie sich bitte keine Umstände, mir Medikamente aus Wien zu schicken — wir haben auch hier ähnliche Medikamente, und Apotheken gibt es in Bukarest an jeder Stra‎ßenecke; auch wenn die Handelsbezeichnung der diversen Medikamente vielleicht eine andere ist, so sind die Wirkstoffe im Prinzip dieselben, denn der Arzneimittelmarkt ist in der EU recht streng geregelt. Und mir geht es viel besser, müsste allerdings häufiger ins Fitness-Studio und Schwimmbad gehen. Nochmals vielen Dank für Ihre freundlichen Worte und herzliche Grü‎ße, lieber Herr Schida!



    Ebenfalls aus Wien erhielten wir einen Postbrief von Paul Gager, der uns mitteilte, dass er Anfang Mai auf einem geselligen Treffen des Hörerklubs von Radio Taiwan International in Berlin war. Und dass er uns auch in Berlin empfangen konnte: Vertraute Stimmen und Top-Informationen auch im fremden Lande. Das kann für mich nur die Kurzwelle“, schreibt uns Herr Gager. Vielen Dank auch für die beilegten Broschüren und Prospekte aus Berlin und herzliche Grü‎ße nach Wien, lieber Herr Gager!



    Wir bleiben in Österreich, denn aus Strasshof in Niederösterreich erreichte uns ein Brief von Harald Süss, der uns auch Empfangsberichte vom Hobbykollegen Günter Traunfellner aus Salzburg beilegte. Hier ein paar Auszüge aus dem Brief:




    Hallo liebes Team von der Deutschen Redaktion von RRI!



    Zunächst möchte ich mich herzlich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie für uns deutschsprechende Gemeinde weiterhin Sendungen für uns bereithalten und auch noch auf Kurzwelle ausstrahlen. Auch ich gehöre zu Ihren Hörern, wenn auch ich aus Zeitgründen derzeit nicht regelmä‎ßig dabei sein kann. Ich bitte Sie, auch weiterhin für uns ein Sprachrohr zu bleiben.



    Anbei ein Empfangsbericht von unserem Klubmitglied Günter Traunfellner aus Salzburg, der seine Berichte noch mit der Hand schreibt. Bitte könnt Ihr ihm diesen Bericht mit einer QSL-Karte beantworten, ich glaube, er wird sich sehr darüber freuen. Ich hoffe, Sie haben noch ein Budget, von dem das Porto bezahlt werden kann.



    Ich werde vielleicht demnächst auch wieder einmal einen Bericht schreiben, so hoffe ich, dass ich dafür Zeit finde. Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal Gelegenheit, mit Irina Adamescu von RRI in persönlichem Kontakt gestanden zu sein.



    In diesem Sinne schicke ich Ihnen die besten Grü‎ße und freue mich auf die nächsten Sendungen!



    Ihr Hörer


    Harald Süss



    Lieber Herr Süss, herzlichen Dank für Ihre Zeilen. Irina Adamescu hat tatsächlich früher mal die Hörerpostsendung moderiert, das muss so Ende der 1990er bis Mitte der 2000er Jahre gewesen sein. Hinsichtlich der QSL-Karten habe ich leider keine Neuigkeiten. Zwar wurde uns ein bisschen Budget für Porto bewilligt, damit wir die Preise für das letzte Quiz verschicken können. Doch hinsichtlich der neuen QSL-Serie, die vorerst nur in virtueller Form existiert, hei‎ßt es nur irgendwann“. Beste Grü‎ße im Namen der gesamten Redaktion!



    Wir verweilen noch in Österreich, denn noch ein Brief erreichte uns aus Wien. Wolfgang Waldl hat nämlich eine Frage an uns:



    Gibt es noch die rumänische Flussschifffahrtsgesellschaft NAVROM und betreibt diese noch die Frachtschifffahrt? Vor Jahren lagen regelmä‎ßig Kähne dieser Gesellschaft am Wiener Handelskai, und wenn sie heimfuhren, waren sie voller alter Eiskästen und Waschmaschinen. Die Zugschifffahrt gibt es nicht mehr und daher auch keine Kähne mit Schifferfamilien und deren Kleintieren zur Selbstversorgung.



    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Waldl. Die NAVROM gibt es noch, sie entstand nach 1989, als die gro‎ße staatliche Gesellschaft für Fluss- und Seeschifffahrt in drei kleinere Unternehmen geteilt wurde. Die rumänische Flotte bestand damals aus 186 Frachtschiffen, 12 Öltankern, 70 Erztankern und 18 Spezialtankern, die unter den drei Unternehmen Navrom, Petromin und Romline aufgeteilt wurden. Hauptsitz der Navrom ist die rumänische Donauhafenstadt Galatz. Navrom hält auch 90% der Aktien von Navrom Delta inne, einem Subunternehmen, das den Transport von Passagieren von der Hafenstadt Tulcea in die Ortschaften des Donaudeltas sichert. Navrom Delta verfügt über zwei Schnellboote und sechs Schiffen mit Transportkapazitäten von 130 bis 300 Personen. Als ich das letzte Mal im Donaudelta war, fuhren die Schnellboote nur zweimal am Tag, der Preis für die Fahrt von Tulcea bis Sfântu Gheorghe an der Donaumündung war ziemlich gepfeffert, dafür ist man in anderthalb Stunden am Ziel. Die Fahrt mit den grö‎ßeren Schiffen ist preisgünstiger, dauert aber gemächliche 4–5 Stunden, und dann hat man auch mehr Zeit, die wirklich einmalige Natur des Donaudeltas zu bewundern.



    Weitere Postbriefe mit Empfangsberichten vom April und Mai erreichten uns von Erhard Lauber und Peter Möller (beide aus Deutschland). Auch Ihnen herzlichen Dank für das Feedback!



    Zeit noch für zwei Zuschriften per E-Mail. Martina Pohl (aus Überlingen am Bodensee) gefiel unlängst ein Beitrag in unserer Reiserubrik über die moldauische Metropole Jassy:



    In einer Ihrer Sendungen wurde die moldauische Stadt Iaşi mit ihren Sehenswürdigkeiten, guter Küche und köstlichem Wein vorgestellt. Wie erwähnt wurde, gibt es sogar Weingüter, die 2000 Jahre alt sind. Erstaunt hat mich ebenso die Anzahl von 1 Million Weinflaschen, die in der Vinothek lagern. Die Önologin sagte einen schönen Satz: Es hei‎ßt, eine ausgetrunkene Weinflasche umfasse die in drei Büchern enthaltene Philosophie“. Im Internet gibt es sicherlich rumänische Weine zu kaufen, aber in Weinhandlungen habe ich bewusst noch nie welche aus diesem Land gesehen.



    Viele Grü‎ße nach Bukarest

    Martina Pohl



    Vielen Dank für das Feedback, liebe Frau Pohl. In der Tat wird in Rumänien Weinbau seit über 2000 Jahren betrieben — es sind aber sicherlich nicht dieselben Weingüter. Und die moldauischen Weine sind seit dem Mittelalter bekannt, Reisende aus Westeuropa haben immer wieder die Vielfalt der Weine gelobt. Das Fürstentum Moldau gibt es heute nicht mehr, das Gebiet, das sich einst von den Ostkarpaten bis zum Dnjestr und von der Bukowina bis an die Donau erstreckte, ist heute auf mehrere Staaten verteilt. Der westliche Teil bildet die rumänische Moldau, Teile der östlichen Moldau (auch Bessarabien genannt) bilden heute die Moldaurepublik und die Nordbukowina und Südbessarabien sind heute ein Teil der Ukraine. Auf jeden Fall werden heute in der Moldau und in der Moldaurepublik tatsächlich gute Weine produziert, die auch zu meinen Favoriten gehören — zumindest die Rotweine. Ich habe irgendwo gelesen, dass das britische Königshaus sich einen ganz bestimmten Rotwein aus der Moldaurepublik zukommen lässt. Warum es rumänische Weine in Deutschland nur im Online-Handel und nicht auch im Weinhandel gibt, wei‎ß ich nicht genau, vermutlich ist es eine Frage des Vertriebs oder des ineffizienten Marketings.



    Mitte Mai meldete sich per E-Mail auch Lutz Winkler (aus Schmitten im Taunus) mit seinem monatlichen Empfangsbericht und den Kommentaren zu unserem Programm:



    Liebe Freunde der deutschen Redaktion in Bukarest,



    der Mai ist gekommen — und mit ihm leider ein kühler und nasser Monat. Zumindest bis jetzt — letztes Wochenende hat es sogar noch kräftig geschneit. Ich hoffe auf schönere Tage in meinem Lieblingsmonat. Oder wie ihn Erich Kästner genannt hat: Der Mai ist der Mozart des Kalenders.



    An dieser Stelle herzlichen Dank für die Erwähnung und Beantwortung meines Hörerbriefes in der Hörerpostsendung im April. Die Sendungen sind weiterhin sehr gut zu empfangen — und die Inhalte immer abwechslungsreich und unterhaltsam.



    In der Reihe Pro Memoria berichteten Sie über die Einbürgerung der Juden in Rumänien, welche sich zum 100. Mal jährte. Ein sehr interessanter Blick auf dieses Kapitel, welches jedoch mit der unsäglichen von Deutschland initiierten Judenvernichtung beendet wurde. Mich würde an dieser Stelle interessieren, welche Rolle Juden und jüdisches Leben im kommunistischen Rumänien gespielt haben und ob es heute auch wieder jüdische Gemeinden in Rumänien gibt?



    Ich wünsche Ihnen einen schönen Rest-Mai und grü‎ße Sie ganz herzlich



    Ihr Hörer


    Lutz Winkler




    Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Winkler. Vor dem Krieg umfasste die jüdische Gemeinschaft im damaligen Gro‎ßrumänien 800.000 Menschen, nur etwa die Hälfte hat den Holocaust überlebt. Doch bis zur Wende von 1989 sind allmählich nahezu alle ausgewandert — die meisten nach Israel. Vor allem gegen Ende der 1970er Jahre, als sich das Leben in Rumänien dramatisch verschlechterte und auch der politische Kurs von einer relativen Öffnung zum Neostalinismus und Nationalismus wechselte, stellten viele einen Ausreiseantrag. Doch ähnlich wie bei den Rumäniendeutschen, die von der Bundesrepublik freigekauft wurden, machte der kommunistische Staat auch ein Geschäft mit seinen jüdischen Bürgern. Der Staat Israel zahlte für jeden Ausgewanderten ein Kopfgeld, das nach der Ausbildung des jeweiligen Menschen bemessen war. Die Ausreisewilligen mussten allerdings fast ihr ganzes Hab und Gut dem rumänischen Staat überlassen, so dass man vor der Auswanderung noch schnell versuchte, alles, was sich verwerten lie‎ß, zu Geld zu machen. Und so kam es, dass bis zur Auswanderungswelle der russischen Juden in den 1990er Jahren Rumänisch zeitweilig zu einer der meistgesprochenen Zweitsprachen in Israel wurde. Viele der ausgewanderten rumänischen Juden oder ihre Nachfahren fühlen sich aber noch der alten Heimat verbunden, nicht wenige besuchen sie mittlerweile oft. Abgesehen von israelischen Geschäftsleuten oder Investoren zählt die einheimische jüdische Gemeinschaft heute in Rumänien nur noch wenige Tausend Menschen.




    Zeit für die Postliste. Briefschreiber habe ich am Anfang erwähnt, E-Mails erhielten wir nur wenige in der vergangenen Woche, und zwar von Bernd Seiser (D), Dmitrij Kutusow (RU), Hans-Martin Friedrich (CH) und Siddhartha Bhattacharjee (IND).




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 19.5.2019

    Hörerpostsendung 19.5.2019

    Liebe Freunde, herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Heute muss ich mit einer traurigen Nachricht beginnen, die uns unser Hörer Volker Willschrey mitteilte:



    Leider habe ich heute eine traurige Nachricht: mein DX-Freund Georg Pleschberger aus Villach in Österreich ist am 1. Mai im Alter von 77 Jahren verstorben. Die Nachricht habe ich von seinem Neffen erhalten.



    Herr Pleschberger gehörte auch zu den Stammhörern unseres Senders, zuletzt schrieb er uns im April. Im Namen der gesamten Redaktion möchte ich unser aufrichtiges Beileid den Familienangehörigen und Freunden von Herrn Georg Pleschberger aussprechen.



    Und jetzt zu Hörerzuschriften. Ich habe mir vergangene Woche einen Briefstapel geholt und konnte einen Teil davon auch lesen. Wir bleiben zunächst in Österreich, denn von dort erreichte uns ein auf den 4. März datierter Brief von Wolfgang Waldl aus Wien.



    Lieber Herr Sorin, werte Redaktion!



    Im folgenden sende ich Ihnen wieder einen Empfangsbericht. Der Empfang ist wieder sehr gut, und ich freue mich immer, wenn ich die bereits vertrauten Stimmen Ihrer Equipe höre. Auch mir gefallen die Berichte in den Beiträgen der Reihe Pro Memoria“ und ich habe so wieder einiges zu Ihrer Geschichte erfahren.



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Waldl, und danke auch für das beigelegte Lesezeichen und für den Zeitungsartikel. Herzliche Grü‎ße nach Wien!



    Weitere Briefe, die noch im April abgeschickt wurden, erhielten wir von Paul Gager (ebenfalls aus Wien) und Christoph Paustian aus Baden-Württemberg (mit gleich drei Empfangsberichten und einer Frage zur Zahlenstärke der verschiedenen Glaubensbekenntnisse in Rumänien, die ich mir für nächstes Mal aufhebe). Au‎ßerdem erhielten wir zwei Postkarten, und zwar von Daniel Kähler aus Mönkeberg an der Kieler Förde, der uns auch den Erhalt des Quiz-Gewinns bestätigte, und von Michael Lindner, dessen Gru‎ßkarte uns von seinem Wellness-Urlaub im niederbayerischen Bad Füssing erreichte. Herzlichen Dank dafür! Weitere Empfangsberichte per Post erhielten wir von Detlef Jurk, Daria Richter und Johann Ruff. Die Liste der Briefschreiber ist damit nicht komplett, den Rest der erhaltenen Briefe lese ich nächste Woche.



    Von Michael Lindner, der im thüringischen Gera zu Hause ist, erhielten wir unlängst auch eine E-Mail:



    Liebe Freunde in der deutschen Redaktion!



    Soeben hat mir mein Postbuch verraten, dass mein letzter Brief an meine Freunde in Bukarest am 03. Januar 2019 von mir abgeschickt wurde. Das ist kaum zu glauben und fast unverzeihlich, warum ich so lange geschwiegen habe. Aber einen kleinen Trost gibt es ja, meine Urlaubskarte aus Bad Füssing von Anfang April. Ich hoffe, dass diese Ansichtskarte gut bei Ihnen im Studio angekommen ist. Sie sehen also, ich habe trotz langer Schweigezeit RRI nicht vergessen. Wie könnte ich auch, verbindet uns doch eine lange gemeinsame Geschichte seit 1971!



    Ja, leider habe ich in den letzten Monaten die Sendungen von RRI etwas vernachlässigt. Natürlich gibt es Gründe dafür, die aber nichts mit RRI zu tun haben. Nun versuche ich mich zu bessern“, um wieder öfters in die deutschsprachigen Sendungen aus Bukarest zu hören. Schlie‎ßlich bin ich an Rumänien sehr interessiert und bin darüber sehr glücklich, dass die Sendungen von RRI nach wie vor via Kurzwelle ausgestrahlt werden.



    Nun habe ich eine Frage an Sie. Mir ist bekannt, dass rumänische Radiosender nur selten oder gar nicht auf Empfangsberichte reagieren, da auch keine QSL-Karten zur Verfügung stehen. Trotzdem hört man immer wieder, dass es dem einen oder anderen DXer gelungen ist, eine solche Bestätigung zu erhalten. Ich habe nun versucht, mit Antena Satelor in Verbindung zu treten. Leider gro‎ßes Schweigen seit Januar 2019. Für mich wäre es wichtig, zu erfahren, ob meine E-Mail dort überhaupt angekommen ist. Ist es möglich, dass Sie mal bei Ihren Kollegen bei Antena Satelor nachfragen könnten? (E-Mail vom 08. Januar 2019) Das wäre sehr freundlich von Ihnen und ich danke Ihnen vom ganzen Herzen für diese kleine Mehrarbeit.



    So, meine lieben Freunde, das war‘s für heute.



    Im Sinne der Freundschaft grü‎ße ich Sie von Haus zu Haus


    Ihr treuer Hörerfreund


    Michael Lindner




    Vielen Dank für Ihre warmherzigen Zeilen, lieber Herr Lindner. Ihre Postkarte aus dem Drei-Thermen-Paradies Bad Füssing ist angekommen, wie vorhin erwähnt. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, die Kollegen vom Sender für Landwirte Antena Satelor zu kontaktieren. Ich werde es aber kommende Woche versuchen, kann aber nicht garantieren, dass ich eine Antwort erhalten werde. Ich kenne leider auch niemanden persönlich aus der Redaktion, bei nahezu 2000 Angestellten in unserem Funkhaus ist es auch schwer, alle Leute zu kennen. Aber wer wei‎ß, vielleicht klappt’s. Herzliche Grü‎ße nach Gera, lieber Herr Lindner!



    Helmut Matt aus Herbolzheim im Breisgau ist nach wie vor ein begeisterter Anhänger der digitalen Kurzwellensendungen und findet es schade, dass nur wenige Sender diesen Verbreitungsweg nutzen. Folgendes Feedback erhielten wir unlängst per E-Mail:



    Liebe Freunde von Radio Rumänien International,





    heute möchte ich mich wieder mal mit einigen Empfangsberichten bei Euch melden. Empfangen habe ich Eure Sendungen meist über die DRM-Frequenz 6090 KHz — in schöner digitaler Qualität. Ich bin ja ein gro‎ßer Fan von DRM und halte es für sehr schade, dass es so wenige Sender gibt, die Übertragungen in diesem Verfahren anbieten. Umso erfreulicher ist es, die RRI-Sendungen in Stereo auf der Kurzwelle zu hören. Das macht ganz besonders viel Spa‎ß bei den Musiksendungen, aber auch generell ist es faszinierend, über so eine Distanz über die Funkwellen so eine Klangqualität zu erhalten.



    Vielen Dank für das Feedback, lieber Herr Matt. Unser Chefingenieur Ianculescu ist auch ein Fan von DRM. Vielleicht hören Sie bei Gelegenheit auch in die andere DRM-Frequenz rein, nämlich in die Morgensendung auf 7325 kHz, und geben uns Feedback. Leider sind nicht sehr viele Hörer so begeistert wie Sie, denn die Empfangsgeräte sollen relativ teuer sein, und dann hat man nur wenige Sender, die man damit empfangen kann. So dass viele wohl meinen, dass sich eine Anschaffung gar nicht lohnt. Herzliche Grü‎ße nach Herbolzheim!



    Herrn Carsten Fenske aus Greifswald dürfen wir mittlerweile zu unseren Stammhörern zählen, nahezu im Wochentakt meldet er sich per E-Mail. Heute möchte ich aus seiner vorletzten E-Mail zitieren:


    Liebe Radiomacher von Radio Rumänien INTERNATIONAL, Deutscher Dienst,



    mit Freude habe ich die mehrmaligen Berichte über Ihr Segelschulschiff MIRCEA gehört.



    Da ich ja an der Küste wohne, bin ich der Marine von jeher verbunden. Allen Crew- Mitgliedern Allzeit gute Fahrt und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel!“ (Maritimes Sprichwort in Deutschland) Mit unserem Segelschulschiff Gorch Fock“ steht es ja seit einiger Zeit nicht zum Besten. Es liegt seit mehreren Jahren zur Instandsetzung in einer Werft, die zu allem Ärger nun pleite ist. Die ganze Sache ging hier ziemlich lautstark durch unsere Medien und man darf gespannt sein, wie es weiter gehen wird.



    Mit Kopfschütteln habe ich Ihre Nachricht um die rumänischen Sicherheitsma‎ßnamen zum Informellen EU-Gipfel vernommen. Wie sich die Dinge doch gleichen. Im Jahr 2006 besuchte der damalige Präsident George Bush die Hansestadt Stralsund, in der ich arbeitete. Dort war es genauso. Am Tag des Besuches habe ich Urlaub genommen, um mir den Stress der Kontrollen zu ersparen. So sehr ich politischen Dialog und Konsultationen befürworte… hier sollte man sich mal etwas Kostengünstigeres überlegen.



    Kein Gleichnis gibt es jedoch beim Thema Umweltschutz und Recyceln, zumindest entnehme ich das Ihrem Bericht. Hier ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland viel passiert. Aber vor allem der Kunststoffmüll ist immer noch zu gro‎ß. Erst kürzlich kaufte ich mir eine Computer-Maus, welche in einer riesigen, durchsichtigen Plastik-Verpackung eingeschwei‎ßt war. Eine Pappschachtel hätte es auch getan. Sehr zurück gegangen ist hingegen der Verbrauch von Bier- und Coladosen. Diese sind mit 25 Cent Pfand belegt und inzwischen weitestgehend verpönt. Bis auf wenige Ausnahmen sind zwischenzeitlich alle Märkte dazu verpflichtet, Pfandflaschen und Dosen zurück zu nehmen. Nach der anfänglichen und typisch deutschen Rumnörgelei der Händler und in Erwartung des damit heraufbeschworenen Weltuntergangs hat sich alles wieder beruhigt und funktioniert inzwischen reibungslos.



    Es erstaunt mich immer aufs Neue, zu hören, wie viel in Rumänien durch Privatinitiativen ins Leben gerufen wird. Zumindest habe ich manchmal den Eindruck, dass die rumänische Administration nicht unbedingt die kreativste ist? Aufgabe einer Regierung ist es stets, dem Volke zu dienen. Aber keine Sorge: Hier ist auch nicht alles Gold, was glänzt.



    Damit möchte ich schlie‎ßen und verbleibe wie immer mit freundlichen Grü‎ßen



    Ihr Hörer


    Carsten Fenske



    Vielen Dank für das ausführliche Feedback, lieber Herr Fenske. Sicherheitsma‎ßnahmen sind bei wichtigen Gipfeltreffen wohl ein notwendiges Übel. Wenn so viele Regierungschefs und Staatsoberhäupter auf engem Raum zugegen sind, muss man eben auch etwas Stress in Kauf nehmen. Was Recycling anbelangt, hinkt Rumänien tatsächlich noch hinterher, es fehlt schlicht an Infrastruktur. Wenn man den nächsten Behälter für Flaschen nur in 5 km Entfernung findet, wirkt sich das nicht gerade fördernd auf die Liebe zur Umwelt aus. Und wenn der Staat versagt, muss man sich eben mit Privatinitiativen helfen. Im Grunde hat es in Rumänien nie ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Staat und seinen Bürgern gegeben, historisch gesehen haben sich hierzulande überwiegend Despotien, Fremdherrschaft oder Diktaturen abgelöst. Eine moderne parlamentarische Demokratie hat es in Rumänien nur von 1918 bis 1938 gegeben und dann erst nach 1990 wieder. Kein Wunder also, dass der Bürger dem Staat grundsätzlich misstraut, und der Staat wiederum tut kaum etwas, um den Bürgern das Leben zu erleichtern, eher das Gegenteil ist der Fall. Herzliche Grü‎ße, lieber Herr Fenske!



    Zeit für die Postliste. Briefe habe ich anfangs erwähnt und nächsten Sonntag sind noch mehr dran. E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitag von Reginaldo Zucoloto (Brasilien), Josef Robl (Österreich), Martina Pohl, Anna Seiser, Lutz Winkler, Volker Willschrey, Norbert Hansen und Carsten Fenske (Deutschland).




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 12.5.2019

    Hörerpostsendung 12.5.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI!



    Zunächst möchte ich mich an die Hörer bedanken, die wegen meines Ausfalls letztes Wochenende besorgt waren. Ich war nicht im eigentlichen Sinne krank, sondern mich hat eine schlimme Migräne dahingerafft, die mit den derzeitigen Wetterkapriolen in Bukarest zusammenhängt. Ich bin nämlich sehr wetterfühlig, und wenn das Wetter von einem Tag auf den anderen extrem schwankt, bin ich zu nichts zu gebrauchen. Daher die Notlösung, eine Wiederholung auszustrahlen.



    Doch dafür haben sich Zuschriften für mindestens zwei weitere Hörerpostsendungen angesammelt, und heute möchte ich zu Beginn eine Frage beantworten.



    Unser Hörer Frank Bresonik (aus Gladbeck in NRW) fragte uns in einem Postbrief, ob es in Rumänien Tier- und Pflanzenarten gibt, die vom Aussterben bedroht sind und daher unter Naturschutz stehen. Vielen Dank für Ihr Interesse, lieber Herr Bresonik. Ja, es gibt bedrohte Tier- und Pflanzenarten, schlie‎ßlich ist Rumänien Teil unseres planetarischen Öko-Systems und auch hierzulande haben verschiedene Faktoren, darunter auch die menschliche Einwirkung, die Tier- und Pflanzenwelt beeinflusst. Ich habe verschiedene Quellen zum Thema im Internet gefunden und werde Ihre Frage aus Zeitgründen in zwei Teilen beantworten. Heute soll es um die Tierwelt gehen, in einer der folgenden Hörerpostsendungen wird es um bedrohte Pflanzen und Blumen gehen.



    Zu den grö‎ßeren Tieren, die bedroht sind, gehört der Wisent. Der Wisent war im Mittelalter nahezu überall in Europa anzutreffen, danach wurde das grö‎ßte Landsäugetier Europas fast ausgerottet. In Rumänien galt der Wisent schon lange als ausgestorben, bis man 1958 zwei Exemplare aus Polen nach Rumänien brachte. Seit mehr als 10 Jahren versucht man, das Tier in Reservaten wieder anzusiedeln, wo sie in freier oder halbfreier Wildbahn leben. Mittlerweile hat man mit Hilfe von internationalen Organisationen wie dem WWF und Tierschützern insgesamt fünf Reservate für Wisente in Rumänien eingerichtet, wo ein paar Dutzend dieser majestätischen Tiere leben.



    Auch dem Luchs, der grö‎ßten Raubkatze Europas, geht es nicht besonders gut, da Ausnahmeregelungen teilweise immer noch eine Jagd auf dieses Tier erlauben. In Rumänien wird die Population von Luchsen auf ca. 1300 Exemplaren geschätzt, und sie bildet somit den grö‎ßten Bestand Europas.



    Die Saigaantilope, die ursprünglich aus Zentralasien stammt, war auch in Ostrumänien, am unteren Lauf der Flusses Pruth anzutreffen, doch seit den 1960er Jahren wurden nur noch wenige Exemplare in der Moldau und im Donaudelta gezählt. Sie leben heute hauptsächlich noch in einem Reservat im nordöstlichen Landkreis Botoşani.



    Der Tigeriltis (wissenschaftliche Bezeichnung: Vormela peregusna) ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder (Mustelidae). Er lebt in Osteuropa, Vorder- und Zentralasien und ist nach seinem gemusterten Fell benannt. In Rumänien gibt es als einziges EU-Land noch etwa 500 Exemplare und das Tier steht seit 1993 unter Artenschutz. Der Tigeriltis lebt in Rumänien in den Steppengebieten der Dobrudscha.



    Der Rumänische Hamster oder Rumänische Goldhamster (Mesocricetus newtoni) ist ein Säugetier aus der Unterfamilie der Hamster. Das kleine europäische Verbreitungsgebiet der Art ist auf die rechtsseitige Niederung der Donau in Bulgarien und Rumänien beschränkt. Die Tiere bewohnen überwiegend trockene und steinige Bereiche mit wenig Vegetation, aber auch Gemüsekulturen, Gärten und Weinberge. Auf Grund der intensiven Landwirtschaft und der damit einhergehenden Zerstörung der Habitate dieses Tiers ist der Rumänische Hamster vom Aussterben bedroht. Die aktuelle Population wird auf ca. 2000 Exemplaren geschätzt.



    Der Europäische Nerz (Mustela lutreola), vormals auch Sumpfotter, ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder. Er zählt zu den am meisten bedrohten Säugetierarten Europas. In Rumänien lebt er nur noch im Donaudelta, wo etwa 1000 Exemplare gezählt wurden.



    Zu weiteren bedrohten Tierarten zählt der WWF auch den Wolf (in Rumänien leben noch etwa 3000 Exemplare, das sind 30% der gesamteuropäischen Population) und den Braunbären, wovon in Rumänien noch 5–6000 Exemplare leben. Im Jahr 2008 wurden noch 7500 Exemplare gezählt. Obwohl der Braunbär in Rumänien unter striktem Artenschutz steht, wird hin und wieder die Jagd aus Gründen der Populationskontrolle erlaubt. Um diese umstrittene Ma‎ßnahme zu rechtfertigen, sprechen manche Experten von einer Überpopulation, was das Überleben dieser Tiere gefährde und sie auch für den Menschen gefährlich mache. Tatsächlich haben hungernde Bären in den letzten Jahren mehrmals ihr Habitat in den Karpatenwäldern verlassen, um in besiedelten Gebieten beispielsweise in Mülltonnen nach Futter zu suchen. Dabei verlief das zufällige Treffen von Bär und Mensch für den letzten nicht immer glimpflich aus, es wurden auch einige Touristen getötet. Tierschützer kritisieren allerdings die kontrollierte Jagd — wer dabei Recht hat, kann ich nicht sagen, da ich kein Experte auf dem Gebiet bin.



    Auch Fisch- und Vogelarten sind bedroht. Der Groppenbarsch (Romanichthys valsanicola), in romanischen Sprachen auch Asprete genannt, ist ein kleiner flussbewohnender Barsch, der in Mittelrumänien nördlich der Donau, im Flusssystem des Argeș und seiner Nebenflüsse als endemische, also nur hier verbreitete Art anzutreffen war. Inzwischen ist sein Lebensraum auf einen kleinen Abschnitt des Flusses Vâlsan beschränkt. Die Spezies wurde laut National Geographic erst 1957 entdeckt und ist durch Fischfang und den Bau von Wasserkraftwerken bedroht. Nur noch 100 Exemplare wurden im erwähnten Gebiet gezählt, das im Jahr 2004 zum Reservat erklärt wurde. Die Störe gelten europaweit als eine der am meisten bedrohten Fischgattungen, in den letzten 15 Jahren habe sich die Population um 93% reduziert, nur noch wenige Tausend Exemplare leben noch in Rumänien.



    Der Pelikan, einst der König unter den Vögeln im Donaudelta, ist mit über 20.000 Exemplaren zwar nicht direkt bedroht, gerät aber auf Grund der Touristen, die sich immer näher an ihre Nistplätze heranwagen, in Bedrängnis. Die Rothalsgans mit europaweit rund 55.000 Exemplaren ist während der Winterzeit überwiegend in der Küstenregion am Schwarzen Meer in Rumänien und Bulgarien anzutreffen. Und der Schmutzgeier, ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen, zählt in Europa nur noch weniger als 5000 Exemplare, davon werden im Winter 1–2 in der rumänischen Küstenregion Dobrudscha gesichtet.



    Und schlie‎ßlich ist auch eine Schlangenart bedroht. Die Vierstreifennatter, eine gro‎ße und kräftige Natter, erreicht eine Länge von bis zu 2,50 Metern. Der Körper ist zusammengedrückt, im Querschnitt höher als breit. In Rumänien wird diese Schlange auch Dobrudscha-Drachen genannt und ist in freier Wildbahn nur noch in einigen Dutzend Exemplaren anzutreffen. Obwohl sie unter Artenschutz steht und nicht giftig ist, töten die Menschen immer noch die Vierstreifennatter — aus Ignoranz oder Habgier, denn ihre Haut ist auf dem illegalen Markt gefragt.



    Soviel zu den bedrohten Tierarten in Rumänien — die Liste dürfte sicherlich nicht vollständig sein, aber ich hoffe, dass meine Recherche zumindest eine Übersicht bieten konnte. Über bedrohte Pflanzenarten werde ich in einem der kommenden Funkbriefkästen berichten.



    Zeit noch für zwei E-Mails von ebenso vielen neuen Hörern, beide aus Deutschland. Dejan Berndt (aus Erlangen-Tennenlohe, Bayern) schickte uns folgende Zeilen:



    Sehr geehrte RRI-Deutsch-Redaktion,



    am 29. April 2019 habe ich auf der Frequenz 9600 kHz von 14:00 UTC bis 15:00 UTC Ihr deutsches Programm empfangen.



    Zunächst wurde das Funkjournal gesendet. Unter anderem mit diesen Themen: Rumänische Soldaten, Kredite für Junglandwirte und den Wahlkampf für die Europawahl. Dann in der Rubrik Pro Memoria — zur Geschichte Rumäniens“ wurde über die Künstlerjugend um 1900 berichtet, die laut dem Interview mit Erwin Kessler als Reaktion auf den offiziellen Kanon und als rumänischer Ausdruck der neuen europäischen Strömungen“ entstand. Danach wurde über das christlich-orthodoxe Osterfest in Rumänien berichtet. Es wurde berichtet, dass die orthodoxe Kirche den julianischen Kalender nutzt und die katholische Kirche den gregorianischen Kalender nutzt. Die Kalender haben jeweils einen Zeitunterschied von 13 Tagen. Dass die Rechnung des Osterfestes nach dem Mond erfolgt, wurde auch erwähnt. Das rumänisch-orthodoxe Osterfest erinnert sehr stark an das serbisch-orthodoxe Osterfest, welches ich sehr gut kenne, da meine Mutter aus Serbien stammt. Anschlie‎ßend wurde noch über eine Recycling-Patrouille in Bukarest berichtet, die Elektroschrott sammelt. Darauf folgte die Musikrubrik.



    Zu meiner Person möchte ich noch anmerken, dass ich erst 16 Jahre alt bin und immer mit Begeisterung die Sendungen von RRI verfolge. Ich habe erst im November 2018 angefangen, mich für den Kurzwellenrundfunk zu interessieren. Als ich dann mein erstes Kurzwellenradio zu Weihnachten bekommen habe, gab es kaum deutsche Radiosender, die ich gut empfangen konnte — au‎ßer RRI. RRI hat immer ein sehr starkes Signal hier in Deutschland, was sehr gut ist. Ich bin froh, dass Sie als eine der wenigen internationalen Radiostationen noch auf der Kurzwelle bleiben, ich hoffe, Sie werden das auch noch viele Jahre weiterhin so beibehalten. Über eine Bestätigung meines Empfangsberichtes mittels QSL-Karte an die unten stehende Adresse würde ich mich sehr freuen. Gerne dürfen Sie meinen Brief auch in der Hörerpost vorlesen.



    Mit freundlichen Grü‎ßen

    Dejan Berndt



    Lieber Dejan, vielen Dank für das Feedback, es freut uns, dass sich auch sehr junge Hörer noch für den Rundfunkfernempfang interessieren. Zu den QSL-Karten habe ich leider keine Neuigkeiten, wir wissen immer noch nicht, ob und wann wir Zuwendungen für das Drucken der neuen Serie erhalten. Sie ist — in virtueller Form — bereits auf der ukrainischsprachigen Variante unserer Webseite zu sehen und besteht aus Abbildungen von Volkstrachten aus dem Banat im Westen Rumäniens. Und auf der deutschsprachigen Webseite ist inzwischen auch die komplette Serie für 2018 — Wahrzeichen der Stadt Alba Iulia — mit ausführlichen Erläuterungen zu sehen.



    Ein weiterer Hörer aus NRW entdeckte uns durch Zufall im Äther. Folgende Zeilen erhielten wir von Werner Samjeske:



    Sehr geehrte Damen und Herren,



    durch Zufall habe ich heute, am 5.5.2019 nachmittags, Ihre Sendung in deutscher Sprache auf 7355 KHz gehört.



    Der Empfang war sehr stark: 5/9+10db. Mein Empfänger ist ein Icom R75 an einer 50-Ohm-40-m-Langdrahtantenne. Ich konnte rumänische Jazz-Musik hören.



    In den letzten Jahren habe ich Rumänien mehrfach geschäftlich (Spezialstahl) besucht, z.B. Bukarest, Craiova, Sibiu, Timişoara, Schä‎ßburg…



    Mit freundlichen Grü‎ßen aus Kerpen im Rheinland


    Werner Samjeske



    Vielen Dank für das Feedback, auch Ihnen willkommen im mittlerweile kleinen, aber feinen Kreise der RRI-Hörer und herzliche Grü‎ße aus Bukarest!



    Zeit für die Postliste. Neue Postbriefe lasse ich mir kommende Woche zukommen, falls welche da sind. E-Mails erhielten wir in den letzten zwei Wochen bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitag von Beate Hansen, Petra Kugler, Bernd und Willi Seiser, Stephan Lipsius, Werner Schubert, Norbert Hansen, Gerd Brüschke, Dejan Bernd, Torsten Rhode, Heinz Günter Hessenbruch, Werner Samjeske, Helmut Matt, Michael Willruth, Michael Lindner und Carsten Fenske (alle aus Deutschland) sowie von Paul Gager (Österreich) und Jurij Aleksandrowitsch Timofejew (Kasachstan).




    Audiobeitrag hören:




  • Hörerpostsendung 21.4.2019

    Hörerpostsendung 21.4.2019

    Herzlich willkommen zur Hörerpostsendung von RRI und frohe Ostern, liebe Freunde!



    Zu aller erst möchte ich mich für die Ostergrü‎ße bedanken, die wir von mehreren Hörern erhalten haben. Stellvertretend für alle möchte ich die Zeilen von Volker Schmidt aus Neubrandenburg verlesen:



    Liebe Freunde der Deutschen Redaktion von RRI,



    ich wünsche Ihnen allen ein schönes Frühlingsfest 2019.


    Wir feiern an diesem sonnigen und für uns diesmal warmen Wochenende Ostern als Frühlingsfest und freuen uns auf die Ostereiersuche der Enkel-Kinder im grünen Garten. Als Ostergru‎ß basteln wir jedes Jahr auch eine lustige digitale Osterkarte am Computer — siehe Bild unten.


    Danke für viele interessante Sendungen und Informationen!



    Herzliche Frühlingsgrü‎ße aus Neubrandenburg von Eurem Kurzwellenhörer

    Volker Schmidt



    Vielen Dank nochmals an alle Hörer für die Grü‎ße und die netten angehängten Bilder mit Osterhasen.



    Wir haben heute also den Ostersonntag in den Westkirchen — auch in Rumänien feiern rund 1,1 Millionen Katholiken (5,4% der Gesamtbevölkerung) und knapp 700.000 Menschen diverser evangelischer und reformierter Glaubensbekenntnisse (3,7%) das Osterfest. Für mehr als 86% der Rumänen kommt das orthodoxe Osterfest in diesem Jahr allerdings erst nächster Sonntag, also genau eine Woche später.



    Weiter geht es mit Feedback zu unseren Sendungen nach der Umstellung auf Sommersendeperiode. Von Helmut Matt (aus Herbolzheim im Breisgau) erhielten wir gleich zweimal Feedback. Zunächst schrieb er uns gleich nach der Zeitumstellung:



    Liebe Freunde von Radio Rumänien International,



    heute will ich mich mal kurz fassen.



    Ich schicke Euch die ersten Empfangsberichte der neuen Sendeperiode. Die gute Nachricht: Radio Rumänien International kann hier im Breisgau auch nach der

    Frequenzumstellung weiterhin problemlos empfangen werden. Am schwächsten ist noch DRM in der Morgensendung — das kann sich aber noch bessern und bis dahin höre ich einfach analog :-). Ansonsten ist alles perfekt. Sowohl analog als auch in DRM kommt Euer Sender zu allen drei Sendezeiten bestens hier im Breisgau an. Besonders erstaunlich ist das DRM-Signal um 18:00 Uhr UTC auf 6090 KHz. Absolut Vollausschlag am S-Meter. Mehr geht nicht. Ich denke also, dass ich Eure Sendungen im kommenden Halbjahr überwiegend in DRM-Stereo genie‎ßen werde.



    Mit Spannung habe ich am Sonntag die Bekanntgabe der Gewinner Eures Wettbewerbs über den Kurort Govora verfolgt. Ich freue mich sehr, dass mit Hans Verner Lollike sozusagen ein Urgestein der Kurzwelle als Hauptpreisträger nach Rumänien reisen darf. Ich erinnere mich immer noch sehr gern an meine Reise in Euer Land im Jahr 2005 und bin sicher, dass Hans Verner schöne Tage mit gro‎ßer Gastfreundschaft erleben wird. Ich möchte ihm sehr herzlich gratulieren, wünsche ihm eine gro‎ßartige Reise und unvergessliche Begegnungen mit der deutschen Redaktion von Radio Rumänien International!



    Und vergangene Woche meldete sich Helmut Matt erneut mit mehr Details und insgesamt acht Empfangsberichten zu unterschiedlichen Zeiten und für alle Frequenzen sowie über DRM:



    Liebe Freunde von Radio Rumänien International,



    Umstellung geglückt! So könnte man den Wechsel auf die neuen Frequenzen für die Sommersendeperiode kurz auf einen Nenner bringen. Ich denke, die Frequenzauswahl Eures Senders war recht glücklich. Besonders freut es mich, dass der DRM-Empfang bei der zweiten Abendsendung wirklich super ist. Das Signal ist so stark, dass sich beim digitalen Empfang auf 6090 KHz 100 Prozent Stabilität ergibt. Besonders die Musiksendungen machen dadurch viel Spa‎ß. Stereo über die Kurzwelle ist schon ziemlich cool!



    Da wäre ich dann auch schon beim nächsten Thema: Dass ich eure Musikbeiträge sehr gerne mag, hatte ich Euch schon einmal geschrieben. Was mir daran besonders gefällt: Es wird nicht nur Musik gespielt, sondern man erfährt auch viel über die Künstler und deren Werke. Mit Jazz, Unterhaltungsmusik, Klassik und Volksmusik deckt Radio Rumänien International auch das gesamte Spektrum musikalischen Schaffens in Eurem Land ab, was ich besonders schön finde. Geschickt ist es zudem, die Musikbeiträge ungefähr in der Mitte des Programmablaufs zu platzieren. Das lockert das Programm insgesamt erheblich auf. Ich finde es super, wie Ihr das macht.



    Sehr interessant fand ich den Beitrag in der Enzyklopädie über den rumänischen Goldschatz und die Kronjuwelen der Königin Maria. Was für eine traurige Geschichte! Mich bestätigt es in meiner Überzeugung, dass die Bolschewisten / Stalinisten weder über Respekt vor fremdem Eigentum noch über Achtung vor Recht, Gesetz und Verträgen verfügten. Die Welt ist ja mittlerweile von dieser Plage befreit. So ist es jedoch umso erstaunlicher und beschämender, dass Russland als Rechtsnachfolger der UdSSR immer noch fremdes Eigentum als Beute zurückhält, anstatt sich um einen Modus zu bemühen, den zum Unrecht angeeigneten Besitz an seinen Eigentümer zurückzugeben. Ich kannte die genauen Hintergründe dieser Problematik bisher nicht. Enzyklopädie“ ist eine ganz besonders gute und spannende Rubrik im Programm Eures Senders, die ich mir immer wieder gerne anhöre.


    Für heute verbleibe ich mit den besten Grü‎ßen

    Ihr Hörer

    Helmut Matt



    Vielen Dank für das ausführliche Feedback, lieber Herr Matt und herzliche Grü‎ße nach Herbolzheim!



    Fritz Andorf (aus Meckenheim, NRW) meldete sich per E-Mail mit Eindrücken aus seinem Urlaub in Irland und Feedback zu unseren Programmen:



    Liebes RRI-Team,



    nach Rückkehr von einer Rundreise durch die grüne Insel Irland melde ich mich zurück.



    Bei der Irlandreise passte einfach alles: die nette Gruppe, der hochkompetente Reiseleiter (er wohnt schon 13 Jahre in Irland und war — wie ich leider erst beim Abschied erfuhr — DXer, wobei er besonders stolz auf seine QSL-Karte von den Solomon-Islands auf 5020 kHz war), die hervorragenden Hotels und die gute Verpflegung, wobei natürlich reichlich dunkles Guiness-Bier floss. Auch das Wetter spielte erstaunlich gut mit. Es war zwar kühl, aber Regen hatten wir nur an einem halben Tag in Belfast. So haben wir bei klarem Wetter die grüne Halbinsel Connemara mit ihren vielen Schafen, die imposanten, über 200 m hohen Klippen von Moher an der Westküste und die tolle Küstenstra‎ße des Rings of Kerry erlebt.


    In Belfast haben wir auch das imposante Titanic-Museum besucht. Hier wird alles über die bei der Belfaster Werft Hammond & Koch gebaute Titanic gezeigt, also der Bau des Schiffes, die beteiligten Handwerker, das verwendete edle Material, die reichhaltige Ausstattung, das Personal und die reichen Gäste auf dem Schiff, die vornehmen Kabinen, der Untergang nach dem Zusammensto‎ß mit dem Eisberg, die dramatische Rettung von knapp einem Drittel der über 1600 Mitreisenden und sogar die Sicht auf das Wrack in der Tiefsee.



    Doch zu Ihrem Programm: Im Funkbriefkasten hörte ich den Geburtstagsgru‎ß an mich. Dafür Ihnen und dem umtriebigen Bernd Seiser ganz herzlichen Dank und schöne Grü‎ße an Bernd. Hinsichtlich der QSL-Karten für dieses Jahr gab es ja einen kleinen Lichtblick. Trachten sind auf jeden Fall ein gutes Motiv.



    Im Ausschnitt aus dem Sozialreport wurde auf das Alter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes eingegangen, das zwar auch in Rumänien steigt; allerdings sind hier auch Geburten bei sehr jungen Müttern häufiger. Offenbar wird die Geburtenverhütung in Rumänien nicht so propagiert oder genaugenommen.



    Übrigens ist bei uns eine heftige Diskussion über die vorgeburtliche Untersuchung auf Trisomie im Gange, die künftig auch von den Krankenkassen übernommen werden soll. Gibt es so etwas auch in Rumänien? Bei uns treiben 90% der Mütter, die nach Voruntersuchung wahrscheinlich ein mongoloides Kind erwarten, ab.



    Falls es wieder QSL-Karten geben sollte, melde ich hiermit meinen Wunsch danach an.



    Herzliche Grü‎ße aus dem nun frühlingshaft werdenden Rheinland


    von Ihrem Fritz Andorf



    Vielen Dank für Ihre Urlaubseindrücke und natürlich auch für das Feedback zu unseren Programmen. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie Trisomie-Fälle in Rumänien gehandhabt werden, da eine erste, oberflächliche Recherche zunächst ergab, dass es keine offiziellen Statistiken dazu gibt. Ich werde mich aber für eine der nächsten Sendungen schlau machen, werde auch Ärzte aus meiner Familie oder aus dem Bekanntenkreis fragen, und komme darauf zurück. Herzliche Grü‎ße ins Rheinland, lieber Herr Andorf!



    Zeit noch für eine Zuschrift. Aus Schmitten im Taunus meldete sich unser Hörer Lutz Winkler wie immer mit ausführlichen Details und Kommentaren zu unserem Programm:



    Liebe Freunde der deutschen Redaktion in Bukarest,



    um die Osterzeit möchte ich noch schnell einen Empfangsbericht und ein paar Zeilen mit Frühlingsgrü‎ßen nach Bukarest schicken.



    Nach der Umstellung der Frequenzen ist der Empfang von Radio Rumänien International wieder sehr gut und ungestört von anderen Sendern aufzunehmen. Den Programminhalten konnte ich gut folgen.



    Über die Osterfeiertage kommen wieder unsere Kinder und die Schwiegerkinder zu Besuch und es gibt viel Gelegenheit, sich auszutauschen, zu wandern und zu spielen. Auf diese Tage freue ich mich immer besonders.



    Die in den Beiträgen immer wieder angesprochene Rolle der NATO in den osteuropäischen Staaten kann ich nach der Erfahrung aus der Zeit des Kommunismus nachvollziehen. Was mir jedoch schwer fällt, ist die immer wieder erhobene Forderung zur explosionsartigen Erhöhung des Verteidigungshaushaltes. Diese dienen letztendlich den wirtschaftlichen Interessen der Rüstungsindustrie. Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis von Sozialausgaben, Ausgaben für die Infrastruktur und Rüstungsausgaben in Zeiten einer Abschwächung des Wachstums der Wirtschaft entwickeln wird. Wie sieht denn der rumänische Normalverbraucher die Ausgaben für das Militär — in einem Land, in dem der soziale Standard nicht so hoch ist wie z.B. in Deutschland. (Die letzte Bemerkung bitte nicht falsch verstehen: Ich respektiere durchaus die Leistungen der rumänischen Bevölkerung, sehe aber auch, dass der soziale Standard noch nicht so hoch ist wie z.B. in Deutschland).



    An dieser Stelle möchte ich schon heute schlie‎ßen, bleiben Sie bitte auf Sendung — die Informationen aus Rumänien sind wichtig.



    Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling, ein schönes Osterfest und grü‎ße Sie ganz herzlich



    Ihr Hörer


    Lutz Winkler



    Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen, lieber Herr Winkler. Ich kann Ihre Bedenken über die Rüstungsausgaben zwar verstehen, kann Ihnen aber auch erklären, warum sich Normalbürger hier darüber nicht aufregen, obwohl es in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft vorne und hinten nicht reicht mit den Staatsausgaben. Zum einen gab es in Rumänien nach dem Zweiten Weltkrieg nie eine pazifistische Bewegung wie etwa in der alten Bundesrepublik, oder es gab sie, aber unter ideologisch umgekehrtem Vorzeichen. Die Rede ist um die Marotte des sogenannten Kampfs um den Frieden“, mit dem die kommunistischen Regime dem ideologischen Klassenfeind eins auswischen wollten, während die Sowjetunion eigentlich genauso eifrig aufrüstete. Nicht anders verhält es sich heute mit Russland unter Präsident Putin: Ranghohe Politiker aus Russland haben mehrmals offene Drohungen gegen die baltischen Staaten, Polen oder Rumänien ausgesprochen. Und wie Sie richtig vermutet haben, hat hierzulande die Angst vor Russland Vorrang gegenüber Bedenken über Rüstungsausgaben. Es gibt zwar einige linksradikale Splittergruppierungen, die das kritisieren, sie sind aber meistens im Internet tätig und finden kaum oder nur wenig Beachtung in der Öffentlichkeit. Ich bin zwar kein Fan von US-Präsident Trump, aber wenn er von einer gerechteren Lastenverteilung spricht (und damit auch Deutschland kritisiert), tendiere ich, ihm Recht zu geben. Schlie‎ßlich sind 2% des Staatshaushaltes als Zuwendungen für Verteidigung nicht so dramatisch. Nochmals herzlichen Dank für Ihr Feedback, lieber Herr Winkler, und herzliche Grü‎ße!



    Ich habe heute wieder etwas überzogen, zum Schluss noch geschwind die Postliste. Briefe erhielten wir von Jürgen Hannemann (D) und Manfred Schida (A). E-Mails erhielten wir bis einschlie‎ßlich vergangenen Freitagnachmittag von Michael Willruth, Gerd Brüschke, Anna und Bernd Seiser, Fritz Andorf, Helmut Matt, Andreas Fessler, Lutz Winkler, Dieter Sommer, Volker Schmidt und Heinz Günter Hessenbruch (D) sowie von, Georg Pleschberger (A) und Anand Mohan Bain (IND).



    Ich wünsche Ihnen noch wunderbare Ostertage, danke fürs Zuhören und bis nächsten Sonntag!




    Audiobeitrag hören: